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tiw28
02.04.2018, 19:55
Warum muss das hier eigentlich schon wieder so persönlich werden?

Hierzu kommt es regelhaft wenn OhDaeSu (https://www.medi-learn.de/foren/member.php?223346-OhDaeSu) mitdiskutieren

EVT
19.06.2018, 14:23
Ich könnte freiwillig mehr in die Ärzteversorgung (W-L) einzahlen. Macht das jemand von euch? Was haltet ihr davon? Mein Vater hat das immer gemacht.

tarumo
27.06.2018, 20:34
Ich könnte freiwillig mehr in die Ärzteversorgung (W-L) einzahlen. Macht das jemand von euch? Was haltet ihr davon? Mein Vater hat das immer gemacht.

Die Sache ist ein wenig komplexer. Es hängt unter anderem auch an Deinem Geschlecht und ob Du in der GKV Mitglied bist, z.B.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/147287/Aerzteversorgung-Vor-allem-Aerztinnen-benachteiligt

Der Grundtenor ist, daß es (heutzutage!) nicht mehr lukrativ ist, in die Ärzteversorgung mehr einzuzahlen, als man muß.

Zum einen hast Du das "Klumpenrisiko", d.h. wenn Dir (vereinfacht gesagt), die ÄV mal einen netten Brief schreibt, daß man viel Geld bedauerlicherweise in griechische oder venezolanische Staatsanleihen gesteckt hat, die sich dummerweise nicht so entwickelt haben wie gedacht und leiderleider deswegen die Rente nicht so ausfällt wie geplant- dann ist das Geld futsch. Du hast null Kontrolle und Einfluß. Zweitens stehen (vorsichtig formuliert) diese ganzen Körperschaften nicht im Ruf, sparsam zu wirtschaften und die besten Experten zu beschäftigen. Vergleiche mal "Deine" ÄV-Performance mit einem angelsächsischen Pensionsfonds...
Drittens ist die ÄV zwar nicht umlagebasiert, steckt aber wie die DRV in der Demographiefalle, dazu kommt ein großes Einnahmeproblem durch Nullzins usw., dann wird die bis in die 80er und 90er Jahren "Goldgrube"- Einzelpraxis in großem Stil abgelöst durch MVZ-Teilzeitangestellte mit semiprekären Arbeitsverträgen usw...

Für die Entwicklung einer sicheren und hoch renditeträchtigen Anlageform würde man vermutlich den Nobelpreis bekommen...

Falls Du in der GKV bist, wirst Du später als freiwilliges Mitglied geführt und man wird die Hand mit (derzeit) 15% aufhalten, was Du so an Renten usw. bekommst, und zwar von Dir alleine zu tragen. Um also keinen Verlust zu machen, mußt Du also mehr als 15 % erzielen, was kaum zu bewerkstelligen ist. Oder in Dinge Geld stecken, wo die GKV als Nebenfinanzamt zumindest aktuell noch nicht absaugt.
Bist Du in der PKV, ist das natürlich anders.
Wenn Du selbst von zurückgelegtem Geld Fonds, Aktien, Metalle, Immobilien kaufst, kannst Du nach Herzenslust schalten und walten, sich von Verlustbringern trennen usw. Einzige Voraussetzung: ein wenig Zeit und Ahnung. Da man sich hier von "Experten", die zwar vermutlich keine müde Minute und Euro an eine separate Altersversorgung verschwendet haben, regelmäßig als korrupt oder gekauft usw. beschimpfen lassen muß, belasse ich es bei Tipps, wie man sich niederschwellig informieren kann, z.B. gratis in der Stadtbücherei Deines Vertrauens (wenn Du dem Internet nicht traust), gegen geringes Honorar bei der VZ oder höheres Honorar bei einem dafür dann auch unabhängigen Experten. Viele VHS bieten auch 1, 2x im Semester einen Kurs zu Anlagestrategien an. Das langt zumindest für einen groben Überblick.

PsychoFan
28.06.2018, 21:48
Na ja, 2000-3000 sollte man schon zurücklegen zusätzlich zur Ärzteversorgung.

