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1. Editorial |
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Hallo,
auch in der heutigen Ausgabe unseres Newsletters halten wir wieder eine Reihe interessanter Artikel, Meldungen und Kolumnen aus der Welt der Medizin für dich bereit.
Zunächst möchten wir gerne allen Studienanfängern das Ersti-Tagebuch von Peter Artz ans Herz legen, deren erste Folge wir dir heute präsentieren. Die Memoiren von Professor Steinhausen finden mit dieser Ausgabe ihren würdigen Abschluss. In Form eines Resumee wird nochmal ein unterhaltsamer Rückblick auf das bewegte Leben des Professors geworfen.
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Weiter gehts mit einem informativen Interview über die therapeutischen Möglichkeiten von Akupunktur. Ein neuer Podcast der DMW befasst sich mit dem Thema von Gefäßerkrankungen und Amputationen. Und schließlich informiert dich unser Gewinnspielkompass über alle aktuell laufenden Gewinnspiele bei MEDI-LEARN, bei denen es immer viele interessante und wertvolle Preise zu gewinnen gibt. Der Witz der Woche und ein neuer Rippenspreizer Cartoon dürfen natürlich nicht fehlen und laden auch diese Woche wieder zum Schmunzeln ein.
Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 11.11.2008:
o Ersti-Tagebuch Folge 3: Stressiger Umbruch
o Cartoon der Woche: PET-CT
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Es gibt rund 80.000 ihrer Sorte in Deutschland, Nachfrage steigend - immer mehr wollen es werden und "auch dazugehören". Die Rede ist von der ganz besonderen Spezies des Medizinstudenten. Zwei von ihnen stehen bei uns fortan etwas im Rampenlicht: Sonja Herbst ist Medizinstudentin aus Hannover, Peter Artz ist Medizinstudent aus Düsseldorf. Beide haben zumindest zwei Dinge gemeinsam:
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Sie starten augenblicklich in das große Abenteuer ihres Medizinstudiums. Das Schöne daran: Sie lassen dich in Tagebuchform an ihren Erfahrungen teilhaben. Wöchentlich bieten wir dir abwechselnd einen Blick über Sonjas und Peters Schulter. Diese Woche beginnen wir mit dem ersten Beitrag von Peter.
Mein erstes Mal
Heute war es endlich soweit. Für mich begann der „Uni-Alltag“ mit dem Vorkurs Chemie für Studierende der Human- und Zahnmedizin. Ein etwas komisches Gefühl. Ich war zwar aufgeregt und war trotzdem voller Vorfreude. Ich bin recht früh in Richtung Uni aufgebrochen, da ich noch einige wenige administrative Dinge zu erledigen hatte. Dazu gehörte zum einen den Universitätsbibliotheken-Ausweis ausstellen zu lassen aber auch mir eine „MensaCard“ zuzulegen, mit der man hier in allen Mensen und Caféten bezahlen kann.
Das alles ging auch recht schnell und eh ich mich versah, betrat ich zusammen mit vielen Kommilitonen unsicher den riesigen Hörsaal 6J der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. Unsere Vorlesung begann dann nach einigen technischen Startschwierigkeiten und unsere noch recht jung wirkende Professorin startete mit viel Elan und hohem Tempo. Gott sei Dank hatte ich doch noch einiges an chemischem Vorwissen, sodass es mir nicht allzu schwer fiel, ihr zu folgen. Die erste Vorlesung endete nach gut 2 Zeitstunden und verging doch recht schnell. Nachdem ich zusammen mit ein paar anderen Kommilitonen zum ersten Mal die Mensa unsicher gemacht hatte, ging es dann zur Übungsstunde. Sie wurde von zwei Assistenten geleitet, die uns durch ein Übungsblatt halfen. In der anschließenden Korrekturstunde, wurden dann die Lösungen präsentiert. Der Auftakt war gemacht und irgendwie fühl ich mich ein wenig erschlagen. Es waren viele neue Eindrücke. Viele neue Gesichter. Am Abend habe ich dann die Vorlesung nachbereitet und war erschrocken, dass wir bereits knapp 20 Seiten meines Chemie Kurzlehrbuches durchgekaut haben. Meine letzte Tat für heute: Die Vorlesungsfolien für morgen ausdrucken, denn jetzt habe ich auch den Link und das Passwort zu den Kursmaterialien und kann wenigstens vorbereitet in die morgige Vorlesung gehen. Ich freue mich schon riesig auf den morgigen Tag. Mit zwei Kommilitonen von mir habe ich mich bereits gut angefreundet. Wahrscheinlich steht die Lerngruppe „Chemie Taskforce“ bereits, sodass wir ein hoffentlich gutes Team in der Klausurvorbereitung abgeben werden.
