25.11.2008

Ausgabe 424

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591681 Arbeiten in der Schweiz:
Wie sieht das Arbeitsleben in einer Psychiatrie in der Schweiz aus? Welche Erfahrungen und Erlebnisse Daniel während seines Famulaturaufenthaltes hatte, erfährst du hier. ....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Friedrich-Thieding-Preis für sehr gute Studienleistungen
3.Pfiffig kombiniert und studentenfreundlich
  
4.Therapeutische Impfstoffe
5.Cartoon der Woche: Cartoonist
6.Nicht allein mit der Depression
  
7.Ein Schmunzeln kann nicht schaden
8.Anatomie-Special: Interviews zum Präpkurs
9.Medizin im TV - Hauptsache Gesund
  
10.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Newsletters für alle Mediziner. Die Friedrich-Thieding-Stiftung des Hartmannbunds wird zum ersten Mal im Jahr 2009 einen mit 1.000 € dotierten Preis an einen verdienten Studenten für besonders gute Studienleistungen und Engagement im berufs- und sozialpolitischen Umfeld vergeben.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen! Nachladen? Bitte F5 druecken!


Im dritten Teil unseres Artikelspecials zu Vorsorge und Sicherheit verraten wir dir diesmal, wie du bereits als Student, PJ´ler oder junger Arzt sowohl Vermögen aufbauen als auch den Verlust deiner Arbeitskraft absichern kannst.
Ein Famulant berichtet über seine Eindrücke und Erlebnisse während seines Arbeitsaufenthaltes in der Schweiz in einer Psychiatrie in St. Urban.
Diesen Bericht und weitere interessante Meldungen findest du im heutigen Newsletter. Eine neue Folge Medizin im TV und ein frischer Rippenspreizer Cartoon runden das Angebot ab.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 02.12.2008:
o Ersti-Tagebuch Folge 5: Mein Duschklo
o Cartoon der Woche: Malteser

  

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Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie Übernachtung und Verpflegung sind kostenlos.

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 2. Friedrich-Thieding-Preis für sehr gute Studienleistungen

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„Friedrich-Thieding-Preis“
Würdigung sehr guter Leistungen und Engagement im berufs- und sozialpolitischen Umfeld während des Medizinstudiums


Die Aufgabe der in den siebziger Jahren gegründeten Friedrich-Thieding-Stiftung des Hartmannbundes ist in erster Linie die Förderung der Forschung, Lehre und Erwachsenenbildung auf allen Gebieten des Gesundheitswesens und insbesondere der ärztlichen Berufsausübung. Seit vielen Jahren bilden Seminare für Ärzte und Medizinstudenten den Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Neben diesen Themenfeldern hat sich die Friedrich-Thieding-Stiftung auch der Unterstützung und Förderung bedürftiger Medizinstudenten verpflichtet, um diesem Personenkreis den Weg in die berufliche Existenz zu erleichtern.

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Nun möchte die Stiftung als Motivation und Förderung für diesen Personenkreis erstmals den

  • „Friedrich-Thieding-Preis“ für sehr gute Studienleistungen und für berufs- und sozialpolitisches Engagements während des Medizinstudiums
ausschreiben.

Der Preis ist mit 1.000,00 € dotiert und wird im Rahmen des jährlichen Parlamentarischen Abends des Hartmannbundes in Berlin verliehen. Neben den herausragenden fachlichen Leistungen im Physikum oder Examen und eines nachweisbar berufs- und sozialpolitischen Engagement, werden gemäß des Satzungsrechts die Aspekte einer erschwerten persönlichen Situation aufgrund finanzieller Bedürftigkeit oder sonstiger Umstände in die Wertung mit einbezogen.

Mehr Informationen zu den Voraussetzungen, zum Antrag und zum Bewerbungsverfahren erhalten Sie hier.

Friedrich-Thieding-Stiftung des Hartmannbundes
Johanna Czarnetzki
Tel.: 030 206 208 53
E-Mail: [email protected]
Internet: www.hartmannbund.de

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an den Vorsitzenden der „Friedrich-Thieding-Stiftung“,
Dr. med. Michael Eichhorn,
Schützenstraße 6a, 10117 Berlin.

Einsendeschluss ist der 1. März 2009

Für Fragen steht Ihnen Johanna Czarnetzki unter der Telefonnummer 030 – 206 208 53 gern zur Verfügung

Quelle: Hartmannbund.de


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Hartmannbund
  
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Effektive Examensvorbereitung



Hamburg Termin wegen Raumabsage verschoben - neuer Termin wird in Kürze bekanntgegeben
Frankfurt 27.11.
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Bonn
01.12.
Berlin 04.12.
Marburg 11.12.

