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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Corona Fälle sind bei Euch gerade stationär?



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WackenDoc
02.04.2020, 19:53
Ähm- das war nur der Vergleich wie häufig ist wohl Hypertonie.

Lizard
02.04.2020, 20:00
Lässt sich die Gefahr für einen gesunden 35 jährigen Arzt auf der ICU im Krankenhausbetrieb in Zahlen ausdrücken? Würde mich mal interessieren? Nur ein wenig zur Beruhigung, wenn ich hier von unter 40jährigen beatmeten höre...
Also man muss jetzt nicht durchdrehen. Die Mehrheit sind immer noch alte und sehr alte Patienten. In konkreten Zahlen lässt sich das sicher nicht ausdrücken........

In welchem Bereich arbeitest du denn ?

ralfschmidt84
02.04.2020, 20:28
Also man muss jetzt nicht durchdrehen. Die Mehrheit sind immer noch alte und sehr alte Patienten. In konkreten Zahlen lässt sich das sicher nicht ausdrücken........

In welchem Bereich arbeitest du denn ?

Anästhesie und ITS im kleinen Haus im Süden Deutschlands ab dem Sommer... 6 ITS Betten

Evil
02.04.2020, 20:32
Ich schätze, wenn Du 400 gesunde 35jährige Intensiv-Ärzte mit Corona infizierst, werden 1-2 davon sterben. Bist Du Nummer 137 oder 258?

ralfschmidt84
02.04.2020, 20:41
Ich schätze, wenn Du 400 gesunde 35jährige Intensiv-Ärzte mit Corona infizierst, werden 1-2 davon sterben. Bist Du Nummer 137 oder 258?

Ich finde das nicht witzig, dachte nur dass jemand vielleicht detaillierte Infos zu den jungen Patienten hat...?

Doc07
02.04.2020, 20:59
Also, eine von dieser jungen ist mitte 30 und bereits intubiert aus dem Ausland hingeliefert wurde, daher ist die Anamnese-Erhebung etwas erschwert. Beim anderen schaue ich morgen genauer hin, ob da was auffällt. Dieser wurde erst am 3. Hospitalisationstag intubiert. Gebe zu, in 2019 hab ich nicht so viele bilaterale Pneumonien bei der 20-35-jährigen gesehen, wie jetzt.

ralfschmidt84
02.04.2020, 21:14
Obwohl ihr schon Recht habt schwere Pneumonien gibts auch bei jungen Gesunden ohne Corona...

alex1
02.04.2020, 21:44
Wie seht ihr das?? Übertriebene Sorge?

Sagen wir mal so... In der Schweiz liegt aktuell der Altersmedian der an COVID verstorbenen Patienten bei 82.5 Jahren.
Das liegt eigentlich fast beim der Wert der mittleren Lebenserwartung der Bevölkerung, oder?

Natürlich sterben auch junge Menschen, aber es sind sehr wenige.

https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k-und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-lagebericht.pdf.download.pdf/COVID-19_Epidemiologische_Lage_Schweiz.pdf

FirebirdUSA
02.04.2020, 22:11
Ich schätze, wenn Du 400 gesunde 35jährige Intensiv-Ärzte mit Corona infizierst, werden 1-2 davon sterben. Bist Du Nummer 137 oder 258?

Wenn wir von einer asymptomatischen Rate von 70% ausgehen und den berichteten 0,6% tödlichen Verläufen bei Erkrankten in dem Alter komme ich auf 0,72.

GelbeKlamotten
02.04.2020, 23:09
Wenn wir von einer asymptomatischen Rate von 70% ausgehen und den berichteten 0,6% tödlichen Verläufen bei Erkrankten in dem Alter komme ich auf 0,72.

Auch das dürfte keine realistische Schätzung sein. Die berichteten 0,6% sind ohne Berücksichtigung von Vorerkrankungen. Hier geht es aber ausdrücklich um gesunde, fitte Personen. Mit 0,1 dürften wir der Sache schon näher kommen.

