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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mobbing in Krankenhäusern



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morgoth
04.11.2019, 10:30
Leute :D

Choranaptyxis
04.11.2019, 10:42
9 von 10 Leuten finden Mobbing gut!

Ruthe (https://www.youtube.com/watch?v=0sT_tZxdUIk)

Mal losgelöst von der ganzen Diskussion, das erinnert mich immer daran ;)

Philip_MHH
04.11.2019, 11:24
9 von 10 Leuten finden Mobbing gut!

Und ich hab tagelang überlegt , ob ich genau das schreibe :D

cartablanca
04.11.2019, 21:50
Ich würde mit dem Pack auch nicht reden wollen!

Also erst mal kleines Danke an die paar Kommentatoren, die doch was Konstruktives schrieben. Ich werde jetzt hier nicht weiter mitlesen oder schreiben, da ich mich ja doch meistens nur ärgere. Vor Allem diese gehässigen Unterstellungen. Ich wünschte ich wäre nur annähernd so boshaft wie mich Einige darstellen, dann hätte ich weniger Probleme.
Auf diesen Comment werde ich dann aber doch noch eine Reaktion zum Abschluss hinterlassen, da ich mich schon seit einiger Zeit frage mit welcher Motivation dieser User eigentlich schreibt.

In einem anderen Thread stand Folgendes über dich:


Zitat Zitat von Kackbratze
Nachdem ich innerhalb von 5 Arbeitsstunden 48 Leben gerettet habe, frage ich den OA ob es noch "richtige" Arbeit für mich gibt, oder ob ich und mein grosses Genital sich so langsam wieder in meine Wodka-Bar des Vertrauens zurückziehen können

Dann muss das Model, das ich in meiner Wodka-Bar aufgerissen hab, halt doch bei mir noch 2 Stunden verharren und Gottes Geschenk etwas länger geniessen. Zitatende

Oh Gott seid ihr niveaulos, denkt doch auch mal daran wieviele Studenten hier reinschaun, müsst ihr denen wirklich jeden Tag, wenn ihr vom der letzten Nachdienst früh nach Hause kommt, Euren Frust auf diese Art und Weise wie hier, zumuten.
Ironie ist etwas anderes, dass hier ist einfach nur widerlich!

Es muss jetzt keiner hierauf antworten, lese es sowieso nicht mehr, denn ich geh aus diesem Forum raus, dass ist echt nicht dass, was man von einem Medizinforum erwartet.

Euch beim euch gegenseitig anpöbeln, belegen, andere oberlehrerhaft belehren und euch selber feiern weiterhin viel Spaß.
Ihr seid echt traurige Gestalten und wenn man sieht, das ihr seit vielen J a h r e n ihr hier schon schreibt, dann kann man nur sagen "welch trauriges Leben".

Die ehemalige Userin hat es dermaßen gut beschrieben, dass ich da nichts hinzufügen möchte.

xenopus laevis
04.11.2019, 22:14
Ich habe auch ein paar Jahre im OP verbringen dürfen mit sehr gewöhnungsbedürftigen Personal und habe so alles mal erleben dürfen (Instrumente werfen, beleidigen, anschreien usw.). Oberste Regel: man muss sich nicht alles gefallen lassen, aber manchmal sollte man einfach gehen/nichts sagen und ggf. den Job wechseln.

Ich mag Kackbratzes Humor seit Jahren. Er ist mein Lichtblick in diesem Forum. :-party

ehem-user-31-01-2020-1555
05.11.2019, 00:20
Oft reicht es schon nur ein kleines bisschen „anders“ als der Rest zu sein um Mobbingopfer zu werden. Erinnere mich noch gut an einen adipösen, unsportlichen Mitschüler, der ständig von einigen aus unserer Klasse gehänselt wurde. Der war super in Ordnung, entsprach nur nicht dem gängigen Erscheinungsbild. Was das Ganze für die betroffene Person für Folgen haben kann wird meist nicht bedacht (Schulwechsel, Einsamkeit bis hin zum Suizid).

Sait
05.11.2019, 10:33
Da erstellt ein User ein Thema, weil es im Krankenhaus gemobbt wird und das Mobbing geht hier im Forum weiter. Mit Sicherheit stimmt es, dass man selbstreflektierend sein sollte, insbesondere wenn sich das Mobbing durch verschiedene Krankenhäuser fortsetzt. Tatsache ist, dass in Krankenhäusern gerne gemobbt wird. Da reicht manchmal schon die Antipathie einer beliebten Schwester. Da erstehen dann auch schon mal die interessantesten Gerüchte und das setzt sich schnell so fort. Mein Tipp: Wenn es zur Qual wird und Gespräche nichts mehr bringen, dann einfach die Sachen packen und gehen.

