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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #26
    Registrierter Benutzer Avatar von Lissminder
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    20.01.2014
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    766
    hat sich geändert.

    1) Der Nachweis der erforderlichen Sachkenntnis als sachkundige Person nach § 14 wird erbracht durch 1.
    die Approbation als Apotheker oder
    2.
    das Zeugnis über eine nach abgeschlossenem Hochschulstudium der Pharmazie, der Chemie, der Biologie, der Human- oder der Veterinärmedizin abgelegte Prüfung
    sowie eine mindestens zweijährige praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der qualitativen und quantitativen Analyse sowie sonstiger Qualitätsprüfungen von Arzneimitteln.
    (2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 muss der zuständigen Behörde nachgewiesen werden, dass das Hochschulstudium theoretischen und praktischen Unterricht in mindestens folgenden Grundfächern umfasst hat und hierin ausreichende Kenntnisse vorhanden sind:
    Experimentelle Physik
    Allgemeine und anorganische Chemie
    Organische Chemie
    Analytische Chemie
    Pharmazeutische Chemie
    Biochemie
    Physiologie
    Mikrobiologie
    Pharmakologie
    Pharmazeutische Technologie
    Toxikologie
    Pharmazeutische Biologie.
    Der theoretische und praktische Unterricht und die ausreichenden Kenntnisse können an einer Hochschule auch nach abgeschlossenem Hochschulstudium im Sinne des Absatzes 1 Nr. 2 erworben und durch Prüfung nachgewiesen werden.

    (3) Für die Herstellung und Prüfung von Blutzubereitungen, Sera menschlichen oder tierischen Ursprungs, Impfstoffen, Allergenen, Testsera und Testantigenen findet Absatz 2 keine Anwendung. An Stelle der praktischen Tätigkeit nach Absatz 1 muss eine mindestens dreijährige Tätigkeit auf dem Gebiet der medizinischen Serologie oder medizinischen Mikrobiologie nachgewiesen werden. Abweichend von Satz 2 müssen an Stelle der praktischen Tätigkeit nach Absatz 1

    -------------
    Trotzdem bleibt die Position vorerst Apothekern vorbehalten, so ist jedenfalls meine Erfahrung aus der Praxis.
    Vollzeit-PhiP



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  2. #27
    Registrierter Benutzer
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    05.07.2014
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    1.131
    Zitat Zitat von Minoo Beitrag anzeigen
    Ihr wisst ja gar nicht was für ein Gemischtwaren-laden auch die Pharmazuetiesche Industrie ist.

    In meinem PJ habe ich so viele Kollegen mit ganz anderem Hintergrund kennengelernt.
    Ua. PTA's, Bäcker, Kontitor, Ökotrophologe, Ingenieure. Gut ist es, wenn man wie der Apotheker Kenntnisse über QS also sowas wie den GMP-Gedanken kennt. Daher werden auch gerne Mitarbeiter aus der Lebensmittelindustrie genommen.
    Wenn man etwas wirklich will- bin ich der Meinung, dann findet man auch seinen Weg dorthin.
    Ein Studium gibt auch nur eine grobe Richtung. Abzweigungen kommen später

    Damit hätte ich jetzt auch gar nicht gerechnet,aber du wirst sicher Recht haben. Man denkt immer, dass es in der Industrie v.a. Apotheker gibt,was aber völliger Blödsinn ist, denn damit ein so großes Unternehmen fkt. braucht man natürlich auch andere Fachkräfte. Wo machst du das PJ und in welchem Bereich?



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  3. #28
    Registrierter Benutzer
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    16.01.2016
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    68
    Ich melde mich nochmal in diesem Thread zurück, weil ich mir mittlerweile einen eigenen Eindruck gemacht habe.
    Ich habe einfach mal ein 1-wöchiges Praktikum in einer öffentlichen Apotheke gemacht, allerdings ein wirklich großer Betrieb mit
    vielen angestellten Apothekern, PTAs und PKAs.

    Auffällig war, dass ausschließlich die PTAs für die Rezeptur zuständig sind, die Apotheker arbeiten ausschließlich an der Offizin/
    und erledigen den "Papierkram" (Dokumente unterschreiben, Rückrufe in der DAZ durchlesen und BTM-Rezepte bearbeiten).
    Ein Apotheker beantwortete mir die Frage, warum sein Anteil an praktischer Arbeit komplett bei 0 ist, damit, dass die Apotheke eine große sei und sich für die Rezeptur/Labor PTAs leisten kann. In kleineren Apotheken käme es aber durchaus noch vor, dass Apotheker selbst Hand anlegen.

    Lange Rede kurzer Sinn, nach dem Praktikum habe ich nun endgültig festgestellt, nicht in einer Apotheke arbeiten zu wollen.
    Nun erzählten mir die Apotheker sowie der Chef der Apotheke, dass man auch in anderen Bereichen arbeiten kann, solange man es wirklich will. Komisch, dass mir teilweise in Foren das Gegenteil gesagt wird (nur die allerbesten schaffen den Weg in Industrie/Forschung).

