Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warnstreik am 4. Februar



Seiten : 1 2 [3] 4 5 6 7 8

Feuerblick
04.02.2020, 17:30
Finde ich für einen einzelnen Streiktag auch ne ganz gute Beteiligung.

Shizr
04.02.2020, 18:04
Und wenn die Kollegen aus Erlangen, Tübingen etc. so viele waren, wie sie laut waren, spricht das m.E. auch Bände.

Wenn die TdL es wirklich auf einen Vollstreik ankommen lassen sollte, mache ich mir aktuell wenig Sorgen um den möglichen Mobilisierungsgrad. Sowas bekommt ja sowieso noch mal eine andere Dynamik als ein Warnstreik.

Nessiemoo
04.02.2020, 18:12
Also aus meiner Ex-Abteilung bin ich ja überhaupt überrascht, dass sie teilgenommen haben. Da finde ich insgesamt 17,5 % echt gut.

agouti_lilac
04.02.2020, 18:19
Aus meiner Uniklinik waren leider nur 7 Leute da.
Gestern im Saal hieß es übrigens, dass "die Anästhesisten streiken" und es deswegen weniger Tische gäbe . Die Mobilisierung hat gar nicht geklappt.

tragezwerg
04.02.2020, 19:03
Hier war die gesamte Anästhesie im Streik (bis auf ein paar Freiwillige die zum Notdienst geblieben sind). Die Oberärzte haben die Prämedikationen gemacht und die Chirurgen sind mangels Alternative auch streiken gewesen ;-)
Allerdings gab es bei uns auch sehr viel Unterstützung durch die obere Etage, weil die natürlich 2006 kleine Assistenten waren und auch gestreikt haben.

Mondschein
04.02.2020, 20:08
Und wenn die Kollegen aus Erlangen, Tübingen etc. so viele waren, wie sie laut waren, spricht das m.E. auch Bände.

Die Züge aus dem Süden waren ausgebucht :)

Moorhühnchen
04.02.2020, 20:54
Allerdings gab es bei uns auch sehr viel Unterstützung durch die obere Etage, weil die natürlich 2006 kleine Assistenten waren und auch gestreikt haben.
Das ist ja cool! :-)

Habe heute nur eine Nachricht von einer guten Freundin bekommen, dass ihr Vater mit Verdacht auf Herzinfarkt in der hiesigen Uni aufgenommen wurde. Alle peripheren Häuser, die näher gelegen hätten, haben aus Kapazitätsgründen abgelehnt. Ihr Kommentar dazu war: "Da war soooo viel Personal, ich hab mich echt gewundert, ich dachte, die streiken alle!" :-))

Lizard
05.02.2020, 05:31
Und wenn die Kollegen aus Erlangen, Tübingen etc. so viele waren, wie sie laut waren, spricht das m.E. auch Bände.

Wenn die TdL es wirklich auf einen Vollstreik ankommen lassen sollte, mache ich mir aktuell wenig Sorgen um den möglichen Mobilisierungsgrad. Sowas bekommt ja sowieso noch mal eine andere Dynamik als ein Warnstreik.

Wir sind insgesamt 14h im Bus gesessen :-keks
An unserer Uni war die Streikbeteiligung hoch.
Ich hoffe das die TdL sich bewegt, aber wenns drauf ankommt mache ich mir aktuell auch keine Sorgen um die Streikbeteiligung.

Shizr
06.02.2020, 15:49
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/marburger-bund-und-tdl-verabreden-weitere-verhandlungsrunde

Ich will ja nicht zu früh zu optimistisch sein.
Aber es klingt schon ein bisschen so, als hätte die TdL den Schuss vor den Bug registriert.
(Und das Ausmaß an Frust über die Arbeitsbedingungen und die Bereitschaft, das den Arbeitgebern notfalls auch per Streik zu kommunizieren, deutlich unterschätzt.)

Shizr
07.03.2020, 09:56
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/marburger-bund-und-tdl-vereinbaren-tarifabschluss

Bin gespannt, was letztendlich im Tarifvertrag stehen wird, aber zumindest anhand der PM klingt's erst mal recht anständig.

Mr. Pink online
07.03.2020, 16:23
Auch wenn sich das alles gut anhört, bleibt es doch abzuwarten wie die Kliniken es umsetzen. Erfahrungsgemäß sind gesetzliche Bestimmungen für das Controling und die Chefs eher "Richtlinien" als Regeln. Vor allem dieser Satz "Arbeitszeiten der Ärztinnen und Ärzte sind vom 1. Juli 2020 an vollständig durch elektronische oder andere ebenso genaue Verfahren zu erfassen. " lässt viel Interpretationsspielraum.

