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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Berufsgruppen verdienen besser als ein Arzt?



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LasseReinböng
31.07.2017, 20:18
In der Wirtschaft ist vieles möglich. Man kann sich im Callcenter hochtelefonieren oder mit MBA und Gelfrisur mit absurdem Gehalt einsteigen, wenn Zeit, Ort und Branche stimmen.
Neidisch bin ich nicht. Im KH komme ich auch ohne Gelfrisur und 1000-Watt-Haifischlachen an.

OhDaeSu
31.07.2017, 21:04
Ahja das Narrativ des dampfplaudernden Anzugträgers, der durch Ellenbogen und Aufschneiderei das große Geld macht. Wach mal aus deiner Traumwelt auf.

Kackbratze
31.07.2017, 22:04
Ja, alles Schweine!

Echinococcus
01.08.2017, 07:31
Was geht denn zur Zeit mit den ganzen Trollen hier ab? Naja, Sommerferien eben.

Wenn man einfach mal bei Stepstone schaut findet man heraus, dass Ärzte beim Gehalt immer vorne mitspielen. Ingenieure und Juristen sind ungefähr auf dem gleichen Niveau, die haben auch etwas anspruchsvolles gelernt und verdienen die Knete genauso.
Diese wahnwitzigen Einstiegsgehälter in einigen Branchen von denen berichtet wird sind Einzelfälle, für jeden BWLer oder Ingenieur der mit 60-70k anfängt dümpeln 10 bei 35-40k rum. Statistiken zeichnen da ein ganz gutes Bild, denke ich. Nur Zuhälter und Drogenschieber tauchen da nicht auf, die Karrieren kann man sich als Alternative ja auch noch offenhalten.

Ich hätte auch auf einer anderen Assistenzarztstelle im Privaten Sektor auch noch einiges mehr verdienen können (der Vertrag lag schon zuhause), war mir aber recht sicher, dass mir das für die Karriere nicht gutgetan hätte und bin lieber erstmal an die Uni gegangen, und hab selbst dort an meinem Institut schon sehr schnell ne Laborleiterfunktion mit Personalverantwortung bekommen.

Wie das bei jedem dann individuell im Gehaltsverlauf aussieht, hängt von Glück, Einsatzbereitschaft und natürlich FA - Ausrichtung ab. Dazu kommt später die große Frage, ob man sich nun selbstständig macht oder nicht. Mit 5 Jahren Berufserfahrung geht die Gehaltszange in allen Branchen so weit auseinander, dass man eh keine allgemeingültigen Aussagen mehr treffen kann.

Ich weiß auch, dass ich mit dem FA in meiner Richtung dann sehr ordentlich verdienen werde und das alles bei ordentlicher Work/Life Balance. Mehr will ich gar nicht. Und mehr als das was ich dann bekommen werde BRAUCHE ich auch garantiert nicht. Da nur der Job hoffentlich weiterhin Spaß macht (und an meinem Chefarzt sehe ich, dass das bis ins hohe Alter möglich ist), muss ich auch nicht die 5 Millionen bis ich 50 bin angespart haben.
Das sind sowieso alles Gehaltssphären, ja auch schon als Assistenzarzt, die für den Großteil der Deutschen Bevölkerung einfach unerreichbar sind und da muss man dann nicht über 5k mehr oder weniger im Jahr diskutieren. Meine Freunde mit Laborantenausbildung würden mir eine runterhauen, wenn ich mich über mein Gehalt aufregen würde, und selbst die studierten, ja auch WiWis und Ingenieure, verdienen derzeit nicht mehr als ich. Wenn es so wäre, würde es mich aber auch nicht jucken, weil ich n ziemlich geiles Leben habe, dass ich mir so auch durch meine Arbeit finanzieren kann.

Und letztendlich, Arzt nur des Geldes wegen werden ist ziemlich dämlich, da gibt es für die talentierten wirklich effektivere Methoden. Aber hey. man kann auch durch die Approbation bei McKinsey anfangen, ist für gewisse Leute also alles noch offen.


Ahja das Narrativ des dampfplaudernden Anzugträgers, der durch Ellenbogen und Aufschneiderei das große Geld macht. Wach mal aus deiner Traumwelt auf.

