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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eizellen einfrieren - wäre das nicht auch was für Zahnmediziner(innen)?



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EVT
17.11.2014, 20:01
Was sind denn für dich echte Eltern? Homosexuelle schonmal nicht oder wie?
Auch die Reproduktionsmedizin kann nicht zaubern und es gibt genügend Frauen, die in ihrer eigenlichen reproduktiven Zeit nicht schwanger werden können. Das sollte man als Ärztin eigentlich wissen.
Ich glaube, bei dir schwirren da viele Vorurteile im Kopf herum.

Klar, durch einen ONS kann man mal eben schwanger werden, aber dann hat man auch keinen richtigen Kindsvater, der sich um das Kind kümmert.

Espressa
17.11.2014, 20:23
Oh mei, wie schnell sich manche auf den Schlips getreten fühlen... Ich hab halt gern eine etwas konträre Meinung, sonst sind Diskussionen ja auch langweilig, wenn sich alle nur gegenseitig zustimmen.

Wie gesagt, ich finde es sehr schwer, wirklich Grenzen zu ziehen, wo es noch eine medizinische Behandlung darstellt (junges Paar mit erfolglosem versuchen aufgrund z.b weiter oben genannter Beispiele) und kultureller Willkür (40jährige singlefrau, die im Zuge ihrer Selbstfindung beschließt nun doch schwanger sein zu wollen). Ist darüberhinaus eine hochphilosophische Frage, worauf alles man im Leben "Anspruch" hat.
Und korrekt, persönlich hab ich kein fruchtbarkeitsproblem, finde aber nicht dass man nur bei Themen mitreden darf, die einen selbst betreffen.

Ursprungsfrage betraf das Social freezing, und dazu rege ich eben an, sich grundsätzlich mit den Fragen auseinanderzusetzen, was einem wirklich wichtig ist im Leben, und sich eben entsprechend zu verhalten. Früher erzählte man dazu die Geschichte vom Glas und den Steinen; erst die großen einfüllen, die kleinen rieseln immer dazwischen. Ist es halb voll mit Sand, hat man für die großen keinen Platz mehr...

Trianna
17.11.2014, 20:28
Mich interessiert auch, was für dich "echte Eltern" sind. Wäre super wenn du darauf mal eingehen würdest.

EVT
17.11.2014, 20:34
Was ist denn, wenn einem ein Familienvater sehr wichtig ist im Leben und der erst mit 40 auftaucht? Oder gar nicht? Hat man dann einfach Pech gehabt?
Ich finde, du machst es dir sehr einfach.

Ich diskutiere auch sehr gerne, ich habe bei diesem Thema eine sehr liberale Meinung, das wird auch nicht allen gefallen, was z.B. das Alter der Frauen angeht. :-))
Also, keine Scheu. ;-)

Espressa
17.11.2014, 20:45
"...auftaucht..." - überall sonst akzeptiert man auch, dass man etwas dafür tun muss, um etwas zu erreichen. Oder ist jemandem der Arztberuf plötzlich im Leben aufgetaucht? Nö. Da ist es nur nachvollziehbar dass man dafür zumindest Abi und Studium absolvieren muss. Man muss sich jahrelang dafür bemühen, manchen fällt es leicht, manche schaffen es auch nicht...

EVT
17.11.2014, 20:48
Naja, aber Studium und Beruf liegt komplett in der eigenen Hand. Aber du kannst niemanden dazu zwingen, dich zu heiraten oder mit dir Kinder zu bekommen.
Auch wenn man online dating und so macht, gibt es da ja keine Erfolgsgarantie.

Evil
17.11.2014, 20:50
Hat nur bei der Partnerfindung nicht unerheblich auch mit Glück zu tun, im Gegensatz zu den übrigen Beispielen.

Ich glaube, Espressa würde ganz anders schreiben, wenn ihre Familienplanung nicht so reibungslos gelaufen wäre. Aber hey, nach ihr die Sintflut...

