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Hallo an alle.
Ich beschreibe mal kurz meine vielleicht etwas ungewöhnliche Situation und hoffe, dass mir vielleicht jmd hier Tipps geben kann.
Ich befinde mich derzeit im 8. Semester und studiere aus familiären Gründen in Paris, Frankreich. Nicht Erasmus, sondern das gesamte Studium. Mein Abschluss wird also nicht ein "gekaufter" aus Osteuropa sein - absolut nicht abwertend gemeint, bitte nicht attakieren, wiederhole nur, was ich aus den Mündern deutscher Ärzte so manchmal höre, um genau das Problem zu illustrieren, was mir auch Sorgen bereitet-, sondern von einer öffentlichen, zugegeben exzellenten, aber französischen Universität.
Es ist aber aus diversen Gründen absolut klar, dass ich nach dem Studium in Deutschland die Facharztausbildung absolvieren werde.
Nun ist dies in meinen Augen mit Nachteilen gegenüber deutschen Absolventen verbunden und ich würde gerne mal wissen wie stark, wenig oder gar nicht diese einen in bestimmten Fachrichtungen den Einstieg verbauen, da ich vollkommen außerhalb des deutschen Systems stehe und meine einzigen Infos aus dem Internet kommen.
Die 4 Fachrichtungen, die für mich in Frage kommen sind Dermatologie, Ophtalmologie, Radiologie. Und wenn alle Stricke reißen, Anästhesie.
1. Wie sieht in diesen Fächern allgemein die Stellensituation in deutschen Großstädten aus? Besonders Berlin falls jmd dort sitzt. Ist es noch aktuell, dass Derma eigentlich direkt unmöglich ist, Ophtalmologie auch grenzwertig, Radiologie mittelmäßig und einem Anästhesie förmlich hinterher geworfen wird? Bitte keine Anregungen "aber auf dem Land ist es doch auch schön/ musst eben Kompromiss eingehen und aufs Land ziehen/ Ostdeutschland ist zu haben/ da will mal wieder jdm alles auf dem Silbertablett etc". Ich frage nur zur Info.
2. Ausländischer Abschluss. Inwiefern wird das abwertend behandelt? Ich weiß wir haben Ärztemangel, aber eben nicht in allen Fachrichtungen und nicht in beliebten Großstädten?
3. Hier schreibt man während des Studiums keine Doktorarbeit, das ist während der Assistenzzeit vorgesehen, wenn überhaupt. Inwierfern ist keine Doktorarbeit direktes NoGo (Derma?). Wieviel Wert wird auf das Thema gelegt und ob die Arbeit experimentell oder nur literarisch war?
Ich könnte versuchen, als Externer an irgendeiner deutschen Uni von hier aus eine theoretische oder statistische Arbeit anzufertigen, aber wäre es das wert und ist das nötig?
4. Ich werde natürlich kein PJ Tertial vorzuweisen haben. Ich mache aber in den Ferien Famulaturen in Deutschland, die mir auch als solche bescheinigt werden. Inwiefern macht es Sinn, sich Famulaturen "anzuhäufen", also zB 3 Monate Ophtamologie, um das fehlende PJ auszugleichen? Oder wird das eh nicht als vergleichbar angesehen und ich kann es mir auch schenken?
Falls jdm hier in einem der 4 Bereiche tätig ist, würde ich mich auch über jeglichen anderen Input bezüglich der Jobsituation freuen!