Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychiatrie vs Radiologie
SineNomine
14.12.2017, 11:45
Right. Mit dem Argument ergreifst Du besser gar keinen Beruf.
Eigentlich könnten OP-Roboter zukünftig ja Routineeingriffe selbst machen und werden vom Operateur vom Home Office zu hause gesteuert, Psychotherapie läuft dann in videochats, radiologie wird in Indien beurteilt etcetc.
In den meisten medizinischen Fachgebieten werden händeringend insbesondere Ärzte ohne Migrationshintergrund gesucht. Geburtsort Deutschland reicht mancherorts ohne Vorstellungsgespräch für einen Arbeitsvertrag. Und hier les ich seitenlange Diskussionen drüber, wie unnötig die Ärzte doch hier und dort jetzt werden... also man kanns glaub echt auch übertreiben ;)
Right. Mit dem Argument ergreifst Du besser gar keinen Beruf.
Falls du mich meinst: Ich hab schon einen. Arbeite zwar auch mit Video, aber nur im Direktkontakt zur Evaluation meiner Arbeit.
SineNomine
14.12.2017, 12:23
Falls du mich meinst: Ich hab schon einen. Arbeite zwar auch mit Video, aber nur im Direktkontakt zur Evaluation meiner Arbeit.
Das war auch mehr metaphorisch zu verstehen. Den Beruf mit 100% sicherer Zukunftsperspektive gibts eigentlich kaum.
roxolana
14.12.2017, 12:27
Ich denke, als Bestatter ist man relativ sicher. Gestorben wird immer... :-oopss
SineNomine
14.12.2017, 13:02
hehe ^^
Right. Mit dem Argument ergreifst Du besser gar keinen Beruf.
Eigentlich könnten OP-Roboter zukünftig ja Routineeingriffe selbst machen und werden vom Operateur vom Home Office zu hause gesteuert, Psychotherapie läuft dann in videochats, radiologie wird in Indien beurteilt etcetc.
Zumindest meine Message war, daß der Beruf hier "sicher" ist, denn es wird nicht nur 100% gestorben, sondern auch erkrankt. Man sollte eben nicht diesen Automatisationsgläubigen auf den Leim gehen, das dient nämlich nur dazu, Lohnforderungen zu drücken wie vor 100 Jahren in der Industrie. Von "Robodoc" redet auch keiner mehr, und wenn, dann nicht positiv.
Das Beispiel mit dem Videochat sollte eigentlich illustrieren, daß den Krankenkassen im Verbund mit Klinikkonzernen eben jedes Mittel recht ist, damit das so bleibt. Anstatt dafür zu sorgen, daß die Rahmenbedingungen sich derart ändern, daß Patienten ohne massive Wartezeiten Zugang zu deutschsprachigen Ärzten "live" bekommen, investiert man lieber in solche Sachen. Dann glaubt der Patient zumindest, er bekäme eine ganz tolle Gegenleistung für seinen Kassenzwangsbeitrag. Farbe muß dann bekannt werden, wenn das Rezept oder die Krankschreibung in der Videosprechstunde per screenshot ausgestellt werden soll und dann auch nur nicht-ärztliches Personal vor der Kamera agiert.
Wie anderswo ausgeführt, gibt es hierzulande vielleicht 5-10 EUR für ein Röntgenbild, was noch nicht mal die Technikkosten deckt. Vietnamesische Radiologen werden sich ganz sicher darum reißen, für 30 -50 cent einen teleradiolgischen Befund machen zu dürfen, wenn es in Hanoi auch für 20 Dollar cash geht, oder die Briten oder Australier noch mehr zahlen...
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