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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #36
    Diamanten Mitglied Avatar von Relaxometrie
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    Zitat Zitat von Dooly Beitrag anzeigen
    Liegt das wirklich an der Pandemie? ��
    Oder daran, dass sich langsam rumspricht, dass die Arbeitsbedingungen unterirdisch sind. Was natürlich im Zusammenhang zur Berichterstattung während der Pandemie stehen kann.

    Peinlich für das statistische Bundesamt: hinter "Medizin" steht noch "(Allgemeinmedizin)". Als ob das ein eigenes Studienfach wäre und alle, die nicht Allgemeinmedizin machen wollen, andere Medizin studieren würden.



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  2. #37
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    Viel später nochmal eingehakt:

    1. Witzigerweise kann man in Bayern über die LAQ jetzt tatsächlich Pädiater werden

    2. Bin ich schon der Meinung, dass viele Gerüchte über diese Quote im Umlauf sind... So bekommt man (in Bayern) beispielsweise kein Gebiet "zugewiesen", sondern lediglich die Auflage, in einem Bedarfsgebiet Hausärztlich tätig zu sein - und Bedarfsgebiete werden nur nach Landkreisen und Kreisfreien Städten aufgeschlüsselt; wo genau man dann innerhalb der Kreisverwaltungsbehörde hingeht ist egal.
    Funfact hierzu: derzeit ist auch die Stadt Coburg (immerhin 40.000 Einwohner) Bedarfsgebiet - so sehr "Land" wie sich das manch einer vorstellt ist es also nicht
    Lieber Schmidt/Lang als Faller/Lang




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  3. #38
    SOS H20 Tatütata Avatar von Dooly
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    Die ersten Quotis sind in NRW letztes Jahr fertig geworden und Pädiatrie war dort von Anfang an möglich. Jetzt, Jahre nach Beschluss und Einführung der Quote, ist die Situation gesundheitspolitisch und berufspolitisch verändert. Bislang hört man als Außenstehende nicht viel und ich nehme an, dass alle bisher in die gewählte WB starten konnten. Möglich ist aber auch, dass wenn in fünf bis sechs Jahren die ersten die WB abschließen, formal laut Bedarfsplanung kein Bedarf mehr an z. B. Kinder-/Jugendmedizin besteht. Es bleibt spannend.
    Geändert von Dooly (24.01.2026 um 09:58 Uhr)



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  4. #39
    Platin Mitglied Avatar von Cor_magna
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    Ich habe eher den Eindruck bei meinen jüngeren Bekannten, dass (wie eigentlich schon vorher) bekannt ist, dass die geforderten Arbeitszeiten deutlich höher sind als in vielen akademischen Bereichen (nicht allen). Und darauf hat die jüngere Generation immer weniger Lust. Home Office und sowas ist meist auch nicht möglich. Familiengründung wird schwierig etc. Ach ja, und es spricht sich langsam rum, dass man insbesondere als angestellter Arzt dafür nicht mal besonders prickelnd entlohnt wird. Und Selbstständigkeit ist auch nicht jedermanns Sache.

    Einer meiner Juristenfreunde arbeiten teils auch 60 h- 70h die Woche, aber der ist auch mit 100k Gehalt in Bayern eingestiegen. Gutes Staatsexamen, aber auch nicht überragend. IG Metall Tarifverträge will ich gar nicht anfangen.

    Soviel dazu.

    Und jaaaaa ich picke mir die Rosinen raus, ich weiss es gibt viele die da nicht mitschwimmen, aber ich selbst weiss auch, dass ich akademisch leistungsstärker war und bin als meine Freunde, die das alles erreicht haben und der Druchschnittsmedizinstudent hat eben im Regelfall überdurchschnittliche akademische Leistungen.
    Ruhig, gelassen und beständig.



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  5. #40
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Dooly Beitrag anzeigen
    Die ersten Quotis sind in NRW letztes Jahr fertig geworden und Pädiatrie war dort von Anfang an möglich. Jetzt, Jahre nach Beschluss und Einführung der Quote, ist die Situation gesundheitspolitisch und berufspolitisch verändert. Bislang hört man als Außenstehende nicht viel und ich nehme an, dass alle bisher in die gewählte WB starten konnten. Möglich ist aber auch, dass wenn in fünf bis sechs Jahren die ersten die WB abschließen, formal laut Bedarfsplanung kein Bedarf mehr an z. B. Kinder-/Jugendmedizin besteht. Es bleibt spannend.
    Heute ist ein Artikel auf Zeitonline erschienen zur Landarztquote.
    "Damals war ich naiv" https://www.zeit.de/politik/deutschl...e-aerztemangel
    Leider hinter einer Paywall.

    In dem Artikel wird von einem Studenten berichtet, der schon seit seiner Kindheit unbedingt Medizin studieren wollte, aber mit seinem Abischnitt keinen Studienplatz bekommen hat. Er hat dann einen Platz über die Landarztquote bekommen. Jetzt hat er in einem Praktikum in Afrika seine Liebe zur Chirurgie entdeckt und bereut seine Entscheidung und die Einschränkungen, die damit einhergehen. Er klagt jetzt gegen die Quote.

    Das ist genau das, was ich prophezeit habe: 6 Jahre Studium und 5 Jahre Facharztausbildung plus 10 Jahre Niederlassungszwang sind einfach eine zu lange Zeit, um sie als junger Mensch zu überblicken. Und natürlich entwickeln sich die Interessen im Studium teils anders.

    Im Artikel steht auch, dass zur Zeit bundesweit 28 Klagen anhängig sind. Klingt nach wenig, aber im Artikel wird auch gesagt, dass erst wenige Studierende am Ende ihrers Studiums sind, und daher, auch von den Bundesländern, mit einer Zunahme der Klagen gerechnet wird.

    Für NRW werden konkrete Zahlen genannt. NRW war das erste Bundesland das die Landarztquote eingeführt hat. Und die ersten Studenten der ersten Kohorte werden jetzt fertig. Glaubt man den Zahlen aus dem Zeitartikel klagen dort bis zu einem Fünftel der Studierenden, die ihren Abschluss haben.

    Ich finde das Thema nach wie vor sehr spannend. Gleichzeitig regt es mich persönlich auch ein bisschen auf. Es musste doch allen Beteiligten, sowohl den Ländern, als auch den jungen Studierenden, die den Vertrag eingegangen sind, klar sein, dass es so kommen würde.
    Es ist und bleibt halt ne Schnapsidee sich direkt nach der Schule für 21 Jahre im Voraus festzulegen.

    Einerseits tun mir die Studierenden leid, die sich so früh festgelegt haben, und jetzt mit der Entscheidung unzufrieden sind. Andererseits hätten sie ohne die Quote vermutlich keinen Studienplatz bekommen und Vertrag ist Vertrag. Und ich finde, als 18-jähriger mit Abitur, also attestierter Studierfähigkeit, muss ich irgendwo auch wissen, welche Verträge ich eingehe.

    Nun, wir werden sehen, ob die Länder ihre Hausaufgaben gemacht haben, und die Verträge für die Landarztquote vor Gericht bestand haben. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.
    Und ich muss auch sagen, ich hätte als junger Mensch diesen Krimi in meinem Leben nicht haben wollen.
    Geändert von Nefazodon (10.08.2026 um 16:01 Uhr)
    "Die Menschen sind schlecht und die Welt ist am Arsch, aber Alles wird gut!"



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