Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pausen im Klinik-Alltag?!



Seiten : 1 [2] 3

Feuerblick
27.07.2016, 20:37
Solange man aber das kranke System ermöglicht, indem man mit Überstunden und Co die zu geringe Personaldecke kompensiert, weil man denkt, man bekäme dafür Weiterbildung, wird das mit der Weiterbildung auch nicht besser.
Ich habe durchaus den Griffel fallenlassen, wenn ich der Meinung war, dass es mit Überstunden jetzt genug ist. An meiner ersten Klinik meckerte sogar der Chef, weil ich weitestgehend pünktlich gegangen bin und nicht wie die Kollegen noch zwei bis drei Stunden drangehängt habe. Am Ende durfte ich trotzdem viele Dinge viel früher als manch einer der Kollegen mit vielen Überstunden - Dinge, die ich nicht mal wollte... Es wird also nicht wirklich belohnt, wenn man alles mit sich machen lässt.
@Elena: Genau so!

Fr.Pelz
27.07.2016, 20:37
Ich finde es nicht soo schlimm, wenn man als blutjunger Anfänger mal 1,2 Überstunden macht. Das muss natürlich jeder selbst wissen bzw einschätzen. Aber nach ein paar wenigen Jahren Berufserfahrung halte ich das auch nicht mehr für nötig. Ich bin die letzte, die nicht im akuten Notfall mitreanimieren würde oder wenn halt blöderweise noch 3 OP-Säle laufen und ich nicht ausgelöst werden kann, lasse ich auch nicht die Haken fallen. Aber tatsächlich funktioniert es größtenteils ohne Überstunden, jetzt schon seit fast einem Jahr.
(Und wir haben jetzt 4 Neueinstellungen - heute morgen meinte der OA, dass auch genau hinterfragt werden würde, wenn sich jemand noch viele Überstunden aufschreiben würde, schließlich sei die Manpower jetzt da. Nur zur Wochenendvisite fallen regelhaft welche an - aber ich wüsste auch nicht, wie man das abschaffen sollte. Wahnsinnig belastend ist es aber auch nicht. )

Und Pausen mach ich auch, zumindest die vorgeschriebenen 30min. Wenn nicht viel los ist, auch mal 10min zwischendurch fürn Kaffee.

Feuerblick
27.07.2016, 20:52
Und das von ner Chirurgin! Daumen hoch!

wischmopp
27.07.2016, 20:56
Mittagspause gab es bei uns auch. Als Pflichtermin mit der ganzen Abteilung, hier wurden dann einige Patienten durchgesprochen. Super erholsam.

Ansonsten finde ich Überstunden auch als Anfänger schlimm, wenn diese im Vorstellungsgespräch ganz klar verneint werden und zur Folge haben, dass ich meinen Sohn 2-3 Stunden pro Tag weniger sehe. Ganz abgesehen von den organisatorischen Problemen, mein Mann arbeitet schließlich auch Vollzeit.

Merk grad, mir kommt wieder alles hoch, wenn ich an diese Zeit zurück denke...