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 3. Pfiffig kombiniert und studentenfreundlich - DocD'or

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Im dritten und letzten Artikel möchten wir dir kurz die Möglichkeit vorstellen, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: wir verraten dir, wie du bereits als Student, PJ´ler oder frisch ins Berufsleben startender Arzt sowohl Vermögen aufbauen als auch den Verlust deiner Arbeitskraft, also das Risiko der Berufsunfähigkeit, absichern kannst. So geht kein Cent der von dir eingezahlten Beiträge verloren, sondern wandert später wieder zurück in deinen eigenen Geldbeutel, und dies noch dazu gemäß Zins und Zinseszins kräftig vermehrt. Wie funktioniert das?

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Studenten- und Jungarzttarife erleichtern den Einstieg
Dem medizinischen Nachwuchs wird unter die Arme gegriffen

In Sachen Altersvorsorge und Schutz vor Berufsunsicherheit gibt es am Markt von einigen Anbietern vor-finanzierte und kräftig subventionierte Berufsstarter- bzw. Studententarife, bei denen der Student oder PJ´ler einen vergünstigten Anfangsbeitrag zahlt, der zum studentischen Geldbeutel passt und nicht weh tut, gleichzeitig allerdings vollen Schutz vor Berufsunfähigkeit bietet. Alles getreu dem Motto: Reduzierte Beiträge bei vollem Leistungsschutz. Im Versicherungsfall erhältst du also bereits als Student das volle Leistungsspektrum eines Arztes, zahlst allerdings zunächst nur den kräftig reduzierten, studentischen Beitrag. Das Geld geht auch nicht verloren, sondern wird für den – hoffentlich eintretenden Fall eines normalen Erwerbslebens – Gewinn bringend und risikoarm angelegt, so dass du über die Zeit hinweg ein kleines Vermögen aufbauen kannst.

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Zu Teil 1 unseres Specials

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Zu Teil 2 unseres Specials
  
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 4. Therapeutische Impfstoffe

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idw - SARS, Vogelgrippe, Ebola - gefährliche Viruserkrankungen nehmen immer weiter zu. Gegen viele Erreger gibt es bislang noch keinen Impfschutz. Besonders gefährlich sind die Zoonosen: Diese Krankheiten können vom Tier auf den Menschen übertragen werden - mit teilweise tödlichem Ausgang.

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Ein solcher Erreger ist das West Nil Virus WNV, das 1937 in Uganda entdeckt wurde. 1999 in die USA eingeschleppt, hat WNV sich binnen fünf Jahren flächendeckend über ganz Nordamerika ausgebreitet und droht nun weltweit aufzutreten. Annähernd 400 Menschen sind in diesem Zeitraum in den USA an einer Infektion mit WNV verstorben. Ein neuer Impfstoff soll nun schützen.

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI in Leipzig haben den Impfstoff auf DNA-Basis entwickelt. "Bei der DNA-Impfung werden anstelle eines ganzen Virus nur kleine DNA-Moleküle des Erregers injiziert - bestimmte Plasmide. Sie enthalten die Erbinformation für die Antigene, gegen die der Körper Antikörper bildet. So lässt sich der natürliche Infektionsweg des Virus nachbilden, ohne dass eine Erkrankung ausgelöst wird", erklärt Privatdozent Dr. Matthias Giese, Leiter der Impfstoffentwicklung am IZI. Bei den herkömmlichen Impfstoffen werden abgetötete oder abgeschwächte Varianten des Erregers verabreicht. Der Körper bildet die entsprechenden Antikörper und wird immun. Es kann auch ein Impfserum gespritzt werden, das die Antikörper schon enthält. Diese Schutzimpfungen sind vorbeugend. Der DNA-Impfstoff hat gegenüber klassischen Impfstoffen viele Vorteile: Er ist im Vergleich zu Lebendimpfstoffen biologisch absolut sicher - kann die Krankheit also nicht hervorrufen -, aktiviert alle Abwehrmechanismen, die der Körper bietet, ist preiswert zu produzieren und einfach zu lagern, da er nicht gekühlt werden muss - ideal besonders für subtropische und tropische Länder.