[Zum Ersti-Blog von Peter - klick hier]
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Es gibt rund 80.000 ihrer Sorte in Deutschland, Nachfrage steigend - immer mehr wollen es werden und "auch dazugehören". Die Rede ist von der ganz besonderen Spezies des Medizinstudenten. Zwei von ihnen stehen bei uns fortan etwas im Rampenlicht: Sonja Herbst ist Medizinstudentin aus Hannover, Peter Artz ist Medizinstudent aus Düsseldorf. Beide haben zumindest zwei Dinge gemeinsam:
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Sie starten augenblicklich in das große Abenteuer ihres Medizinstudiums. Das
Schöne daran: Sie lassen dich in Tagebuchform an ihren Erfahrungen teilhaben.
Wöchentlich bieten wir dir abwechselnd einen Blick über Sonjas und Peters
Schulter. Nun steht die nächste Folge von Sonja an:
Mächtig viel Papierkram
Nach dem ersten Schock im Wohnheim konnte ich mich langsam doch an meinen neuen
Wirkungskreis gewöhnen und in meiner allerersten Nacht in den berühmten „eigenen
vier Wänden“ war sogar das Durchschlafen kein Problem. Und das in unmittelbarer
Nähe zum Hubschrauberlandeplatz mit der zentralen Notaufnahme. Das war doch
was!! Und noch eine sehr schlimme Befürchtung konnte an diesem ersten Abend
ausgeräumt werden: Wider Erwarten war meine neue Mitbewohnerin, mit der ich mir
laut Mietvertrag das Großraum-Luxusbad und die Gourmet-Küche teilen sollte, echt
in Ordnung und hatte sogar schon für Toilettenpapier gesorgt!! Und noch viel
besser: sie studiert nicht Medizin! Man, war ich erleichtert: keine Konkurrenz,
keine Probleme mit den Badezimmerzeiten
Also, noch mal zusammengefasst: Alles halb so wild! Wie komm ich nur immer auf
diese katastrophisierenden Gedanken? So konnte ich also genüsslich frühstücken
und gegen Mittag dann Richtung Lehrgebäude zur Immatrikulation schreiten. Ich
stopfte also etwa 10kg Formulare, Bescheinigungen und Zeugniskopien in meine
dafür natürlich viel zu kleine, dafür aber top-moderne Handtasche, und
schlenderte in noch heiterer Stimmung der Papierschlacht entgegen. Na,
hoffentlich habe ich auch nichts vergessen…
Nachdem ich den entsprechenden Raum gleich auf Anhieb gefunden hatte, konnte ich
auch gleich neben meinen neuen Mitstreitern Platz nehmen und noch eine Runde
warten. Das war ja geheimnisvoll! So spannend hatte ich meine Immatrikulation
damals in Braunschweig gar nicht in Erinnerung. Hmm…erst mal abwarten. Am besten
Small-talk. Und das kann richtig deprimierend werden, wenn alle erstmal
erzählen, wie toll sie sind und was sie schon alles gemacht haben. Oh Gott,
warum wollen die dann noch studieren?? Naja, vielleicht sitze ich nur am
falschen Tisch. Es gibt ja noch über 200 andere Erstis. Hab ich jedenfalls
gehört. Und dann durften wir endlich rein, um nochmals einen ganzen Stapel an
Formularen zu bewältigen. Ich kann euch echt sagen: Ich weiß jetzt genauestens
über meinen Namen und meine Adressen bescheid und sogar meine Unterschrift kommt
jetzt fließend aus dem Handgelenk. Also, manchmal frag ich mich wirklich, was
diese ganze Bürokratie eigentlich soll. Was das jetzt an Zeit gekostet hat??!!