BetterCallSaul
28.07.2016, 23:02
Es kann meines Erachtens einfach nicht sein, dass das kaputte System von Leuten gestemmt wird, die keine Leitungsfunktion haben und auch keine Leitungsbezahlung bekommen, so hart das auch klingen mag. Die Leute am langen Hebel wissen noch genau, dass es irgendwen gibt, der einknickt - und sich vormacht und auf sich nimmt, dass der gesamte Laden ohne einen kollabieren würde. Man hat ja als Arzt die Verantwortung über Menschenleben. Gerade diese Verantwortung nutzen die Leitenden aber, um die Assistentenschaft kleinzukriegen, häufig. Macht euch nichts vor, es liegt nicht an euch, einen Laden zu stemmen. Ihr unterschreibt einen Arbeitsvertrag, in dem eure Stunden klar geregelt sind (bei eurem Mobilfunkanbieter würdet ihr euch auch beschweren, falls statt 10GB nur 1GB an Datenvolumen verfügbar wären beispielsweise. Das ist ein Vertrag wie jeder andere auch) Falls übermäßig viel Arbeit aufgrund von Notfällen anfällt, bin ich auch bereit, dies abzuarbeiten, wenn dies nicht die Regel bleibt. Genauso ist das mit Briefen (Anästhesie, not even once). Aber wenn vermehrt Arbeit, die in der normalen Dienstzeit nicht zu erledigen ist, anfällt, und man dann einfach erwartet, dass man um 21 Uhr noch Briefe schreibt, dann sehe ich es als Nichtleitender Arzt nicht ein, diese Dinge zu erledigen, die aufgrund eines Struktur- und Personalproblems entstehen. Für dieses Problem sind nicht die Assistenzärzte verantwortlich. Der Einzige, der davon profitiert, sind die Leitenden. Eine neue Stelle muss nicht erkämpft bzw. ausdiskutiert werden, da die Arbeitstiere (sprich Assistenzärzte) diesen Stellenmangel kompensieren. Profitieren davon tun die wenigsten AÄ. Gerade in Fächern, in denen ein Katalog abgearbeitet werden muss (zB Chirurgie), ist man leider stark von diesen Leitenden abhängig, die einen dann auch gerne in seiner Fortbildung sabotieren. Dies halte ich für zutiefst verachtenswert und hier muss eine Regulation und Reformation in der Ausbildung erfolgen.

Und in einem Krankenhaus werdet ihr niemals die komplette Arbeit erledigen können. Es wird immer Dinge zu erledigen geben. Aber, so hart es klingt, ist das nicht euer Bier. Und versucht nicht, das Problem der Leitenden zu eurem zu machen.

Lasst euch nicht ärgern, lasst euch nicht ausnutzen, ihr habt eine starke Position und eine lange Ausbildung hinter euch. Lasst euch nicht umherscheuchen, als wäret ihr auf dem Sklavenmarkt gehandelt worden. Macht regelmäßig Pause. Ihr seid mehr wert.

expecting
01.08.2016, 18:47
Ich sprech jetzt sowohl von meiner aktuellen Frischlings-Berufserfahrung, als auch von Erfahrung aus PJ, Famulaturen, Praktika usw.

Von Überstunden wegen Briefen etc mal abgesehen, find ich es mit den Pausen wahnsinnig schwierig, einfach weil so viele Termine vorgegeben sind. Während der 3-stündigen Visite kann man ja nicht mal auf Toilette gehen oder was trinken. Dann hat man direkt nach der Visite Termin X, dann Termin Y, dann Termin Z, und hetzt von einem zum anderen.

Was ich mir echt mehr als alles andere in meinem Berufsalltag wünschen würde, ist selbständige Zeitplanung. Am besten mit Gleitzeit ;-) aber ich fürchte, in einem Beruf mit Patientenkontakt ist das nicht wirklich möglich, weil selbst in der eigenen Praxis (wo man ja "der Boss" ist und sich die Zeit eigentlich selbst einteilen kann) die Patienten ja zu bestimmten Terminen kommen und behandelt werden wollen?

Ohne Witz, am liebsten wär ich so ne Sachbearbeiterin irgendwo im Amt. 8,5 h Arbeit am Tag, irgendwann zwischen 7 und 20 Uhr, und muss X Arbeit erledigen, wann und wie kann ich mir selbst einteilen. Und genug Zeit für Pausen bleibt locker. Das wär echt der Traum.

Solara
01.08.2016, 19:08
Ich sprech jetzt sowohl von meiner aktuellen Frischlings-Berufserfahrung, als auch von Erfahrung aus PJ, Famulaturen, Praktika usw.

Von Überstunden wegen Briefen etc mal abgesehen, find ich es mit den Pausen wahnsinnig schwierig, einfach weil so viele Termine vorgegeben sind. Während der 3-stündigen Visite kann man ja nicht mal auf Toilette gehen oder was trinken. Dann hat man direkt nach der Visite Termin X, dann Termin Y, dann Termin Z, und hetzt von einem zum anderen.

Was ich mir echt mehr als alles andere in meinem Berufsalltag wünschen würde, ist selbständige Zeitplanung. Am besten mit Gleitzeit ;-) aber ich fürchte, in einem Beruf mit Patientenkontakt ist das nicht wirklich möglich, weil selbst in der eigenen Praxis (wo man ja "der Boss" ist und sich die Zeit eigentlich selbst einteilen kann) die Patienten ja zu bestimmten Terminen kommen und behandelt werden wollen?