Achja, du wieder. Das Thema ist aber gar nicht so abwegig, sollte auch besprochen werden in dem Zusammenhang. Ich z.B. hasse alles an dieser aufgesetzten, wie soll ich sagen, Business Welt?
In der Hinsicht ist Medizin natürlich der geilste Shice für mich, denn das ist die einzige Möglichkeit (mit Ausnahme Lude, natürlich) bei dem ich mich für ne leitende Position und richtig gute Bezahlung nicht verstellen muss. Ich trage keinen Anzug, kann meinem Stil treubleiben oder trage gelegentlich weiß und muss keine Deals mit Leuten abschließen, die ich eigentlich nur zum Kotzen finde.

In jeder anderen Branche müsste ich mich verstellen, hier kann ich das so durchziehen, wie ich das will und werde trotzdem respektiert.

Kackbratze
01.08.2017, 09:24
Als Arzt in Leitungsposition wirst Du zwischen Kollegen, Krankenhausleitung und Krankenkassen bei Budgetverhandlungen auch aufgerieben. Die Frage ist doch, wie hoch hinaus woll ich wirklich?

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01.08.2017, 12:25
Besonders in dem zweiten Teil von Echinococcus Post finde ich mich voll wieder. So wahr :-)

milz
01.08.2017, 17:09
Medizin ist trotz allem das geilste Fach.

OhDaeSu
01.08.2017, 17:18
Diese wahnwitzigen Einstiegsgehälter in einigen Branchen von denen berichtet wird sind Einzelfälle, für jeden BWLer oder Ingenieur der mit 60-70k

60-70k sind nicht wahnwitzig. Hatten wir schon die Diskussion, da hast du mir nicht glauben wollen, dass man auch mit 100k einsteigen kann.


Das sind sowieso alles Gehaltssphären, ja auch schon als Assistenzarzt, die für den Großteil der Deutschen Bevölkerung einfach unerreichbar sind und da muss man dann nicht über 5k mehr oder weniger im Jahr diskutieren.

Was ist das denn für ein Argument? Der Großteil der Bevölkerung ist doch kein Maßstab. Fahr mal ne Runde mit der U-Bahn, ich könnte es nicht ertragen, wenn ich am Monatsende lediglich so viel hätte wie die meisten der Mitfahrer. Sry, aber da würd ich lieber ALG empfangen und schwarz arbeiten.


Ich trage keinen Anzug, kann meinem Stil treubleiben oder trage gelegentlich weiß und muss keine Deals mit Leuten abschließen, die ich eigentlich nur zum Kotzen finde.

Hättest du als Informatiker auch tun können. Ich kann auch nicht nachvollziehen, was an gepflegter Kleidung so schrecklich sein soll.


Aber hey. man kann auch durch die Approbation bei McKinsey anfangen, ist für gewisse Leute also alles noch offen.

Ich habe ein Praktikum bei BCG, dem Konkurrenten von McK, gemacht und ja, genau da sehe ich mich. Man wird (auch als Student) für seiner Arbeit wert geschätzt. Man muss halt performen, aber braucht sich kein Zimmer mit Krethi und Plethi teilen, und der Schwester in den Arsch kriechen, damit sie ihren Job macht. Du willst irgendwas recherchiert haben, sagst es dem Backoffice und morgen liegt es auf dem Tisch. Du willst irgendwohin, wird für dich gebucht und bezahlt. Und das beste ist das Resultat des relativ harten Auswahlprozesses: Deine Kollegen sind clever, fleißig und können sich halbwegs artikulieren.

Finds übrigens bezeichnend, dass du nicht müde wirst, von deiner Arbeit und dem Verdienst zu schwärmen, es aber nie über dich bringst eine konkrete Zahl zu benennen. Kannst ja mal auf glassdoor schauen, was man beim Einstieg bei MBB verdient.

Feuerblick
01.08.2017, 17:32
Na, dann ist doch alles prima. Du hast offenbar dein Ziel vor Augen und wirst damit glücklich und bestimmt ganz toll "performen" und daher super viel Kohle machen.
Dann akzeptiere aber auch, dass andere mit deinem Lebensentwurf nicht glücklich werden würden, den Job als Arzt vielleicht wirklich mögen (übrigens muss man niemandem in den Allerwertesten kriechen, wenn man sich halbwegs vernünftig zu benehmen weiß, nicht vom ersten Tag an das überhebliche A**** raushängen lässt und einfach nett zu den Menschen um einen herum ist... aber gut, das kannst du ja nicht wissen...) und mit ihrem Gehalt zufrieden sind. Welches man übrigens mit ein bisschen Googeln herausfinden kann.
Wie kann man nur so großkotzig sein?