Ganze zwei Stunden. Aber dafür ist es jetzt endlich offiziell: Ich habs
geschafft, ich bin drin, ich sitze im Boot, ich bin Medizinstudent!! Jipii!!!
Nur leider dauert es ja noch zwei Wochen, bis es weitergeht. Und das bei meiner
tierischen Ungeduld! Ob ich diese Zeit auch sinnvoll füllen kann?? Vielleicht
schon mit Lernen?? Oder Renovieren?? Mal sehen…mir wird sicher was einfallen!
[Zum Ersti-Blog von Sonja - klick hier]
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4. Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Medizinstudium 1952-58: Folge 15: Fazit
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Wie gestaltete sich das Medizinstudium eigentlich vor einigen Jahrzehnten? Mit welchen Problemen kämpfte ein Student während der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts? An dieser Stelle stellen wir euch in den kommenden Wochen die lesenswerten Memoiren des pensionierten Physiologie-Professors Dr. med. Dr. h.c. Steinhausen vor. Er ist Lehrbuchautor, Dozent und Leiter des Heidelberger Ärzte-Orchesters. Prof. Steinhausen berichtet in den einzelnen Abschnitten seiner Memoiren über seine ereignisreiche Zeit während des Medizinstudiums während der 50er-Jahre in Berlin.
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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958
Folge 15:
Fazit
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Zusammengefasst ergibt
sich das Bild eines fleißigen – keinesfalls außergewöhnlichen -
Medizinstudenten der 50er Jahre, der weder als Soldat in den Krieg
ziehen musste noch danach zum Wehrdienst eingezogen wurde, weil er zu
den sog. „weißen Jahrgängen“ gehörte und nach den Worten des ehemaligen
Bundeskanzlers Kohl von der „Gnade der späten Geburt“ profitieren
konnte. Dieser Student brauchte aber trotzdem nach der Schule 3 Jahre
Zeit zur eigenen Findung, um von seinem Hobby der Musik wegzukommen.
Welche Rolle das Musikstudium während des späteren Lebens und besonders
nach der Pensionierung gespielt hat, wird später zu berichten sein.
Offenbar erst nach diesem Musikstudium war dieser Student bereit und
fähig, mit Leidenschaft und Begeisterung Medizin zu studieren. |
Soweit der Beginn dieser
Folge. Lust auf mehr? Kein Problem: Du kannst die komplette fünfzehnte Folge wie auch alle anderen
bisher erschienenen Folgen als PDF-Dokument
kostenlos herunterladen und so die spannenden Memoiren von Prof. Dr. Dr.
Steinhausen verfolgen, in denen er seinen ereignisreichen Weg durch das
Medizinstudium der 50er-Jahre nachzeichnet:
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Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden
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Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie
gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik
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| Autor(in): Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen ([email protected]) |
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| 5. „Auch als entspannendes Verfahren kann ich die Akupunktur empfehlen“
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1.Wie sind Sie zur Akupunktur gekommen? Was interessiert Sie besonders an diesem Bereich der Medizin?
Durch Freunde, die selber Akupunkturkurse besuchen wollten und nun noch Mitstreiter suchten, dachte ich: Na ja, mal sehen... machen wir uns halt eine lustige Woche in den Semesterferien und vielleicht wird es ja doch ganz interessant.
2. Welche Möglichkeiten birgt die Akupunktur, wo sind ihre Grenzen? Nachdem ich mich doch eingehender, auch mit dem Hintergrund und der Geschichte der Akupunktur beschäftigt habe, weiß ich, dass die Akupunktur eine ganze Menge Möglichkeiten bietet, sei es nun über die Therapie von ganz bestimmten Erkrankungen, oder auch als Ergänzung zur konservativen westlichen Medizin.