"Da sich das Immunsystem von Menschen zu dem anderer Säugetiere kaum unterscheidet, entwickeln wir einen speziesübergreifenden Impfstoff für die Veterinär- und die Humanmedizin. Außerdem lässt sich die DNA-Vakzine im Gegensatz zu den klassischen Impfstoffen sowohl prophylaktisch, also vorbeugend, als auch therapeutisch an-wenden, also wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist", erläutert Giese die weiteren Vorzüge. Erste Tests hat der WNV-Impfstoff bereits erfolgreich bestanden. Dr. Matthias Giese rechnet damit, dass die Laborarbeiten bis Ende 2009 abgeschlossen sein werden. Nach einem etwa dreijährigen Zulassungsverfahren mit klinischen Tests könnte der weltweit erste therapeutische WNV-Impfstoff auf den Markt kommen.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): Dr. Janine Drexler ([email protected])
  
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Fraunhofer-Gesellschaft Pressemeldungen

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idw - Informationsdienst Wissenschaft
  
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 5. Frisch frei gegebener Cartoon der Woche: Cartoonist

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Autor(in): Daniel Lüdeling ([email protected])
  
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 6. Nicht allein mit der Depression - vor und nach der Geburt

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idw - Nach der Geburt nur Angst und Trauer statt Mutterliebe: Damit betroffene Frauen vor und nach der Geburt möglichst schnell professionelle Hilfe finden, arbeitet die Mutter-Kind-Einheit an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg nun eng mit der Universitäts-Frauenklinik zusammen.

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Seit August 2008 gibt es eine Peripartal-Station, die an die Mutter-Kind-Einheit der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie angegliedert wurde. Dort werden Frauen gemeinsam von Frauenärzten, Psychiatern und Psychologen betreut. Die Heidelberger Peripartal-Station, die bei einer Pressekonferenz am 30. Oktober 2008 vorgestellt wurde, ist die erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland.

Elf Prozent der Mütter leiden in den ersten drei Monaten nach der Geburt unter Angststörungen, sechs Prozent unter Depressionen. Im Gegensatz zu den häufigen Stimmungstiefs innerhalb der ersten Woche nach der Geburt ("Baby-Blues") können Angststörungen oder Depressionen unbehandelt über Monate oder Jahre anhalten. "Psychische Probleme vor und nach der Geburt sind noch immer ein Tabu-Thema", erklärte Dr. Corinna Reck, Leiterin der Mutter-Kind-Einheit in Heidelberg. "Von Müttern wird nach der Geburt erwartet, glücklich zu sein. Betroffene Frauen wollen sich daher häufig niemandem anvertrauen, dadurch verlängert sich ihr Leidensweg."

Anzeichen schon während der Schwangerschaft erkennen
Besonders gefährdet sind Frauen, die bereits vor der Geburt unter psychischen Problemen litten. "Es ist wichtig, dass Gynäkologen und Hebammen Warnsignale bei Schwangeren erkennen und auch ernst nehmen", sagte Privatdozent Dr. Holger Maul, Leiter der Perinatalmedizin an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg. Die Ärzte der Geburtshilfe-Abteilung an der Universitäts-Frauenklinik sprechen ihre Patientinnen auch bei leichten Auffälligkeiten, wie Niedergeschlagenheit oder geäußerter Besorgnis, gezielt an und stellen bei Bedarf den Kontakt zur Mutter-Kind-Einheit her.

Die Heidelberger Mutter-Kind-Einheit ist Anlaufstelle für alle schwangeren Frauen und Mütter, die sich bei psychischen Problemen und bei Schwierigkeiten mit ihrem Kind Unterstützung wünschen. Auf der Peripartal-Station stehen für Schwangere zwölf stationäre Betten sowie zwei teil-stationäre Plätze und für Mütter mit ihren Kindern sechs Plätze zur Verfügung. "Der Bedarf geht aber weit über unsere Kapazitäten hinaus", erklärte Dr. Reck.

Besonders bei Risikoschwangerschaften greift die Rundum-Versorgung auf der Peripartal-Station: Solange es der Gesundheitszustand erlaubt, wird die schwangere Patientin in der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie untergebracht und von den Gynäkologen der Frauenklinik weiter betreut. Später besuchen sie die Psychologinnen und Ärztinnen der Mutter-Kind-Einheit auf der Schwangeren- und der Wöchnerinnenstation. Anschließend kann sie gemeinsam mit ihrem Kind in die Peripartal-Station der Mutter-Kind-Einheit zurückkehren. So entstehen keine Unterbrechungen in der psychologischen Betreuung.

