Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einstieg in Teilzeit oder Elternzeit während der Weiterbildung?
Lieschen M?ller
23.02.2017, 14:51
Frauen zurück zu Küche, Herd und Kirche? Herrlich, dann steht es mit der Gleichstellung also noch deutlich schlechter, als vermutet... Aber das sollte natürlich jeder selbst entscheiden. Ich vermute, dass diese Frauen sehr viele gut zurecht gelegten Gründe haben, warum nur die Mütter alleine die geeignete Betreuungspersonen für ihre Kinder sind...
und ja - mein Mann war EXTREM - deswegen ja auch EXMANN. Chefarzt und Orthopädie eben.... Narzissmus pur.
Augen auf bei der Partnerwahl!
Feuerblick
23.02.2017, 14:56
Ja, eben "zurecht gelegt"... Wenn Frauen sich für Haus, Kind und Herd entscheiden, dann ist das 1. ihre Entscheidung (denn sie sind erwachsen und es ist ihre Sache, ob und was sie entscheiden) und 2. kein Grund, auf die zugehörigen Männer draufzukloppen.
Gleichstellung kann man nur durchziehen, wenn sie auch von den Frauen gewünscht wird. Wenn ihnen ihr Rollenbild gefällt, warum soll man sie zwingen? Ein "Wir Frauen sind aber so emanzipiert und du DARFST nicht zuhause bleiben und du MUSST unbedingt Karriere machen" von oben ist doch Schwachsinn. Und wer sich gegen den eigenen Ehemann nicht durchsetzen kann und will ... willkommen im selbstgewählten Schicksal! Niemand wird zu Ehe, Kindern oder Zusammenbleiben gezwungen.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Chefarzt, alleinerziehend, auch so seine Probleme hätte.
Geht aber auch anders. Akademikermann zu Hause, ich arbeite Vollzeit.
Zum Glück kann man (frau) sich den Vater seiner Kinder ja in der Regel aussuchen.
Mein Mann und ich, wir haben eigentlich alle Kombinationen an Vollzeit/Teilzeit/ganz frei durch, die so denkbar sind, jeweils angepasst an die aktuelle Situation. Inzwischen arbeiten wir beide 30 h / Woche. Zwei meiner Kinder habe ich in der Weiterbildung bekommen, das dritte danach. Ich bin ganz zufrieden mit meinem Leben.
In meinem Umfeld erlebe ich beides, Väter, die Gründe vorschieben, um sich nicht zu beteiligen und Mütter, die nicht abgeben können.
Chrissi1205
24.02.2017, 09:24
Augen auf bei der Partnerwahl!
Das war vorher leider nicht abzusehen. Er hatte immer gesagt, dass er mitmacht, nachts aufstehen würde usw.
Ich dachte anfangs auch, als das Baby da war, dass es ja kein Ding ist, wenn ich erst mal alles mache - er verdient ja auch dafür alles für uns (plus mein Elterngeld). Aber dann schleift sich das so ein und er hat sich nie an irgendwas beteiligt: Egal, ob ich mit Kind ins Krankenhaus musste mit Urosepsis oder eine kleine Leistenhernien-OP beim Kleinkind - ich musste immer alles alleine machen, nachts ist er nie aufgestanden und wenn ich mal länger im Op stand und es nicht rechtzeitig schaffte, das Kind um 18:00 (der Kleine war damals 18 Monate) aus der Kita abzuholen, war das nur MEIN Problem.
das ist nicht "selbstgewähltes Schicksal" gewesen, wie es Feuerblick erwähnt. Das war einfach furchtbar. Trennen konnte ich mich auch nicht, weil das finanziell definitiv nicht möglich war, mit einem Teilzeit-Assistenzarztgehalt eine Wohnung zu bekommen. Außerdem hat man ja auch die Idee der Familie und hofft, dass sich wieder etwas bessern könnte.
Gegen meinen Exmann konnte man sich nicht durchsetzen. Gleichstellung war bei uns nicht möglich - er war Chefarzt und ich nichts. Dabei war ich eigentlich viel besser als er, hatte nur keine Möglichkeit, das zu zeigen. Meine Traumstelle konnte ich auch nicht behalten, weil der Chef dort nur Vollzeitkräfte einstellen wollte und ich nach 6 Monaten nicht mehr VZ arbeiten wollte, weil man ja auch kein Kind bekommt, damit es dann 12 Stunden pro Tag in der Kita sein Dasein fristet.
Und eine Nanny zusätzlich wollte mein Exmann nicht bezahlen. das war ich zu teuer.
So gesehen wurde ich vorerst sehr wohl zum Zusammenbleiben gezwungen.
Mit Kind ist man als Frau nämlich IMMER abhängig von seinem Partner - nix unabhängig emanzipiert.
Al sollte frau zumindest verheiratet sein, wenn sie ein Kind bekommt - sonst ist das der Weg in ein hartes Leben mit deutlichen finanziellen Einschränkungen trotz Arztberuf bei Trennung.
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