    Um mich selbst zu überzeugen, habe ich einfach mal nach Stellenangeboten für Apotheker gesucht. und siehe da, es gibt wirklich sämtliche Stellen für Apotheker in Krankenhäusern, bei Krankenkassen/Behörden und in der Industrie. Das macht mir natürlich Mut,
    fragt sich nur wieviele Bewerber es pro Stellen gibt.

    Dass sich durch Automatisierung/Internet -Supermarktapotheken die Bedeutung der öffentlichen Apotheke und damit auch vieler Apotheker auf lange Sicht verändern wird steht zweifellos fest. Frage ist nur, ob das Berufsbild des Apothekers langsam verschwinden oder sich verschieben wird.

    Deswegen würden mich eure Prognosen interessieren, begibt man sich als neuer Pharmazie Student auf ein sinkendes Schiff,
    oder kann ich die Suchergebnisse für Stellenangebote als Indiz dafür nehmen, dass der Weg in Industrie/Forschung/Krankenhaus
    auch in Zukunft existiert?



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  4. #29
    Registrierter Benutzer
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    Prognosen für die Zukunft sind natürlich immer schwierig. Ich denke bei Jobs muss man halt abwägen, was der jeweilige Beruf der "Menschheit" bieten hat und wo er vllt überflüssig ist/wird durch technische Innovation.

    Offizin

    Das Problem der Apotheker in der Offizin ist halt, dass sie wenig exklusiv zu bieten haben. Beratung kann theoretisch auch eine gut entwickelte interaktive Software übernehmen, oder auch via Telefon (Telepharmazie / Telemedizin). Rezeptur kann auch zentralisiert und via Versand erfolgen, was Qualität und Preis von Rezepturen auch sicher dienlich wäre. Logistisch werden Konzerne wie Amazon oder DocMorris sicher bald in der Lage sein, durchaus auch am gleichen Tag zu liefern (Packstation, Drohnen ...). Hieraus kann man ja nur schlussfolgern, dass es für Apotheker eher schwerer als leichter wird.
    Auch wenn man sich die aktuelle Presse anschaut und zwischen den Zeilen liest, heißt es ja de facto immer: Mehr Geld wird's nicht geben.
    Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch der aktuelle Prozess am EuGH zum Thema Rx-Boni-Verbot, Urteil im Herbst. Wenn der EuGH das Boni-Verbot kippt (gar nicht so unwahrscheinlich), dann gehen in DE für 1000e Apotheken sehr schnell die Lichter aus, denn DocMorris wird sich viele Chroniker schnappen (mit denen verdient die Apotheke letztlich das Geld).
    Letztlich sinkt durch Lagerautomaten, moderne Software und Filialisierung ja auch der Personalbedarf. Es gibt Apotheken die machen mit 2 Leuten 200 Kunden/d klar (da klingelt dann halt auch in den Filialen kein Telefon, und Rezepturen werden auch zentral gemacht).

    Industrie / Forschung

    Kann ich schwer abschätzen. Soweit ich weiß, ist der Personalbedarf in der Industrie relativ konstant, vllt auch moderat steigend. Bedenkt man die Verrentungswelle, gibt's hier sicher schon Chancen. Man muss sicher kein Überflieger sein (kenne genug Leute, die definitiv keine Überflieger sind und auch einen Platz gefunden haben), man sollte aber natürlich auch kein Minderleister sein. Aber ob jeder Job so toll in der Industrie / Forschung ist, weiß ich auch nicht - so total happy wirkt da auch nicht jeder - unter anderem wohl sehr ausgeprägter Konkurrenzkampf.



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  5. #30
    Emotionaler Fliegenpilz Avatar von Minoo
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    Kiel
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    Zitat Zitat von Slumdog_Skillionaire Beitrag anzeigen
    Deswegen würden mich eure Prognosen interessieren, begibt man sich als neuer Pharmazie Student auf ein sinkendes Schiff,
    oder kann ich die Suchergebnisse für Stellenangebote als Indiz dafür nehmen, dass der Weg in Industrie/Forschung/Krankenhaus
    auch in Zukunft existiert?
    Moinsen, erstmal klasse wie du dich informierst und aktiv wirst. Das finde ich gut. Um auf deine Frage nach dem sinkenden Schiff zu antworten: Nein. du wirst mit dem Pharmaziestudium nicht die Titanic betreten. Untergehen wirst du mit diesem Studium sicherlich nicht. Allenfalls der Apotheker in der Offizin wird in Zukunft durch das Studium nicht gänzlich abgesichert sein.
    Es gibt wirklich viele Stellen in der Industrie. Als Apotheke bist du extrem gut für die Qualitätskontrolle oder die Herstellung ausgebildet. Das sind beides Bereiche, die wirklich jedes noch so kleine Pharmaunternehmen hat und am besten durch eine Apotheker besetzt werden können. Ich war während meines PJ's ein halbes Jahr in der Industrie. Die Aufgaben dort habe ich als sehr abwechslungsreich empfunden.
    "Kunstwerke bleiben nur hängen, wenn sie aus dem Rahmen fallen"



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