Heidelberger Therapiemodell fördert Mutter-Kind-Beziehung
Das Heidelberger Therapiemodell konzentriert sich neben der seelischen Gesundheit der Mutter auch auf die gesunde Entwicklung des Kindes. Das eingespielte Team aus Psychologen, Ärzten, Fachpflegekräften für Psychiatrie und Kinderheilkunde, Sozialarbeitern, Musik-, Ergo-, Gestaltungs- und Bewegungstherapeuten unter der Leitung von Corinna Reck gewährleistet eine umfangreiche Betreuung von Mutter und Kind sowie auf die Bedürfnisse der Frauen abgestimmte Behandlungsangebote. Für Schwangere gibt es spezielle Angebote, wie die Körpertherapie, die ihnen helfen eine positive Einstellung zu sich und ihrem ungeborenen Kind zu gewinnen.

"Wir wollen die Frauen in ihrem Mutter-Sein bekräftigen. Viele haben ein sehr negatives Selbstbild und glauben, eine schlechte Mutter zu sein", so Dr. Corinna Reck. Neben den Psychotherapien gibt es Mutter-Kind-Therapien, wie verhaltens- und musiktherapeutische Müttergruppen, Interaktionstherapie, Anleitung zur Baby-Massage und eine Spielgruppe für ältere Kinder. Die Beteiligung der Väter oder anderer Familienmitglieder an der Therapie ist erwünscht.

"Besonders wichtig war für mich, dass immer ein Ansprechpartner da war und dass ich mich mit anderen betroffenen Frauen austauschen konnte. Das hat mir Kraft und Sicherheit für die Zeit nach der Behandlung gegeben", beschrieb die ehemalige Patientin Katja Merly. Die 29-Jährige aus dem hessischen Bürstadt litt nach der Geburt ihrer Tochter unter Depressionen und Panikattacken, kam mit der Situation schließlich nicht mehr zurecht. "Die Therapie hat mir sehr geholfen, ich bin bei mir angekommen."

Mobile Bezugspersonen geben Zuhause Sicherheit
Nach dem Klinikaufenthalt helfen die Mitarbeiterinnen der Mutter-Kind-Einheit im Rahmen des Mobilen Bezugspersonensystems (MBS) den Müttern und Familien dabei, den Alltag mit Kind zu meistern: Eine Bezugsperson aus der stationären Therapie, z.B. eine Krankenschwester, besucht die Patientin bei Bedarf regelmäßig zu Hause. Die Patientin kann nach ihrer Entlassung an Gruppen- und Einzelangeboten des MBS teilnehmen oder die "Mama Care Weekends" besuchen, Wochenendworkshops mit Entspannungstechniken, Selbsterfahrung, und Kreativangeboten, die zweimal im Jahr stattfinden. Seit 2007 können sich betroffene Schwangere und Mütter auch an die Selbsthilfegruppe "Zwickmühle" wenden.

Im Gegensatz zur Wochenbettdepression gibt es nur wenige Untersuchungen zu den Folgen einer Angsterkrankungen nach der Geburt eines Kindes: Daher untersucht das Team der Mutter-Kind-Einheit der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg derzeit in einer Studie, wie die kindliche Entwicklung und frühkindliche Stressreaktionen durch die Angsterkrankung der Mütter beeinflusst werden.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): Dr. Annette Tuffs ([email protected])
  
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 7. Ein Schmunzeln kann nicht schaden
Arbeiten in einer Schweizer Psychiatrie

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Ein Freund erzählte mir beim Grillen von seiner Famulatur in der Schweiz, bei der er 800 Franken pro Monat verdiene und auch immer erst um acht Uhr anfangen müsse. Als ich von diesen geradezu paradiesischen Zuständen erfuhr, war mir sofort klar, dass ich dies nach dem 4. Studienjahr auch machen wollte.

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Im Dezember bewarb ich mich schließlich schriftlich um eine Stelle in St. Urban, ohne wirklich daran zu glauben, dass daraus noch was werden könnte, da ich die Stelle bereits Mitte Juli des nächsten Jahres anzutreten hätte. Nach allem, was ich bis dahin gehört hatte, hatte ich mir zuviel Zeit mit meiner Bewerbung gelassen und rechnete also mit einer Absage. Andere Spitäler hatte ich auch nicht angeschrieben. Aber Glück gehabt: Nach ein paar E-Mails mit der netten Chefsekretärin bekam ich meinen Arbeitsvertrag und auszufüllende Formulare zugesandt. Später bekam ich meine Zusicherung zur Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz. Es hatte also funktioniert!