Colourful
17.11.2014, 20:53
Ursprungsfrage betraf das Social freezing, und dazu rege ich eben an, sich grundsätzlich mit den Fragen auseinanderzusetzen, was einem wirklich wichtig ist im Leben, und sich eben entsprechend zu verhalten. Früher erzählte man dazu die Geschichte vom Glas und den Steinen; erst die großen einfüllen, die kleinen rieseln immer dazwischen. Ist es halb voll mit Sand, hat man für die großen keinen Platz mehr...

Das ist, so empfinde ich es, ein guter Punkt. Es wäre schön, wenn man sich als normal strukturierter Mensch einfach mal früher überlegt, was einem wirklich wichtig ist und was man gern erreichen möchte. Und da kann man dann schon Einfluss darauf nehmen, diese Ziele auch zu erreichen - für mich klingt das hier oftmals so, als sei die Partnerwahl ein sehr schicksalhaftes Unterfangen und dabei sucht man sich auch selbst einen geeigneten Partner. Da muss ich (plakativ und blöd gesagt), dann halt mal eher nach dem Bankkaufmann statt nach dem Bergführer suchen, wenn ich gern ein solides zu Hause mit Kindern möchte. Und doch - ich denke auch, dass man das zu einem gewissen Grad gut beeinflussen kann.

Ich find's schön, dass jemand auch mal eine andere Meinung vertritt.

Und ja, ich habe mich auch relativ früh dafür entschieden schwanger zu werden, mit allen (positiv und negativ empfundenen) Konsequenzen.

Brutus
17.11.2014, 20:54
Hat nur bei der Partnerfindung nicht unerheblich auch mit Glück zu tun, im Gegensatz zu den übrigen Beispielen.
Ach, und ich dachte, dafür hätte Ratiopharm das Dormicum gemacht. ;-)

Stephan0815
17.11.2014, 21:03
Diese ganze Diskussion erinnert mich an unsere damalige Psychologin "mit dem heftigen Kinderwunsch". Man kann sich gerne Ziele stecken - manche erreicht man, andere wiederum nicht. Aber schlussendlich setzt sich das Leben gegenüber jedem eigenen Plan durch.
"Isse nicht schön - aber musse akzeptiere."
Ailton - Dschungelcamp 2012

Espressa
17.11.2014, 21:07
Hat nur bei der Partnerfindung nicht unerheblich auch mit Glück zu tun, im Gegensatz zu den übrigen Beispielen.

Ich glaube, Espressa würde ganz anders schreiben, wenn ihre Familienplanung nicht so reibungslos gelaufen wäre. Aber hey, nach ihr die Sintflut...

Falls mal wer Lust hat, ein Vergleich zwischen der Erfolgsquote der Partnerfindung und jener der IVF würde mich sehr interessieren...

Einfach schwanger zu werden bedeutet nicht, dass die Familienplanung reibungslos von statten ging bzw. noch geht. Ich muss/te auch Opfer bringen und mir andere Wünsche wieder abschminken. Und der Preis dafür ist nur nicht so offensichtlich, aber für mich höher als gedacht. Dennoch, so läuft es halt, man kann nicht alles haben, für mich habe ich mich aber richtig entschieden. Wie uncool von mir...

EVT
17.11.2014, 21:19
Durchschnittliche IVF-Erfolgsquote pro Zyklus ist 20%, also wie auch im normalen Zyklus. Individuell natürlich sehr unterschiedlich, wie auch die Partnerfindung. ;-)
Für die Partnerfindung könnte man die Scheidungsraten hinzuziehen. :-D
Oder wie viele Leute sich als Single, alleinerziehend etc. bezeichnen.

Wenn man Angst hat, dass man nicht rechtzeitig den passenden Partner findet, kann man doch Eizellen einfrieren. Ist halt wie eine Versicherung. :-nix

Nurbanu
17.11.2014, 22:26
Naja, aber Studium und Beruf liegt komplett in der eigenen Hand. Aber du kannst niemanden dazu zwingen, dich zu heiraten oder mit dir Kinder zu bekommen.


Danke!!! Genau so sieht es aus und nicht anders.