FirebirdUSA
28.06.2018, 21:55
Na ja, 2000-3000 sollte man schon zurücklegen zusätzlich zur Ärzteversorgung.

Im Jahr? Im Monat? Als Anfänger oder FA? Finde die Aussage so schwierig

test
28.06.2018, 23:00
Pro Woche ;-)

Die Aspekte, die Tarumo erwähnt sind richtig. Also GKV oder PKV ust wichtig für Ärzteversorgung. Allerdings nur dann, wenn man unter der BEmessungsgrenze liegen sollte, was einige überschreiten dürften mit ihrer Versorgung.

Einen Punkt hat er aber nicht erwähnt. Die Einzahlungen in die Ärzteversorgung sind voll von der Steuer absetzbar. Das ist ein Vorteil, den diese Anlage gegenüber allen anderen hat. SElbst Rürup ist ja nicht voll absetzbar und da hat man meiner Einschätzung nach eine schlechtere Rendite als mit der Ärzteversorgung. Trotzdm muss auch klar sein, dass die Ärzteversorgung sich nur rentiert, wenn man auch alt wird. Wenn man früh stirbt, hat je nach Familiensituation niemand oder nur beschränkt jemand etwas davon (gibt ja Witwen und Waisenrente dann, aber abgespeckt). Ich habe schon gehört, dass Verbraucherzentralen oft raten (gerade Familien), so viel wie möglich einzuzahlen auch freiwillig.

Ich habe dieses Jahr mal auch freiwillig zugezahlt. Ist aber im Verhältnis zu meinen sonstigen Anlagen ein recht geringer Betrag.Wie immer im Leben ist es gut das Risiko zu streuen. ;-) Also Versorgungswerk, z.B. Aktien, ggf. Immobilie usw...

][truba][
30.06.2018, 09:48
Darf ich mal fragen, was euer Mindestwert beim Erwerben einer Position ist?
Aktie/EFT, egal. Steigt ihr da unter 2500/5000€ ein? Ist das ganz individuell?

dgy999
30.06.2018, 12:38
Da du trading Gebühren zahlen musst, gehe ich nie unter 1000 Euro pro Trade rein. Bin bei der Onvista Bank.

Aktien ist eigentlich ganz gut und hat den Vorteil dass man auch mal kleinere Summen investieren kann.

Bei Immobilien bin ich mir unsicher, ob die als Anlageobjekte noch als "günstig" anzusehen sind. Mit Wurde mal von nem Patienten seine Immobilien angeboten. War schon recht günstig. Nach langem Rechnen, noch immer zu teuer. Das eine Immobilie sich wirklich lohnt und auch findet, muss man lange suchen und dann muss Ales drumherum auch passen. Bei Immobilien muss man auch Rücklagen bilden etc. Gibt sehr viele Facebook Gruppen, die auch wirklich gute Tipps parat haben und wo man sich direkt austauschen kann. Dies gilt auch für Aktien.
Hier in Köln explodieren die Preise geradezu was Mieten und Immobilien angeht. Ich finde es einfach auch nur krass. Wohne aber auch nimmer in der Stadt.

Grüße

juke5489
30.06.2018, 13:42
[truba][;2059709']Darf ich mal fragen, was euer Mindestwert beim Erwerben einer Position ist?
Aktie/EFT, egal. Steigt ihr da unter 2500/5000€ ein? Ist das ganz individuell?

steige auch mit kleinen posten ein.
ich investier hauptsächlich in etfs, wenn die gerade einer meiner banken in der aktion gebührenfrei gekauft werden können, dann kaufe ich, wenn ich den zeitpunkt für richtig halte, auch kleinere portionen ab 500€.
wenn ich posten kaufe, für die gebühren anfallen, dann sollte die portion aber so groß sein, dass ich die prozentuale gebührenlast beim kauf möglichst weit drücken kann.

dgy999
30.06.2018, 14:22
Kann Juke in allen Punkten nur zustimmen.

test
30.06.2018, 17:42
Sarpläne gibt es teils auch ohne Gebühren. Nutze ich gerne.