Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitstudium WiSe 17/18
gruenlilie
10.08.2017, 07:31
Juhuu, jetzt kann "offiziell" gefeiert werden:love:! Hab soo schrecklich geträumt, dass hier geschrieben wird, die Bescheide sind online, und dass ich aber keinen habe, dass alles ein großer Irrtum war und ich nicht zugelassen bin =)
gruenlilie
10.08.2017, 07:33
Die Punktzahl steht nicht zufällig auf dem Bescheid oder? :)
leider nicht, werde aber nachher um 9 bei HSS anrufen und nachfragen...
Bescheide kam wirklich recht spät dieses Jahr. Ich hatte schon kurz vorher die Email von der Charité mit allen weiteren Details. Die Einschreibung ist schon in genau einer Woche! Das geht jetzt also echt schnell alles.
Falls das jemanden gerade interessiert: meine Punktzahl ist 11 (mit Dienst); 7 Punkte für wissenschaftliche Gründe und 4 für den ersten Abschluss. Aber ich glaube, spannend ist es eher bei 10 Punkten... ich tippe darauf, dass alle mit 10 Punkten und Dienst zugelassen wurden und bei 10 Punkten ohne Dienst noch ein paar wenige, und da gelost wurde.
Was war bei euch eigentlich das ausschlaggebende wieso ihr nochmal von vorne starten wollt? Also nicht, was im Begründungsschreiben steht, sondern der wahre Grund? :)
Und müsst ihr euch gegenüber anderen rechtfertigen wieso ihr diesen Schritt unternehmt ?
Und müsst ihr euch gegenüber anderen rechtfertigen wieso ihr diesen Schritt unternehmt ?
Um ehrlich zu sein, öfter als mir lieb ist und ich es erwartet hätte.
Humbertus
12.08.2017, 11:53
Was war bei euch eigentlich das ausschlaggebende wieso ihr nochmal von vorne starten wollt? Also nicht, was im Begründungsschreiben steht, sondern der wahre Grund? :)
Und müsst ihr euch gegenüber anderen rechtfertigen wieso ihr diesen Schritt unternehmt ?
Mein wahrer Grund ist, dass mir die Karriere Optionen der Biolgie außerhalb der Forschung nicht zusagen, aber zusätzlich die Rahmenbedingungen für eine Karriere in der Forschung dann Schlussendlich auch nicht gefallen haben (Befristete Verträge, starke Standortabhängigkeit). Als Mediziner kann ich auch Forschen, aber ich habe immernoch die Option "nur" als Arzt zu arbeiten, wenn es mir nicht passen sollte. Vorallem da ich das Leben in ländlichen Gebieten bevorzuge sehe ich den Beruf des Landarztes als sehr gute Ausweichmöglichkeit.
Mein Umfeld hat überwiegend positiv reagiert. Vorallem mein Vater, der sehr froh und stolz darauf ist, dass sein Sohn jetzt auch Medizin studiert ("Endlich machst du was vernünftiges"), oder mein Onkel, der vor seinem Medizin-Studium auch erst Diplom Chemiker war.
Einzig allein meine Schwester und mein Schwager machen teilweise doch sehr viel Stunk um das Thema. Da musste ich mir schon anhören ich seie zu Faul zum Arbeiten und will deswegen wieder Studieren (Ja weil Med.Studium so viel Freizeit ist) oder sachen wie "Das schaffst du eh nicht".
gruenlilie
12.08.2017, 12:26
Was war bei euch eigentlich das ausschlaggebende wieso ihr nochmal von vorne starten wollt? Also nicht, was im Begründungsschreiben steht, sondern der wahre Grund? :)
Und müsst ihr euch gegenüber anderen rechtfertigen wieso ihr diesen Schritt unternehmt ?
Was in meinem Begründungsschreiben steht, entspricht bei mir tatsächlich weitestgehend der Realität - ich möchte klinisch forschen. Im Begründungsschreiben habe ich mir einen Bereich als Schwerpunkt rausgepickt, weil die Argumentationskette sich am besten mit meinem Werdegang/bisherigen Projekten vereinbaren ließ, allerdings würde ich mich jetzt nicht schon ausschließlich auf diesen einen Bereich einschießen, da ich mir auch anderes super gut vorstellen könnte ;)
Ein weiterer wichtiger Punkt für mich war die Arbeitsmarktsituation/Aufstiegschancen/Vereinbarkeit von Beruf und Familie, darauf bin ich aber im Begründungsschreiben nicht eingegangen.
Nachdem sich jetzt mal die erste Aufregung gelegt hat, hab ich die Neuigkeiten so ziemlich allen in meinem Umfeld verkündet - überraschenderweise haben Familie, die engsten Freunde (die auch meine Motivation kennen) und Kommilitonen (von denen sich einige auch diesen Schritt schon überlegen) durchweg positiv reagiert, andere, die teils nicht wussten, dass ich mich beworben habe, eher mit Unverständnis und "mitleidigen Blicken" ("nochmal 6 Jahre studieren?? Warum denn das??")
Naja, ich habe diesen Weg gewählt, dafür gekämpft, und freue mich unheimlich, die Chance zu haben, das anzupacken.