Im alten Zisterzienserkloster
Ich bezog ein sehr geräumiges Zimmer in dem ehemaligen Kloster, in dessen Räumen 1873 eine Psychiatrie eröffnet wurde. Das Zisterzienserkloster aus dem 18. Jahrhundert ist wirklich ein luxuriöser Ort zum Arbeiten. In der Kirche gibt es ein sehr bekanntes, uraltes Chorgestühl und überall findet man viele ruhige Orte.
Ich bekam einen Büroplatz in der riesigen Bibliothek zugewiesen, ein Diktiergerät und ein mobiles Diensttelefon. Am Haupteingang fiel mir auf, dass alle neuen Mitarbeiter per Aushang begrüßt wurden, auch mein Name war ausgewiesen mit der Zusatzbezeichnung „Unterassistent“. Dazu ein paar nette Worte zum Arbeitsbeginn: „Ja, die Schwiez, die ist heimelich!“

Nach zwei Wochen Schon- bzw. Einarbeitungszeit auf der Suchtstation für Alkohol und Benzodiazepine kam ich auf die Akutstation, was meiner Meinung nach ein Glücksfall gewesen ist, da ich auch auf der von mir weniger bevorzugten Gerontopsychiatrie hätte landen können. Ich wurde in den ersten vier Wochen von einer netten Assistenzärztin unter die Fittiche genommen. Mein Tag begann wirklich um acht, ich checkte schnell meine E-Mails und ging zehn Minuten später zum Ärzterapport, wo die Neuzugänge und Notfallzuweisungen kurz vorgestellt wurden.
Das war immer recht amüsant, weil psychiatrische Patienten eben Dinge tun, die ganz „normale“ Patienten nicht machen. Doch genau das macht die Schwierigkeit
der Psychiatrie aus: Ich habe mich selbst schon oft dabei erwischt, dieses Chaos, das dadurch entsteht, als äußerst belastend zu empfinden. Danach ging es für gewöhnlich zum Stationsrapport, der hier zu meinem Erstaunen ohne Patienten abläuft. Visiten, wie sie in Deutschland üblich sind, finden hier nicht statt, vielmehr gibt es hier einen straff organisierten Informationsfluss vom Pflegefachpersonal zu den Ärzten, die dann ihre Gesprächstermine mit den einzelnen Patienten zwecks Klärung des Behandlungsfortschrittes und eventueller medikamentöser Umstellung planen. Auch gibt es hier die Berufsbezeichnung „diplomierter Psychiatriepfleger“, man kann das System also insgesamt als professioneller bezeichnen.

Alle sagen „Du“
Die Akutstation war regelmäßig überfüllt und ich hatte nach nur einem Monat vier Patienten zu betreuen, als ich in einer interdisziplinären Dienstbesprechung sagte, dass ich mich mit Körperstatenerhebungen unterfordert fühlen würde. So werden Medikations- und andere Vorschläge von mir dankenswerter Weise aufgenommen, die ich dann auch verordnen darf. Was noch hervorzuheben ist und womit ich am Anfang enorme Schwierigkeiten hatte: Es duzen sich hier alle, der Oberarzt den Chefarzt und der Unterassistent den Chefarzt, den Oberarzt und die Assistenzärzte sowieso. Also schlicht alle. Das ist wirklich symptomatisch für den Unterschied einer ärztlichen Tätigkeit in der Schweiz oder in Deutschland. Meine Patienten bieten fast die ganze Palette von psychiatrischen Krankheitsbildern: Affektive Störungen, schizoaffektive Störungen, Schizophrenien floriend und Residuen, Persönlichkeitsstörungen und Sucht, was die ganze Sache sehr abwechslungsreich macht.

Ich hatte vorher schon einmal in Deutschland in der Psychiatrie gearbeitet. Ein enormer Vorteil, macht man die ganzen Anfängerfehler nicht, was einem hier aber sicher auch keiner übel nähme.
Nachmittags versuchte ich der Station fern zu bleiben, denn dort muss man sich die Computer mit den Pflegekräften teilen, was diese nicht gerne sehen. Also zog ich mich, wie die anderen Ärzte auch, in mein Büro zurück. Man kommt praktisch nur noch mal auf die Station, wenn es einen Eintritt gibt, ein Patientengespräch anberaumt ist oder ein Notfall vorliegt, letzteres geschieht eher selten. Blutentnahmen machen in der Schweiz generell die Pflegefachkräfte, so dass ich meine Technik hier leider kaum perfektionieren konnte.

