Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Partner / Familie während des Zweitstudiums gefunden?



Seiten : 1 [2] 3 4

Arrhythmie
24.07.2017, 06:57
Warum ist es denn überhaupt "verwerflich" vor dem Zweitstudium einen Partner zu haben oder mit diesem gar verheiratet zu sein?

:-notify

R4nd0m
24.07.2017, 09:05
Ist es nicht. Meine Vermutung ist, dass das eher den Regelfall darstellt.

integrationsmethode
24.07.2017, 18:53
wenn du keine privat in deiner normalen umgebung kennenlernen kannst, dann kannste es auch nicht im studium. darüber hinaus hängt es davon ab wie hübsch bzw. hässlich man ist sowie wie offen bzw. verschlossen

R4nd0m
24.07.2017, 19:22
Ja, DAS klärt natürlich Einiges.

integrationsmethode
24.07.2017, 19:30
ich würd ma sagen, alles :)

R4nd0m
24.07.2017, 19:46
In Wahrheit: Nichts.
Hättest Du das Thema inhaltlich vollständig durchdrungen wäre Dir aufgefallen, dass keiner der von Dir genannten Aspekte auf mich zutrifft.

Als postpubertäre Allgemeinplätzchen sind Deine "Weisheiten" aber sicher für irgendwen noch verwertbar.

integrationsmethode
24.07.2017, 20:04
ich habe volles verstädnnis für dein kommentar, so phasen in der du steckst kennt wohl jeder.
wichtig ist nur zu wissen, dass alles gut wird am ende. und ist es noch nicht gut, ist es nicht das ende.

R4nd0m
24.07.2017, 20:16
Besser. Danke ;-)

Arrhythmie
25.07.2017, 06:05
Ist es nicht. Meine Vermutung ist, dass das eher den Regelfall darstellt.

Kann ich so (laut meiner privaten Statistik) nicht unbedingt bestätigen.

Allerdings ist es natürlich eher der Fall, dass Zweitstudenten auch mal verheiratet sind, als dass es Studienanfänger nach dem Abitur oder einer 2,5-jährigen Ausbildung sind... Einfach mal schon aufgrund des Alters...

Geht es Dir jetzt eigentlich mehr um das Problem eine passende Partnerin zu finden oder um das wirtschaftliche/monetäre Problem, dass einem evtl. entsteht, wenn man sich für ein Zweitstudium entscheidet? Oder ist es eine Kombination aus beidem?
In meinem Semester sind so viele Leute, die nebenher arbeiten (müssen), oder es auch freiwillig tun, wenig Zeit haben, aber trotzdem Leute kennen lernen und Beziehungen eingehen. Ich weiß ehrlich nicht ob dies jetzt der einzige Grund sein kann.

R4nd0m
25.07.2017, 07:50
Gute Frage. Ich würde sagen eher Ersteres. Gegen meine Form der Finanzierung (Arbeiten am Abend und am Wochenende) habe ich nichts einzuwenden.
Natürlich dürfte es einer vollständig von einem Partner finanzierten Person (ob mit oder ohne Kinder) leichter fallen, sich ohne "Ablenkung" auf das Zweitstudium zu konzentrieren. Der mir angedichtete Neid will sich dabei allerdings nicht einstellen.

Meine ursprüngliche Frage zielte auf Erfahrungsberichte von Leuten ab, die als Single in das Zweitstudium gestartet sind und (ggf. "trotz" Finanzierung durch eigener Hände Arbeit) eine Partnerin / einen Partner gefunden bzw. sogar eine Familie gegründet haben.

(Um Missverständnissen vorzubeugen: "Irgeneine" Partnerin zu finden, würde für mich kein Problem darstellen. Mich interessieren idealerweise auf Dauer ausgelegte, ernsthafte Partnerschaften.)

Arrhythmie
25.07.2017, 08:03
Meine ursprüngliche Frage zielte auf Erfahrungsberichte von Leuten ab, die als Single in das Zweitstudium gestartet sind und (ggf. "trotz" Finanzierung durch eigener Hände Arbeit) eine Partnerin / einen Partner gefunden bzw. sogar eine Familie gegründet haben.


