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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitstudium und parallel naturwissenschaftliche Promotion



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Dinili
20.02.2015, 16:31
https://www.tk.de/tk/bei-der-tk-versichert/als-student/krankenversichert-im-studium/345562
--> ab 30 für ein halbes Jahr noch vergünstigt, dann freiwillig versichert = um die 300. ich war auch vor dem studium schon mal freiwillig versichert, frauen um die 300, männer sind etwas drunter

davo
20.02.2015, 16:43
€300 wären es bei einem Einkommen von ca. €1.950.

Du kannst ja einen anderen Beitragsrechner verwenden, z.B. den von der BIG Direkt, die hat etwas niedrigere Beitragssätze, aber groß sind die Unterschiede wie gesagt nicht: https://www.big-direkt.de/tarife/beitragsrechner.html

Wenn du nur studierst, und kein Einkommen hast, wird der Beitrag immer auf der Basis der Mindesteinnahme von €945 pro Monat berechnet. Da kommt man nie auf €300 Beitrag.

kartoffelbrei
20.02.2015, 17:16
Ich bin zwar noch keine 30, war aber nach dem Examen auch aus der Pflichtversicherung raus, weil ich weder Student noch arbeitslos noch sonst irgendwas war. In der freiwilligen Versicherung habe ich bei der TK auch sowas um die 130-140 € gezahlt.

miss green
25.03.2015, 19:15
Hi, die Einträge sind zwar schon n Monat alt - aber ich antworte trotzdem mal :-). Ich habe parallel zu meiner Bio-Dissertation angefangen Medizin zu studieren. Bin inzwischen Dr. rer. nat. und Studium läuft (Physikum ist schon rum):-D. Anatomie durfte ich auch parallel machen - denke man muss seinem Chef vor allem klar machen, dass man trotz des Studiums seine Doktorarbeit nicht vernachlässigen wird. Man kann ja z.B. auch mal was am Wochenende im Labor machen. Ich hab allerdings zum Abschließen der Diss dann auch zwei Semester Pause beim Medizinstudium eingelegt. Da wirds dann doch sonst sehr stressig, finde ich.. Inzwischen arbeite ich sehr flexibel als geprüfte wissenschaftliche Hilfskraft- war kein Problem Stellen zu finden. Liebe Grüße und viel Erfolg!

Dinili
25.03.2015, 19:27
Hey, danke für die Nachricht!
Wie weit warst du denn mit deiner Diss, als du angefangen hast? Bin jetzt gerade mal bei 7 Monaten.. Ergebnisse noch nicht in Sicht.. Wie sah denn dann deine Woche während Anatomie aus? Tagsüber Labor bzw. im Kurs, am Abend gelernt und Wochenende auch im Labor?

miss green
25.03.2015, 22:05
Gerne, hm, ich war beim Studienanfang 11 Monate dabei - von Ergebnisen konnte man da auch noch lange nicht sprechen ;-). Während der Anatomiezeit wars zugegebenermaßen etwas stressiger. Habe immer nur Pflichtveranstaltungen besucht, keine Vorlesungen. Oft früh morgens vorm Arbeiten noch ne halbe bis Stunde allein an der Leiche gelernt (da konnte man bei uns immer ab 7 hin soweit ich mich erinner). Tagsüber dann immer Labor oder eben Pflichtveranstaltungen. Abends und am Wochenende auch recht viel lernen und Labor. War aber irgendwie machbar, hatte auch noch etwas Freizeit und nach einem Semester war der Spuk dann vorbei.. Die anderen vorklinischen Semester waren durch die Anerkennungen viel angenehmer :-).

