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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mindestlohn auch für Bereitschaftsdienste



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Muriel
02.03.2014, 19:51
Na, aber das ist doch wirklich Quatsch. Du wirst eine Spannbreite von vielen Zehnern oder Hunderten Euro bei solchen Aussagen haben eben wegen der unterschiedlichen TV bzw. Hauskonditionen. Beim einen sind das angeordnete Überstunden, beim andern werden 60%, beim nächsten 95% bezahlt, dann bekommt X noch Zuschläge, von denen Y nur träumen kann. Daher ist das einzig Sinnige, sich genau mit den eigenen Konditionen zu befassen in drei Schritten: 1. Selber entsprechend nachlesen 2. Verwaltung um dezidierte Erklärung bitten 3. für ehrliche Zahlen die eigenen Kollegen fragen (sofern diese sich schon mal mit Schritt 1 &2 befasst haben und daher auch eine sinnvolle Auskunft geben können.)
Zum anderen Kritikpunkt: ja, manchmal wird vorschnell die "lies doch selber nach, wir sind nicht die allwissende Müllhalde"-Keule geschwungen. Häufig sehr verständlich, jedoch im Sinne einer Forumskultur sicher nicht immer so glücklich.

Brutus
03.03.2014, 15:34
das geht jedem so, und denen nach uns wird es genauso gehen, weil keiner mal schreibt was er bekommt, sondern es einfacher ist zu verweisen wo es steht und wie man es ausrechnet (dauert 10mal länger :D), und jetzt duck ich mich wieder weg .. :D
So, dann noch mal langsam und noch einfacher ausgedrückt: es macht keinen Sinn zu schreiben, was der Einzelne verdient, weil es einfach nicht vergleichbar ist! Wie Du ganz sicher schon herausgefunden hast, gibt es unter: www.oeffentlicher-dienst.info alle Informationen zu den Gehaltstabellen der verschiedenen TV. Jetzt kannst Du natürlich sagen, dass es ganz einfach wäre, wenn alle mal ihre Gehälter offenlegen. Nur das bringt Dir nix.
Gehen wir der Einfachheit halber ab jetzt immer vom Assistenten im 3. Jahr aus , TVÄ-VKA:
Grundgehalt: 4413.99 € im Monat, 52967.88 € im Jahr. Dies ist das Bruttogehalt.
Jetzt nimmst Du den Mann in Steuerklasse I, GKV:
Monatsbeträge
Grundgehalt: 4413.99 € [Arzt 3. Jahr ]
Lohnsteuer: - 889.58 € (Klasse I)
Solidaritätszuschlag: - 48.92 €
Krankenversicherung: - 332.10 € (Satz: 15.5%)
Pflegeversicherung: - 51.64 €
Rentenversicherung: - 417.12 €
Arbeitslosenvers.: - 66.21 €
Abzüge gesamt: - 1805.57 € (Anteil: 40.9%)
Monats-Brutto: 4413.99 €
netto bleiben: 2608.42 € (Steuerjahr 2014)

Gleicher Mann, aber in Steuerklasse 3, 2 Kinder, GKV:
Monatsbeträge
Grundgehalt: 4413.99 € [Arzt 3. Jahr ]
Lohnsteuer: - 548.66 € (Klasse III)
Solidaritätszuschlag: - 13.19 €
Krankenversicherung: - 332.10 € (Satz: 15.5%)
Pflegeversicherung: - 41.51 €
Rentenversicherung: - 417.12 €
Arbeitslosenvers.: - 66.21 €
Abzüge gesamt: - 1418.79 € (Anteil: 32.1%)
Monats-Brutto: 4413.99 €
netto bleiben: 2995.20 € (Steuerjahr 2014)

Bei dieser Rechnung handelt es immer um das Grundgehalt, also den Wert, der ja eigentlich für alle gleich ist. Ist er ja auch, wenn man NUR das Brutto sieht... Und so könnte ich jetzt beliebig weitermachen. Wenn Du jetzt noch PKV versichert bist, kommen wieder ganz andere Werte raus. Hier sind noch überhaupt keine Dienste berücksichtigt. Der Eine macht 8 Dienste im Monat, der Andere 2-3. Der Eine macht nur Wochenenden, der Andere nur unter der Woche. Usw.usf...
Was also bringt Dir eine Zahl, von der Du noch nicht einmal weißt, ob sie den Bruttolohn darstellt, oder den Nettolohn. Wenn es der Nettolohn ist, was bringt Dir das, wenn Du nicht weißt, welche Steuerklasse, Freibeträge et.al. :-nix



