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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfpflicht in Deutschland? - Ja oder Nein?



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Evil
11.03.2015, 18:28
Eine funktionierende Impfung gegen bornierte Vorurteile gibt es leider noch nicht.

Miss_H
11.03.2015, 20:03
Denn Hand aufs Herz, was sich so landläufig gegen das Impfen ausspricht sind Laien, oft eher niedrigen Bildungsgrades, die bei weitem nicht so kritisch hinterfragen wie sie oft behaupten, sondern einfach jemandem nachlaufen der ihnen grad gefällt.
Sehe ich überhaupt nicht so. Es sind eher die Akademiker, die während der Elternzeit zu viel Zeit haben und dir auch gerne mal (zweifelhafte) Paper unter die Nase halten. Die Leute mit wenig Bildung verlassen sich doch viel eher auf die Meinung des Kinderarztes. Das war mein ganz persönlicher Eindruck von 30 Tagen Kinderarztpraxis.

annekii
11.03.2015, 20:29
Da gebe ich Miss_H völlig recht! Niedriger Bildungsgrad impft fast ausschließlich wie empfohlen und hinterfragen auch nicht.

KirstenP
12.03.2015, 09:05
Das glaube ich so gerne, insbesondere dass eher anthroposophisch angehauchte höhere (pädagogische?) Bildungsschichten das Problem darstellen. Wobei ich es dennoch nicht verstehe. Denn auch wenn so Sätze wie "die natürliche Krankheit bringt besseren Schutz/trainiert das Immunsystem..." usw erst mal gar nicht doof klingen, so kann man als halbwegs intelligenter Mensch so etwas doch gut nachlesen überprüfen. Und selbst wenn meine eigene Meinung in einem Artikel genauso weitergegeben wird, so merkt man doch eigentlich recht schnell, wie seriös Quellen einzuordnen sind. Wie verblendet muss man sein und warum vor allem?

vanilleeis
12.03.2015, 09:11
http://www.berlin.de/lageso/gesundheit/infektionsschutz/

Die ist auch noch ganz gut und tagesakturll

Feuerblick
12.03.2015, 09:14
Das glaube ich so gerne, insbesondere dass eher anthroposophisch angehauchte höhere (pädagogische?) Bildungsschichten das Problem darstellen. Wobei ich es dennoch nicht verstehe. Denn auch wenn so Sätze wie "die natürliche Krankheit bringt besseren Schutz/trainiert das Immunsystem..." usw erst mal gar nicht doof klingen, so kann man als halbwegs intelligenter Mensch so etwas doch gut nachlesen überprüfen. Und selbst wenn meine eigene Meinung in einem Artikel genauso weitergegeben wird, so merkt man doch eigentlich recht schnell, wie seriös Quellen einzuordnen sind. Wie verblendet muss man sein und warum vor allem?Wenn du davon ausgehst, dass ALLEALLEALLE Studien und im Internet auffindbaren Artikel von der BÖSEN Pharmaindustrie gefälscht wurden, dann wirst du selbstverständlich nur deinem Guru und dir selbst glauben... :-nix

KirstenP
12.03.2015, 09:37
Wenn du davon ausgehst, dass ALLEALLEALLE Studien und im Internet auffindbaren Artikel von der BÖSEN Pharmaindustrie gefälscht wurden, dann wirst du selbstverständlich nur deinem Guru und dir selbst glauben... :-nix

Und genau das verstehe ich nicht. So blöd, dumm oder ignorant kann man als eigentlich gebildeter Mensch doch nicht sein.

Bonnerin
12.03.2015, 09:57
Naja, laut den Medien sind ja alle Ärzte gaaaaaanz böse Menschen, die nur auf ihren eigenen Profit bedacht sind und sich gerne von den Pharmafirmen kaufen lassen. Und überhaupt - diese ganzen Kunstfehler, die denen immer passieren...

Man muss den Leuten nur immer wieder so eine Grütze vorsetzen und dann glauben die das auch. Irgendwie scheinen diese ganzen Naturheil-Beschwörungs-wasweißich-Scharlatane einfach ne bessere Lobby zu haben als wir.

Aber wir hatten auch solche Lehrer an der Schule, die liefen dann im 68er-Outfit rum und nichts war so fies wie Ärzte, die einem immer irgendwas spritzen wollen...

Ich denke, eine Impfpflicht ist definitiv angebracht, aber vor allem auch deutlich mehr Aufklärung!
In Focus online stand ein Artikel dazu drin, wo die die gängigsten Impf-Vorurteile auseinander genommen haben, und trotzdem war da null Reaktion, sondern nur absoluter Trotz bei den Impfgegnern.

