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Macht doch keiner. Niemand will sich mit dem Thema beschäftigen und wenn es dann da ist haben alle Panik, wollen ewig leben und alles soll gemacht werden. Und Angehörige können ja auch nicht loslassen. Da kommt dann halt der Anwalt-Sohn daher und droht der Klinik weil dessen 88jähriger Mutter mit durchmetastasiertem Pankreas-Ca nicht mehr operiert wird. Zum Thema "Leute zwingen Farbe zu bekennen" noch ein Beispiel: Organspende. Keiner äußert sich, die Wenigsten haben einen Organspendeausweis und die Widerspruchslösung wird politisch blockiert. Es muss sich keiner entscheiden. Und alle sind stolz auf die Freiheit sich nicht mal entscheiden zu müssen. Statt dass man klar stellt: egal für was ihr euch entscheidet das ist ok und eure Freiheit euch zu entscheiden, aber die Gesellschaft braucht es dass es Entscheidungen gibt.
Und wer soll das machen? Mit den Leuten reden?
DAS ist doch das Problem! Das Personal in den Pflegeheimen ist immer unsicherer was zu tun ist, die ärztliche Begleitung limitierter und dann wird irgendwann der KV-Bereitschaftsarzt in Panik gerufen weil es dem Patienten schlecht gehen würde, der weist in die Klinik ein und dann steht man da. Alles ungeklärt, also wird erstmal alles gemacht.
Man hätte da so oft schon so weit im Vorfeld viel klären können, aber das ist halt unangenehm (vor allem für die Angehörigen) und braucht Zeit (ärztliche Zeit). Und die gibt es immer weniger.
Erst die Taten eines Menschen zeigen was die Worte wert waren.