Jeder soll mal schreiben, was er kriegt?
Super Idee! Assi 3. Jahr: 3300€. Ebenfalls Assi 3. Jahr: 3500€. Noch ein Assi 3. Jahr: 4000€. Alle gleicher Tarifvertrag. Aber unterschiedliche Dienste, unterschiedliche Anzahl von Diensten, Nebeneinkünfte, etc...
Es bleibt dabei: man muss einfach mal den Tarifvertrag nehmen, dann die Abrechnung und nachrechnen. Aber das macht keiner, weil es ja viel einfacher ist, wenn man sich das vorkauen lässt! Das Problem ist, dass man sich so eben sehr leicht verar$chen lässt. :-nix

Jeder soll mal schreiben, was er kriegt?
Aber das macht keiner, weil es ja viel einfacher ist, wenn man sich das vorkauen lässt!
richtig es macht keiner und richtig es ist einfacher, darum kommen die leute hier ins forum!! bzw kamen und gingen..
oft gibts/gab es den standard bluff...
wer nicht antworten möchte, der soll halt nicht!
dann aber bitte auch keinen unnötigen senf abgeben, der total offtopic ist, hauptsache man kann mal wieder stunk machen, das größte problem dieses forums und ist immer wieder kehrend, das forum lebt mMn leider nur von wenigen auskunftgebern (danke an diese fraktion, die in vorklinik, hochschulstart/ZVS, Examen... immer wieder nett und gut helfen), das forum wird aber durch allzu häufige abschreckende standard leiern von alteingesessenen runter gezogen. das hat mit diesem topic jetzt nur in der hinsicht zu tun, dass man als student/ assi ohne dienst einfach mal ne zahl hören will, was es für nen dienst gibt ( 90 werktag, 150 wochenende). dass es für jeden individuell ist, ist doch klar, darum gehts den meisten bei der frage jedoch nicht...
ich bin wieder in der versenkung :scotty:
Genau die beiden Sätze zu zitieren und dann einen Rundumschlag zu führen ist jetzt auch nicht so die feine Art und Weise! Ich glaube, dass ich es eigentlich schon recht deutlich gezeigt habe, dass es nichts nutzt, einfach Werte zu posten. Es bleibt eben nichts übrig als ein wenig in die Materie einzusteigen und sich mit der Lohnabrechnung auseinander zu setzen. Wenn Ihr dazu keinen Bock habe, dann ist mir das egal, es ist Euer Geld. Aber ich finde, dass man durchaus mit Hilfe der Personalabteilung und der Gehaltstabellen und dem Wissen um die eigenen Stunden in der Lage sein sollte, ein paar Rechenübungen anzustellen.
Natürlich kann ich anhand Deines Lohnstreifens eine detaillierte Aufstellung anfertigen und Dir damit genau zeigen, wieviel Du wann in welchem Dienst verdienst. Aber da habe ich kein Bock drauf, weil dann genau diese Mentalität wiederkommt: Hey, ich stelle einfach mal meine Abrechnung ins Forum und irgendein Depp setzt sich schon hin und rechnet mir in einer schicken Exceltabelle meinen Lohn auseinander.
Ich glaube, wenn man diesen Fred hier einigermaßen mit Verstand gelesen hätte, dann wüsste man, wie man zumindest den Bruttolohn in seinem Dienst ausrechnen kann. Was dann an Abzügen (Steuern/KV/whatever) noch abgeht, kann hier eh keiner beziffern. Und seinen Stundenlohn sollte man schon wissen. Von daher finde ich einen solchen Rundumschlag, gerade wenn man sich mal die ganzen Threads zu diesem Thema ansieht, schon recht gewöhnungsbedürftig...

Edit:

Zum anderen Kritikpunkt: ja, manchmal wird vorschnell die "lies doch selber nach, wir sind nicht die allwissende Müllhalde"-Keule geschwungen. Häufig sehr verständlich, jedoch im Sinne einer Forumskultur sicher nicht immer so glücklich.
Nur gerade in DIESEM Fred ja eben nicht. Hier wird in gefühlten 20 Seiten und mehr als 60 Posts diskutiert und vor Allem immer wieder erklärt, warum wieso und weshalb das jetzt so und so ist. Von daher mag das in anderen Threads evtl. vorkommen, wobei ich da auch noch der Meinung bin, dass man trotzdem mal die Suche anwerfen darf um sich schlau zu machen. Wenn dann noch Fragen sind, werden die ja gerne beantwortet. Aber wenn immer wieder die gleiche Frage in einem neuen Thema gestellt wird, dann wird man halt irgendwann müde...