Eigentlich finde ich Kandras Idee gar nicht so schlecht, also mit der Impfung für die Schule. Die Schulpflicht ist ja festgeschrieben, das bleibt. Aber die einzelnen Schulen werden dazu gezwungen, den Impfstatus der Kinder einzuholen, wenn sie da anfangen wollen. Zudem dann mehr Aufklärung zu dem Thema im Unterricht (Stichwort -> Gesundheit als Schulfach, könnte auch bei so einigem anderen hilfreich sein) und dann werden die am Ende hoffentlich intelligent genug sein und feststellen, dass Nicht-Impfen weitaus gefährlicher ist.

Miss_H
12.03.2015, 10:03
Es gibt auch gefälschte Studien...

Gast26092018
12.03.2015, 13:10
Es gibt nichts was es nicht gibt.

KirstenP
12.03.2015, 19:27
Ok, mich wundert nichts mehr http://m.spiegel.de/gesundheit/diagnose/a-1023189.html

SineNomine
16.02.2016, 18:47
Ich bin generell sehr skeptisch, wenn der Staat wieder meint, verbieten oder verordnen zu müssen. Man sollte versuchen, die Menschen ohne Gesetz zu erreichen.

Da Kinder selbst nicht entscheiden können, halte ich hier eine Impfpflicht ggf. für vertretbar. Was Volljährige angeht bin ich für Impfung, aber gegen Impfpflicht.

WackenDoc
16.02.2016, 18:58
Falls du auf FB bist- geh da mal auf die Impfgegnerseiten. Realitätsverleugnung die jeder Sekte Ehre macht. Und dummerweise gefährden sie damit andere Menschen.

SineNomine
16.02.2016, 22:06
Falls du auf FB bist- geh da mal auf die Impfgegnerseiten. Realitätsverleugnung die jeder Sekte Ehre macht. Und dummerweise gefährden sie damit andere Menschen.

Das bestreitet ja auch niemand an dieser Stelle, soweit ich den Faden überblicken kann. Die Frage des Fadens ist ja nicht, ob man die Argumente von Impfgegnern akzeptiert oder ob sie mglw. andere Menschen damit gefährden. Die Frage war, ob man auf Basis des hier bestehenden Konsens einen staatlichen Zwangseingriff für richtig erachtet.

eny
24.02.2016, 08:27
Nun, ich bin auch eher gegen staatliche Regelwut und hoffe auch immer auf die Eigenverantwortung bzw. Vernunft zumindest der Mehrheit.
Soweit ich es überblicke, ist die Mehrheit nach wie vor zumindest gegen die einschlägigen Dinge geimpft.
Und es möge korrigiert werden, aber es ist doch bis jetzt nur einigermassen gut gegangen, weil doch gerade die Mehrheit nach wie vor impfen lässt. Wäre es noch so die knappe Hälfte, würde das Bild doch ganz anders aussehen.

Fr.Pelz
24.02.2016, 08:39
Naja, das traurige ist halt, dass die Impfquoten in Deutschland zu gering ist, auch wenn es die Mehrheit ist. Mich beeindruckt das Beispiel von Syrien: Bis 2005 gab es dort keine Masern bei einer Impfquote von 97%. Dann kam der Bürgerkrieg, wo die Impfquoten natürlich drastisch runtergingen (68% hab ich so vage im Kopf) Seitdem gibts dort wieder Masern, welche wiederum hier eingeschleppt werden können, weil die Quote hier nur knapp 90% beträgt...
Impfgegner sagen ja gerne, dass die hygienischen Verhältnisse am Rückgang der Krankheiten beteiligt sind, aber ich denke nicht, dass die hygienischen Verhältnisse 2005 in Syrien so viel besser waren als in Deutschland.

Ich hasse Impfgegner und ihre bekloppte Realitätsverdrehung, muss allerdings sagen, dass ich trotzdem nicht für eine Impfpflicht bin, weil es ja nunmal leider doch, wenn auch sehr selten Impfschäden gibt.
Habe letzte Woche eine Patientin gesehen, die nach postvakzinaler Enzephalitis schon jahrelang im Wachkoma liegt. Wenn der Staat dafür verantwortlich wäre, wäre das nur Wasser auf die Mühlen der Impfgegner.

Stattdessen transparente Informationen, am besten eine Medienkampagne über Impfschäden. Dass sie seltener sind als ein Sechser im Lotto und dass schon anhaltende Rötungen der Impfstelle dazu gehören. Dass die Risikokalkulation klar fürs Impfen spricht und die Inhaltsstoffe eben nicht giftig sind.