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Zum Beispiel bei Chemotherapie anstelle oder auch in Verbindung mit Antiemetika zur Linderung der Übelkeit. Ganz oft hilft aber einfach auch nur das gezielte zeitliche und räumliche “Ausschalten“ des Patienten aus seiner Umwelt. Lassen Sie doch einfach mal einen gestressten Manager 40 Minuten allein in einem Behandlungszimmer mit angenehmer Atmosphäre & Ruhe und einigen Nadeln an Punkten, die bekannter Weise Entspannung hervorrufen. Die meisten werden gerne wiederkommen! Die Grenzen der Akupunktur liegen dort, wo sie auch im Chinesischen definiert werden, denn die Akupunktur ist kein “Heilendes“ Verfahren: Sie kann regulieren und helfen, aber Zerstörtes heilen kann sie nicht (z.B. kann man die Symptome einer Arthrose lindern, aber nicht heilen im ursprünglichen, eigentlichen Sinne).
3. Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur? Gibt es Gegenanzeigen und Nebenwirkungen? Persönlich habe ich sehr gute Erfahrungen bei Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates, und dort v.a. bei akuten Erkrankungen, wie z.B. Lumbalgien gemacht. Auch als entspannendes Verfahren kann ich die Akupunktur empfehlen. Bei chronischen Erkrankungen im Bereich der Inneren Medizin war ich bisher wenig erfolgreich, allerdings könnte dies ja auch an noch eingeschränkter Erfahrung oder einfach an falschen Patienten für die Therapie liegen.
4. Ist die Behandlung schmerzhaft? Oftmals. Ich weiß gar nicht, wer den Unsinn verbreitet, dass Akupunktur nicht schmerzhaft sei. Es gibt sicherlich Punkte, die mehr schmerzen als andere (vor allem die Ting-Punkte der Akren, sprich meist genau dort wo der Nagel endet) und diese lassen einem schon mal die Tränen in die Augen steigen - und da spreche ich auch aus eigener Erfahrung. Auch Punkte im Gesicht werden als sehr unangenehm empfunden. Andererseits sind oft Punkte, die auf großen Muskeln oder mit viel Unterhautfettgewebe liegen, meist wenig schmerzhaft. Auch die Ohrakupunktur wird zumeist gut toleriert. Auf jeden Fall sollte man vorher mit dem Patienten über Schmerzen sprechen und ihm erklären, dass natürlich ein durchstechen der Haut schmerzhaft ist und dass ein dumpfer Schmerz in der Akupunktur auch durchaus gewollt ist.
5. In welchen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Akupunktur-Behandlung? Leider nur in sehr wenigen, durch die Kasse zugelassenen Diagnosen im Bereich des Bewegungsapparates. Aus diesem Grund liquidieren viele Kollegen die Akupunktur auch ausschließlich privat.
6. Wie viele Sitzungen sind bei einer Behandlung notwendig? Das kommt ganz auf das Krankheitsbild an. Akute Erkrankungen, z.B. eine akute Lumbalgie ist oft schon mit einer Sitzung deutlich besser. Chronische Erkrankungen, die schon über lange Zeit bestehen, bedürfen auch mehreren Sitzungen. Deswegen kann man dies pauschal so nicht sagen.
7. Wie lange dauert eine Sitzung? Meist zwischen 30 und 45 Minuten. Aber auch diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Denn auch der Zeitansatz einer Behandlung hat etwas mit dem Krankheitsbild und dem Menschen zu tun, den ich behandle: Ist es eher eine Erkrankung und ein Menschentyp dem ich Energie geben muss, oder eher eine Erkrankung/ein Menschentyp dem Energie entzogen werden muss. Bei ersterem Fall wird die Behandlung länger dauern als bei dem zweiten.
8. Warum werden die Nadeln zum Teil erhitzt? Dies wird meist mit Moxa-Kraut gemacht, das ist eine chinesische Beifuß-Art. Diese strahlt eine Wärme in einer ganz bestimmten Wellenlänge ab, die dem Körper Energie geben soll. Mittlerweile gibt es auch Lampen, die der Wellenlänge des Moxa-Krauts angepasst sind, und die man ähnlich einer Rotlichtlampe auf ein bestimmtes Körperareal, in dem sich dann oftmals auch Akupunkturnadeln befinden, richten kann. Dies hat ein ganz entscheidenden Vorteil zum Moxa-Kraut: es riecht (eigentlich muss man fast schon von stinken reden) nicht und raucht nicht so wahnsinnig, wie das echte Moxa, das es aber auch schon in einer fast “rauch-und stinkfreien“ Version gibt.
