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Und wenn ich schon in diesem Thread bin: die Bauzinsen sind richtig absurd niedrig und relativieren häufig hohe Kaufpreise. Wir haben jetzt nach monatelangem Herumwälzen zugeschlagen und zahlen bald keine Miete mehr
Auf Höchststand kaufen und niedrig verkaufen. Beste Anlagestrategie. Kaufnebenkosten, Zinsen und Investitionsbedarf nicht berücksichtigen und steuerliche Vorteile durch Vermietung verschenken. Hast du noch mehr gute Tipps? Und btw woran sieht man, dass ein Asset seinen Tiefstand sicher erreicht hat?
LasseReinböng
16.05.2019, 11:00
Wie wäre es mit Deutsche Bank Aktien ? Testen gerade wieder Tiefststände...ein ehemaliger Global Player... jetzt auf Ramschniveau.
][truba][
16.05.2019, 11:07
Ja, D-Bank ist wirklich ein ziemlicher Verfall. Sehe da allerdings die Erholungschancen eher gering an.
LasseReinböng
16.05.2019, 11:15
Auf Höchststand kaufen und niedrig verkaufen. Beste Anlagestrategie.
Nur weil die Zinsen niedrig sind, heißt das noch lange nicht, daß man eine gute Investition getätigt hat, schon klar. Aber sprichst Du Dich jetzt primär gegen das Bauen oder gegen den Immobilienerwerb generell aus ?
Schorsche
16.05.2019, 13:34
Auf Höchststand kaufen und niedrig verkaufen. Beste Anlagestrategie. Kaufnebenkosten, Zinsen und Investitionsbedarf nicht berücksichtigen und steuerliche Vorteile durch Vermietung verschenken. Hast du noch mehr gute Tipps? Und btw woran sieht man, dass ein Asset seinen Tiefstand sicher erreicht hat?
In ähnlich überheblichem Ton: weil ich’s kann.
Ansonsten: 1. es ist nicht vorgesehen, die Immobilie nochmal zu verkaufen, wird im Zweifelsfall irgendwann vermietet. 2. Diversifikation ist alles. Ein breites Depot habe ich, vermietete Immobilien ebenfalls. Ein eigenes Nest ist auch nicht ganz schlecht, da will ich emotional sein und habe ganz rational bei einem für uns guten Angebot zugeschlagen. 3. Ich bin kein Hellseher, es wurde hier bloß nach einer Meinung gefragt, ob Bayer (schon) kaufbar ist. 4. bester Tipp für dich: Ball flach halten.
Nur weil die Zinsen niedrig sind, heißt das noch lange nicht, daß man eine gute Investition getätigt hat, schon klar. Aber sprichst Du Dich jetzt primär gegen das Bauen oder gegen den Immobilienerwerb generell aus ?
Nicht gegen Immobilien als Assetklasse, lediglich gegen den Irrglauben, dass man als Eigentümer im Vergleich zum Mieter zwangsläufig Profit macht. Weil man ja "keine Miete mehr zahlen" müsse. Ist recht kurz gedacht. Die Leute kaufen aktuell zum historischen Höchststand auch noch den letzten Ramsch, um irgendwie noch auf den Zug aufzuspringen.
___
weil ich’s kann.
Dann wärst du wohl kaum noch erwerbstätig.
Du musst dich hier keineswegs rechtfertigen. So ein Immobilienhai wie du wird das schon ganz emotional-rational kalkuliert haben.
agouti_lilac
16.05.2019, 16:42
Gibt es hier Leute, die eine Immobilie vermieten?
Wie organisiert ihr das? Habt ihr eine Hausverwaltung, oder inwiefern habt ihr mit Mietern und deren Probleme zu tun?
In ähnlich überheblichem Ton: weil ich’s kann.
[...] 4. bester Tipp für dich: Ball flach halten.
:-wow:-wow :-top
Schorsche
16.05.2019, 19:10
Gibt es hier Leute, die eine Immobilie vermieten?
Wie organisiert ihr das? Habt ihr eine Hausverwaltung, oder inwiefern habt ihr mit Mietern und deren Probleme zu tun?
Als "Familienunternehmen", ja. Bei einer Einheit isses m.M.n. kein Thema, da ist der größte Aufwand erst, einen zuverlässigen und langfristigen Mieter zu finden und dann die Nebenkostenabrechnung; bei kleineren oder größeren Sanierungsarbeiten werden dann die immer gleichen Handwerksbetriebe beauftragt. Ab und an klingelt mal das Telefon, manchmal hört man auch monatelang gar nichts.
Bei mehreren Einheiten und/oder Einheiten an einem weiter entfernten Ort wächst sich das zu einem Teilzeitjob aus, dann sind die Abrechnungen nicht mehr so trivial und eine Mieterpartei, die mehr Aufmerksamkeit braucht, gibt's immer. Besonders nervig ist die Wohnung, zu der man erst 2-3 Stunden anfahren muss. Wenn ich mal "Telefondienst" habe, findet sich auch immer irgendwo ein Anliegen. Bisher machen wir (und dort in allererster Linie Muttern) die Verwaltung noch selbst, aus Altersgründen wird das aber sicher nicht mehr ewig gehen und dann geht es an eine Hausverwaltung. Leider, weil ich sowohl aus Mieter- als auch Vermietersicht den direkten Draht am angenehmsten finde...
