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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FA Allgemeinm. - Stellen mit möglichst wenig Patientenkontakt



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miked
26.01.2020, 16:49
@proxima centauri: klingt gut, sowas könnte ich mir auch vorstellen, danke für die Info! Weisst du, ob es schwierig für ihn war, da reinzukommen?

Roadkiller
26.01.2020, 17:47
Ich kann immer wieder Patho empfehlen. Breites klinisches Wissen kann hilfreich und horizonterweiternd sein. Kein Patientenkontakt und Kontakt zu Klinikern kann gering gehalten werden, die verstehen eh nie wovon man da redet😋. In der Regel hohe Arbeitsdichte und -volumen aber keine Dienste. Und als Allgmed. Hat man sicher eine gewisse Sozialkompetenz erwerben können und ist damit immer eine Bereicherung unter den vielen Soziopathen und Autisten in den Instituten.

miked
26.01.2020, 18:52
Ich kann immer wieder Patho empfehlen. Breites klinisches Wissen kann hilfreich und horizonterweiternd sein. Kein Patientenkontakt und Kontakt zu Klinikern kann gering gehalten werden, die verstehen eh nie wovon man da redet😋. In der Regel hohe Arbeitsdichte und -volumen aber keine Dienste. Und als Allgmed. Hat man sicher eine gewisse Sozialkompetenz erwerben können und ist damit immer eine Bereicherung unter den vielen Soziopathen und Autisten in den Instituten.
😂
Aber im Ernst, als ich noch klein war, direkt nach dem Abi, habe ich Medizin zu studieren begonnen mit dem Ziel Patho oder Rechtsmedizin; das hat sich dann im Studium durch die ganzen "coolen" anderen Fächer verloren; finde das Fach aber (zumindest den histologischen Teil unterm Mikroskop) sehr ästethisch; wie siehts denn da mit den verdienstmöglichkeiten aus, wenn die Dienste wegfallen? Werden Überstunden in der Regel bezahlt? Gibts noch andere Einnahmequellen, insbesondere auch für OÄ wie z.b. Gutachten? oder muss man sich mit dem entsprechenden Tarivlohn ohne Zuschläge zufrieden geben?

milz
26.01.2020, 19:24
😂
Aber im Ernst, als ich noch klein war, direkt nach dem Abi, habe ich Medizin zu studieren begonnen mit dem Ziel Patho oder Rechtsmedizin; das hat sich dann im Studium durch die ganzen "coolen" anderen Fächer verloren; finde das Fach aber (zumindest den histologischen Teil unterm Mikroskop) sehr ästethisch; wie siehts denn da mit den verdienstmöglichkeiten aus, wenn die Dienste wegfallen? Werden Überstunden in der Regel bezahlt? Gibts noch andere Einnahmequellen, insbesondere auch für OÄ wie z.b. Gutachten? oder muss man sich mit dem entsprechenden Tarivlohn ohne Zuschläge zufrieden geben?
Als Assi hat man fast nur das Grundgehalt (dafür aber auch keine nervigen Dienste). Als FA kann man relativ schnell OA werden oder in eine Praxis wechseln, aufgrund allgemeinen Pathologenmangels ist man als AN derzeit in guter Verhandlungsposition.

ProximaCentauri
26.01.2020, 19:48
@proxima centauri: klingt gut, sowas könnte ich mir auch vorstellen, danke für die Info! Weisst du, ob es schwierig für ihn war, da reinzukommen?
So wie ich das verstehe werden Codierer immer gesucht, teilweise stehen sogar in den Stellenanzeigen drin dass man bereit sein sollte die Ausbildung zu machen, also dass man quasi die Ausbildung on-the-job bezahlt bekommt. Er meinte auch, dass klinische Erfahrung da durchaus gefragt ist.

roxolana
26.01.2020, 20:53
Gutachter kann man übrigens nicht nur beim MDK werden, auch die DRV sucht welche.

Ansonsten: Pharma?

xhm97
27.01.2020, 06:27
Was du da beschreibst, miked, damit sprichst du mir aus der Seele.. Ich hab zwar noch nicht mal 2 WBJ voll, aber der Patienten Kontakt hängt mir teilweise sowas von den Ohren raus.. Das Fordernde und Beleidigende, wenn man. Etwas nicht so macht wie Herr X oder Frau Y es gerne hätten... Dass Patienten im Krankenhaus ständig mekkern, wann denn welche Untersuchungen sind und dass sie schnell wieder zurück aufs Zimmer wollen?!? Genauso nerven mich auch die Bedingungen im Krankenhaus, deshalb ist für mich klar, dass ich schnellstmöglich den Weg da raussuchen mag (wenn ich denke, ich habe genug Einblicke gehabt). Jetzt kann ich dir natürlich keine Tipps geben und bin auch nicht annähernd so fortgeschritten wie du, aber es geht dir nicht alleine so!
Mein Gedanke ist auch den FA Allgemeinmedizin zu machen, damit kann man sich ja sehr breit aufstellen und durch den Mangel gibt es ja auch wirklich verschiedene Bereiche, in denen man tätig werden kann, wie zb MDK oder Gesundheitsamt.

xhm97
27.01.2020, 06:27
Gutachter kann man übrigens nicht nur beim MDK werden, auch die DRV sucht welche.

