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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ungeeignet fuer den Arztberuf?



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davo
15.07.2015, 11:53
Depressiv ist ein anderes Wort für unglücklich. Wenn man nicht gerade einen erworbenen oder angeborenen Hirnschaden hat, ist man depressiv, weil man sich das Leben nicht richtig eingerichtet hat. Wenn du seit mehreren Jahren unglücklich bist und es geht dir abseits des Studiums besser, dann ist das Studium der Faktor, der dich unglücklich macht. Man kann nicht bis an sein Lebensende "happy pills" nehmen. Keine lebensverändernen Entscheidungen in der Depression treffen bedeutet, dass sich nichts verändert.

Sorry, aber das ist völliger Schwachsinn. Und zwar gefährlicher Schwachsinn!

Absolute Arrhythmie
15.07.2015, 12:33
https://de.wikipedia.org/wiki/Depression

sodbrennen
15.07.2015, 20:10
*gelöscht*

kekskruemel
15.07.2015, 21:52
Hei kekskruemel,

der Poster des Beitrags ist bereits fertig mit dem Studium und fragt glaube ich eher was er jetzt noch beruflich machen könnte.
Wollte nur sagen ;)

LG,
E

Ups :-oopss
Das war mir tatsächlich beim Schreiben wieder entfallen
Dann ersetze ich "Studienabbruch" durch "Jobwechsel" oder so ähnlich :-))


Depressiv ist ein anderes Wort für unglücklich. Wenn man nicht gerade einen erworbenen oder angeborenen Hirnschaden hat, ist man depressiv, weil man sich das Leben nicht richtig eingerichtet hat. Wenn du seit mehreren Jahren unglücklich bist und es geht dir abseits des Studiums besser, dann ist das Studium der Faktor, der dich unglücklich macht. Man kann nicht bis an sein Lebensende "happy pills" nehmen. Keine lebensverändernen Entscheidungen in der Depression treffen bedeutet, dass sich nichts verändert.

Der User scheint sich ja abgemeldet zu haben, aber das schockiert mich ehrlich. Brandgefährlich.
Aber vielleicht fehlte hier auch noch die Krankheitseinsicht, was vielleicht auch den geringen Therapieerfolg erklärt. ?;-)?


sodbrennen:
Ich bin nicht vom Fach, sondern nur Betroffene.
Aber Depression gibt es ja in verschiedenen Ausprägungen und Intensitäten.
Ich persönlich finde die Diagnosestellung schwierig. Weil es eben kein Knochen ist, der gebrochen oder halt nicht gebrochen ist.
Die Bewertung der vorhandenen Symptome hat auch einen subjektiven Anteil, wenn es nicht sehr klare Dinge sind wie "ja, ich habe Suizidgedanken". Einstellungen und Wertesysteme spielen eine Rolle. Auch Sympathie oder Antipathie. Und die Sprache, es ist gar nicht so leicht seinem Gegenüber in Worte zu fassen, was gerade passiert.
Auch Psychiater sind Menschen :-))
Das ist meine Erfahrung (anders kann ich mir bspw nicht erklären, wie ein Arzt die eine Diagnose stellt und der nächste sieht 3 Wochen später davon gar nichts).

Oft versuchen Betroffene ja auch, den äußeren Anschein zu wahren. Depression gilt leider immer noch häufig als Schwäche. Ich bin auch bis zum Schluss zur Uni gegangen, habe Klausuren geschrieben und bin zu Treffen mit Freunden gegangen. Aber mir ging es mies und man kann sich das auch schön reden. Irgendwann ist Ende
Was ich auch feststelle: Aktionismus taugt gut dafür, sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Da gibt es keine Zeit über sich nachzudenken.
Hilft nur eben nicht langfristig.

So genug gelabert :-))

Leni_Nou
15.07.2015, 23:17
Der User scheint sich ja abgemeldet zu haben, aber das schockiert mich ehrlich. Brandgefährlich.
Aber vielleicht fehlte hier auch noch die Krankheitseinsicht, was vielleicht auch den geringen Therapieerfolg erklärt. ?;-)?




Mich schockiert es nicht, dass er weg ist, denn er war nur am motzen. Bzw. was seine Therapie betrifft, wird er wohl wenig compliant gewesen sein. Es waren viele tolle Tipps hier, vielleicht konnte er dem etwas abgewinnen...

