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Ohne Moos nichts los: die Finanzierung

Auf dem Weg in die eigene Praxis

Dr. Hans Albig (MEDI-LEARN)

Die eigene Praxis

© / iStock
Viele Wege führen nach Rom, und viele Wege führen zur Finanzierung Deiner Praxis. Einige sollen hier besprochen werden: Ein wichtiges, schwieriges Kapitel verbirgt sich innerhalb des Themas der Finanzierung einer eigenen Praxis, denn hier musst du, wenn du nicht betriebswirtschaftlich vorgebildet bist, ganz auf externe Hilfestellung vertrauen. Wir liefern dir an dieser Stelle erste hilfreiche Tipps, damit du einen Einstieg in diese Thematik findest.

Faktor Mensch im Mittelpunkt
Wähle die richtigen Experten

Gerade in der heutigen Zeit haben die Geldinstitute sehr viel an Vertrauen verloren. Aber nicht alle Banken sind schwarze Schafe. Es gibt immer noch Spezialisten, die neben ihrer fachlichen Kompetenz auch den Faktor Mensch in den Vordergrund ihres Handelns stellen. Solche Spezialisten, die ihr know-how vielleicht sogar ganz auf die Finanzierung von Art-/Zahnarztpraxen ausgerichtet haben, sollten Deine Ansprechpartner sein.

Altbekannt und vertraut
Das Annuitäten-Modell

Du zahlst über den gesamten Zeitraum der Finanzierung monatlich Zinsen, es werden zusätzlich noch Gelder für die jährliche Tilgung deines oder deiner Darlehen vom Konto abgezogen. Hat den Vorteil, dass deine Schulden schrittweise immer weniger werden, hat den Nachteil, dass neben den Zinsen aber auch die Tilgung bezahlt werden muss und damit deine Liquidität gerade am Anfang der Tätigkeit relativ gering sein könnte.

Eine Alternative:
Mit Lebensversicherungen zum Ziel

Hier werden deine Darlehen an eine Lebensversicherung gekoppelt und endfällig über die Auszahlung der vereinbarten Lebensversicherungs-Summe getilgt. Vorteil: Die Lebensversicherung dient einerseits als Ansparmodell für die Tilgung und zweitens auch als Sicherheit für die Darlehen gebende Bank. Du bezahlst nur die Zinsen und die Beiträge zur Lebensversicherung. Nachteil: Du kannst zwar die Zinsen steuerlich geltend machen, aber du kannst über die gesamte Laufzeit keinen einzigen Cent tilgen und schiebst somit über die gesamte Laufzeit einen riesigen Berg Schulden vor Dir her. Außerdem weißt du nie, ob am Ende der Laufzeit die Erträge der Lebensversicherung ausreichen, um deine Schulden zu tilgen.

Die wichtige Frage
Feste oder variable Verzinsung

Generell werden dir die Banken verschiedene Möglichkeiten des Darlehens anbieten: Zum Einen ein festverzinsliches Darlehen, bei dem wie schon der Name sagt, die Zinsen über den gesamten Zeitraum gleich bleiben. Auf Veränderungen im Finanzmarkt wird also nicht reagiert. Sondertilgungen sind in der Regel nicht möglich. Bietet Vorteile, aber auch Nachteile. Letztendlich wird erst die Zukunft zeigen, was besser gewesen wäre. Es kann auch mit variablen Zinssätzen gearbeitet werden, zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Zinsen nach oben hin zu begrenzen, das so genannte Zins-Cap-Verfahren. Die Zinsen können also nicht über einen bestimmten Satz hinaus anwachsen. Kostet allerdings zusätzliche Gebühren. Bei diesem Modell können jedoch Sondertilgungen eingebaut werden.

Die goldene Mitte
Ein bisschen von allem

Eine gesunde Mischung aus all diesen Möglichkeiten wird wohl einerseits das Risiko überschaubar halten, andererseits auch die Chancen zur Tilgung der Schulden offen halten. Die Gewichtung der einzelnen Modalitäten liegt an Deinen Vorstellungen und an Deinem Verhandlungsgeschick bei der Umsetzung.