OhDaeSu
01.08.2017, 17:36
Welches man übrigens mit ein bisschen Googeln herausfinden kann.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das tarifliche Gehalt als "richtig gute Bezahlung" bezeichnet.


Wie kann man nur so großkotzig sein?

Teile der Antwort könnten dich verunsichern.

Feuerblick
01.08.2017, 17:38
Nee, ich glaube nicht, dass meine Einschätzung von deiner Person noch durch irgendwas verschlechtert werden könnte. :-))

Geh in deinen Geldspeicher spielen und lass normale Menschen in Ruhe!

OhDaeSu
01.08.2017, 17:48
Bist du eigentlich in der Lage Antworten mit Bezug zum Thema zu verfassen, oder geht deine ganze Energie für unlustige Sprüche drauf?


Nee, ich glaube nicht, dass meine Einschätzung von deiner Person noch durch irgendwas verschlechtert werden könnte.

Na dann: Ich gehörte in beiden schriftlichen Examen zu den besten 5% meines Jahrgangs und es pisst mich maßlos an, dass a) jeder Depp das gleiche bekommen soll wie ich und b) ich mir mit vergleichbaren Leistungen in anderen Fächern den Arsch vergolden lassen könnte. Leider sagt dir das so explizit niemand vor dem Studium. Daher finde ich hier deutliche Worte. Reine Nächstenliebe also.

Feuerblick
01.08.2017, 17:56
Japp, genauso hab ich dich eingeschätzt. Herzchen wie dich gibts in jedem Jahrgang. Halten sich für was Besseres, weil sie stupides Kreuzen einfach so richtig gut drauf hatten. Mein vollster Respekt! Ich finde es gut, dass du nach Höherem strebst, denn so jemanden möchte man wirklich nicht auf Patienten loslassen.
Wünsche dir viel Erfolg in deinem Leben - ehrlich! Und komm bitte nie auf die Idee, doch irgendwann Arzt spielen zu wollen! Das ist nämlich mehr als MC-Fragen und Lehrbuchwissen. Aber das verstehst du vermutlich nicht.

Btw: Von mir aus gerne zurück zum Thema. Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der sich selbst weniger toll findet und was beizutragen hat. Auch wenns vielleicht nicht deinen Beifall findet.

mary-09
01.08.2017, 18:01
Na dann: Ich gehörte in beiden schriftlichen Examen zu den besten 5% meines Jahrgangs und es pisst mich maßlos an, dass a) jeder Depp das gleiche bekommen soll wie ich und b) ich mir mit vergleichbaren Leistungen in anderen Fächern den Arsch vergolden lassen könnte. Leider sagt dir das so explizit niemand vor dem Studium.

Du hast Probleme....was ist DAS denn bitte für eine Einstellung? Ekelhaft großkotzig und Kommilitonen, die im Examen nicht zu den besten 5% gehörten sind "Deppen"? Na dicken Dank auch, bin ich dann wohl auch einer. Du hast wohl wirklich das falsche Fach studiert, denn mit der Einstellung wirst du in dem Beruf sehr wahrscheinlich nie glücklich werden.

OhDaeSu
01.08.2017, 18:07
Halten sich für was Besseres, weil sie stupides Kreuzen einfach so richtig gut drauf hatten.

Für besser, nicht für was Besseres. Der Beitrag hätte übrigens 1:1 von einem frustrierten Wartezeitler kommen können, der darüber herzieht wie unsozial, ungeeigent und inkompetent die ganzen 1,0er doch sind. Denn neueste Forschungen haben ergeben: Nur schlechte Leistungen sind Garant für Empathie und echte Intelligenz. Muss man wissen.


Kommilitonen, die im Examen nicht zu den besten 5% gehörten sind "Deppen"? Na dicken Dank auch, bin ich dann wohl auch einer.

Kann ich nicht einschätzen, im Lesen bist du auf jeden Fall nicht so bombe. Habe nirgendwo geschrieben, dass jeder mit Prozentrang<95 für mich ein Depp ist.