Würde mich auch interessieren, wie bei den anderen so die Reaktionen aus dem Umfeld waren!
roosaroller
12.08.2017, 13:31
Bei mir ist es so ähnlich wie bei gruenlilie...Nach meinem Erststudium habe ich ein Jahr für einen Neurowissenschaftler gearbeitet und da gemerkt, dass es mich eben in die klinische Hirnforschung zieht. Jetzt schließe ich natürlich nicht aus, dass ich am Ende nicht doch selber praktiziere - es sind ja doch noch einige Jährchen - aber erstmal ist Plan A die Forschung.. :)
Mein direktes Umfeld hat mich nach einer Eingewöhnungsphase und einigen Erklärungen dann auch super unterstützt, am Anfang kam natürlich auch das "So lang?", "Wie willst du dich finanzieren?", "Was ist mit Familie?", etc. Mittlerweile geht das aber, die entsprechenden Pläne sind ja gemacht ;)
Das ist auch das Wichtigste finde ich, dass man realistisch plant und sich dann nicht verunsichern lässt.... Allen kann man es sowieso nie recht machen...
Arrhythmie
15.08.2017, 06:42
Bei mir war es damals eine Mischung aus Mitleid "Wie? Nochmal studieren? Im Ernst jetzt?" und Bewunderung... Meine Familie (Eltern etc.) fand es gut, mein Partner eher blöd (mittlerweile findet er es auch gut) Mir waren alle Kommentare egal. Obwohl mir die Meinung anderer bis dato nie ganz so egal war. Das war dann halt wohl ein echter Lebenstraum ;-)
Naja. Und nun bin ich im 7. Semester und immer noch total glücklich mit meiner Entscheidung. Ich würde es ganz genauso wieder machen!
Glückwunsch an alle Zugelassenen, viel Spaß Euch. Ich sehe ein Neu-Tübinger :-) Viel Spaß bei uns.
JellyBelly123
17.08.2017, 11:35
Hallo ihr Lieben,
Glückwunsch an alle bei denen es geklappt hat! Freut mich sehr, ich weiss noch wie stolz ich damals war :-) Ich habe hier nicht alles verfolgt, aber weiss jemand die GENAUEN Zulassungskriterien bzw Grenzen für dieses Semester? Hochschulstart gibt ja immer nur die Punktzahl an. Dabei kann es ja auch sein, dass beispielsweise Rang 300-500 alle mit 10 Punkten am Start waren und es 301 Studienplatz gab. Dann wäre die Grenzpunktzahl ja auch 10, aber dazu käme sehr wahrscheinlich noch dass Nummer 300 und 301 einen Dienst geleistet haben und das Los entschieden hat.
Ich persönlich denke, dass 10Punkte plus geleisteter Dienst Pflicht waren und dann aus diesem Pool das Los entschieden hat.
Das könnte man aber nur rausfinden, wenn sich ein paar Leute zu Wort melden, bei denen das so ist.
Deshalb meine Frage an alle die es geschafft haben: Ist jemand unter euch, der es mit 10Punkten plus Dienst reingeschafft hat bzw ist jemand dabei der es mit 10Punkten und Dienst nicht reingeschafft hat? Dann wüsste man schonmal, dass das Los entschieden hat und ein Dienst quasi Pflicht ist, um Chancen zu haben.
Ich frage nur, weil es für einen Freund wichtig wäre zu wissen, ob er überhaupt Chancen hat.
Liebe Grüße,
eure Jelly :-)
Edit: habe gerade nochmal die letzten Seiten dieses Threads quergelesen und selber gesehen, dass Leute mit 10 plus Dienst reingekommen sind. Dann stellt sich jetzt einzig die Frage, ob jemand mit 10 und Dienst NICHT reingekommen ist. jemand dabei?
jan_mimue
23.08.2017, 14:28
M.Sc. Sportwissenschaft, keine Publikationen, zwei Empfehlungsschreiben -> Platz WiSe 17/18 in Heidelberg
NeuroStudent
13.03.2018, 17:13
Bei mir ist es so ähnlich wie bei gruenlilie...Nach meinem Erststudium habe ich ein Jahr für einen Neurowissenschaftler gearbeitet und da gemerkt, dass es mich eben in die klinische Hirnforschung zieht. Jetzt schließe ich natürlich nicht aus, dass ich am Ende nicht doch selber praktiziere - es sind ja doch noch einige Jährchen - aber erstmal ist Plan A die Forschung.. :)
Mein direktes Umfeld hat mich nach einer Eingewöhnungsphase und einigen Erklärungen dann auch super unterstützt, am Anfang kam natürlich auch das "So lang?", "Wie willst du dich finanzieren?", "Was ist mit Familie?", etc. Mittlerweile geht das aber, die entsprechenden Pläne sind ja gemacht ;)
Das ist auch das Wichtigste finde ich, dass man realistisch plant und sich dann nicht verunsichern lässt.... Allen kann man es sowieso nie recht machen...
Ich überlege aktuell auch mich für das Medizinstudium als Zweitstudent zu bewerben. Ich habe aus meinem ersten Studiengang ebenfalls einen Neuro-Hintergrund. Könntest du mir eventuell ein paar Anregungen geben, wie genau du die Notwendigkeit des Zweitstudiums begründet hast (gerne auch per PN!)? Vielen Dank!
roosaroller
16.03.2018, 09:39
Hallo NeuroStudent :-))
Ich habe damals an einem Paper in der Alzheimer-Forschung gearbeitet und eben darüber über die Notwendigkeit für „from bench to bedside“ argumentiert. Das war für mich der Knackpunkt, weil ich so konkret belegen konnte, wo die Verbindung von "altem" zu "neuem" Studium und der wissenschaftliche Mehrwert für zukünftige Forschung liegt.
Was ist denn dein Schwerpunkt und inwiefern hast du schon geforscht und/oder publiziert?
Liebe Grüße
roosaroller
16.03.2018, 09:40
Glückwunsch an alle Zugelassenen, viel Spaß Euch. Ich sehe ein Neu-Tübinger :-) Viel Spaß bei uns.
Danke ;-)
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