Die Frage ist hoffentlich nicht ernst gemeint, oder? Schon einmal was von Serotonin-Syndrom gehört?
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Ich habe eine Frage, da ich in der Praxis immer mal wieder mit SSRI etc. konfrontiert werde und damit im klinischen Alltag bisher wenig zu tun gehabte habe, habe ich folgende fachliche Frage:
Wenn ich ein SSRI bei fehlender Wirksamkeit auf ein anderes umstellen möchte, welche Strategie ist denn da gut? Direkt absetzen und ein anderes ansetzen (weil ja eh fehlende subjektive Wirksamkeit)? oder das eine ausschleichen und das andere parallel einschleichen? Oder erstmal eins ausschleichen, dann das andere ansetzen?
Vielen Dank schon mal!
Die Frage ist hoffentlich nicht ernst gemeint, oder? Schon einmal was von Serotonin-Syndrom gehört?
Das Risiko für ein Serotoninsyndrom wird im klinischen Alltag überschätzt. Bei Antidepressiva besteht ein wirklich signifikantes Risiko auf ein Serotoninsyndrom fast nur bei Kombinationen mit MAO-Hemmern plus anderen serotonergen Präparaten. SSRI kann man gut via cross-tapering umstellen ohne wesentliches Risiko auf ein Serotoninsyndrom. Dafür gibt es auch Anleitungen im Netz. Ansonsten geht natürlich auch absetzen und dann ein andere Präparat ansetzen. Das hat aber natürlich auch Nachteile für den Patienten.
Total konstruktive Antwort. Danke.
Hast Du die Frage gelesen, bevor Du Deine Selbstherrlichkeit hier präsentierst hast, oder einfach mal drauflos geschrieben?
Der Fragesteller hat mit keiner Silber erwähnt, zwei SSRIs parallel jeweils in Höchstdosis verordnen zu wollen.
Ich habe mich beim Lesen der für den Alltag in der Allgemeinmedizin sehr guten Frage gefragt, ob ein SSRI-Wechsel aus Sicht der erfahrenen und konstruktiv antwortenden Psychiater hier im Forum grundsätzlich sinnvoll ist, oder ob nach mehrwöchigem Testen ohne Erfolg nicht besser eine andere Wirkstoffklasse eindosiert werden sollte?
Geändert von Relaxometrie (23.01.2025 um 13:53 Uhr)
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Also mir war es leider nicht bewußt, dass Hausärzte SSRI's umstellen (hätte eher an Antherapieren vor dem FA-Termin beim Psychiater/Psychosomatiker gedacht) und selbst wenn, da würde ich etwas mehr Kompetenz erwarten, als sich im ML-Forum darüber auf diesem absoluten Basics-Niveau zu informieren...
Dass das Serotonin-Syndrom-Risiko eher überschätzt wird, ist mir bewußt, aber es geht hier nicht um Standard-Kombinationen wie Standarddosis SSRI/SNRI + low-dose Trazodon/Mirtazapin zum Schlafen - keine Ahnung, vllt. kommt jemand hier auf die Idee, überlappend Escitalopram und Duloxetin zu geben (oder eben Tranylcypromin), was weiß ich - für besonders viel Kompetenz spricht die Eingangsfrage nicht und wenn ich Antidepressiva umstellen würde, würde ich höhere Anforderungen an mich stellen...
Ich würde schon erwarten, dass man entweder solide (Psycho)Pharmakologie-Kenntnisse als HA besitzt oder dies einfach vom Psychiater/Psychosomatiker machen lässt.
Vielleicht können sich tatsächlich die Psychiater im Forum äußern, wie sie das sehen.