Das hat aber mMn nix mehr mit Medizin an sich zu tun. Es gibt viele Leute um die 30/ü30, die irgendein Zweitstudium, Aufbaustudium, Weiterbildung irgendeiner Art, Umschulung etc machen und Single sind. Was genau hat dieses "Problem" mit dem Studiengang Medizin an sich zu tun?
Ich habe einen Bekannten, knapp 30, der arbeitet ganz normal Vollzeit und macht abends noch "nebenher" irgendeine (frag mich nicht so genau was) Weiterbildung/Meister-Schule... Der geht morgens um 7:30 und kommt abends um 10/11 nach Hause. Und das von Montag bis Freitag. Am WE darf er dann auch noch lernen oder Projekte/Kunden etc bespassen.

R4nd0m
25.07.2017, 08:19
Klar ist daran "nicht die Medizin schuld".

Dennoch ist das meine Ausgangssituation. Die Wahrscheinlichkeit, hier Leute zu finden, die in einer ähnlichen Situation sind / waren, dürfte wohl nicht ganz abwegig sein ;-)

Ich vermute mal, dass Dein Bekannter während seiner "Fortbildung" keine neue Partnerschaft eingegangen ist und die Fortbildung weniger als 6 Jahre (+) dauert?

Arrhythmie
25.07.2017, 08:30
Doch tatsächlich hatte er zwischendurch mal `ne Freundin. Ja, war <6 J.

Naja, das ist dann halt ein "Partner-finden"-Problem, so wie es Tausend andere auch haben... Die einen mit Job, die anderen ohne, die nächsten im Studium, manche mit Doppelbelastung und wiederum andere sogar mit Anhang.
Nächste Frage: Was bringt es Dir, hier Leute zu finden die sich auch im Zweitstudium befinden und Single sind? Also, klar, Austausch, aber am Ende wirkst es eher so, als hättest Du sowieso Deine ganz eigenen Ansichten warum es bei Dir nicht klappt.

Tausend Leute haben auch wenig Zeit und müssen viel Arbeiten und haben ja trotzdem irgendwann einen Partner gefunden... Viele zumindest. Und ob das dann als Assistenzarzt so viel doller ist mit "Zeit haben" wage ich mal zu bezweifeln.

R4nd0m
25.07.2017, 08:36
Weiterhin vermute ich, dass Dein Bekannter für die Fortbildung während seiner Vollzeitbeschäftigung nicht auf 70% seines Gehalts verzichtet?

Meine Erfahrung ist, dass monatliche Einnahmen um die Armutsgrenze herum in Kombination mit Aussicht auf jahrelangem Verbleib in dieser Situation nicht unbedingt Attraktivitätssteigernd wirkt, insbesondere in meiner Altersklasse.

Das war übrigens auch der maßgebliche Grund, warum sich meine langjährige Partnerin verabschiedet hat.

R4nd0m
25.07.2017, 08:45
Ich will "hier" übrigens keine Leute finden, die Single & im Zweitstudium sind ;-)

Interessant wären Leute, die Single waren, wenig Geld verdienen und während des Studiums eine Familie gegründet haben.
Eben diese Kombination scheint wohl nicht allzu häufig zu sein...

Mit Mitte / Ende 40 eine Familie zu gründen würde ich übrigens, wie schon häufiger erwähnt, für unverantwortlich gegenüber dem "Nachwuchs" halten. Aber das ist wohl nochmal ein eigenes Thema.

Arrhythmie
25.07.2017, 08:45
Meine Erfahrung ist, dass monatliche Einnahmen um die Armutsgrenze herum in Kombination mit Aussicht auf jahrelangem Verbleib in dieser Situation nicht unbedingt Attraktivitätssteigernd wirkt, insbesondere in meiner Altersklasse.

Das war übrigens auch der maßgebliche Grund, warum sich meine langjährige Partnerin verabschiedet hat.