Ohne Witz, am liebsten wär ich so ne Sachbearbeiterin irgendwo im Amt. 8,5 h Arbeit am Tag, irgendwann zwischen 7 und 20 Uhr, und muss X Arbeit erledigen, wann und wie kann ich mir selbst einteilen. Und genug Zeit für Pausen bleibt locker. Das wär echt der Traum.

Warum ist das nicht möglich?
Termine y x und z - was ist das?
Es wird die Pause abgezogen, egal ob du sie machst oder nicht. Und damit macht man sie!
Wenn das in der Abteilung nicht möglich ist, dann ansprechen und machen. Wenn Ärger: ist die falsche Abteilung, die die Arbeitnehmer nur ausnutzt - also weg da. Du machst dich nur kaputt und früher oder später wirst du das auch so sehen.

Zur eigenen Praxis: du bist der Chef, organisiere dich gescheit und mache, genau wie deine Angestellten es selbstverständlich tun, auch du deine Pause.

Feuerblick
01.08.2016, 19:14
Gerade in einer Praxis ist eigentlich immer Mittagspause machbar. Wir hatten eine bis eineinhalb Stunden, was mich total genervt hat. Und fünf Minuten für einen Kaffee und den Gang zur Toilette kann man auch immer einbauen. Man muss sich nur vom Gedanken verabschieden, dass man immer, jederzeit und 24/7 für Patienten da sein muss. Stattdessen sollte man schnellstmöglich lernen, dass man selbst zuerst und dann alles andere kommt! Das danken einem am Ende auch die Patienten, weil man weniger gestresst und müde ist.

Eilika
01.08.2016, 19:53
Also ganz ehrlich... wenn ich 3 Stunden Visite machen würde, dann ganz sicher nicht, ohne was zu trinken. Ich nehme ja auf meine aktuell chirurgischen Visiten (meist so 60-90 Minuten) schon immer eine Flasche Wasser mit, die auf dem Visiten-Wagen steht. Trinke schon nicht im Patientenzimmer, aber beim Vorsprechen auf dem Gang. Wo kämen wir da hin, wenn das nicht ginge...

OK. Ich lebe in einem Land, wo Pausen anders gewichtet werden. Wir machen morgens nach dem Rapport alle zusammen Kaffee-/Frühstückspause (so etwa 10 vor 8 bis kurz nach 8). Wir gehen nach Möglichkeit alle zusammen gegen 12 Mittagessen und danach gibt es nochmal einen Kaffee. Und wer nicht um 12 kann, der geht halt um 1. Aber eben - gehen tun eigentlich alle, die nicht gerade von 11 bis 3 im OP feststecken...

expecting
01.08.2016, 19:59
Warum ist das nicht möglich?
Termine y x und z - was ist das?
Es wird die Pause abgezogen, egal ob du sie machst oder nicht. Und damit macht man sie!
Wenn das in der Abteilung nicht möglich ist, dann ansprechen und machen. Wenn Ärger: ist die falsche Abteilung, die die Arbeitnehmer nur ausnutzt - also weg da. Du machst dich nur kaputt und früher oder später wirst du das auch so sehen.

Zur eigenen Praxis: du bist der Chef, organisiere dich gescheit und mache, genau wie deine Angestellten es selbstverständlich tun, auch du deine Pause.


Termine sind halt feste Termine, vor allem Besprechungen, aber auch bestimmte Untersuchungen, Vorträge usw. die zu ner ganz bestimmten Uhrzeit anfangen und meine Anwesenheit erfordern. Komm dann teilweise schon 5 Minuten zu spät weils halt nicht anders geht, aber kann ja schlecht mal noch 5 Minuten Kaffee trinken, während woanders Leute auf mich warten.

Will später eigentlich auch in einer (eigenen) Praxis arbeiten, weil ich mir denke, dass da die Arbeitseinteilung dann eben schon deutlich mehr von mir selbst abhängt, und ich das wahnsinnig gut fände. Aber mit Gleitzeit usw. ist halt auch in der Praxis leider nix ;) oder dass man z.B. mal sagen kann, ok, heute war ich fix und bin schneller fertig geworden, also geh ich früher heim.