Muriel
16.07.2015, 08:42
Ich denke, das "schockiert mich" war auf die Aussage mit dem Unglücklichsein bezogen und nicht auf den Forenaustritt.

WackenDoc
16.07.2015, 09:20
@Sodbrennen: Es kann sein, dass der Kollege eine Depression hat, sich die Symptome aber im Arbeitsumfeld nicht so äußern. Kann aber auch sein, dass er eine andere Erkrankung hat, aber eine Depression als Grund für den stationären Aufenthalt angibt, weil eine Depression inzwischen halbwegs gesellschaftsfähig ist.

Schau mal in die Leitlinien zur Depression- es kann gut sein, dass er keine Medikamente nimmt. In vielen Fällen kann man sich für Medikamente ODER Therapie entscheiden. Je nach Schweregrad brauchts aber auch beides. Dann wird aber auch innerhalb der stationären Therapie die Medikation nicht ausgeschlichen, sondern erst später bei stabiler Remission. Das blöde an stationären Aufenthalten ist, dass das Umfeld recht speziell ist und auch da bestimmte Probleme nicht unbedingt zum Tragen kommen. Deswegen schließt sich oft noch eine ambulante Therapie an.

sodbrennen
16.07.2015, 19:53
Danke für die Info. Hab meine initiale Frage sicherheitshalber gelöscht. Vorwand kann ich übrigens relativ sicher auschliessen.
Frage mich auch, wie gut man Burnout therapieren kann, wenn man den ganzen Faktoren in dieser Zeit gar nicht ausgesetzt ist.

davo
16.07.2015, 20:07
Burnout ist ja wieder was ganz anderes. Und da gehen die Meinungen auch noch stark auseinander.

Aber grundsätzlich kann man ja auch während eines stationären Aufenthaltes Bewältigungsstrategien erlernen, und das dann durch eine ambulante Weiterversorgung weiter im Auge behalten. Bei Anpassungsstörungen ist es ja auch oft so, dass man während des stationären Aufenthaltes etwas "geschützt" vor dem Auslöser ist.

WackenDoc
17.07.2015, 20:22
Burnout gibt es noch nicht einmal als eigenständige Diagnose. Meist ist es eine Anpassungsstörung oder eine Depression.
Das Ausschalten der Auslöser im Rahmen einer stationären Therapie macht durchaus Sinn, um sich überhaupt wieder zu stabilisieren. Und danach kann dann das, was man im "geschützten" Rahmen gelernt hat, mit Unterstützung einer ambulanten Therapie anwenden bzw. umsetzen.

sodbrennen
17.07.2015, 20:53
Ja, es war ja in dem Fall, den ich meinte, auch als offizielle Diagnose für dsa Burnout eine Depression.
Ok, das was du schreibst mit dem Stabilisieren, das macht natürlich Sinn.

Sasabsi
25.07.2015, 21:27
das kann und darf man so nie behaupten, meistens kommt die Entwicklung im Studium selbst!

s4oksama
18.05.2020, 12:43
Wenn man mit seinem Studium nicht zurecht kommt, liegt es entweder an der Eignung oder der Neigung oder es liegen andere Gruende vor (psychische Probleme,Krankheit). Vor Kurzem habe ich einen IQ-Test gemacht und das Ergebnis lag bei 111. Laut Statistik haben zwar immer noch etwa 10Prozent der Mediziner einen IQ in dem Bereich, trotzem liegt der Verdacht nahe, dass meine Probleme massgeblich durch Ueberforderung zustande gekommen sind. Die Situation ist aktuell sehr problematisch fuer mich.



Hi Leute,

Ein IQ von 111 ist doch recht normal; warum soll damit keiner ein Arzt-Leben führen können? War schon ziemlich schockiert als ich das gelesen habe...

bremer
19.05.2020, 09:56
Hi Leute,

Ein IQ von 111 ist doch recht normal; warum soll damit keiner ein Arzt-Leben führen können? War schon ziemlich schockiert als ich das gelesen habe...

So schockiert, dass du dafür einen 5 Jahre alten Thread wieder beleben musstest, obwohl der Ersteller nicht mal mehr aktiver User hier ist?

s4oksama
19.05.2020, 10:34
[Entfernt]