harmink
07.03.2014, 09:23
erstmal bin ich ein stückweit positiv über die einsicht überrascht bzgl verhalten einiger dauer-user.

zum thema: den leuten ist es egal ob du an privatklinik, uni, kommunal mit 12 kindern unverheiratet dein geld bekommst. wenn du schreibst bekomme 350€ für nen dienst, bin 35J, unverheiratet habe 12 Kinder und arbeite an einer privatklinik dann haben hier 95% der user die antwort die sie hören wollen.
dann antwortet der nächste ich bekomme 90€, 27J, 1. WBJ Innere, kommunales haus, unverheiratet.

dass man nicht das gleiche bekommt wie andere ist doch vollkommen außer frage, trotzdem interessiert die leute was andere bekommen, nur darum gehts in den ganzen threads wo gefragt wird wie viel die leute für nen dienst bekommen. und die beschreibung die am besten auf einen passt, mit der kann man sich dann grob vergleichen.

p.s. die Fragen lauten seltenst "wie viel bekomme ich für einen Dienst", sondern "wie viel bekommt ihr für einen Dienst."

Brutus
07.03.2014, 09:53
zum thema: den leuten ist es egal ob du an privatklinik, uni, kommunal mit 12 kindern unverheiratet dein geld bekommst.
Tja, und genau DAS ist das Problem. Es glauben halt immer noch viele Leute "Arzt ist Arzt" und dementsprechend müssen die ja eigentlich alle das gleiche verdienen. Und deshalb liest man nur: ich kriege 45€/Dienst, ich 600€/Dienst, ich 250....... Nur dass man eben aus diesen Zahlen keinerlei Fakten entnehmen kann. Allerdings werden dann diese Zahlen als Grundlage der Beschwerden genommen. Und das funktioniert einfach nicht.


wenn du schreibst bekomme 350€ für nen dienst, bin 35J, unverheiratet habe 12 Kinder und arbeite an einer privatklinik dann haben hier 95% der user die antwort die sie hören wollen.
dann antwortet der nächste ich bekomme 90€, 27J, 1. WBJ Innere, kommunales haus, unverheiratet.
Gut, dann bringe ich mal ein Beispiel: Assistenten im 3. Jahr sollten doch in einem Haus, bei gleicher Anzahl Dienste und gleicher Arbeitszeit das gleiche Verdienen, egal in welcher Abteilung, oder? Habe ich auch mal gedacht! Ist aber nicht so. Wenn jetzt also der Erste schreibt: ich kriege 300€/Dienst, VKA-Uni. Und der Zweite sagt: kann aber nicht sein, ich bin auch VKA-Uni, kriege aber nur 150€/Dienst... Was machst Du denn dann? Es bleibt dabei: wenn ich nicht weiß, wie die Dienste bewertet werden, FZA oder nicht, Sonderzulagen, Beteiligungen, etc., etc., dann ist das bloße Posten von Gehaltszahlen wie Auspendeln von Therapieoptionen.


dass man nicht das gleiche bekommt wie andere ist doch vollkommen außer frage, trotzdem interessiert die leute was andere bekommen, nur darum gehts in den ganzen threads wo gefragt wird wie viel die leute für nen dienst bekommen. und die beschreibung die am besten auf einen passt, mit der kann man sich dann grob vergleichen.
Gut, dann Frage ich mal ganz provokant, warum man wissen will, wieviel man in einem Dienst verdient. Wohl am ehesten, weil man wissen will, ob die Abrechnung stimmt! Denn den AG wechseln wird man wohl eher nicht aufgrund der Aussage von Leuten in einem Internetforum. Dann sehe ich aber schon das Problem, dass man selbst Dienste EINES Mitarbeiters ja nicht miteinander vergleichen kann. Ich habe in meiner Zeit als Assistent 2 Dienstarten gemacht, als FA dann sogar 4 unterschiedliche Dienste in EINER Klinik. Und diese Dienste waren auch noch mal völlig unterschiedlich bewertet. Dazu kam, dass einige Leute halt nur DEN Dienst an DEN Tagen gemacht haben. Da waren selbst Abteilungsintern die Zahlen einfach nicht zu vergleichen. Und da willst Du ernsthaft in einem Forum Vergleiche anstellen?


p.s. die Fragen lauten seltenst "wie viel bekomme ich für einen Dienst", sondern "wie viel bekommt ihr für einen Dienst."
Naja, allerdings dürfte das nur die Umschreibung für "wieviel werde ich denn wohl bekommen, wenn ich mal Dienste mache" sein...

