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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist es rassistisch...



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Dr.Oetker
20.10.2017, 18:47
Ach, ich würde gerne überhaupt nicht mehr am Patienten arbeiten. Aber Leitlinien erarbeiten, z.B. durch Metaanalyse von Studiendaten, das wäre vielleicht tatsächlich was. Nur wer macht sowas und was brauche ich dafür?
So, jetzt ist aber gut. Freitag Abend frei, das muss ich nutzen :-) Bis dann!

Feuerblick
20.10.2017, 19:16
Nun... es gibt da ja so ne Organisation, die Leitlinien für alle Fachbereiche erarbeitet bzw. bearbeitet und veröffentlicht. Die machen genau das, was du gerne machen würdest. Hab vor kurzem noch die Chefin bei einem Vortrag erlebt. Sitzt in Marburg. Schau doch mal auf deren Seite.
Wenn man einen Job außerhalb der Klinik sucht, dann muss man kreativ sein und auch mal einfach dort anfragen, wo man vielleicht gerne mitarbeiten würde. Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen.

WackenDoc
20.10.2017, 19:22
Bei jeder Leitlinie steht doch dabei, welche Fachgesellschaften und welche Experten daran beteiligt waren. Wenn dich der Job wirklich interessiert, dann nimm doch Kontakt auf.

Evil
20.10.2017, 21:41
Mal abgesehen davon, dass Hep C ohnehin viel gefährlicher ist als HIV
Solche Aussagen und dann legst Du angeblich großen Wert auf Evidenve based medicine? Und dann auch noch andere der Großkotzigkeit beschuldigen?

*facepalm*

Dr.Oetker
21.10.2017, 10:06
Solche Aussagen und dann legst Du angeblich großen Wert auf Evidenve based medicine? Und dann auch noch andere der Großkotzigkeit beschuldigen?

*facepalm*

Ach Evilschen, vielleicht hast ja auch Du schonmal gehört, dass das Hepatitis-Virus ein umhülltes Virus ist und dadurch ungleich stabiler ist als das hüllenlose HIV, d.h. Du kannst Dich mit Hepatitis auch noch nach Tagen an einer kontaminierten Nadel verletzen, z.B. beim Leeren des Abwurfs (soll ja immernoch Häuser geben, in denen die Abwurfbox ausgeleert wird, anstatt komplett entsorgt). HIV ist nach wenigen Sekunden an der Luft inaktiv. Ganz abgesehen davon, dass die HepC-Prävalenz in Deutschland um ein Vielfaches höher ist als die von HIV.
Wieder was gelernt, was?

Evil
21.10.2017, 10:37
Deine Überheblichkeit ändert nichts daran, daß Deine obige Aussage trotzdem unpräzise bis falsch ist da grob vereinfachend ist.
Zunächst mal ist Überlebensfähigkeit und Dauer der Kontagiosität nur ein Aspekt, aber sicherlich nicht maßgeblich für die Gefährlichkeit. Wie definierst Du Gefährlichkeit?
Nach Therapiemöglichkeiten betrachtet ist Hep sogar heilbar, im Gegensatz zu HIV. Andererseits ist ist die Übertragungsrate bei vergleichbarem Verletzungsmechanismus für Hep C höher. Aber was ist jetzt Gefährlichkeit?

Für Evidence based medicine werden präzise und nachprüfbare Formulierungen benötigt, und nicht so was, was Du hier postest. Hast Du es jetzt verstanden?
Wenn nicht, dann heul weiter.

Dr.Oetker
21.10.2017, 11:03
Da es in diesem Thread um die Gefahr einer Infektion während einer Operation geht ist die "Gefährlichkeit" hier doch eigentlich klar definiert? Dachte ich zumindest.
Infizieren will man sich wohl mit beidem auf gar keinen Fall.