OhDaeSu
05.11.2019, 11:30
Mein Tipp: Wenn es zur Qual wird und Gespräche nichts mehr bringen, dann einfach die Sachen packen und gehen.

Und um einer entsprechenden Dynamik in Zukunft vorzubeugen, mal bis zum Ende des Arbeitsvertrags eine "Tit for Tat"-Strategie ausprobieren. Dazu gehört aber, dass du negatives Verhalten dir ggü. auch tatsächlich sanktionierst, d.h. dich nicht nur bei einem desinteressierten OA oder in einem Forum beklagst, nicht nur drohst. Denk dir was aus, man steht als Altassistent im hierarchischen Gefüge wie auch fachlich und kognitiv ja idR deutlich über der Pflege. Manche Leute brauchen immer mal eine mehr oder weniger subtile Erinnerung, wo ihr Platz ist. Ist anfangs bestimmt schwer, wenn man einigermaßen harmoniebedürftig ist, kann aber helfen langfristig nicht mehr in die Opferrolle zu rutschen.

Sait
05.11.2019, 13:28
Und um einer entsprechenden Dynamik in Zukunft vorzubeugen, mal bis zum Ende des Arbeitsvertrags eine "Tit for Tat"-Strategie ausprobieren. Dazu gehört aber, dass du negatives Verhalten dir ggü. auch tatsächlich sanktionierst, d.h. dich nicht nur bei einem desinteressierten OA oder in einem Forum beklagst, nicht nur drohst. Denk dir was aus, man steht als Altassistent im hierarchischen Gefüge wie auch fachlich und kognitiv ja idR deutlich über der Pflege. Manche Leute brauchen immer mal eine mehr oder weniger subtile Erinnerung, wo ihr Platz ist. Ist anfangs bestimmt schwer, wenn man einigermaßen harmoniebedürftig ist, kann aber helfen langfristig nicht mehr in die Opferrolle zu rutschen.
Da stellt sich dann aber die Frage, ob das nicht alles nur noch schlimmer macht? Das kann auch schnell mal in die Hose gehen, vor allem mit der Pflege ...

anignu
05.11.2019, 19:54
man steht als Altassistent im hierarchischen Gefüge wie auch fachlich und kognitiv ja idR deutlich über der Pflege.
Das würde ich an deiner Stelle "dem Pack" auch einfach mal so erklären. Da kommt gute Stimmung auf.

Ich von meiner Seite her kann sagen, dass es eine einigermaßen klare Abgrenzung zur Pflege braucht. Respektvoller Umgang und klare Abgrenzung. Die haben ihren Job und so lange sie ihn gut machen haben sie dafür Respekt verdient. Auf der anderen Seite gibt es Situationen in denen man sich einfach klar abgrenzen muss.

Manche Leute brauchen immer mal eine mehr oder weniger subtile Erinnerung, wo ihr Platz ist.
Den Satz alleine für sich genommen würde ich vielleicht sogar noch zustimmen. Es gibt teils übereifrige Famulanten, PJler aber auch Ärzte die wirklich mal eine Erinnerung verdient haben wo ihr Platz ist.
Aber den Satz in Zusammenhang mit "der Pflege kognitiv überlegen" (was ich bei einigen ärztlichen Kollegen auch entschieden bezweifle!) ist daneben.
In diesem Zusammenhang empfehle ich daher dringend erstmal selbst das Wort "kognitiv" oder "Kognition" zu googlen.

OhDaeSu
05.11.2019, 21:19
Da stellt sich dann aber die Frage, ob das nicht alles nur noch schlimmer macht? Das kann auch schnell mal in die Hose gehen, vor allem mit der Pflege ...

Daher das Üben in einer Umgebung, die man eh in absehbarer Zeit verlässt. Ich kann nur sagen, dass ich nicht übermäßig harmoniebedürftig bin, und mir während meiner kurzen klinischen Tätigkeit und auch danach nur selten jemand wiederholt dumm kam.
__

Den Satz alleine für sich genommen würde ich vielleicht sogar noch zustimmen. Es gibt teils übereifrige Famulanten, PJler aber auch Ärzte die wirklich mal eine Erinnerung verdient haben wo ihr Platz ist.