9. Ist die Akupunktur für alle Altersgruppen geeignet, also auch für Kinder und alte Menschen? Prinzipiell ja. Allerdings werde ich persönlich, und auch viele Kollegen, mich hüten, ein Kind zu nadeln. Denn wie oben schon beschrieben, ist es auch oft mit Schmerzen behaftet und dies kann man einem Kind nicht unbedingt erklären, warum es das jetzt über sich ergehen lassen sollte. Aber es gibt Laser mit denen man die Akupunkturpunkte sozusagen “beschießen“ kann, die absolut schmerzfrei sind. Damit kann man dann auch Kinder behandeln, allerdings sind diese Geräte auch sehr teuer.
10. Wie reagieren die Patienten auf die Behandlung? Sind sie aufgeschlossen oder eher skeptisch eingestellt? Die meisten Patienten, die mit der Frage zu mir kommen, ob ich sie akupunktieren kann, sind meistens schon sehr aufgeschlossen und auch oftmals mit der Materie etwas vertraut. Manche allerdings sehen die Akupunktur als ihre letzte Hoffung an, da sämtliche konventionelle Therapien schon gescheitert sind, sind aber auch nicht wirklich davon überzeugt, dass so eine kleine Nadel irgendetwas bringen könnte. Da muss man dann schon einige Überzeugungsarbeit leisten, wobei die beste natürlich die Besserung der angegebenen Beschwerden ist. Aber einem Patienten, der von vorne herein sagt, dass er von der Akupunktur gar nichts hält, würde ich dies auch nicht anbieten.
11. Wie ist die Akzeptanz unter den medzinischen Kollegen? Unterschiedlich. Die einen sind der Akupunktur vollkommen abgeneigt, die anderen finden für sich selber nichts daran, aber sind doch so offen eingestellt, dass sie zumindest den Patienten die Akupunktur empfehlen und sie dann eventuell bei mir vorstellen. Wieder andere haben die Akupunktur in ihren Praxis- und auch Klinikalltag so mit eingebunden, dass sie gar nicht mehr wegzudenken ist.
12. Wie sehen Sie die Zukunft der Akupunktur in der westlichen Medizin? Ich denke, sie wird noch mehr Einfluss in der westlichen Medizin bekommen. So wie auch die restlichen alternativen Heilverfahren immer mehr Zuspruch finden. Komisch nur, dass die Chinesen sich zur Zeit immer mehr der westlichen Medizin zuwenden, oder?
Vielen Dank für das Interview.
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])) |
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6. Lachen ist gesund - Witz der Woche: Fritzchen bei der Bundeswehr
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Der kleine Fritz ist bei der Bundeswehr und möchte seiner Mutter und seiner Oma ein Foto von sich schicken. Leider hat er nur ein einziges Bild von sich, und darauf ist er auch noch nackt!
Da denkt er sich: "Oma sieht ohnehin schlecht, da schicke ich ihr also die untere Hälfte!"
Gedacht, getan! Er schneidet das Foto in der Mitte durch und schickt die obere Hälfte an seine Mutter und die untere an seine Oma.
Nach zwei Tagen öffnet Oma seinen Brief und sagt: "Ach ja, das Fritzchen...wie immer unrasiert und die Krawatte hängt auch schief!".
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| 7. Frisch frei gegebener Cartoon der Woche: Aufklärungsgespräch
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| Autor(in): Daniel Lüdeling ([email protected]) |
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Mit unserem neuen Angebot möchten wir dir unterhaltsame Fortbildung, Neuigkeiten und interessante Zusatzinformationen in DMW Qualität bieten – wann und wo du möchtest! Für heute haben wir eine neue Folge Podcast mit folgendem Thema ausgewählt:
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Immer mehr Amputationen in Deutschland?