WackenDoc
24.02.2016, 08:44
Nein, z.B. der Masernausbruch letztes Jahr hat gezeigt, wie löchrig der Herdenschutz jetzt schon ist.
"knapp die Hälfte" wäre eine Katastrophe.

Man kommt an die Impfgegner auch nicht mit Vernunft oder guten Argumenten ran. Dunning-Kruger-Effekt in Verbindung mit koginitive Dissonanz.

Das Impfgegnertum wird zum einen sehr geschick von ein paar Hauptakteuren vergleichbar mit Sektenführern vermarktet. Verbreitet wird es schon durch Hebammen und medizinisches Asisstenzpersonal. Gerade in Zeiten, in denen es "In" ist, nicht-mainstream zu sein und in der eine gewisse Paranoia gegen "Pharma" "Götter in Weiss" oder auch "Staat/Regierung" zum guten Ton gehört, fällt die Saat auf fruchtbaren Boden.

eny
24.02.2016, 10:58
Ok, meiner Erfahrung nach sind Fanatiker generell für sachliche Argumente nicht zu haben, sie haben im Bedarfsfall sicher auch Mittel und Wege eine allgemeine Impfpflicht, sollte sie eingeführt werden, zu umschiffen.
Die grosse Mehrheit der Bevölkerung ist ev anspruchsvoll, oder verunsichert aber nicht von vorneherein fanatisch, da denke ich, kann mit sachlicher Information - auch über Nachteile - sicher viel erreicht werden.
Das allerdings braucht Zeit, was ich so im allgemeinen als immer knapper werdendes Gut betrachte.
Zusätzlich zu den genannten Ursachen kommt meiner Meinung nach noch dazu, dass in Europa diese Krankheiten, sicher dank der Impfungen sagen wir jetzt sehr eingedämmt werden konnten und im Alltag und in der allgemeinen Erfahrung der meisten Leute nicht vorkommen.
Das denke ich, ist sicher auch eine Mitursache zu der Haltung einiger, denn würden sie in ihrem eigenen Umfeld, gerne am eigenen Nachwuchs die Konsequenzen einer Polio, Dyphterie, Masern etc sehen, dann würde sich die Meinung wahrscheinlich auch sehr schnell ändern.

WhiteMountains
24.02.2016, 11:56
na ich weiss nicht.
ich lese seit der schwangerschaft in einem stoffwindelforum mit - zu meiner zeit waren da leute, wie ich, die stoff schöner fanden, allgemein bissl auf die umwelt achten oder gerne was selber machen statt zu kaufen etc recht normal.

inzwischen sind 90% a) akademiker und b) anthroposophen und sonstige lifestyle-ökos die für teuer geld den nachhaltigen bambuslöffel um die halbe welt importieren oder kleinen obstbaumschnitt zu mondpreisen als waldorfbauklötze kaufen.
babyschuhe handgenäht aus leder vom mondschaf für 100euro aufwärts und ähnliches.

da wird eine krankheit wie masern nicht "nur" als harmlos gesehen, sondern vielmehr das durchmachen als wichtiger teil der entwicklung. nicht nur teil der entwicklung, sondern auch vorraussetzung für weitere entwicklung.
da wird dann auch mal laut nachgedacht, wo man masern denn herbekommt wo doch alle geimpft sind.
ist für mich schon noch eine stufe schärfer.

und selbst die, die nicht gar so arg drauf sind - die sehen - oder eher meinen zu sehen - sehr viel mehr impfschäden in ihrer umgebung als schiefgegangene krankheiten.
wobei als impfschaden quasi alles gilt, was man zeitlich mit spielraum von 10 jahren noch iwie mit einer impfung in verbindung bringen kann. von der fiebernacht nach dem impfen, über irgendeine ausgeprägte trotzphase (die natürlich gaar nix mit irgendwelchen continuum concepts oder anderweitigen erziehungsmethoden zu tun hat) bis hin zur angeblichen hyperaktivität in der pubertät.

persönlich finde ich eine impfpflicht eine unverschämtheit - diese nannystaatmentalität wird immer ausgeprägter, DAS bringt garantiert keine mündigen, verantwortlichen bürger zu tage.
meiner ist im grossen und ganzen nach stiko geimpft - ganz bewusst aber erst mit einem halben jahr begonnen zb.

Bergziege a.D.
24.02.2016, 17:46
Überlegte mir gerade lange, ob ich diesem, in meinen Augen durchaus kritischen, Thema etwas beitragen möchte.
Vorab: ich bin kein Impfgegner, alle in meiner Familie sind geimpft, wenn auch nicht ganz nach den aktuell geltenden Vorgaben der Stiko. Sehe das Ganze aber eher so wie WhiteMountains, also bzgl. Impfzeitpunkt aber auch was so Sachen wie Umwelt- und Konsumverhalten angeht. Bin weder Lifestyle-Öko noch zähle ich mich zu Esotherikern, Fanatikern oder Waldorfschülern. Hinterfrage aber alle möglichen Sachen in allen Lebensbereichen. Immer eigenes Hirn einschalten! Bin einfach von Elternhaus so erzogen.