Zweifellos gibt es in allen Professionen und Ausbildungsstufen Menschen, die ein Übermaß an Freundlichkeit und Konstruktivität nicht recht vertragen. Einzigartig an Medizinern ist hingegen, dass der Hinweis auf die zwischen Pflegekräften und Ärzten regelmäßig unterschiedlich ausgeprägten intellektuellen Fähigkeiten größere Aufregung hervorruft. Frag mal nen Richter nach den Angestellten im mittleren Dienst.
In diesem Zusammenhang empfehle ich, das Googlen einzustellen und sich mal 20min zur Kaffeerunde ins Schwesternzimmer zu setzen.

Mondschein
08.11.2019, 12:21
[truba][;2116925']Ein Arsch hat es auch mit 80h verdient für jede Anordnung angerufen zu werden die ein "normaler" Kollege entweder gar nicht oder am nächsten morgen unterschreiben kann. Aber da ist man dann wieder bei der Selbstreflexion. Von diesen Leuten hab ich nur sehr sehr wenige getroffen und keiner davon hat es gemerkt. Kollegiales Verhalten geht immer nur beiderseitig.


Ich bin ein bisschen entsetzt über die Diskussion, die hier läuft. Natürlich sollte man Selbstreflektion erwarten, wenn an verschiedenen Stellen wiederholt Mobbingprobleme auftreten oder empfunden werden. Wie schon angemerkt wurde, ist die Grenze zwischen Mobbing und einem blöden Spruch sehr subjektiv und fließend.
Jedoch sollte man zum einen berücksichtigen, dass jemand, der mal einem ernsthaften Mobbing ausgesetzt war, sicherlich weniger Resilienz für grenzwertige Situationen aufbringt als jemand mit einem super Selbstbewusstsein und dass es wohl schon klassische "Mobbingopfer"-Persönlichkeiten gibt.
Daran kann und muss man als einzelner arbeiten, ABER man sollte meines Erachtens nicht erwarten, dass unprofessionelles Verhalten als normal empfunden wird.
Das o.g. Beispiel finde ich schlicht unprofessionell- auch wenn es natürlich dem "normalen" Krankenhausalltag entspricht. Moralisch in Ordnung finde ich es deswegen trotzdem nicht.

Ich finde aus meiner persönlichen Erfahrung, dass im Krankenhaus schon ein sehr rauer Umgangston herrscht und auch unprofessionelle Kommunikation an der Tagesordnung ist. Ich komme damit zurecht (hatte aber auch schon grenzwertige Situationen), aber ich habe schon einige Kollegen daran zerbrechen sehen. Und klar kann man sagen "ja, der war halt nicht gemacht für die Uniklinik, hält halt nix aus" - oder man kann man reflektieren, ob der Ton in der eigenen Abteilung in Ordnung und noch zeitgemäß ist. Bei uns ist er das in vielen Situationen definitiv nicht.

Dass hier einige davor komplett die Augen verschließen und angeben, sie hätten noch nie Mobbing bemerkt, erschreckt mich. Bitte einfach mal mit etwas offeneren Augen durchs Leben gehen und ggf. auch den eigenen Ton reflektieren!
Klar, wir müssen uns nicht alle mit Wattebäuschen bewerfen, aber im Krankenhaus herrscht schon häufig eine etwas eigenwillige Sozialstruktur, die nicht jeder aushält. Und ob der Fehler dann immer nur beim "Opfer" liegt, oder ob generell mal was geändert werden sollte - ich denke, darüber sollte man zumindest mal ernsthaft nachdenken.

Meiner Erfahrung nach gibt es häufig alteingesessenes Personal, die für etwas herberen Charme bekannt sind. Die meisten hören einfach weg oder witzeln mal dagegen und kommen gut zurecht. Aber ich hab auch schon häufiger beobachtet, dass genau die "herberen" Charaktere es dann auf die Spitze treiben, wenn ein sensibler "Neuer" damit nicht zurecht kommt. Und wenn dann bewusst verletzt wird, wenn Kollegen bewusst auflaufen lassen (was häufig auch nicht gerade zum Vorteil des Patienten ist!), dann hörts für mich einfach auf.
Und jeder, der solche Situationen nicht schon mal ansatzweise mitbekommen hat, arbeitet entweder im Paradies oder rennt einfach blind durch die Gegend - ODER und das halte ich für wahrscheinlich, ist durch das System schon ganz schön abgestumpft.