Solara
01.08.2016, 20:10
Du hast also lange Besprechungen, Vorträge etc und das jeden Tag, dass da keine, dir rechtlich zustehende Pause möglich ist?
Was hält dich bitte an dieser Arbeitsstelle, die so massiv deine Rechte missachtet?

easy-bisy
01.08.2016, 21:42
Ich bin ja eine strikte Verfechterin der Mittagspause, gerade wenn viel zu tun ist und man wahrscheinlich ein Stündchen länger bleiben muss. Mir fehlt aber sonst auch ab 15 Uhr einfach der "Saft" ohne Mittagessen. Jeder soll das für sich entscheiden, wir haben in der Abteilung auch so einen Spezi, der am Liebsten seine Mittagspause mit nem Brot vor dem Computer verbringt. Natürlich wird auch beim Essen gelegentlich ein Fall besprochen- oder auch mal Notaufnahmen-Übergabe gemacht, damit alle essen können, aber meist gehen alle zusammen und dann wird über den letzten Urlaub gequatscht. Die Kantine ist übrigens auch ein toller Ort für den Kurzen Dienstweg, es gibt ja manchmal Leute die man so schlecht ans Telefon bekommt.

Ines-Lucia
01.08.2016, 22:58
Ich sprech jetzt sowohl von meiner aktuellen Frischlings-Berufserfahrung, als auch von Erfahrung aus PJ, Famulaturen, Praktika usw.

Von Überstunden wegen Briefen etc mal abgesehen, find ich es mit den Pausen wahnsinnig schwierig, einfach weil so viele Termine vorgegeben sind. Während der 3-stündigen Visite kann man ja nicht mal auf Toilette gehen oder was trinken. Dann hat man direkt nach der Visite Termin X, dann Termin Y, dann Termin Z, und hetzt von einem zum anderen.

Also zu Trinken während Visite möchte ich sagen, dass ich dabei schon an mehreren Stellen die Gewohnheit gesehen habe, Kaffee auf dem Visitenwagen stehen zu haben und diesen Kaffee während der Visite zu trinken.
Und zur Toilette sollte man gehen, wenn man muss, was in den angenommenen 3 Stunden durchaus vorkommen kann. Und spätestens nach der Visite würde ich mir "gestatten" die Toilette aufzusuchen und nicht gleich zur nächsten Aufgabe zu schreiten, die es immer gibt.

Sind dann für dich Leute faul oder wenig pflichtbewusst, weil sie mal aufs Klo gehen oder sich mal für einen Kaffee oder gar eine Semmel hinsetzen oder sich mal die Zeit nehmen 2 Gläser Wasser zu trinken?

Brutus
01.08.2016, 23:45
Also zu Trinken während Visite möchte ich sagen, dass ich dabei schon an mehreren Stellen die Gewohnheit gesehen habe, Kaffee auf dem Visitenwagen stehen zu haben und diesen Kaffee während der Visite zu trinken.
Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, dass ich im OP immer eine feste Runde mache, wenn mich die Pflege mal wieder aus dem Saal wirft: Toilette, AWR, Küche und danach die anderen Säle abklappern und gucken, was die Assistenten so machen.
Von daher klappt das mit dem Trinken mittlerweile recht regelmäßig. Essen tue ich eh nur in der Klinik, wenn ich Dienst habe, sonst lieber zu Hause. Aber im Dienst klappt das auch recht gut.