Hat nur bei der Partnerfindung nicht unerheblich auch mit Glück zu tun, im Gegensatz zu den übrigen Beispielen.


Richtig.

Glück, Zufall, Schicksal. Das Gegenteil von Planen und zwanghaftem Suchen.

@ Espressa

Es ist nicht das Problem einen Mann zu finden, der über die Frau rüberrutscht und ihr ein Kind macht.
Aber eine Frau will keinen Erzeuger, sondern einen Kindsvater und Partner. Jeder Mann kann Kinder zeugen, aber nicht jeder kann ein Vater sein.

Man kann die ganze Zeit auf Partnersuche sein und dennoch ist das kein Garant für einen Partner.
Es gibt nunmal Dinge im Leben, die man nicht in der Hand hat. Diese Erkenntnis hilft dabei nicht von oben herab zu bewerten und das Leben an sich gelassener zu sehen.


Es wäre schön, wenn man sich als normal strukturierter Mensch einfach mal früher überlegt, was einem wirklich wichtig ist und was man gern erreichen möchte. Und da kann man dann schon Einfluss darauf nehmen, diese Ziele auch zu erreichen - für mich klingt das hier oftmals so, als sei die Partnerwahl ein sehr schicksalhaftes Unterfangen und dabei sucht man sich auch selbst einen geeigneten Partner. Da muss ich (plakativ und blöd gesagt), dann halt mal eher nach dem Bankkaufmann statt nach dem Bergführer suchen, wenn ich gern ein solides zu Hause mit Kindern möchte. Und doch - ich denke auch, dass man das zu einem gewissen Grad gut beeinflussen kann.


Das ist der Haken: bis zu einem gewissen Grad beeinflussbar z.B. wie du schreibst in der richtigen Zielgruppe nach einem Partner suchen. Dennoch ist es Schicksal (oder nenn es Glück), wenn man dort dann tatsächlich einen Partner findet. In der heutigen Zeit wird hoffentlich nicht mehr nach alten Maßstäben geheiratet (Herkunft? Check. Alter? Passt. Bildung? Ebenbürtig. Verdienst? Top. --> geeigneter Kandidat), sondern zurecht bisschen mehr erwartet.

EVT
17.11.2014, 22:50
Nachher ist der auserkorene Partner dann doch zeugungsunfähig. :-D

Meine Mutter sagt immer: Man muss mit der Gnade mitwirken. Aber auch: Wenn man zu verkrampft auf der Suche ist, merken die Männer das und es schreckt ab.

Man darf eben nicht ewig nach dem perfekten Partner suchen, sondern irgendwann muss der aktuelle auch mal gut genug sein.
Aber wo setzt man da die Grenze? Bis 35 suchen und danach entweder keine Kinder oder Samenspende etc.? Das wäre dann auch wieder willkürlich.

Es gibt auch Leute, für die Kinder und Karriere wichtig sind.

Nurbanu
17.11.2014, 23:24
Du, das trifft auch auf verkrampft suchende Männer zu. Hatte so einen Kumpel, der mir jahrelang sein Leid geklagt hat. Irgendwann hats Klick gemacht, er war entspannt und somit interessant für die Frauen und mittlerweile ist er verheiratet.

Den perfekten Partner gibt es nicht, da muss man schon realistisch sein. Das Bauchgefühl ist da eine gute Hilfe. Ich denke, sobald man wirklich verstanden hat, dass es nicht den perfekten Partner gibt, nimmt man den aktuellen leichter an wie er ist und kann dann ein vernünftige Entscheidung treffen.

baugruen
19.11.2014, 17:01
Irgendwann hats Klick gemacht, er war entspannt und somit interessant für die Frauen und mittlerweile ist er verheiratet.


einfach kein interesse zeigen, dann kommen die frauen von alleine ;-) . ach, ihr frauen...

Nurbanu
19.11.2014, 19:23
Das ist gar nicht so kompliziert wie es aussieht. Jemand der zwangshaft sucht ruft halt Zweifel hervor, da er verzweifelt wirkt und naja, da fragt man sich schon wieso und das ist unsexy.