Hoppla-Daisy
02.04.2020, 23:25
Sagen wir mal so... In der Schweiz liegt aktuell der Altersmedian der an COVID verstorbenen Patienten bei 82.5 Jahren.
Das liegt eigentlich fast beim der Wert der mittleren Lebenserwartung der Bevölkerung, oder?

Natürlich sterben auch junge Menschen, aber es sind sehr wenige.

https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k-und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-lagebericht.pdf.download.pdf/COVID-19_Epidemiologische_Lage_Schweiz.pdf

Man möchte natürlich nicht unter denen sein, die jung und ohne Vorerkrankungen oder jung und mit Vorerkrankungen sind, die dann vielleicht aber eben doch schwer erkranken oder ggf. sterben, wenn man mal ehrlich ist. Da ich selbst in doppelter bzw. eigentlich schon dreifacher Hinsicht zur Risikogruppe (ich alte Schachtel....) gehöre, bin ich nicht scharf auf eine Infektion mit COVID-19. Ich kann die Sorgen eines Jeden absolut nachvollziehen und käme im Traum nicht auf den Gedanken, das ins Lächerliche zu ziehen, ohne dass ich jetzt hier jemanden persönlich damit ansprechen möchte (hab alex1 jetzt nur zufällig zitiert). Die Sorge mag für einige vielleicht übertrieben klingen, aber für einen Risikopatienten klingen die COVID-19-Ausreißer ins jüngere Alter überhaupt nicht übertrieben, sondern eher furchteinflößend.

FirebirdUSA
03.04.2020, 07:43
Auch das dürfte keine realistische Schätzung sein. Die berichteten 0,6% sind ohne Berücksichtigung von Vorerkrankungen. Hier geht es aber ausdrücklich um gesunde, fitte Personen. Mit 0,1 dürften wir der Sache schon näher kommen.

Es reicht ein gut eingestellter D.m. als Voerekrankung, dass trifft auf nicht so wenige zu.
Und da die Liegezeit auf ITS mit 14 bis 21 Tagen im Mittel doch recht lang ist stören mich im Moment die kritischen Verläufe auch...

arbeiter79
03.04.2020, 08:10
Auch das dürfte keine realistische Schätzung sein. Die berichteten 0,6% sind ohne Berücksichtigung von Vorerkrankungen. Hier geht es aber ausdrücklich um gesunde, fitte Personen. Mit 0,1 dürften wir der Sache schon näher kommen.

Also in den Statistiken liest man das die Sterblichkeit bei U40 jährigen bei 0.2% liegt. Auch hab ich paar mal gelesen das insgesamt 99% Prozent bekannte Vorerkrankungen hatten. Dann ist die Dunkelziffer warscheinlich in der Altersgruppe bestimmt extra hoch, bleiben wir konservativ, 10 mal mehr. Prozente aussenvor sinds 0.02%. Jetzt, kann jemand gut rechnen und die 99% Vorerkrankungen ein- bzw ausbauen?

Ich schätze 0.0002% Risiko für Gesunde in der Altersgruppe 20 bis 40??

freak1
03.04.2020, 08:45
Auch wenn die Todesrate bei jungen extrem niedrig ist - Die Rate an schweren Verläufen die nicht tödlich enden ist nicht zu unterschätzen! "Wir" schaffen es von der ITS wieder runter.

Kackbratze
03.04.2020, 08:49
Es ist doch bloss eine Grippe in Deutschland! Woanders ist es was Anderes, aber hier... Ich bitte euch!

arbeiter79
03.04.2020, 08:54
Es ist doch bloss eine Grippe in Deutschland! Woanders ist es was Anderes, aber hier... Ich bitte euch!

Meinst du meine "Rechnung" haut nicht hin? Bin selbst nicht sicher da gefühlt kommen mir die 0.0002% auch sehr niedrig vor aber denke die Statistiken sind schon so wie von mir aufgeführt.