Mein Erfahrung -vielmehr mein Eindruck- ist, dass es vor allem nicht gerade einen attraktiven Eindruck macht, wenn man dieser Lage persönlich zu viel Bedeutung beimisst und das in Foren tot diskutiert oder sich permanent damit auseinander setzt. Das wirkt irgendwie "bedürftig"... Du hast Dir ja die Situation selber ausgesucht. Ebenso habe ich mir selber ausgesucht ein Zweitstudium zu machen. Niemand hat uns gezwungen. Wir wussten vorher schon, dass es Gegenwind etc. (Probleme jeglicher Art) geben wird. Trotzdem haben wir es gemacht.

Hast Du den Wunsch nach einem Zweitstudium nicht vorher mit Deiner Partnerin diskutiert? Ich habe das gemacht... Und mein Partner (damals noch nicht verheiratet) war alles andere als begeistert. Er hat mir davon abgeraten. Trotzdem sind wir mittlerweile verheiratet und kommen mit der Situation gut aus. Also im Endeffekt liegt das dann vielleicht auch eher an dem Partner, den man sich da ausgesucht hat, als an der Situation.

Wie auch immer - Jammern hilft ja nun auch nichts. Lern halt jemand Neues kennen. Es gibt viele Möglichkeiten...

Arrhythmie
25.07.2017, 08:49
Mit Mitte / Ende 40 eine Familie zu gründen würde ich übrigens, wie schon häufiger erwähnt, für unverantwortlich gegenüber dem "Nachwuchs" halten. Aber das ist wohl nochmal ein eigenes Thema.


Bei einem Mann finde ich um die 40 rum jetzt nicht so "dramatisch" um mit der Familiengründung zu starten. Klar, früh ist das nicht, aber es ist deutlich weniger problematisch als bei uns weiblichen Wesen...

R4nd0m
25.07.2017, 09:22
Dass das Thema für mich wichtig ist, ist wohl keinem Lesenden entgangen.
Da sich hier keine direkt Betroffenen melden, ist das Thema wohl tatsächlich totdiskutiert.

Mein initialer Eindruck wurde leider nicht entkräftet. Deinen Eindruck, dass mutmaßliche Bedürftigkeit für das "starke Geschlecht" tendenziell eher abstoßend wirkt, teile ich indes.

*milkakuh*
25.07.2017, 09:37
Meine Erfahrung ist, dass monatliche Einnahmen um die Armutsgrenze herum in Kombination mit Aussicht auf jahrelangem Verbleib in dieser Situation nicht unbedingt Attraktivitätssteigernd wirkt, insbesondere in meiner Altersklasse. Das war übrigens auch der maßgebliche Grund, warum sich meine langjährige Partnerin verabschiedet hat.Gerade bei einer langjährigen Partnerschaft sollte man so weitreichende Entscheidungen wie ein Zweitstudium zusammen treffen. Hat ja doch weitreichende Folgen für die Zukunft. Wenn der Lebensplan nicht zusammenpasst muss man dann halt leider getrennte Wege gehen. Letztendlich muss man im Leben immer wieder Entscheidungen treffen, die sich günstig oder negativ auf Familie und Karriere auswirken. Die Kunst ist es, beides geschickt miteinander zu kombinieren und im Zweifel auch Kompromisse einzugehen. Mir wäre mittlerweile ein Zweitstudium Medizin nicht mehr wert und selbst 7 Jahre Wartezeit bis zur Zulassung hätte ich mittlerweile aufgegeben. In den letzten 10 Jahren sind mir Familie und Privatleben viel zu wichtig geworden, um z.B. zugunsten des Berufs auf Kinder zu verzichten. Bestimmt kann man auch mit einem Zweitstudium noch Kinder bekommen aber dann wird eben vieles doch schwieriger.

R4nd0m
25.07.2017, 09:51
Den Aspekt der "gemeinsamen Entscheidung" sehe ich genauso.
In meinem Fall wurde ich bis zuletzt in dem Glauben belassen, dass sich die Entscheidung nicht negativ auf meine Beziehung auswirken wird. Mit dem letzten Gehalt war dann ganz schnell "Feierabend"...

Bis jetzt bereue ich meine Entscheidung nicht und, wie von Euch netterweise schon häufiger erwähnt, ist wohl noch ausreichend Zeit, jemand "Neues" zu finden.