Du hast wohl wirklich das falsche Fach studiert, denn mit der Einstellung wirst du in dem Beruf sehr wahrscheinlich nie glücklich werden.

Das Fach ist gut, nur die Umsetzung im Beruf sagt mir momentan nicht zu.

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01.08.2017, 18:07
Wenn dir erst jetzt klar wird, dass Staatsexamina Ergebnisse nix mit deiner Performance/Wertschätzung und dem Gehalt zu tun haben werden, dann kann ich deine Frustration verstehen.
Fakt bleibt:
Als Absolvent/Frischapprobierte sind alle, examensnotenunabhängig, mehr oder minder gleich (un)fähig. Die weitere Qualifikation (und konsekutiv die Entlohnung) wird erst "im Gefecht" erworben. Das nennt sich Facharztausbildung.

Und entschuldige, wenn ich das so sage:
Mit dem Erreichen von hohen Prozenträngen beim IMPP hast du in der Welt der Medizin NIX geleistet.

Feuerblick
01.08.2017, 18:15
Für besser, nicht für was Besseres. Der Beitrag hätte übrigens 1:1 von einem frustrierten Wartezeitler kommen können, der darüber herzieht wie unsozial, ungeeigent und inkompetent die ganzen 1,0er doch sind. Denn neueste Forschungen haben ergeben: Nur schlechte Leistungen sind Garant für Empathie und echte Intelligenz. Muss man wissen.

Dass man im Examen besser ist, bedeutet noch lange nicht, dass man im Job besser ist. Solche Jungärzte wie dich hab ich kommen und vor allem auch wieder gehen sehen. Überfordert, von einem Fehler in den nächsten stolpernd, unbeliebt. Und vor allem: Nicht in der Lage, von anderen einen Rat oder Hilfe anzunehmen, weil die ja SCHLECHTER waren im Examen. Nur gute Leistungen in MC-Examina sind ein Garant, dass ein guter Arzt draus wird - muss man auch wissen :-))

Mit mir unwürdigem, unlustigem Wesen musst du übrigens nicht weiter diskutieren. Ich hab noch was Besseres mit meinem Abend vor. ;-)

OhDaeSu
01.08.2017, 18:20
Und entschuldige, wenn ich das so sage: Mit dem Erreichen von hohen Prozenträngen beim IMPP hast du in der Welt der Medizin NIX geleistet.

Kein Problem, da stimme ich dir zu. Darum geht es aber nicht. Auch wenn du ein Jura-Studium mit doppel-gut oder deinen Informatik Master mit <1,5 abschließt, hast du in der Welt der Rechtswissenschaften oder der Informatik "nix geleistet". Aber du hast bewiesen, dass du in Bezug auf kognitive Fähigkeiten, Selbstdisziplin und Einsatz bereits vielversprechende Leistungen gezeigt hast, die einen gute (wenn auch nicht ideale) Prognose über deine Performance im Berufsleben darstellen. Das wiederum schlägt sich in der Wertschätzung (welche/s Material, Räumlichkeiten, Atmosphäre, Assistenz) und eben der Bezahlung nieder.


und vor allem auch wieder gehen sehen

Das wundert mich nicht.

Evil
01.08.2017, 18:37
Aber du hast bewiesen, dass du in Bezug auf kognitive Fähigkeiten, Selbstdisziplin und Einsatz bereits vielversprechende Leistungen gezeigt hast, die einen gute (wenn auch nicht ideale) Prognose über deine Performance im Berufsleben darstellen.
Das ist so nicht korrekt. Gute oder sehr gute Examensnoten belegen, daß Du gut oder sehr gut Wissen reproduzieren kannst. Ob das durch Inselbegabung, bloßen Fleiß oder geschickt eingesetzte Kombinationsgabe erreicht wird, ist nicht ersichtlich.
Ferner ist mir keine Statistik über die Korrelation zwischen Examensnoten und Berufserfolg bekannt, sondern nur die Korrelation zwischen Abiturnote und Studienerfolg. Hast du da Belege zur Hand?

Feuerblick
01.08.2017, 18:41
Mit "und wieder gehen sehen" meinte ich nicht, dass sie freiwillig gegangen sind, weil sie sich zu Höherem berufen fühlten. Sie "wurden gegangen" wegen erwiesener praktischer Unfähigkeit :-))