Und zur Toilette sollte man gehen, wenn man muss, was in den angenommenen 3 Stunden durchaus vorkommen kann. Und spätestens nach der Visite würde ich mir "gestatten" die Toilette aufzusuchen
Auf die Toilette geht man dann, wenn man das Bedürfnis verspürt. Egal, ob dann noch Visite oder Diktat oder sonstwas ist. Die Erfahrung muss man aber auch erst machen. Und es kommt irgendwann der Tag, wo Du noch eben die Blutentnahme machst, und kurz in der Ambulanz guckst und DANN der Notarztmelder piept. Und dann fährst Du in die übernächste Stadt auf dem Land über die tollen Abkürzungen, die Du mit leerer Blase schon nicht so gerne fährst... ;-) :D :-))

Fr.Pelz
03.08.2016, 12:55
In der Chirurgie ist das wohl einfacher. Es gibt nicht tausend Termine, sondern 1-2 am Tag (Besprechung, Rö-Visite, Tumorboard etc) und auf Klo geht man, beim Einschleusen in den OP. Aber ich geh auch zwischen 2 Blutabnahmen oder zwischen 2 Briefen. Hilft doch keinem, wenn ich mit zusammengekniffenen Beinen da stehe. Die schwetsren auf meiner aktuellen Station verleihen sich allerdings auch immer gegenseitig den Martyrer-Award, wenn sie nach 6h das erste Mal gehen :-keule

CYP21B
03.08.2016, 21:02
Wir gehen oft zusammen (Assistenten und Pjs) essen. Wenn ich über die Mittagszeit im Op bin gibt's eben Op-Suppe und wenn sich mal keiner für die Kantine findet gibt's Brötchen. Im Wochenenddienst bestelle ich mir Mittagessen in die Notaufnahme dann gibts auf jeden Fall was auch wenns zugeht. Sonst muss man einfach Prioritäten setzen. Wenn es tagsüber zugeht bleiben eben die Anfragen und Gutachten liegen. Und im Dienst muss man zur Not auch selektieren. Es hat auch keiner was von wenn ich umkippe weil ich nichts esse und trinke. Andererseits muss man dann auch mal Briefe vorschreiben o.ä. wenn gerade Flaute ist und da dann auch nicht nur gammeln.

Solara
03.08.2016, 21:37
Habe die Tage mal die anderen Fachrichtungen beobachtet, die gehen gerne gemeinsam im Team essen. Alle Fachrichtungen. Außer den Pathologen, aber sonst gehen alle gemeinsam essen.

Relaxometrie
03.08.2016, 23:28
Dieses tägliche gemeinsame Essengehen mit der ganzen Abteilung finde ich stressig. Das ist für mich keine Pause. Meistens geht es in den Gesprächen doch um dienstliche Angelegenheiten, die man in einer ziemlich lauten Geräuschkulisse bespricht, während man Dinge ißt, die ungesund sind und/oder nicht wirklich dem eigenen Geschmack/den eigenen Ernährungsgewohnheiten entsprechen.
Aus sozialen Gründen bin ich in Krankenhäusern, in denen es üblich war gemeinsam essen zu gehen, zwar mitgegangen.
Aber wirklich erholsam finde ich eine Pause nur dann, wenn ich in Ruhe selbstmitgebrachte Dinge essen und etwas abschalten kann.

Solara
04.08.2016, 06:00
Ist hier nicht so. Okay, ich weiß nicht was die anderen so reden, aber zumindest gestern wurde viel gelacht. Es wird übrigens oft auch eigenes Zeug zum Essen mitgebracht und dort gegessen.
Ich mag Essen in Gesellschaft deutlich lieber als allein in die Stulle zu beißen.

Zudem war obiger Post nochmals zur Verdeutlichung, dass man es wohl schaffen kann, unabhängig von der Fachrichtung, Mittagessen zu gehen. Sogar gemeinsam, sofern persönliche Eigenschaftem dem nicht entgegenstehen.

LasseReinböng
04.08.2016, 18:30
Bei uns in der Anästhesie hat man im OP 30 Minuten Mittagspause, nicht mehr und nicht weniger. Man wird von Kollegen oder vom OA zur Mittagspause ausgelöst, ein Essen mit sämtlichen Kollegen ist nicht möglich, mal trifft man noch einen anderen Kollegen, i.d.R. mampft man aber allein.
Die "OP-Suppe" habe ich jetzt an einem anderen Haus kennengelernt, schon eine nette Sache, da sich der Gang vom OP zur Cafeteria zeitlich meist nicht lohnt. Dort gibt es auch mal 10 Minuten Luft zwischen zwei Punkten und man kann mal einen Kaffee trinken, etwas was ich von meinem Haus nicht gewohnt bin.