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blaabc
01.02.2016, 08:03
Vorträge sind bei uns die größte Einnahmequelle bei den OAs

FirebirdUSA
01.02.2016, 09:44
Vorträge sind bei uns die größte Einnahmequelle bei den OAs

Welches Fach? Ich bekomme für Vorträge meist nur Fahrtkosten und kostenlose Kongressteilnahme... Geld hab ich damit noch nie verdient. Einmal hab ich 150 Euro für einen Votrag als Aufwandsentschädigung bekommen. Deshalb musste ich dann aber von meiner Verwaltung aus an dem Tag Urlaub nehmen (oder unbezahlten Sonderurlaub). Zusammen mit der Steuer lohnt sich, dass dann eigentlich nicht mehr. Vielleicht arbeite ich aber auch einfach im falschen Fach :-blush

CYP21B
01.02.2016, 22:02
Naja wenn man soviele Dienste schiebt bleibt für NA ontop vermutlich nicht mehr wirklich viel Zeit.
Dann hat man irgendwann mal Geld ohne Ende aber keine Zeit es auszugeben :P

Sebastian1
01.02.2016, 22:20
(Unter Anderem) das Aufgeben freiberuflicher Notarztdienste hat mich dazu veranlasst, eine OA-Stelle (in einem anderen Haus) abzulehnen, weil es sich nicht gerechnet hätte.

Trenn
02.02.2016, 02:21
Ich würde aber doch denken, dass die Pool-Beteiligung noch einen großen Unterschied macht, sobald man OA ist und auch zweitweise Privatpatienten behandelt (bei uns z.B. visitieren die OA am WE die Privatpatienten). Als Assi kriegt man alle paar Monate ein paar hundert Euro, würde mal gerne wissen, wie so ein Privat-Pool anteilig gesplittet wird (Chef Löwenanteil, dann Chef-Vertreter etwas, danach OA und die Assis nur ein bisschen?!).

Bezüglich Vorträge und Honorare: Wahrscheinlich trifft es erst zu, wenn min. ein PD oder besser ein Prof. vor dem Namen steht, um gut abkassieren zu können. Als AG-Leiter oder ausgewiesener Experte wird man bei den Firmen ein anderes Standing haben.

blaabc
02.02.2016, 08:05
Genau so. Als "stinknormaler OA" kommt man offenbar nicht an die gut dotierten Vorträge. Allerdings ist es im Verhältnis zum Gesamteinkommen auch nicht so hoch. Ich meinte, dass es die größe extrauniversitäre Einkommensquelle ist. Eine Poolbeteiligung gibts bei uns nicht, da ist der Chef ziemlich restriktiv. Könnte auch daran liegen, dass wir hier im osten wenig private haben.

Sebastian1
02.02.2016, 09:25
Kommt ja drauf an, ob der Chef Liquidationsrecht hat oder anteilige Einnahmen. Poolbeteiligung ist aber kein Gutdünken der Chefs, wenn es Liquidationsrecht gibt, dann muss es auch eine Beteiligung der nachgeordneten Mitarbeite geben (§ 29 Abs. 3 Muster-Berufsordnung der BÄK). Hat der Chef das nicht, dann muss es das auch nicht geben.
In einigen Bundesländern gibt es offenbar auch eine Verankerung von verpflichtenden Poolzahlungen im Krankenhausgesetz

davo
02.02.2016, 09:33
Gibts eigentlich irgendwo in Deutschland ein mit dem US-amerikanischen/kanadischen Hospitalist vergleichbares Arbeitsmodell? Also 7 Tage Arbeit (10-12h/Tag plus nachts Rufbereitschaft), 7 Tage frei?

smanpodg
02.02.2016, 15:20
Wenn es irgendwo Leute gibt, die mit Mitte 40 aussehen wollen wie 80, dann sicher.
Allerdings verbietet das Arbeitszeitgesetz im öffentlichen Sektor sowas und im privaten Sektor orientiert man sich daran.
(BTW: EGAL! wieviel ich dabei verdienen würde, das wäre es mir nicht Wert!)

Knugs
02.02.2016, 16:15
2. wbj. Privates Haus. Viele 24h Dienste der mittleren Vergütungsstufe. Letztes Gehalt knapp 7700 Brutto. Das allerdings auch mit reichlich Urlaubstagen. Weniger als 6500 hab ich aber eigentlich nie Brutto. Pool oder Prämien gibt's keine. Auch für unsere OÄ nicht. Die dürften so mit 8000 bis 9000 nach Hause gehen. Der ltd OA 9000 bis 10000.


Aber Unfall an der Uni wird doch bestimmt im Schichtsystem arbeiten oder?


Im 2wbj?:-notify Wie viele 24h Dienste machst du so im monat? Wie funktioniert das mit EWTD oder opt-out?

