Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwanger in der Weiterbildung - Was darf man?
Arrhythmie
15.05.2021, 21:28
Hat man eigentlich beim Beschäftigungsverbot eine Mitsprachemöglichkeit? Und wird
man aktuell Pro-forma wegen Corona ins BV geschickt? Mir fehlen noch wenige Monate, bis ich meine Weiterbildung fertig habe, die ich auch gerne weiter arbeiten möchte. Allerdings habe ich Sorge wegen der Dienste und wenn ich dem Chef zu früh Bescheid gebe, dann dementsprechend auch direkt ins BV zu müssen..
Ich bin sofort nach Bekanntgabe der Schwangerschaft ins BV geschickt worden, so wie alle Ärztinnen hier. Und nein, ich hatte kein Mitspracherecht.
Also unser Betriebsarzt hat mir ein BV dringend empfohlen. Ich hätte aber auch drauf bestehen können, weiter arbeiten zu wollen. Wahrscheinlich hätte es dann Gespräche mit meinem Chef und der Geschäftsführung gegeben. Letztendlcih tragen die ja, wie hier schon erwähnt, die Verantwortung. Nur eine patientenferne Tätigkeit wäre dann akzeptiert worden. Hier wird eigentlich auch jede gleich ins BV geschickt, aber es gab letztes Jahr - lange vor der Impfung! - auch eine Ausnahme. Bei den Internisten durfte eine kollegin weiter arbeiten. Die hat aber auch nur im Arztzimmer gesessen und Langzeit EKG ausgewertet. Null Patientenkontakt. Aber sie hat das auch wegen der Weiterbildungszeit gemacht, meinte sie. Es gibt also Verhandlungsspielraum, aber da muss man einen guten Plan haben und der Chef muss mitspielen.
FrauMimimi
20.05.2021, 12:35
Ich habe auch -gewollt- Schwanger weitergearbeitet, aktuell 6. Monat. Nun würde ich doch gerne ins BV. Ich mache keine Dienste mehr und bediene die Ambulanz nicht mehr. Auf Station habe ich ganz normal Patientenkontakt, allerdings ohne Iso-Zimmer zu betreuen. Nun hatte ich mehrfach hintereinander das "Vergügungen", dass ich unwissentlich Covid-positive Patienten betreut habe bzw. Patienten in Quarantäne, die wir aus anderen Krankenhäusern übernommen hatten. Das hat mich sehr verunsichert. Zudem macht mir das ständige FFP2-Maske tragen (auch am Schreibtisch) zu schaffen und die knappe ärztliche Besetzung erlaubt mir kaum mir kurze Pausen zu gönnen bzw meine Arbeitszeit einzuhalten. Eine reine patientenferne Tätigkeit ist nicht möglich. Der Betriebsarzt sieht dennoch keine Veranlassung für ein komplettes Beschäftigungsverbot. Ist es sinnvoll sich hierbei als nächstes an das Gewerbeaufsichtsamt zu wenden und darauf hinzuweisen, dass die Gefährdung sich anders darstellt, als sie in der Gefährdungsbeurteilung niedergeschrieben wurde? Welche Optionen stehen mir noch zur Verfügung?
sunnyside_24
20.11.2024, 18:52
Hallo :) 👋🏼
Ich hoffe es zählt nicht als "Leichenfeldern" wenn ich hier nochmal auf den thread antworte aber es geht bei mir um genau das gleiche Thema...
Ich bin schwanger, habe es dem Chef mitgeteilt und auch gesagt dass ich gerne weiterarbeiten möchte woraufhin direkt durch die Blume kam dass er denkt das geht sowieso nicht weil es keinen sicheren Arbeitsplatz gibt... war natürlich ziemlich deprimierend
Ich werde jetzt mal beim Betriebsarzt anfragen wie es denn da mit der Gefährdungsbeurteilung aussieht aber nach der Antwort vom Chef gehe ich ehrlich gesagt davon aus dass es die sowieso nicht gibt (wie es ja anscheinend oft ist)
Gibt es denn hier irgendwelche Erfahrungen aus der letzten Zeit wie das bei euch in der Schwangerschaft aussah? Konntet ihr weiterarbeiten oder musstet ihr ins BV?
Bei uns waren die Kolleginnen nicht im BV. Auch während der Pandemie war ein Einsatz am Schreibtisch dank digitaler Pat. akte möglich. EEG-Befundung, Diktate, Verlängerungsanträge, Rehaanträge. Überarbeitung von Einarbeitungskonzepten.
Aktuell wäre ein ganz normales Arbeiten auf Station möglich. Keine "Nadeln", keine Isos, Arbeitszeiten an Mutterschutzgesetz angepasst, keine Dienste.
Anne1970
21.11.2024, 03:47
Der Ärztinnen-Bund hat sich intensiv mit dem Thema befasst. Zur Info hier der Link zum Thema
https://www.aerztinnenbund.de/Schwangerschaft_und_Mutterschutzgesetz.0.375.1.htm l
Man kann sich zum Thema auch beraten lassen.
sunnyside_24
23.11.2024, 13:59
Danke!
Termin beim Betriebsarzt war gut :) die wussten was "erlaubt" ist und hatten auch eine Positivliste
War aber wahrscheinlich trotzdem gut sich vorher selbst zu informieren 😅
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