Moin,
Pünktchen ist mit der Bitte an mich herangetreten, den ersten Fall in diesem neuen Forum vorzustellen, was ich hiermit auch sehr gerne tue. Durch mein derzeitiges Pädiatrietertial inspiriert, stelle ich euch heute den untenstehenden Fall vor.
Allgemeine Hinweise:
- Bitte versucht ein System einzuhalten und das weitere Vorgehen strukturiert zu beschreiben - also immer erst die Anamnese, dann die körperliche Untersuchung und anschliessend weitergehende Untersuchungen.
- Erst wenn die Anamnese einigermassen komplett ist, werde ich auf Anweisung die Ergebnisse der körperlichen und weiteren Untersuchung schildern.
- Also ihr beschreibt erstmal die nächsten Schritte, die ihr unternehmen würdet und ich sage euch, was dabei rauskommt.
- Leider wird es mir nur möglich sein abends auf eure Kommentare zu antworten, da ich wie oben schon geschrieben noch meine echten Fälle erleben darf.
- Auf diese Art haben alle die gleichen Chancen, den Fall vernünftig zu verfolgen und vielleicht sogar einen kleinen Lerneffekt davon zu tragen.
- Viel Spaß !!!
Der Fall
Eine Mutter kommt am Mittwoch nachmittag (alle Kinderärzte haben geschlossen) mit ihrer 3-jährigen Tochter Julia in die Ambulanz der Pädiatrie.
Die Mutter berichtet, daß Julia seit 3 Wochen in den Kindergarten geht - nachmittags wird sie von einer Tagesmutter betreut, da sie selbst als Alleinerziehende in einer Firma zu Farbherstellung arbeiten muß.
Anfang dieser Woche habe die Mutter das erste Mal mehrere blaue Flecken an ihrer Tochter bemerkt - zu dem Zeitpunkt machte sie sich noch keine Sorgen, da sie an eine Rauferei im Kindergarten gedacht hatte.
Doch als sie sie heute von der Tagesmutter abgeholte, fand sie erneut einige blaue Flecken an ihr. Die Tagesmutter tat so, als ob sie nicht wüsste woher die kämen, aber der Mutter kam die Frau von Anfang so komisch vor - Julia wirkt in den letzten Tagen auch so eingeschüchtert.
Sie tritt mit der Bitte an mich heran, die blauen Flecken zu dokumentieren und ihre Tochter weiter zu untersuchen, damit sie für die Anzeige gegen die Tagesmutter Beweise vorbringen kann.
Ich lächle die scheue Julia, die im Arm ihrer Mutter vor mir sitzt, noch einmal freundlich an und frage:"...
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