Ansonsten: Pharma?

Weisst du ob der FA Allgemeinmedizin dafür gut ist?

][truba][
27.01.2020, 07:01
Bei der drv stellen sie auch Ärzte ohne Facharzt ein. Daher denke ich, dass ein fa allgemeinmedizin nicht schlecht ist.

DrSkywalker
27.01.2020, 09:15
Die Allgemeinmedizin ist aus Gründen, die der Ersteller nennt extrem anstrengend. 40 Stunden reine Sprechstunde pro Woche dürften für die meisnten nicht dauerhaft machbar und der sichere Weg in den Burn out sein. Wenn jeden Tag 50-70 Patienten kommen und davon nicht wenige Probleme haben, die über einen Schnupfen hinausgehen, oft persönlicher, psychischer Natur und den Artz damit belasten ist das nicht ohne. Das Anspruchsdenke ist enorm. Man muss lernen "Nein" zu sagen. Jedes Nein ist eine Befreiung. Ich sage mittlerweile sehr oft nein, damit geht es mir besser.

Das muss auch gar kein Problem des Abgrenzens sein, es ist einfach ein Problem der Menge.

ISt vielleicht Teilzeit eine Lösung? Die Vergütung ist mittlerweile so gut, dass man auch mit 20 Stunden Sprechstunde mehr verdient als in der Klinik. Ich würde an deiner Stelle mir eine Rosine versuchen zu picken: 4 Tage Woche, 5 Stunden am Tag, 35 Tage Urlaub, 5000 Euro / Monat. Sowas ist darstellbar, wenn du gut und zügig/wirtschaftlich arbeiten kannst. Was hältst du davon?

miked
27.01.2020, 12:34
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Und immer wieder beruhigend, zu hören, dass es nicht nur mir so geht; das mit der "abgespeckten" sprechstunde wäre auch eine Option, einfach um den Kopf am Abend vor der "Explosion" zu schützen; Gibts denn jemanden der bei der DRV arbeitet und hierüber berichten kann?

Salzi19
27.01.2020, 13:56
Mein Vater war als Internist bei der drv, in den ersten Jahren noch mit gelegentlichem Patientenkontakt, in den letzten Jahren gar nicht mehr. Er war verbeamtet und damit eigentlich ganz zufrieden.

JumpRopeQueen
27.01.2020, 15:27
Die Allgemeinmedizin ist aus Gründen, die der Ersteller nennt extrem anstrengend. 40 Stunden reine Sprechstunde pro Woche dürften für die meisnten nicht dauerhaft machbar und der sichere Weg in den Burn out sein. Wenn jeden Tag 50-70 Patienten kommen und davon nicht wenige Probleme haben, die über einen Schnupfen hinausgehen, oft persönlicher, psychischer Natur und den Artz damit belasten ist das nicht ohne. Das Anspruchsdenke ist enorm. Man muss lernen "Nein" zu sagen. Jedes Nein ist eine Befreiung. Ich sage mittlerweile sehr oft nein, damit geht es mir besser.

Das muss auch gar kein Problem des Abgrenzens sein, es ist einfach ein Problem der Menge.

ISt vielleicht Teilzeit eine Lösung? Die Vergütung ist mittlerweile so gut, dass man auch mit 20 Stunden Sprechstunde mehr verdient als in der Klinik. Ich würde an deiner Stelle mir eine Rosine versuchen zu picken: 4 Tage Woche, 5 Stunden am Tag, 35 Tage Urlaub, 5000 Euro / Monat. Sowas ist darstellbar, wenn du gut und zügig/wirtschaftlich arbeiten kannst. Was hältst du davon?

Danke für dein Beitrag. Ich gehöre auch zu denjenigen, die sehr schnell müde von sprechen und Kontakt zu anderen Menschen werden. Und ich möchte auch FA Allgemeinmedizin machen. Eine 4 Tage Woche mit 4-5 Stunden am Tag wäre auch für mich ein Traum gewesen. Ich hatte jedoch immer Bedenken bzgl. Monatslohn. Meinst du mit 5000€ die 4800€, die man als Förderung bekommt? Ist ja Brutto, oder? Wie sieht es generell bei Assis und FÄ für Allgemeinmedizin mit Verdienst aus?

davo
27.01.2020, 15:40
Ich gehöre auch zu denjenigen, die sehr schnell müde von sprechen und Kontakt zu anderen Menschen werden. Und ich möchte auch FA Allgemeinmedizin machen.

