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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
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    Objektiv wird man an Leistungen sparen müssen. Dieser Sicht wird sich auch die Politik auf Dauer nicht verschließen bzw. tut es de facto ja auch nicht mehr. Und Leistungen werden bei uns halt primär durch Menschen erbracht. Man kann nur hoffen, dass wenigstens rational gespart wird - sprich da, wo teure Leistung mit wenig objektivem Nutzen erbracht wird.



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  2. #17
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
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    sprich da, wo teure Leistung mit wenig objektivem Nutzen erbracht wird.
    Keine Krebs-OP ab 65, keine Hüft- oder Knie-TEP ab 65, keine neue Brille oder Rollstuhl ab 70.
    Warteliste für o.g. Maßnahmen ab 50, da nurnoch Kontingente vergeben werden.
    Alles was jünger ist Blanko weiter.

    Oder eben wie die Zuckersteuer, nur umgekehrt: -20% auf Alles, ausser Tiernahrung. Die Ärzte werden sich schon zu Helfen wissen.

    *ironie off*

    Kacken ist Liebe!
    Salmonella ist Kacken!


    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hineingehen müssen.

    What have you done today to earn your place in this crowded world?



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  3. #18
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    Wir werden es erleben. Bis vor kurzem war Deutschland Weltmeister im Herzkathetern - länger lebt deswegen trotzdem keiner. Und soweit ich das bei den Chirurgen so mitbekomme ... irgendwelche fancy Pankreas-OPs mit nem Roboter bei Ü80-jährigen ... ich weiß ja nicht ...



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  4. #19
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    Ja, ich glaube, das ist ein korrekter Ansatz.

    Keine TEP ab sechzig klingt natürlich immer theatralisch, aber darum geht es meiner Meinung nach gar nicht nicht. Erstens sind TEP eher kein so wahnsinnig hoher Kostenfaktor, zweitens will niemand bestimmte Therapien allein vom Alter des Patienten abhängig machen.

    Aber wenn ich daran denke, wie oft bei uns (submaximale) intensivmedizinische Behandlung bei Menschen durchgeführt wurde, bei denen wirklich jeder sich gewundert hat, z.B. bei Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen, mit seit Jahren bestehender schwerer Demenz, mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen: einfach nur weil im Pflegeheim, beim Hausarzt oder beim Onkologen nicht über den Fall der Fälle gesprochen worden war, sich kein Arzt initial traute, sich gegen eine entsprechende Behandlung zu entscheiden und man nicht kurzfristig an Betreuer oder Angehörige herankam oder diese erst aus dem Urlaub zurückkommen, sich persönlich mit in aller Welt verstreuten Familienmitgliedern besprechen oder trotz aller Aufklärung nicht gegen einen Behandlungsversuch aussprechen mochten, wird mir ganz anders.

    Medial bzw. politisch wird jede Einschränkung schnell als Vorstufe von Euthanasie deklariert und so jede grundsätzliche Diskussion im Keim erstickt.

    Vielleicht wäre eine Pflicht sinnvoll, sich ab einem bestimmten Alter oder Pflegegrad beraten zu lassen (ähnlich wie bei Schwangerschaftsabbruch) und dann positiv begründen zu müssen, warum und welche Art von Behandlung noch durchgeführt werden soll.

    Oder wenn es simpler sein soll, wird eben der Pflege- oder UICC-Grad herangezogen und dann gibt's ab einem bestimmten Grad eben außerhalb eines zu definierenden Katalogs keine kurative Therapie mehr.

    Irgendwie sowas. Aber man muss darüber diskutieren, wo man den Umfang teurer Therapie reduzieren kann. Es gibt noch viel mehr Beispiele.



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  5. #20
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    Zitat Zitat von Bender B. Rodriguez Beitrag anzeigen
    Ja, ich glaube, das ist ein korrekter Ansatz.

    Keine TEP ab sechzig klingt natürlich immer theatralisch, aber darum geht es meiner Meinung nach gar nicht nicht. Erstens sind TEP eher kein so wahnsinnig hoher Kostenfaktor, zweitens will niemand bestimmte Therapien allein vom Alter des Patienten abhängig machen.

    Aber wenn ich daran denke, wie oft bei uns (submaximale) intensivmedizinische Behandlung bei Menschen durchgeführt wurde, bei denen wirklich jeder sich gewundert hat, z.B. bei Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen, mit seit Jahren bestehender schwerer Demenz, mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen: einfach nur weil im Pflegeheim, beim Hausarzt oder beim Onkologen nicht über den Fall der Fälle gesprochen worden war, sich kein Arzt initial traute, sich gegen eine entsprechende Behandlung zu entscheiden und man nicht kurzfristig an Betreuer oder Angehörige herankam oder diese erst aus dem Urlaub zurückkommen, sich persönlich mit in aller Welt verstreuten Familienmitgliedern besprechen oder trotz aller Aufklärung nicht gegen einen Behandlungsversuch aussprechen mochten, wird mir ganz anders.

    Medial bzw. politisch wird jede Einschränkung schnell als Vorstufe von Euthanasie deklariert und so jede grundsätzliche Diskussion im Keim erstickt.

    Vielleicht wäre eine Pflicht sinnvoll, sich ab einem bestimmten Alter oder Pflegegrad beraten zu lassen (ähnlich wie bei Schwangerschaftsabbruch) und dann positiv begründen zu müssen, warum und welche Art von Behandlung noch durchgeführt werden soll.

    Oder wenn es simpler sein soll, wird eben der Pflege- oder UICC-Grad herangezogen und dann gibt's ab einem bestimmten Grad eben außerhalb eines zu definierenden Katalogs keine kurative Therapie mehr.

    Irgendwie sowas. Aber man muss darüber diskutieren, wo man den Umfang teurer Therapie reduzieren kann. Es gibt noch viel mehr Beispiele.

    Ja richtig. Ich habe über die Jahre auch so einige Fälle gesehen, wo man eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte, was in völlig perspektivlose Fälle noch an Geld geflossen ist z.T. auch gegen den mutmaßlichen Patientenwillen. Da wäre es sicher ein guter Ansatz die Leute zu zwingen ab einem gewissen Alter einmal Farbe zu bekennen was man eigentlich will und was nicht. Ein gewisser Rückbau der Leistungen wird bald kommen - wenn die Babyboomer jetzt in Rente gehen und krank werden, kann sich die Gesellschaft das nicht mehr lange leisten, völlig "unkritisch" alles zu machen - wobei letztlich "alles" nur gemacht wird, weil die richtigen Leute (die, die dann laut heulen) halt damit gutes Geld verdienen.



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