Eine Impfpflicht seitens des Staates halte ich für einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und freie Selbstbestimmung. Unser Staat will doch immer mündige Bürger, die nicht nur mit den Wölfen heulen.
Also gilt es aufzuklären und zu überzeugen. Impfkritikern nur mit Hass oder Unverständnis entgegenzutreten wird nicht zu einer Steigerung der Durchimpfungsraten beitragen.
Ich sehe es so, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung doch gar keine Gedanken zu Impfungen macht. Kind wird geimpft. Kinderarzt sagt das so. Punkt. Außerdem hat man während der ersten Monate meist ganz andere Probleme als sich über Impfungen Gedanken zu machen. Ging jedenfalls mir so. Machte aber schlechte Erfahrungen nach 5-fach Impfung bei meinem ersten Sohn bzgl. heftigster Impfreaktionen wie schrilles, lang anhaltendes Schreien, durch nichts zu beruhigen, Fieber, tlw. Hautausschlag am Bauch, Wesensveränderung, Schlafstörungen, alles im allem: Kind war eine Woche lang nicht wieder zu erkennen :-kotz Und Immunsystem war danach auch am A***
Kinderarzt leugnete einen Zusammenhang zur Impfung. Das schafft allerdings kein Vertrauen, Arzt wurde daraufhin auch gewechselt.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass viel häufiger Impfreaktionen auftreten als in Statistiken erfasst. Auch bei Erwachsenen. Mein Mann lag nach seiner letzten 3-fach Impfung (Revaxis) mehrere Tage lang flach. Hatte allerdings auch kurze Impfabstände weit unter 10 Jahren (BG-Unfall). Vielleicht erträgt er die Dosis nur nicht ?!? :-D Beruflich bedingte FSME-Impfung raffte bei meinem Nachbarn ganze Abteilung weg.

Dies alles trug zum Nachdenken bei. Ich horche da oft auf mein Bauchgefühl. Jedenfalls zog ich die Konsequenz und Kind 2 wurde im ersten Lebensjahr nicht geimpft.

Über evtl. auftretende Impfschäden will ich mir den Kopf gar nicht zerbrechen. Ist mir zu hoch. Außerdem ist Zusammenhang eh nur schwer nachzuweisen.

Bin jedenfalls der Meinung, dass es für unsere Kinder in der heutigen Zeit weitaus grössere "Bedrohungen" und "Gefahren" gibt als Impfschäden oder auch das Durchmachen von Kinderkrankheiten. Da wären z.B. Bewegungsmangel, Ernährungsfehler, Mobbing, Suchtgefahr, Unfall ... Kinderkrankheiten im Erwachsenenalter sind jedoch eine andere Hausnummer. Doch wie sicher sind unsere Impfungen wirklich? Ich z. B. bin ein klassischer Impfversager der Rötelnimpfung. Wurde bei Schwangerschaft festgestellt.

Ist individuelle Impfentscheidung überhaupt noch möglich? Welche Impfstoffe sind derzeit noch lieferbar? Immer weniger. Röteln-Einzelimpfstoff, wie in meinem Fall, nicht mehr. Nur MMR. Masern hatte ich im Kindergarten, wie fast alle damals, ob geimpft (damals nur 1x) oder auch nicht geimpft. Mumps - danke, hatte ich zweimal.

Pharmakonzerne haben m.E. enormen Einfluss, Macht und viel Geld ist im Spiel. Außerdem, was Impfstoffe angelangt, fast schon Monopol. Nein, habe nix gegen böse Pharma :-)

Wurden auch wirklich genügend Langzeitstudien über Schäden durchgeführt um Impfkritiker vom Nutzen der Impfung zu überzeugen und das Verhältnis von Schäden im Vergleich zum enormen Nutzen der Impfung für die Weltbevölkerung aufzuzeigen?

Ganz Bayern diskutierte da über den Aluminiumgehalt in unserer geliebten Laugenbrezel, aber über Aluminium in den ganzen Totimpfstoffen liest man nichts. Werden hier nicht Grenzwerte deutlich überschritten?

Zu dem Impfthema gäbe es noch viel zu schreiben….

Fazit: bin jedenfalls für freie Impfentscheidung und diese sollte von allen toleriert werden. Zwang bringt nichts - führt nur zu Trotzreaktion - wie bei Kleinkindern :-meinung