FirebirdUSA
02.02.2016, 18:27
Bezüglich Vorträge und Honorare: Wahrscheinlich trifft es erst zu, wenn min. ein PD oder besser ein Prof. vor dem Namen steht, um gut abkassieren zu können. Als AG-Leiter oder ausgewiesener Experte wird man bei den Firmen ein anderes Standing haben.

Zumindestens im öffentlichen Dienst sind entsprechende Vorträge genehmigungspflichtig und das Geld muss schon im Verhältnis stehen. Ansonsten bekommst du keine Genehmigung.

Heerestorte
03.02.2016, 00:24
Wenn es irgendwo Leute gibt, die mit Mitte 40 aussehen wollen wie 80, dann sicher.
Allerdings verbietet das Arbeitszeitgesetz im öffentlichen Sektor sowas und im privaten Sektor orientiert man sich daran.
(BTW: EGAL! wieviel ich dabei verdienen würde, das wäre es mir nicht Wert!)

Ohne Rufbereitschaft ist das doch Alltag im Rettungsdienst. Zumindest bei uns.
7 Tage Tagschicht (11h), 7 Tage frei, 7 Tage Nachtschicht (13h), 7 Tage frei.
Wobei auf dem Land die Arbeit im RD nicht so stressig ist, wie der Job eines Arztes.
Bei Stadtrettung mag da anders aussehen, aber da kann ich nicht mitreden.

Muriel
03.02.2016, 08:56
Nur die verlängerten Tagdienste fände ich sogar sehr attraktiv (vorausgesetzt es hängt keine Kinderbetreuung dran). Aber die Nächte sind dabei das, was einen fertig gemacht. Selbst bei 75% Ruhe nachts ist die Schlafqualität für den A*

arbeiter79
04.02.2016, 17:38
Im 2wbj?:-notify Wie viele 24h Dienste machst du so im monat? Wie funktioniert das mit EWTD oder opt-out?

7 bis 8 Dienste, arbeite am wochenende öfter als ich frei habe. Auch die Feiertage lass ich mir selten entgehen. Da gibt's über 600 brutto und die Feiertagszuschläge sind steuerfrei, kommt also auch ordentlich netto raus ;)

mik295
04.02.2016, 19:02
7 bis 8 Dienste, arbeite am wochenende öfter als ich frei habe. Auch die Feiertage lass ich mir selten entgehen. Da gibt's über 600 brutto und die Feiertagszuschläge sind steuerfrei, kommt also auch ordentlich netto raus ;)

Damit steigerst du dein Grundgehalt brutto um mindestens 50% jeden Monat. Stark! :-top

blaabc
04.02.2016, 20:31
7 bis 8 Dienste, arbeite am wochenende öfter als ich frei habe. Auch die Feiertage lass ich mir selten entgehen. Da gibt's über 600 brutto und die Feiertagszuschläge sind steuerfrei, kommt also auch ordentlich netto raus ;)

Mal angenommen, du machst pro Monat 2 Samstags und 2 Sonntagsdienste (arbeitest auf deutsch an jedem Wochenende nen 24h-Dienst), dann brauchst du, um auf 7700 zu kommen, noch 5 Dienste unter der Woche. (9 pro Monat!)
Absolut unmenschlich.

mountainview
04.02.2016, 20:42
7 bis 8 Dienste, arbeite am wochenende öfter als ich frei habe. Auch die Feiertage lass ich mir selten entgehen. Da gibt's über 600 brutto und die Feiertagszuschläge sind steuerfrei, kommt also auch ordentlich netto raus ;)

Jung, Single & kein Interesse an Freizeit? ;-)

FirebirdUSA
04.02.2016, 20:43
Bei 8+16 geht es schneller

blaabc
04.02.2016, 20:53
Jung, Single & kein Interesse an Freizeit? ;-)

Da würd ich trotzdem a) Kokainabhängig werden oder b) an ner Stress-Kardiomyopathie versterben

Außer, es handelt soch um Psychosomatik/Psychiatrie oder ein theoretisches Fach.

Trenn
04.02.2016, 20:58
Mal angenommen, du machst pro Monat 2 Samstags und 2 Sonntagsdienste (arbeitest auf deutsch an jedem Wochenende nen 24h-Dienst), dann brauchst du, um auf 7700 zu kommen, noch 5 Dienste unter der Woche. (9 pro Monat!)
Absolut unmenschlich.

2Sa+2So sind schonmal 80h Vergütung extra im Monat, das müsste eigentlich reichen, um das Gehalt auf das 1,5 zu erhöhen (also die genannten 7700€, wenn halt noch Nacht- und Sonntagszuschläge hinzu kommen).
Prinzipiell müsste man ja für die besagten 50% Extragehalt irgendwie auf 80-90h extra kommen. Das wären dann entweder 11 Werktagsdienste, 6 Freitags/Sonntagsdienste oder 4 Samstagsdienste.
Finde bei sowas kommt es immer auf die Dienstbelastung an und ob man durchschlafen darf. Inhumaner als Schicht finde ich es jetzt nicht unbedingt.