Warum schreibe ich so ausführlich und "steigere mich gerade ein bisschen rein"?
Ich arbeite derzeit auf einer Station, auf der jetzt nacheinander mehrere Kollegen wegen des unerträglichen Arbeitsklimas gegangen sind. Ich persönlich finde es allerdings gar nicht so schlimm, auch die Situationen, die sie schildern, kommen mir eher harmlos vor (da hab ich tatsächlich schon ganz anderes erlebt...). Aber wenn nacheinander mehrere gute Kollegen es nicht aushalten konnten, dann bin ich wahrscheinlich auch schon zu abgestumpft, um das Problem zu erkennen - oder die sind alle Sensibelchen.
Die Wahrheit liegt vermutllich in der Mitte!

Kackbratze
08.11.2019, 13:16
Wenn man sich hier einliest, scheint Mobbing ausschließlich in Krankenhäusern stattzufinden. Kein anderer Beruf ist einem solchen Tonfall oder Verhalten anheim gefallen. NUR Krankenhaus-Personal. Die Hinweise auf "spezielle Sozialstrukturen" und starke Hierarchien...wie die Gehaltsdiskussionen, die zur Sommerpause aufploppen.

Hat eigentlich hier jemand mal ausserhalb eines Studentenjobs real gearbeitet und gesehen, wie es in anderen Berufen läuft?
Wir sind weder die Spitze des Eisbergs, was das Wissen und Können anbetrifft, noch die moralisch versauteste Berufsgruppe, die in der Kuschelgruppe der Gesamtarbeitnehmer Deutschlands als Einzige sich wie Rambo benimmt.

Feuerblick
08.11.2019, 13:20
Ich wage nochmal zu bemerken: Ein rauer Umgangston, eine unprofessionelle Kommunikation oder ein unerträgliches Arbeitsklima erfüllen nicht den Tatbestand des Mobbings...
Ansonsten bin ich da durchaus bei Kackbratze. Auch in anderen Jobs (und da teilweise viel deutlicher) herrscht ein nicht immer adäquater Umgangston. Das mag unschön sein, aber es handelt sich nicht durchweg um Mobbing. Und entweder man positioniert sich entsprechend und verbittet sich unter Umständen blöde Sprüche o.ä. oder man muss drüber nachdenken, ob man in einem stressigen Arbeitsumfeld gut aufgehoben ist. :-nix

Lizard
08.11.2019, 14:16
Also ich bin da größtenteils bei Mondschein.
Der Umgangston im Krankenhaus und insbesondere im OP ist eher rau und teilweise asozial. Da gibt es sehr viele verhaltensoriginelle Leute ,die offensichtlich keine gute Kinderstube hatten. Ich komme zwar damit klar, aber gut finde ich es nicht und bin manchmal auch ziemlich genervt von den Frechheiten, Unfreundlichkeiten und der Respektlosigkeit.
Das hat auch m.E. nicht viel mit stressigem Arbeitsumfeld zum. Sicher rutscht einem manchmal im Stress etwas pampiges raus o.ä. Grundsätzlich trete ich Mitarbeitern egal welcher Berufsgruppe/Hierarchieebene freundlich und respektvoll entgegen. Das kann ich jedoch von vielen Anderen nicht behaupten.
Man hört dann immer "Respekt muss man sich verdienen" o.ä. dumme Sprüche. Einen gewissen Grundanstand erwarte ich von jedem. Und hin wieder muss man aber schon auch mal deutliche Grenzen setzen.

ehem-user-31-01-2020-1555
08.11.2019, 14:26
.Ich stimme Mondschein auch zu. Es ist völlig berechtigt und auch gut Kritik zu äußern, allerdings nicht wie sie oft geäußert wird. Und jemand der beispielsweise mit Instrumenten wirft ist für mich einfach in einem OP völlig fehl am Platz. Da kann leicht mal jemand getroffen werden. Aggressives Verhalten und Einschüchterung wirkt sich negativ auf das Ergebnis der Arbeit aus. Dazu gibt es genug Studien. Interessanterweise erwarten die Leute die diesen „rauhen Umgangston“ pflegen wahrscheinlich, dass die Leute die in der Hierarchie unter ihnen stehen, dass diese total überfreundlich reagieren. Manche grüßen gar nicht zurück, egal wie oft man freundlich grüßt. Ist so ein Verhalten typisch OP in der Uniklinik? Wahrscheinlich ist es doch eher ein generelles Problem. Ich gebe auch offen zu, dass ich für gewisse Stationen zu sensibel wäre. Da hätte ich morgens Bauchschmerzen wenn ich dahin müsste. Kann gut verstehen, dass da Leute das Weite suchen. Vor dem Studium wusste ich, dass die Arbeit im Krankenhaus stressig ist. Damit hab ich auch kein Problem. Aber dieses Verhalten von gewissen Personen hätte ich nicht so eingeschätzt. Vielleicht bin ich auch zu sensibel für dieses ganze System Krankenhaus. Mobbing und rauher Ton kommen sicherlich auch in anderen Bereichen vor, ganz klar. Aber im Krankenhaus sehr oft.

