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  1. #41
    examinierte Laborratte Avatar von schmuggelmaeuschen
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    Ich kenne eine Oberarzt der hat das Physikum 3 mal geschrieben und war auch sonst nicht der Vorzeigestudent, aber er kann dafür prima erklären, so dass es wirklich jeder versteht, selbst die demente Angehörige.
    Noten (leg man sein "Zeugnis" eigentlich überhaupt bei ner Bewerbung dazu???)oder wie oft man wo durchgefallen ist interessieren später genauso wenig, wie deine Fähigkeit Viggos zulegen oder Blut abzunehmen.
    Oder hast du schon mal gehört, wie eine ärtzliche oder pflegerische Kollegen, Angehörige oder Vorgesetzte jemals gesagt haben "WOW xy ist total kompetent, der kann so gut Viggos legen""
    Ich schulde dem leben das Glänzen in meinen Augen



  2. #42
    Banned
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    Hallo,

    vielen Dank nochmals für eure Antworten und Meinungen bzw. Hilfen.

    Es hat sich viel getan und ich habe inzwischen meine Hausarztfamulatur in der Allgemeinmedizin gemacht. Es war super, es hat einfach nur Spaß gemacht.
    Diese 4 Wochen waren die besten meines bisherigen Studiums. Der Arzt war super engagiert, ich durfte unglaublich viel machen.
    Anamnese, Therapie, Blutabnehmen, Infusionen, Injektionen etc. Er gab mir eine Famulantensprechstunde, ich durfte kleinere Fälle komplett selbst behandeln und er schaute natürlich bei jedem Schritt drüber.
    Von den Patienten bekam ich tolle Rückmeldungen und der Hausarzt meinte auch, praktisch sei ich schon richtig fit und auch das Wissen ist da. Ich dachte immer, ich wisse nix aufgrund der schlechten Noten aber sobald es an die Zusammenhänge und das logische Vorgehen ging, da hat es bei mir klick gemacht.

    Ich hab mit dem Arzt auch über meine Zweifel gesprochen, aber er meinte ich wäre in der Allgemeinmedizin super aufgehoben und könnte das richtig gut machen später. Außerdem ist die Weiterbildung nicht sooo stressig, nach den klinischen Monaten in der Inneren kann man ja in den niedergelassenen Bereich was auch mit Familie etc. halbwegs vereinbar ist. Zumindest hatte er 3x Söhne und ich hatte nicht den Eindruck dass die zu kurz kommen trotz sehr gut laufender Praxis. Also ich denke, da bin ich genau richtig. Und die Noten interessiert da wirklich keiner.

    Aber was ich auch für mich gelernt habe: Weniger hart sein mit mir selbst und meinen Mitmenschen. Stolz sein auf das was ich bisher kann, vor allem aber auch dankbar sein für die Möglichkeiten die ich jetzt hatte. So glücklich läuft das nicht immer und jetzt mit neuer Energie und Elan das durchziehen. Ich denke, mir hat immer ein bisschen so ein Ziel bzw. eine Aussicht gefehlt. Und zum ersten Mal habe ich gelernt, das ganze in Zusammenhängen anzuwenden.

    Danke nochmal für die ganzen Tipps!



  3. #43
    Banned
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    Und ich glaube auch so eine Vorbildfunktion hat mir gefehlt. Irgendwie geriet ich immer an überarbeitete oder frustrierte Ärzte. Dieser Mann dagegen wirkte unglaublich glücklich, er arbeitet viel aber hat auch Freizeit. Die Atmosphäre in der Praxis war bestens, ganz liebe und nette Arzthelferinnen die einem auch das andere Blutabnahmesystem erklärten und mir in der ersten Woche sehr geholfen haben mit den Abläufen. Alle Arzthelferinnen die er ausgebildet hat, sind bei ihm geblieben und er hat alle übernommen. Also es geht wirklich anders.

    Es geht also auch anders und mein Ziel ist, genau so ein Arzt zu werden. Ich denke, das hat immer ein bisschen gefehlt bei mir im Studium so ein Ziel.



  4. #44
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
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    4.002
    Schön, dass dir etwas individuelle Zuwendung so viel gebracht hat.

    Aber nur um das klarzustellen: deine schlechten Noten und deine negative Selbsteinschätzung wären nicht nur bei Allgemeinmedizin egal. Du könntest genauso gut in (fast) jedem anderen Fach einen Job bekommen, und dort gut arbeiten. Auch wenn du dort vielleicht nicht so stark bemuttert wirst.

    Arbeite daran, dich selbst und deine Studienkollegen etwas positiver zu betrachten. Dann wirst du auf jeden Fall profitieren, völlig egal was du nachher machst.



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