ehem-user-27-10-2025-1206
Guest
Erstmal: Danke für das Beglückwünschen, ich hab hart dafür gearbeitet.
Zweitens sind hier sehr viele Leute mit Schnitten im 1er Bereich (z.B. 1,3 oder so), die an staatlichen Unis einen Platz hatten oder sogar schon studiert haben und sich bewusst für Witten entschieden haben. Ich geb zu, ich war keine dieser Personen (Abi 1,9), aber ich finde, dass das auch nicht stimmt zu sagen, dass staatliche allgemein besser sind. Also die Uni hat viele Lernkonzepte, die sich in Ländern wie den USA früher und gut etabliert haben. Z.B. Modellstudiengang, POL, Untersuchungskurse ab dem 1. Semester. Das ist alles viel später an anderen deutschen Unis gekommen. Und die medizinische Ausbildungsqualität ist jetzt nicht wirklich schlecht (nur durch Corona halt generell schwer)
Unis wie die Charité sollte man nicht zwangsläufig überbewerten, nur weil sie Prestige haben. Ich hab als Berlinerin auch negative Sachen gehört, so wie es an jeder Uni Schwächen gibt.
Übrigens zahlt man anders als an der MHB 1. weniger und 2. kann man das Geld nach dem Studium gehaltsabhängig zurückzahlen. Also wie Bafög. Du könntest auch gratis studieren, wenn du danach von mir aus 25 Jahre als Mönch lebst
Aber ich gebe zu, dass der Geldfaktor der größte Nachteil sein dürfte.
Und das mit dem Waldorfcharakter hab ich öfter gehört. Also manche Veranstaltungen sind wirklich etwas ...seltsam (für mich), aber das sind halt z.T. freiwillige anthro sachen. Sowas wie Anatomie, Histologie, Röntgenanatomie etc., sind inhaltlich (vermutlich) wie an anderen Unis. Ich meine, was willst du da groß variieren. Der Anthro-Teil ist freiwillig in Form eines Begleitstudiengangs. Und es sind eben auch gute Veranstaltungen dabei.
Du musst dir deine Lernziele je nach Patientenfall selbst setzen und dementsprechend lernen. Es ist am Anfang schwierig, sich zu organisieren. Aber es sind alle motiviert und man merkt deshalb schnell, was zu wenig und was zu viel ist.
Ich weiß selbst noch nicht, was ich von Witten halten soll, weil ich auch erst angefangen habe, Heimweh meine Wahrnehmung etwas beeinflusst und durch Covid die Situation deutlich anders ist. Aber ich finde es falsch, die Uni sofort zu verurteilen. Ich finde, da sollte man bereit sein, das Ganze etwas objektiver zu betrachten.
Geändert von ehem-user-27-10-2025-1206 (03.11.2020 um 23:01 Uhr)