Parotis
08.11.2019, 14:27
Ich glaube niemand hier findet den besagten rauen Umgangston, der zuweilen im Krankenhaus herrscht toll, ganz im Gegenteil. Trotzdem bleibt es dabei, dass es nicht gleich Mobbing ist. Das macht es ja nicht gleich besser, es ist eben einfach etwas anderes.

Dass es im Krankenhaus, so wie auch sonst überall Mobbing gibt dürfte auch niemand bezweifeln. Natürlich kommt sowas vor.

Die Frage ist, wie man damit umgeht, was man daraus macht. Letztendlich kann jeder nur bei sich selbst anfangen und reflektieren, wie man sich anderen gegenüber verhält. Und das gilt eben für beide Seiten. Also man sollte sowohl in sich gehen und immer mal überprüfen, ab man sich den Kollegen nett, freundlich und fair gegenüber verhält.

Andererseits, wenn man selbst das Opfer ist, sollte man überlegen, warum das so ist, weswegen man schlecht behandelt wird und andere nicht. Es geht ja nicht darum, dass man daran schuld ist, bloß muss man darüber nachdenken um Lösungen zu finden und genau das wurde hier glaube ich versucht dem Threadersteller klar zu machen.

Diese Lösungen können vielfältig sein. Wenn man selbst ein spezielles Verhalten an den Tag legt, was das Mobbing eventuell provoziert, dann lohnt es sich eventuell das zu ändern. Wenn in der ganzen Abteilung generell ein mieses Klima herrscht sollte man vielleicht tatsächlich kündigen und sich was anderes suchen. Das kann man beliebig fortsetzen.

Es geht eben nicht darum, dass der betroffene am Mobbing schuld ist, selbstverständlich liegt immer mindestens ein Teil wenn nicht die ganze Schuld bei dem, der sich schlecht verhält. Aber man kann eben nur bei sich selbst anfangen. Die anderen Menschen zu ändern ist normalerweise ziemlich schwierig...

ehem-user-31-01-2020-1555
08.11.2019, 14:43
Mobbing und rauher Umgangston sind natürlich zu trennen. Befehlston in stressigen OP-Situationen sind auch in Ordnung. Aber um gemobbt zu werden braucht es oft nicht viel. Wenn jemand introvertiert ist, evtl übergewichtig so KANN das schon ein Grund sein jemanden zu sticheln. In meinem Pflegepraktikum war eine übergewichtige Schülerin die Schweissfüße hatte. Vor versammelter Manschaft hat dann eine Schwester gefragt, wer denn so „Stinkefüsse“ hat. Warum kann man sowas nicht unter 4 Augen klären?

Flughund80
15.11.2019, 07:58
Liebe(r) Caratablanca, Mobbing ist definitiv Usus in vielen Kliniken. Meine Erfahrung ist, entweder Du machst irgendwann mit, und sei es in noch so softer Form oder "nur", um nicht selbst das Opfer zu sein, oder es hört nie auf. Gerade Leute, die häufig sehr nett und immer freundlich sind, und dazu noch irgendeine Auffälligkeit besitzen, sind gefährdet. Und wenn ich so beobachte, hört es auch als Oberarzt und Chefarzt nicht auf. Das Kliniksystem hier ist durch die Ueberforderung, die es allen Mitarbeitern aufbuerdet, krank, und was Du beschreibst, sind die Folgen. Geh zum Betriebsart, zum Chef, dokumentiert alles, was passiert ist. Sei nicht mehr nett und freundlich, Du hast ein Recht darauf. Und wenn alles nichts nützt, wechsel die Klinik. LG und viel Kraft

cpd97
15.11.2019, 15:14
Ich bin zwar selbst von Mobbing noch nicht betroffen gewesen, dennoch war dieser Thread hier insofern aufschlussreich für mich, als ich jetzt weiß, dass, sollte ich denn einmal in die Situation kommen gemobbt zu werden, ich von dieser Community hier eher weniger Hilfe oder Trost zu erwarten habe. Und dann blasen sogar die Mods hier noch ins gleiche Horn... Glänzend.