Egal, allerdings sind wir mittlerweile soweit weg vom Thema "Mindestlohn im Bereitschaftsdienst", dass man hier fast schon einen neuen Thread raus machen könnte... :-nix

Ich muss mal gucken, ob ich auf meinem Rechner noch die Tabellen zu den Dienstbezahlungen habe. Da stand eigentlich ziemlich genau alles drauf, um die Dienstbezahlung zu erhalten. Auch für verschiedene Dienste, verschiedene Tage, etc...
Wenn ich das wiederfinde, stelle ich das mal hier ein. Das Teil habe ich damals für unsere Abteilung erstellt, weil da eben auch niemand durch die Abrechungen duchgestiegen ist...

arbeiter79
17.04.2014, 14:38
Mein erstes Grundgehalt habe schon bekommen. Auch wenn das sicher nicht von ganz großem Intresse ist im Vergleich zur Bereichschaftsdienstvergütung trotzdem hier mal die Abrechnung in Kurzfrom: 3965 € brutto, Steuerklasse 1, WBJ: 1= 2319,49€ netto. Dienste folgen Ende des Monats.

LasseReinböng
17.04.2014, 17:47
@ arbeiter: hast du dich bei den Zahlen vertippt ? Das sind ja krasse Abzüge von deinem Brutto-Lohn...

Muriel
17.04.2014, 18:33
Mich wunder eher das ziemlich hohe Grundgehalt. Netto stimmt wahrscheinlich, aber brutto müsste ne 3 vorne stehen.

arbeiter79
17.04.2014, 19:07
genau, hatte mich vertippt! 3965 nach tv, NICHT 4965 wie ich geschriebe hatte (habs jetzt auch oben korrigiert). Tut mir leid :-oopss


ich arbeite übrigens morgen und ostersonntag, bin mal gespannt was da rauskommt, 48h extra plus (den kleinen) feiertagzuschlag den ich ja bekommen müsste. geld und abrechnung kommt allerdings wie üblich erst am letzten des nächsten monats..

arbeiter79
30.04.2014, 18:55
so wie versprochen:
ich habe 2989.10 € netto verdient, davon Grundgehalt 2319,49€; plus 5 24h Dienste Bereitschaftsdienststufe II mit vollem Freizeitausgleich, d.h. 3 mal in der Woche und 1 mal Freitag und 1 mal Sonntag. Macht also unterm Strich für 64h Mehrarbeit 669,51 € netto. Bin in Steuerklasse 1. Wenn jemand es noch genauer wissen möchte einfach fragen. Hier der gültige TV:
https://www.marburger-bund.de/sites/default/files/tarifvertraege/2014/asklepios/tv-aerzte-entgelt-final.pdf

Muriel
30.04.2014, 19:40
Müssten das nicht 56 Stunden sein? Unter der Woche jeweils plus acht (=24), Freitag und Sonntag jeweils plus 16 (=32)?

arbeiter79
30.04.2014, 19:43
Müssten das nicht 56 Stunden sein? Unter der Woche jeweils plus acht (=24), Freitag und Sonntag jeweils plus 16 (=32)?

stimmt! da habe ich mich schon wieder mit den Zahlen vertan:-(( 56 ist natürlich richtig! sind also 11.96 pro Stunde.

harmink
02.05.2014, 08:32
gibt es eigentlich "netto" gesehen mehr Geld für einen Freitag (keinen Freizeitausgleich (=FZA) weil auf Samstag fällt) oder für einen Sonntag, weil Wochenende ist und man aber FZA hat?

Brutus
02.05.2014, 09:50
^^ Ähm.... ja? Wenn Du Freitags dienstest und eben keinen FZA hast, dann bekommst Du ja statt 8 Stunden die vollen 16 Stunden bezahlt... Könnte sein, dass da Netto auch mehr rauskommt. ;-)

Sonntags wird Dir der Montag wieder abgezogen. Trotzdem bekommst du 16 Stunden bezahlt, aber eben nicht die 24 Stunden, die Du gearbeitet hast. "Netto" bekommst Du als genauso viele Stunden vergütet, allerdings kommen ja noch die jeweiligen Zuschläge dazu.
BTW: der Tag, der am Besten bezahlt ist, ist der Samstag. Volle 24 Stunden Arbeit, keine Abzüge, alles ins Plus. :-))

arbeiter79
08.05.2014, 20:07
was sagt euch eigentlich eher zu am wochende, die kombination freitag sonntag oder der samstagsdienst?