Klingt IMHO nach schlechten Voraussetzungen.

DrSkywalker
27.01.2020, 16:37
Danke für dein Beitrag. Ich gehöre auch zu denjenigen, die sehr schnell müde von sprechen und Kontakt zu anderen Menschen werden. Und ich möchte auch FA Allgemeinmedizin machen. Eine 4 Tage Woche mit 4-5 Stunden am Tag wäre auch für mich ein Traum gewesen. Ich hatte jedoch immer Bedenken bzgl. Monatslohn. Meinst du mit 5000€ die 4800€, die man als Förderung bekommt? Ist ja Brutto, oder? Wie sieht es generell bei Assis und FÄ für Allgemeinmedizin mit Verdienst aus?

Ja, es sit einfach anstrengend, je nach Arbeitsdichte und Dauer. Mit 5000 meine ich eine Facharztgehalt ohne Förderung. Brutto. Assis in Vollzeit könnten ca. TVA Tarif verdienen.

miked
27.01.2020, 17:52
(.....) ISt vielleicht Teilzeit eine Lösung? Die Vergütung ist mittlerweile so gut, dass man auch mit 20 Stunden Sprechstunde mehr verdient als in der Klinik. Ich würde an deiner Stelle mir eine Rosine versuchen zu picken: 4 Tage Woche, 5 Stunden am Tag, 35 Tage Urlaub, 5000 Euro / Monat. Sowas ist darstellbar, wenn du gut und zügig/wirtschaftlich arbeiten kannst. Was hältst du davon?

Das hatte ich auch schon überlegt, vielleicht ein paar Stunden (zwecks Asche) mehr, oder die vorgeschlagene 20-Stundenwoche und In der freien Zeit mit etwas, an dem man Spass hat, ein wenig dazuverdienen...

JumpRopeQueen
27.01.2020, 18:03
Klingt IMHO nach schlechten Voraussetzungen.
Na ja, 12 Monate Innere müsste man eh durchziehen und dann werde ich schauen. Vielleicht liegt es einfach an meinem anstrengenden PJ im Moment, dass ich keine Lust auf irgendwas habe. Mit 4-5 Stunden Patientenkontakt komme ich allerdings schon klar. Bei Labormedizin und MiBi habe ich Angst, dass ich die Patienten doch etwas vermissen werde.

miked
27.01.2020, 18:55
Gibt's eigentlich auch jemanden, der Richtung Medizintechnik gewechselt hat? Also beispielsweise Entwicklung/ TEST/ Demonstration auf Kongressen von Sonogeräten o.ä.; müsste man wahrscheinlich noch ein technisches Aufbaustudium machen... Hat da jemand Erfahrung?

xhm97
27.01.2020, 21:25
Na ja, 12 Monate Innere müsste man eh durchziehen und dann werde ich schauen. Vielleicht liegt es einfach an meinem anstrengenden PJ im Moment, dass ich keine Lust auf irgendwas habe. Mit 4-5 Stunden Patientenkontakt komme ich allerdings schon klar. Bei Labormedizin und MiBi habe ich Angst, dass ich die Patienten doch etwas vermissen werde.
Also diese Aussage von wegen klingt nach schlechten Voraussetzungen für allgemeinmedizin nur weil man vielleicht nicht den ganzen Tag das patientengequatsche hören will.... Verstehe ich nicht.
Ich finde, mit dem Allgemeinmediziner kann man so viele Richtungen einschlagen und hat eine relativ kurze stationäre Wieterbildungszeit. Und nur weil man nicht auf zu viel Patientenkontakt aus ist, heisst das ja nicht, dass man nicht für den allgemeinmediziner geeignet ist.

Das mit DRV finde ich auch interessant gerade. Weiß jemand, wie sich das dort mit dem Gehalt verhält?

][truba][
27.01.2020, 21:39
Da gibt es bei den Stellenanzeigen eine entsprechende Gehaltstabelle. Mal googeln. War weniger als in der Klinik.

Naja, ein Allgemeinmediziner in der Praxis, woran man ja erst einmal per se denkt, hat eben viel Patientenkontakt. Und vielleicht sind e auch gar nicht die Patienten selbst die nerven, denn die haben ja oft selbst schwere Schicksale sondern viel mehr das System, dass dir schon fast diktiert eine gewisse Menge an Patienten durchschleusen zu müssen.