Kandra
07.03.2020, 16:35
Auch wenn sich das alles gut anhört, bleibt es doch abzuwarten wie die Kliniken es umsetzen. Erfahrungsgemäß sind gesetzliche Bestimmungen für das Controling und die Chefs eher "Richtlinien" als Regeln. Vor allem dieser Satz "Arbeitszeiten der Ärztinnen und Ärzte sind vom 1. Juli 2020 an vollständig durch elektronische oder andere ebenso genaue Verfahren zu erfassen. " lässt viel Interpretationsspielraum.

Bei uns wurde schon beschlossen, das die bisherige Methode, alles aufzuschreiben und einzureichen, hinreichend genau ist ^^ Elektronische Zeiterfassung wirds bei uns nicht geben.

nie
07.03.2020, 16:52
Wir haben seit einigen Wochen eine elektronische Zeiterfassung und bisher macht sie mir mehr Ärger als sie mir nützt...

DrArzt
07.03.2020, 16:56
Ich habe es immer gesagt, dieser MB ist ein Saftladen.

6,5 % auf 3 Jahre ist mal wieder ein Armutszeugnis. Allein die Forderung von 6%/a war schon unter aller Sau, wenn die Pflege mind. 3 % pro Jahre bekommt, aber naja, man darf sich ja nicht beklagen als Großverdiener mit 46 % SSS.

freak1
07.03.2020, 17:31
6,5% über 3 Jahre, da würde die IGM lachend vom Verhandlungstisch verschwinden. Aber was will man mit unseren super korr... äh... vernetzten Gewerkschaftsvorsitzenden auch erwarten.

Das mit der Zeiterfassung wird bei uns wohl damit abgefrühstückt werden, dass man ja SP-Expert hat welches elektronisch ist. Natürlich "manipulationssicher" (nicht). :-nix

Pflaume
07.03.2020, 18:34
Die Umsetzung von "maximal 4 Bereitschaftsdienste im Monat" wird in meinem Bereich so aussehen, dass das eigentlich hochattraktive, belastungsarme Bereitschaftsdienst-Modell von Bereitschaftsdienst auf Vollarbeit im Dreischicht-System umgestellt wird. Die entspanntesten Bereitschaftsdienste werden vermutlich beibehalten, aber nur noch durch externe bzw. nicht an den Tarifvertrag gebundene Kräfte besetzt werden. Insgesamt für meine Kollegen ein Schuß ins Knie.

FirebirdUSA
07.03.2020, 19:15
6,5% über 3 Jahre, da würde die IGM lachend vom Verhandlungstisch verschwinden. Aber was will man mit unseren super korr... äh... vernetzten Gewerkschaftsvorsitzenden auch erwarten.

Das mit der Zeiterfassung wird bei uns wohl damit abgefrühstückt werden, dass man ja SP-Expert hat welches elektronisch ist. Natürlich "manipulationssicher" (nicht). :-nix

SPX ist manipulationssicher, du kannst jederzeit im Backend nachvollziehen wer was wann geändert hat. Du musst es dann nur auch nutzen und nicht nur meckern.

Mich stören die max. 4 BD.... wird für mich vermutlich ähnlich unangenehme Folgen haben.

Mr. Pink online
07.03.2020, 19:35
An meiner Uniklinik gibt es keinen "ruhigen" Bereitschaftsdienst. Bereitschaftsdienst ist bei uns die Möglichkeit, Ärzte Vollzeit arbeiten zu lassen, aber nur max. in Bereitschaftsdienst Stufe 2 zu bezahlen. Das ist zwar eine absolute Sauerei, sowie ich weiß aber durchaus auch anderen Kliniken gängig. Von daher ist die Änderung für viele auch von Vorteil.

freak1
07.03.2020, 20:32
@FirebirdUSA
Das hilft dann aber nicht gegen das eigentliche Problem und das sind einfach nicht erfasste Überstunden und co. Hier hilft nur eine elektronische und automatische Zeiterfassung die z.B. mit betreten des Klinikgebäudes beginnt. Aber das wird nie kommen.

Das SPExpert Manipulationssicher ist wenn man mal was eingetragen hat ist mir durchaus bewusst.

FirebirdUSA
07.03.2020, 22:29
Gibt es bei uns auch nur für - wenn wundert es - die Verwaltung.
Unser Webclient hat aber eine 1-Click ein-/ausstempel Möglichkeit. Nutzt keiner, würde aber fast der automatischen Zeiterfassung entsprechen.

Wir haben als Hintergrund Mo-Fr einen kurzen BD Anteil und dann RD. Wenn das nicht mehr geht wird es kompliziert, mit Spätdienst und dann RD. Will bei uns sicher keiner.
Nur 4x 24h Dienst finde ich dafür durchaus sinnvoll.