Dinili
26.03.2015, 05:42
Hmmm.... Hört sich für mich überzeugend an.
Bei uns wird viel gefordert. Man muss viel lesen, jede Woche die Ergebnisse in einem AG-Meeting präsentieren und andere Seminare. Die Experimente würde ich gut unter bekommen, das ist kein Problem. Aber würde wohl geistig nicht dran bleiben.... Wüsste auch nicht wie ich Paper schreiben mit Studium und Experimente unter einen Hut bekommen soll. Hätte in dem Semester tatsächlich nur Anatomie, dafür aber 1 h zu pendeln...
In den letzten Wochen habe ich mir so viele Gedanken gemacht und bin FAST zu dem Schluss gekommen, dass mir der PHD später eh nix bringt. Mit Studium wird er auch bestenfalls mit cum laude enden - dann bringt er mir noch weniger. Daher weiß ich nicht ob es mir den Stress Wert ist. Daraus eine gute med. Doktorarbeit zu machen würde mir wohl mehr bringen/helfen .
Leider fehlt es mir aktuell aber an einer Teilzeitjob-Alternative und muss so lange noch im Lab weiter machen.

miss green
26.03.2015, 08:38
Unsere Seminare habe ich bis auf ganz wenige Ausnahmen immer besucht (man hat ja auch Fehlstunden frei im Studium und ich hab immer mit dem Studiendekanat verhandelt in welche Kurse ich eingeteilt werde) und auch immer meine Ergebnisse präsentiert. Auf Konferenzen war ich auch und Paper hab ich auch geschrieben - allerdings nicht neben Anatomie :-D. Besser als cum laude wurds auch ;-). Pendeln erschwert das Ganze natürlich noch. Wieviel der ganze Stress bringt - gute Frage - wird sich später zeigen. Wenn du sowieso erstmal im Lab weitermachen musst, guck doch einfach mal wies läuft und entscheide später.. Ich war am Anfang auch nicht sicher, ob beides schaffbar ist..hab dann einfach immer weitergemacht ;-).

cavalorn
26.03.2015, 08:52
In den letzten Wochen habe ich mir so viele Gedanken gemacht und bin FAST zu dem Schluss gekommen, dass mir der PHD später eh nix bringt. Mit Studium wird er auch bestenfalls mit cum laude enden - dann bringt er mir noch weniger. Daher weiß ich nicht ob es mir den Stress Wert ist. Daraus eine gute med. Doktorarbeit zu machen würde mir wohl mehr bringen/helfen .


Sehe ich anders. Du kannst jetzt bestimmt noch nicht im entferntesten abschätzen, welche Note du bekommen wirst. Für ein cum laude musst du schon einiges nicht machen oder in der Disputation mächtig daneben liegen. So ist es zumindestens bei uns.
Und selbst wenn, mir wäre ein Dr. rer. nat. mit cum laude 1000x lieber als ein Dr. med mit summa.
Ist halt die Frage, wo du hin willst. Willst du dich später als Kliniker ausbeuten lassen, ist es wohl egal ob rer. nat. oder med.
Wenn du aber in die Forschung willst dann nicht.
Forschung macht Spaß :))

Herzkasperl
26.03.2015, 14:22
Ich denke (wie test vor mehreren Wochen gepostet hat) auch, dass für Deine Ziele nur der Dr.med. und die Publikationen wichtig sind. Ich finde den Plan Publikation machen, im Studium Gas geben, zusehen, dass Du Deine Arbeit gleich als Dr.-Arbeit im Med-Studium anerkannt bekommt nicht verkehrt. Wenn Du im Med-Studium Leerlauf bekommst, kannst Du zusehen, ob Du nochmal ne Veröffentlichung hinbekommst. Aber dieses ewige Laborstehen nur für den rer.nat.... Ich weiß nicht, besonders elegant erscheint mir das nicht. Zumal Du ja auch noch Geld benötigst. Das bekommst Du eher, wenn Du Deine Jobs unabhängig von der Promotion suchst.