Auch wenn die Todesrate bei jungen extrem niedrig ist - Die Rate an schweren Verläufen die nicht tödlich enden ist nicht zu unterschätzen! "Wir" schaffen es von der ITS wieder runter.

Ja das ist ein Problem, scheint schwere Verläufe sind nicht so selten auch bei Jüngeren, sterben tun aber bis auf wenige Ausnahmen sehr Alte und Kranke.

OhDaeSu
03.04.2020, 10:28
Setzt du die Todesfälle auch brav ins Verhältnis zur Zahl der Infizierten von vor 2 Wochen?

Eilika
03.04.2020, 10:41
Ihr habt sicher alle recht. Trotzdem ist es doch immer noch so, dass eine gewisse "Durchseuchung" nötig ist. Da werden ja Zahlen von um die 70% diskutiert. Und daher denke ich, dass ICH (37 Jahre alt, weiblich, keine Vorerkrankungen, gesund, Ärztin, Mutter zweier kleiner Kinder) das eigentlich durchmachen sollte. Weil ich es höchstwahrscheinlich komplikationslos bis komplikationsarm hätte und sonst eben einfach ein Drehpunkt an vielen Schnittstellen bin, wo ich es - wenn ich es nicht durchmache und immun werde - dann bei der nächsten Welle schön weiterreichen könnte.

arbeiter79
03.04.2020, 11:38
Setzt du die Todesfälle auch brav ins Verhältnis zur Zahl der Infizierten von vor 2 Wochen?

Die 0.2 sind aus offiziellen Statistiken aus China, Italien und USA, wie genau die das gemacht haben weiß ich nicht. Aber gehen wir davon aus das sie die 2 Wochen nicht bedacht haben. Dann waren es vllt. 5mal weniger Fälle. Dann ist die Rate 0.001% oder? Bei 10mal weniger dann 0.002%.

GelbeKlamotten
03.04.2020, 12:47
Es reicht ein gut eingestellter D.m. als Voerekrankung, dass trifft auf nicht so wenige zu.
Und da die Liegezeit auf ITS mit 14 bis 21 Tagen im Mittel doch recht lang ist stören mich im Moment die kritischen Verläufe auch...

Wo nimmst du die Erkenntnis her, dass ein gut eingestellter DM ohne andere Vorerkrankungen „reicht“? Ist doch reine Spekulation, genau wie alle anderen Zahlen hier auch. Solange wir alle möglichen unterschiedlichen Zahlen geliefert bekommen und Testungen nach teils sehr willkürlichen Kriterien gemacht werden, bleibt es auch bei Spekulationen. Für alles andere brauchen wir breit angewandte Antikörpertests und prospektive Studien.

Übrigens sieht die deutsche Diabetes Gesellschaft explizit kein erhöhtes Risiko für gut eingestellte Diabetiker ohne Begleiterkrankungen. Jetzt kann man noch Herrn Drosten Fragen und den niedergelassenen Diabetologen um die Ecke, dann haben wir dazu 5 Meinungen, ohne letztlich schlauer zu sein.

Ich habe selbst einen gut eingestellten T1DM (habe ich glaub ich schon mal irgendwo hier erwähnt, ich weiß nicht ob darauf dein kommentar abzielte), habe seit Jahren dank weitestgehendem Verzicht auf Kohlenhydrate einen HbA1c im Normbereich eines Gesunden, mache 5 mal pro Woche Sport, bin Mitte 30 und topfit. Habe ich jetzt ein erhöhtes Risiko an Covid zu sterben? tja, das wird mit keiner sagen können, auch keine Studie. Meine persönliche Einschätzung ist weiterhin, dass mein Risiko verschwindend klein ist. Wenn ich mal an der Beatmung hänge und mich nicht mehr selbst um meinem Blutzucker kümmern kann, sondern irgendein Arzt auf intensiv, der davon keine Ahnung hat, dann wird es zum drastischen Nachteil. Aber so weit wird es erst gar nicht kommen.