Relaxometrie
29.11.2025, 18:45
Wenn die KK sich dann aber nicht an die Vorschläge des MB hält, braucht sie auch nicht erst zu fragen.
Wirkt so ähnlich, wie die Politiker, die Megasummen für wissenschaftlich fundierte Beratung ausgeben und dann doch ihr eigenes Ding durchziehen, um die Wähler, bzw. ihre Klientel nicht zu verschrecken.
Feuerblick
29.11.2025, 18:58
Glaub mir, der MD findet das auch nicht lustig.
Oft genug ziehen nämlich Genehmigungen durch die Kasse irgendwann erneute Anträge nach sich. Und dann bekommt der MD das wieder vorgelegt und fragt sich, warum man eigentlich ein negatives Gutachten geschrieben hat, wenn es die Kasse doch offenbar nicht interessiert hat.
Umgekehrt auch: Es wird etwas befürwortet, die Kasse lehnt es ab, der Widerspruch landet dann wieder beim MD, der am liebsten schreiben würde „Sind Sie ein bisschen dumm, liebe Krankenkasse???“.
Das sind nicht die Regelfälle. Aber dennoch… Es ist aber komplett legal und darf so sein. :-nix
Choranaptyxis
29.11.2025, 22:25
Verstehe ich, wurde mir auch schon gesagt ("der MD entscheidet nicht, er empfiehlt nur"), aber dann sollte man wenigstens so ehrlich sein und und nicht den MD vorschieben.
Die genannte Alternative habe ich nämlich viermal daheim liegen (Standard post Knie-OP-Orthese), zwei Varianten in je zwei Größen. Die macht null Sinn und die beantragte Orthese ist mit <4k "preiswert" und der Versuch irgendwie die mehrere zehntausend € Orthese zu vermeiden. Und es gibt mehrere Techniker, die gesagt haben, vermutlich wird nur die teure klappen.
Widerspruch ist schon gestellt, wird also vermutlich wieder beim MD landen. Das ist ja absehbar bei so einer fundierten und nachvollziehbaren Entscheidung.
Feuerblick
30.11.2025, 09:25
Da wird sich der MD freuen und muss dann wieder höflich „Was an „Ja“ haben Sie, liebe Krankenkasse, nicht verstanden?“ formulieren.
Anne1970
01.12.2025, 03:57
Da wird sich der MD freuen und muss dann wieder höflich „Was an „Ja“ haben Sie, liebe Krankenkasse, nicht verstanden?“ formulieren.
:grins:
Choranaptyxis
01.12.2025, 07:49
Da wird sich der MD freuen und muss dann wieder höflich „Was an „Ja“ haben Sie, liebe Krankenkasse, nicht verstanden?“ formulieren.
Vermutlich.
Ist für mich insofern ärgerlich, als dass ich aufgrund meiner "geringeren körperlichen Belastbarkeit" schon Absagen auf Bewerbungen kassiert habe. Man traue mir Dienste nicht zu, ob ich überhaupt richtig arbeiten könne usw. Vlt würde da die Orthese helfen.
Die Agentur für Arbeit kann zwar auch Hilfsmittel bezahlen, sagt aber, da ich im Alltag unversorgt bin, wird man nichts genehmigen, da man vermutet, dass ich Arbeits-Hilfsmittel im Alltag nutzen würde.
Und im Gespräch kann man mir so absagen, da ich nicht schwerbehindert bin, ist im Widerspruch, und niemand von der Schwerbehindertenvertretung dabei sitzt. Schriftlich macht das ja keiner.
Achja, Gleichstellung auch nicht, weil dann hätte ich lt. Sachbearbeiterin ungerechtfertigt Vorteile bei der Jobsuche, die ich schon für Fachrichtungen mache, die ich ohne Behinderung nie gewählt hätte. Wenn allerdings eine Klinik schriftlich ausdrücke, man würde mich nur gleichberechtigt einstellen, schaut man sich gerne die Gleichstellung nochmals an...
Choranaptyxis
17.12.2025, 11:58
@Feuerblick: du hattest Recht. Es geht wieder an den medizinischen Dienst. Aufgrund der falschen Diagnosen im ersten Gutachten muss begutachtet werden, ob sich etwas an der Empfehlung ändert...
Edit: Sie wurde gestern dann doch genehmigt, ohne auf das Gutachten vom MD zu warten. Selbst wenn das noch käme und die Versorgung ablehnt, würde man die Kosten übernehmen. Warum es doch erst hieß, es braucht den MD, keine Ahnung, und warum der Schwenk auf jetzt doch ohne ihn, noch viel weniger.
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