Dinili
23.06.2015, 09:50
so, nun möchte ich hier mal ein Update schreiben für alle, die sich wegen den gleichen Fragen den Kopf zerbrechen :D
Meine Situation war: Promotion in der einen Stadt, Studium in der anderen Stadt (1 h Autofahrt).
Wenn ich das Studium mehr oder weniger auf Eis gelegt hätte und NUR kleine Kurse wie Termi, Psycho etc gemacht hätte, hätte ich die Promotion fortführen dürfen. Aber Medizinstudium bringt mehr als Promotion, es war also demnach (nach langer Grübelei) keine Frage mehr die Promotion zu beenden. Chef hatte mir dies auch Nahe gelegt und gesagt, ich solle im Studium KEINE ZEIT verlieren, wäre eh schon so alt etc...
Auflösungsvertrag gemacht. Termi und Psycho besucht.. Betreuerin (nicht der Chef) hat dann mehrfach böse Ausraster bekommen, ich würde ja hier noch imm Vollzeit unter Vertrag stehen (Vollzeit? haha ist klar) und ich könne da nicht einfach 2 mal die Woche nen halben Tag fehlen... (obwohl ich Samstags nachgeholt habe UND vorher auch meine 10-12 h im Labor war - daran hatte sie sich natürlich nicht mehr erinnert)....Alles in allem war es dann sooo stressig (emotional vor allen Dingen) und ist so eskaliert, dass ich mich kurz vor Vertragende noch krankschreiben lassen musste. Will nicht wissen wie es ohne Vertragsauflösung gewesen wäre.
Soviel zu: du kannst gerne schon kleine Scheine vom Studium nebenher machen, ich finde es sogar gut ca 10 % der Zeit sich als PHD-Student noch anderweitig weiterzubilden... Tja.. Bin nur froh, dass ich nicht noch mehr Zeit verloren habe.. Im Endeffekt hätte ich überhaupt nicht fehlen dürfen und WEHE es wäre mal ein Kurs auf einen der zwei Seminartermine pro Woche gefallen... Von wegen das geht alles in Ordnung.
Also Leute, bevor ich euch blind auf sowas verlasst denkt bitte ausführlich darüber nach, warum ihr den PHD noch fertig machen wollt. Nicht alle sind so nett wie sie es zu Beginn sagen.. und ganz ehrlich, den PHD braucht kein Mediziner...

Natürlich stellt sich jetzt die Frage wie man sein Studium finanziert ohne unnötig viel Zeit zu verlieren. Wenn ich schlussendlich das Studium für einen Teilzeitjob genauso verlängern muss, wie ich es für den PHD hätte machen müssen, dann ärgert es mich schon gewaltig. Aber ich denke da nehme ich notfalls lieber einen Studienkredit - immerhin kann man das Zweitstudium ja fein von den Steuern absetzen und bekommt in den ersten 1-2 Berufsjahren einiges zurück....

Granada
08.07.2015, 14:29
Hallo Dinili,
ich habe deinen Post erst jetzt gelesen. Bin selbst auch Zweitstudentin, inzwischen im 8. Semester Medizin, und habe davor einen Master in MolMed gemacht. Vermutlich ist es besser, dass du dich dieser Doppelbelastung nicht dauerhaft ausgesetzt hast. Immerhin wird ja in vielen Forschungslaboren verlangt, als naturwissenschaftlicher Doktorand mindestens 40 h in der Woche im Labor zu verbringen. Da dir viel angerechnet wurde, wäre es am Anfang des Studium vermutlich gegangen, allerdings gibt es so viele Pflichttermine im MedStudium und die ein oder andere besuchenswerte Vorlesung, sodass man unter der Woche meist mit der Uni beschäftigt ist ...
Bei dir wäre höchstens noch die Idee, deine angefangene naturwissenschaftliche Doktorarbeit zu einer medizinischen experimentellen umzumodeln. Vielleicht könntest du dafür sogar noch ein wenig Geld bekommen.
Ein Tipp zur Studienfinanzierung: HiWi Jobs an Unis sind für Masterabsolventen besser bezahlt und können ca. 350 Euro für 7 Stunden Arbeit abwerfen (je nachdem, an welcher Uni du studierst). 7 h pro Woche arbeiten gehen auch in voll bepackten Semestern ganz gut. Wenn du bisher gute Noten hattest, kannst du es auch beim Deutschlandstipendium (300 €) versuchen. Ist nach meiner Recherche das einzige, welches auch Zweitstudenten fördert. Damit hättest du schon 650€ im Monat in der Tasche, die knapp zum Überleben reichen und würdest auch ohne Schulden ins Arztleben starten können.