/Edit:
Um die Wogen etwas zu glätten: Meine Formulierung war natürlich zweideutig. Ich meinte selbstverständlich das Risiko einer Infektion.

hipo
23.10.2017, 18:08
kommt mir irgendwie bekannt vor https://www.medi-learn.de/foren/archive/index.php/t-59807.html

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01.11.2017, 21:40
Ach Evilschen, vielleicht hast ja auch Du schonmal gehört, dass das Hepatitis-Virus ein umhülltes Virus ist und dadurch ungleich stabiler ist als das hüllenlose HIV, d.h. Du kannst Dich mit Hepatitis auch noch nach Tagen an einer kontaminierten Nadel verletzen, z.B. beim Leeren des Abwurfs (soll ja immernoch Häuser geben, in denen die Abwurfbox ausgeleert wird, anstatt komplett entsorgt). HIV ist nach wenigen Sekunden an der Luft inaktiv. Ganz abgesehen davon, dass die HepC-Prävalenz in Deutschland um ein Vielfaches höher ist als die von HIV.
Wieder was gelernt, was?

Hep.-C- und HI-Virus sind behüllt. Gerade die Hülle bzw. die Hüll-Proteine und deren Variabilität beim HI-Virus sind Adressaten einiger neuer Virustatika bzw. Gegenstand intensiver Forschung.
Zuvor schriebst du auch, dass behüllte Viren umweltstabiler seien. Dies ist eher nicht der Fall, einfache Detergentien können eine Lipidhülle bspw. schnell „zerlegen“, unbehüllte Viren sind oft resistenter gg. Unwelteinflüsse....

Autolyse
02.11.2017, 19:03
Ach, ich würde gerne überhaupt nicht mehr am Patienten arbeiten. Aber Leitlinien erarbeiten, z.B. durch Metaanalyse von Studiendaten, das wäre vielleicht tatsächlich was. Nur wer macht sowas und was brauche ich dafür?
So, jetzt ist aber gut. Freitag Abend frei, das muss ich nutzen :-) Bis dann!
Das dürfte nicht deinem Anforderungsprofil entsprechen. Unkreativer und stupider geht es kaum.
Die Hauptarbeit besteht darin die Suchergebnisse anhand der exakten Kriterien des Review-Protokolls durchzugehen und die dort festgehaltenen Kriterien abzuarbeiten. Je nach Suchstrategie können das schon einmal mehrere tausend Einträge sein. Das macht man einmal für das Titelscreening, danach nochmal für das Abstract-Screeninung dann nochmal für die Volltextanalyse. Dazwischen darf man sich über die Auslegung der Kriterien streiten, wenn man mit dem/den anderen einen Dissens hat.
Die Arbeit mit den Datenbanken und deren unterschiedlichen Anforderungen an die Syntax sowie noch viel mehr die statistische Synthese sind so komplex geworden, dass man sich nicht mal eben darin einarbeiten kann. Schlechte Meta-Analysen (I² nicht signifikant, daher Fixed-Effects; DerSimonian-Laird-Modell, auch wenn andere viel geeigneter wären und Funnel-Plot egal ob die Daten passen oder nicht) braucht kein Mensch.

davo
03.11.2017, 09:11
Falls es jemanden interessiert:

"In einer klinischen Untersuchung lag der Anteil unbenutzter perforierter Latexhandschuhe bei 1%, bei den benutzten Handschuhen waren 8% perforiert (oft Mikroläsionen). Generell steigt die Zahl an (Mikro-)Perforationen mit der Tragedauer, der Anzahl ausgeübter Tätigkeiten und vor allem mit der Anzahl an notfallmedizinschen Tätigkeiten an (Hansen et al. 1998). Besonders bei operativen Eingriffen ist die Gefahr von Perforationen der Handschuhe groß. Deshalb wird dort auch, insbesondere bei Eingriffen mit hohem Verletzungsrisiko, als Arbeitsschutzmaßnahme das »double gloving« empfohlen, das Tragen von 2 Paar Handschuhen übereinander."

Quelle: Daschner et al., Praktische Krankenhaushygiene und Umweltschutz, Springer, 3. Aufl. 2006, S. 312.

Nur ein Paar Handschuhe zu tragen halte ich deshalb bei Operationen für sorglos, völlig egal wer der Patient ist.