Thomas24
16.05.2019, 22:05
[truba][;2097989']Weiss nicht ob das der richtige Thread ist aber was haltet ihr zur Zeit von der Bayer Aktie?
Meint ihr ein Einstieg lohnt sich eventuell oder ist mit Monsanto ein Fass ohne Boden?
Also erstmal: herzlichen Glückwunsch zum Entschluss dich überhaupt mit dem Thema "Aktie" auseinandersetzen zu wollen! In Deutschland sind weniger als 10% der Bevölkerung direkt in Einzeltitel engagiert, und knapp 11% über Fonds/ ETFs überhaupt am Produktivkapital beteiligt. Also eine verschwindend geringe Minderheit in der Bevölkerung. Wir Deutschen sparen halt viel und gerne, und versenken das Geld dann in so "sichere" Anlagen wie Girokonten, Sparbücher und Lebensversicherungen... Naja.
Zum Makroumfeld: derzeit befinden wir uns gegen Ende des derzeitigen Kreditzyklus, und die US Zinsstrukturkurve ist in den letzten Monaten bereits mehrfach invertiert gewesen. Europa ist hart an der Rezession vorbeigeschrammt, das chinesisches Wachstum kühlt sich ab und die USA haben für das erste Quartal 2019 zwar ein erfreuliches GDP Wachstum veröffentlicht (aber mit gefakten Zahlen, GDP Deflator wurde verändert). Insgesamt vom Makro Standpunkt kein idealer Zeitpunkt für Unternehmen mit eher zyklischem Business Modell. Zu den fundamentalen "End of Cycle" Themen kommen zusätzlich die ganzen politischen Unsicherheiten, die derzeit gespielt werden (Trade War, Brexit, Iran etc.).
ABER generell gilt, wenn dein Zeithorizont mehrere Jahre bis zu Jahrzehnten beträgt, kann man zuschlagen. Erstmal mit kleinem Geld. Wie gesagt: Chemie ist generell eher ein zyklisches Geschäft und in einem globalen Abschwungszenario eher kein Freudenbringer im Depot. Sollte sich die erwartete wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2019 nicht bewahrheiten, dann kommen günstigere Kaufkurse. Also ein wenig Pulver trocken halten :D
Als Anregung: in einem stagnierenden Inflationsumfeld mit weiterhin günstigen Zentralbankzinsen (politisch gewollt), könnten auch Immobilienbeteiligungen über REITS (Real Estate Investment Trusts) ein interessantes Betätigungsfeld darstellen. Derzeit sind die üblichen Verdächtigen aber recht teuer bewertet. Dabei bitte keine australischen oder kanadischen Immobilienbeteiligungen aussuchen- dort werden die ersten Immobilienblasen platzen/ bzw. platzen gerade schon.
Wünsche Dir viel Freude und Erfolg an den Finanzmärkten!
][truba][
17.05.2019, 12:01
Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Aussage! Bin schon einige Jahre an der Börse "vertreten". Habe schon während des Studiums immer mal wieder kleine Beträge angespart und dort investiert. Manchmal mit Verlust, manchmal mit Gewinn.
Habe inzwischen einige Aktien, ETF´s und Anleihenarten getestet (und bei Anleihen mal die Finger verbrannt). Weitere Diversifikation gerne von mir gewünscht. Da ich aber noch immer meinen Studienkredit etc. abzahle und mir neben der privaten Altersvorsorge immer nur kleinere Beträge zur Seite lege, die ich an der Börse investieren möchte, kann ich eben immer nur einen "Posten" erwerben (damit die Gebühren die Gewinne nicht gänzlich negieren). Deshalb ist mir u.a. Bayer ins Auge gestochen. Da mir aber dieser Gesamtüberblick bisher einfach fehlt (wie z.B. das Chemie ein zyklisches Geschäft ist) helfen mir solche Aussage von Leuten die schon länger im Geschäft sind sehr.
Vielen Dank auch für den Hinweis mit den REITS. Werde mich mal einlesen!
Ich würde mich an deiner Stelle mal grundlegend mit der Zielstellung deiner Investments beschäftigen. Asset-Allokation etc will bedacht sein, aber nicht bevor z.B. der Anlagehorizont ganz klar feststeht. Ich sehe stockpicking als nicht-instutioneller Anleger kritisch, es sei denn, dir geht es um die Freude an der Auseinandersetzung mit dem Kapitalmarkt an sich. Von diesem Spielgeld mal abgesehen, frag dich mal selbst, ob es wahrscheinlich ist, dass nun gerade du den Markt ausperformst. Rein für den Vermögensaufbau schlage ich dir Kommers ETF-Bibel als Lektüre vor.
Ich sehe Bayer's Agrochemie Divison btw nicht unbedingt als klassisch zyklische Produktsparte, und Pharma macht ohnehin immer noch den deutlich größeren Anteil des EBITDA aus.
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