JellyBelly123
09.07.2015, 06:32
Hallo Dinili,
i
Ein Tipp zur Studienfinanzierung: HiWi Jobs an Unis sind für Masterabsolventen besser bezahlt und können ca. 350 Euro für 7 Stunden Arbeit abwerfen (je nachdem, an welcher Uni du studierst). 7 h pro Woche arbeiten gehen auch in voll bepackten Semestern ganz gut. ins Arztleben starten können.

Ja das ist uns natürlich auch allen in den Sinn gekommen, allerdings stellen die wenigstens Unis wissenschaftliche Hilskräfte ein wenn sie für 5€ weniger pro Stunde die selbe Arbeit von studentischen HK gemacht bekommen können. Dafür ist einfach kein Geld da und als SHK dürfen dich die meisten Unis nicht mehr einstellen sobald du einen ersten Hochschulabschluss hast. Manche machen das zwar trotzdem aber dann ist man wieder bei 10,11€/h und dafür kann man halt auch jeden x- beliebigen anderen Job machen in dem man flexibel ist. Ist schon echt blöd mit der Jobbeschaffung.

JeffAlbertson
17.08.2015, 21:21
Mal eine Frage: Hatte jeder von euch vor Beginn des Studiums schon das Pflegepraktikum? Ich frage mich gerade wie man das Pflegepraktikum schafft, während man noch eine 40h Woche durch die Promotion hat... irgendwelche Tipps von den Profis hier?

Dinili
18.08.2015, 11:41
Also das war für mich mit ein Grund lieber zu einer Uni zu pendeln. Hatte mit damals 16 ein Jahrespraktikum in der Pflege gemacht. Das ist gut 14 Jahre her und die meisten Unis erkennen Pflegepraktika nur an wenn sie a) nicht länger als 2 Jahre her sind und b) nach dem Abitur gemacht wurden. Beides trifft auf mich nicht zu. Bin jetzt an einer Uni, die mir das Prkatikum und die meist möglichen Studienleistungen anerkannt hat :)
Ansonsten hätte ich auch nciht gewusst wie man das regeln soll... geht wohl nicht anders als unbezahlten Urlaub zu nehmen oder eben seinen Urlaub dafür zu investieren. Ich kenne ein paar LEute, die Promotion parallel fertig gemacht haben, die haben aber für die Vorklinik länger gebraucht.
Ich bin froh die Promotion abgebrochen zu haben....

Arrhythmie
19.08.2015, 07:37
Hier in BaWü juckt es keinen wie alt das KPP ist. Meins ist von 2006 und 2007 :-p Interessiert das LPA nicht. Mein erste Hilfe Schein ist ebenfalls uralt und anerkannt.

Dinili
19.08.2015, 16:12
In BaWü hatten die meins nicht anerkannt, weil es VOR dem Abitur war... :/
Das war deren Antwort: "[...] das Krankenpflegepraktikum ist für Medizinstudenten oder Studienanwärter. Erst mit dem Erhalt des Abiturzeugnisses werden Sie zum Studienanwärter. Ihr Jahrespraktikum kann nicht angerechnet werden."

In Hessen hätten sie es nur teilweise anerkannt: "Sehr geehrte Frau XXX,
die Grundvoraussetzung für den Krankenpflegedienst ist die Grund- und Behandlungspflege unter Anleitung von examinierten Pflegepersonal auf der Pflegestation eines Krankenhauses. Dies ist in ihrer Bescheinigung als Jahrespraktikantin teilweise gegeben. Wir benötigen eine Bescheinigung über die Dauer ihres Einsatzes auf der Internistischen Station mit einer Tätigkeitsbeschreiben der Grund- und Behandlungspflege. Dieser Teil kann anerkannt werden."

Ich habe viele LPAs angeschrieben, RLP waren die einzigen, die keinen Terz daraus gemacht haben :D Musste das Krankenhaus "lediglich" nach einer Umformulierung des Praktikumszeugnisses fragen (nach 14 Jahren) :D :D