Wichtiges Wissen
Alles in allem, kann ich St. Urban und die Schweiz sehr empfehlen. Ein Tertial Psychiatrie bringt für die spätere Tätigkeit wichtiges Wissen mit sich, da psychiatrische Erkrankungen nicht gerade selten sind. Wer sich für Psychiatrie grundsätzlich interessiert, kann so herausfinden ob es auch im Arbeitsalltag das Richtige für ihn ist. Ein großer Bonus ist: In diesem Fach gibt es, bei aller Professionalität, im Vergleich zu vielen anderen Gebieten doch ab und zu mal was zum Schmunzeln. Und das tut dem Mediziner sicher nicht schlecht.


   
Autor(in): Daniel Kloppert ([email protected])
  
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 8. Anatomie-Special: Interviews zum Präpkurs

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Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.

1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor?

Alles wirkte sehr sauber und steril, gar nicht "gruselig". Es wahr ein sehr aufregendes Gefühl, man fühlte sich als Mediziner.

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2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präp-Kurses schon vermehrt an das „Erste Mal Präppen“ gedacht? Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?

Ich hatte vorher einige Schauermärchen gehört und war dementsprechend eingestellt, vor allem aber sehr neugierig. In einer einstündigen Einführungsvorlesung wurde das Procedere der Fixation u.ä. besprochen.

3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präpkurs gegangen? Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?

Ich erwartete mir einen fachlich und ethisch anspruchsvollen und lehrreichen Kurs und wurde nicht enttäuscht.

4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präp-Kurses, an das du dich noch heute erinnerst?

Die Entnahme des ZNS sowie die Eröffnung von Thorax und Perikard.

5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?

Der Bewegungsapparat - eine sehr große Stoffmenge und relativ eintönig.

6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?

Die Darstellung von Gefäßen mit Abgängen und die Präparation der Muskeln.

7. Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?

Die Präparation der Genitalorgane und die versehentliche Verletzung einer Darmschlinge fand ich sehr unangenehm.

8. Wie häufig und wie lang fand der Präpkurs statt?

Der Kurs fand zwei mal pro Woche à 3 Stunden ca. 12 Wochen lang statt, hinzu kamen Seminare und (freiwillige) freie Präparations- und Nachschautermine.

9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder ging das abwechselnd?

Das war je nach Präparationsgebiet unterschiedlich: Bewegungsapparat meist alle gleichzeitig, Kopf, Situs meist abwechselnd, aus Platzmangel.

10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert werden?

Es gab 4 mündliche (Bewegungsapparat, Situs I + II, Kopf/Hals) und 2 schriftliche Testate (Situs I, Kopf/Hals).

11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht. Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach dran gewöhnt?

Nach kürzester Zeit war der Umgang mit Leichen relativ problemlos.

12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen, gesprochen?

Ja, in der Einführungsvorlesung zum Präpkurs.

13. Gab es nach dem Ende des Präp-Kurses eine Art Trauerfeier, an der auch die Präp-Kurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor, woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?

Es gab eine Aussegnungsfeier in der Kirche, bei der sowohl Studenten und Dozenten als auch Angehörige erschienen sind. Es wurde mir bewusst, dass die präparierte Leiche ein Mensch mit Namen und persönlicher Geschichte war.

14. Würdest du gerne den Präp-Kurs noch einmal absolvieren (weil es so großen Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".

Ich würde gerne den Präpkurs wiederholen (aus Interesse) und könnte mir vorstellen, als Tisch-Assistent zu arbeiten.

15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präp-Kurs noch vor sich haben?

Ich würde den Studenten raten, möglichst viel aus dem Kurs mitzunehmen, sowohl fachlich als auch moralisch/ethisch, da es wirklich eine einzigartige Erfahrung und für das Verständnis der Anatomie unerlässlich ist.

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 9. Medizin im TV - Hauptsache Gesund

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Jeden Donnerstag um 21 Uhr eine neue Folge von "Hauptsache Gesund", dem Ratgebermagazin im TV mit vielen Tipps und guten Ratschlägen zur menschlichen Gesundheit.

Name der Sendung:
Hauptsache Gesund

Thema der Folge:
Alt, aber gesund!

Sendezeit:
27.11.2008 - 21:00 Uhr bis 21:45 Uhr auf MDR

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!


Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts um rund 30 Jahre gestiegen. Derzeit liegt sie bei Frauen bei 82 Jahren, Männer werden durchschnittlich 77 Jahre alt. Doch wie gelingt ein gesundes und zufriedenes Altern? Hauptsache Gesund stellt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Altersforschung vor.

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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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