Gefäßerkrankungen sind immer mehr auf dem Vormarsch und werden in den nächsten
Jahrzehnten drastisch zunehmen. Darin waren sich die Experten auf der
diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) in
Mannheim einig. Den interdisziplinären Ansatz von Gefäßzentren begrüßten die
Mediziner als richtigen Weg, um weit verbreiteten Krankheiten wie der peripheren
arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) richtig und vor allem rechtzeitig zu
begegnen.

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idw - Mit vielversprechenden Erfolgen sind in jüngster Zeit neue Verfahren praktiziert worden, bei denen man Herzklappen-Prothesen nicht mit der üblichen offenen Operation, sondern mittels eines Katheters ins Herz einbringt. "Diese neu entwickelte Technik stellt einen großen Fortschritt für Patienten dar, für die eine offene Operation ein sehr hohes Risiko bedeuten würde", sagt Prof. Dr. med. Hans-Reiner Figulla, Direktor der Kardiologie im Universitäts-Herzzentrum Jena und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. So wird bei der üblichen Operation das Brustbein eröffnet, das Herz muss vorübergehend stillgestellt, seine Funktion durch die Herz-Lungen-Maschine ersetzt werden. Für einige - vor allem sehr alte und schwer kranke - Patienten mit Begleiterkrankungen wie Herzschwäche, Nierenschwäche und Diabetes kann dies riskant sein.
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Erfahrungen mit der alternativen Katheter-Technik gibt es bislang vor allem beim Ersatz der Aortenklappe. Eine Verengung dieses Ventils zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader (Aortenklappenstenose) ist besonders im höheren Lebensalter häufig und kann die Pumpfähigkeit des Herzmuskels erheblich einschränken. "Bei dem neuen Verfahren wird die neue Klappe, die in ein Metallgeflecht (Stent) eingenäht und auf 6 bis 7 Millimeter zusammengefaltet ist, über einen Katheter ins Herz vorgeschoben. Den Katheter bringt der Arzt entweder über eine Leistenarterie oder die Herzspitze in den Körper", erläutert Prof. Figulla. Bei schlagendem Herzen spannt sich dann die neue Herzklappe im Bereich der alten Klappe auf, überlagert diese und übernimmt deren Funktion.
Dem Vorteil des Verfahrens, auf eine große Operation verzichten zu können, stehen allerdings auch Nachteile gegenüber. So sind die mittels Katheter eingeführten Klappen nicht ganz so dicht wie eingenähte, und es kann beim Vorschieben des Katheters zu Verletzungen der großen Arterien oder der Kammerscheidewand kommen. Zu den möglichen Folgen zählen Schlaganfälle (3 - 5 % der Patienten) oder Herzrhythmusstörungen mit der Notwendigkeit, einen Herzschrittmacher einzusetzen. "Der Aortenklappenersatz mit Kathetertechnik ist also keineswegs risikofrei. Für Patienten mit erhöhten Operationsrisiken bedeutet das innovative Verfahren dennoch eine wertvolle Behandlungsalternative, und neue Entwicklungen werden die Technik vereinfachen", ist Prof. Figulla überzeugt. Weltweit wurden nach aktuellsten Statistiken bisher rund 4000 solcher Eingriffe an der Aortenklappe vorgenommen. Neue, zum Teil noch in Erprobung befindliche Katheterverfahren gibt es mittlerweile auch für die Behandlung erkrankter Mitralklappen.
Langzeiterfahrungen liegen beim kathetergestützten Klappenersatz noch nicht vor. "Inwieweit dieser anderen Methoden über- oder unterlegen ist, muss daher in wissenschaftlichen Studien weiter erforscht werden", kommentiert der Herzchirurg Prof. Dr. med. Friedhelm Beyersdorf von der Universitätsklinik Freiburg. Und er weist auf die Ergebnisse des nach wie vor für die meisten Patienten in Frage kommenden Klappenersatzes mittels Operation hin: "Diese Ergebnisse sind - dank der ständig verbesserten Operationstechnik und moderner künstlicher Herzklappen - mittlerweile sehr gut, und schwere Komplikationen sind selten. Gleichzeitig werden auch bei Klappenoperationen zunehmend schonendere bzw. minimal-invasive Methoden eingesetzt."
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Pierre König ([email protected]) |
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