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RussianAngel
28.06.2020, 13:36
Ja, ist echt unfair, dass so gut wie alle deutschen Assistenzärzte Chefärzte als Eltern haben und tief verwurzelte Kontakte im Krankenhausmanagement und die ausländischen Assistenzärzte nicht.

Ich habe nie gesagt alle, aber eindeutig häufiger als Leute aus dem Ausland, oder hast Du niemandem in Deinem Jahrgang mit Ärzte als Eltern? Dadurch dass bei Einstellung in Deutschland eine unerhörte Willkür herrscht (es gibt so gut wie keine Kontrolle), kann jeder durch Vitamin B eingestellt werden. Es heisst natürlich nicht, dass die anderen arbeitslos bleiben, aber eben es gibt keine Kriterien.

RussianAngel
28.06.2020, 13:40
[QUOTE=daCapo;2146665]

Hört sich nach einer chirurgischen Klinik an, es wird erwartet, dass man sehr abgestumpft ist und nur Befehle ausführt...das böse militaristische Preußen lässt grüßen. Weiterbildung in DE bekanntermaßen mittelmäßig-schlecht (gibt keine Qualitätskontrollen). Man muss immer die Stelle wechseln, wenn man auf einen schlechten Weiterbilder stößt und selbiger kann einfach sein Ungemach fortsetzen.



Die starren Hierarchien in deutschen Kliniken stammen aus preußischen Vorzeiten und konnten über die Jahre teilweise gerettet werden. https://www.youtube.com/watch?v=lrvrsgJeBO4 QUOTE]

Das Video über Preussen ist legendär :D :D :D Vor allem mit dem Hipster am Ende :D :D :D

davo
28.06.2020, 13:52
Ich habe nie gesagt alle, aber eindeutig häufiger als Leute aus dem Ausland, oder hast Du niemandem in Deinem Jahrgang mit Ärzte als Eltern? Dadurch dass bei Einstellung in Deutschland eine unerhörte Willkür herrscht (es gibt so gut wie keine Kontrolle), kann jeder durch Vitamin B eingestellt werden. Es heisst natürlich nicht, dass die anderen arbeitslos bleiben, aber eben es gibt keine Kriterien.

Das hat mit dem Thema des Threads aber nichts zu tun. Ich würde sogar behaupten, dass ausländische Assistenzärzte bei Chefs oft besonders beliebt sind, weil sie sich besonders viel gefallen lassen und meist zuverlässig die Klappe halten. Und das merken natürlich auch die Kollegen schnell - wer sich jeden kurzfristig zu besetzenden Dienst widerspruchslos aufs Auge drücken lässt, wird natürlich auch beim nächsten Mal als erster gefragt werden. Und das sind IMHO überdurchschnittlich oft die ausländischen Assistenzärzte. Dass sie dann oft gefragt werden, liegt also nicht daran, dass sie Ausländer sind, sondern daran, dass ihre Leidensbereitschaft besonders groß ist.

Es hat von den deutschen Assistenzärzten fast niemand relevante (!) Connections. (Wenn der Vater 300km entfernt Chefarzt an einer Kreisklitsche ist, bringt einem das im Arbeitsalltag nichts. Oder glaubst du ernsthaft, dass Papa dann anruft, wenn der Sohnemann angebrüllt wurde? :-))) Mies behandelt werden auch viele deutsche Assistenzärzte.

Statt über die bösen Preußen zu schimpfen, ist es IMHO sinnvoller, sich einfach eine gute Abteilung zu suchen. Egal ob man Deutscher oder Ausländer ist. Aber wenn es natürlich das hippe Fach an einer superelitären Klinik in einer superbeliebten Metropole sein muss, ist klar, dass die Atmosphäre dort oft besonders mies ist.

RussianAngel
28.06.2020, 14:16
Das hat mit dem Thema des Threads aber nichts zu tun. Ich würde sogar behaupten, dass ausländische Assistenzärzte bei Chefs oft besonders beliebt sind, weil sie sich besonders viel gefallen lassen und meist zuverlässig die Klappe halten. Und das merken natürlich auch die Kollegen schnell - wer sich jeden kurzfristig zu besetzenden Dienst widerspruchslos aufs Auge drücken lässt, wird natürlich auch beim nächsten Mal als erster gefragt werden. Und das sind IMHO überdurchschnittlich oft die ausländischen Assistenzärzte. Dass sie dann oft gefragt werden, liegt also nicht daran, dass sie Ausländer sind, sondern daran, dass ihre Leidensbereitschaft besonders groß ist.

Es hat von den deutschen Assistenzärzten fast niemand relevante (!) Connections. (Wenn der Vater 300km entfernt Chefarzt an einer Kreisklitsche ist, bringt einem das im Arbeitsalltag nichts. Oder glaubst du ernsthaft, dass Papa dann anruft, wenn der Sohnemann angebrüllt wurde? :-))) Mies behandelt werden auch viele deutsche Assistenzärzte.

Statt über die bösen Preußen zu schimpfen, ist es IMHO sinnvoller, sich einfach eine gute Abteilung zu suchen. Egal ob man Deutscher oder Ausländer ist. Aber wenn es natürlich das hippe Fach an einer superelitären Klinik in einer superbeliebten Metropole sein muss, ist klar, dass die Atmosphäre dort oft besonders mies ist.

Ich wollte keine Verallgemeinerung machen, sondern nur darauf hinweisen.

Egal wo man arbeitet, Konflikte gibt es immer, die Frage ist, wie man und die Abteilung damit umgehen.

Reflex
28.06.2020, 14:17
Anfänger hin oder her, es spricht trotzdem nicht für den Umgang unter den Assistenten, wenn alle Assistenten Wünsche abgeben dürfen, der Anfänger aber nicht mal gefragt wird. Da braucht man sich nicht über Hierarchien aufregen, wenn selbst die Assistenten nicht zusammenhalten.

Wo steht das? Genau die Informationen ist bislang der Threadersteller schuldig geblieben. Wir wissen nicht, ob er/sie im Vorfeld Wünsche geäußert hat oder durfte... er hat nur gesagt, dass er im Nachhinein die Diensteinteilung verändern wollte und darüber in Streit geraten ist mit der Dienstplanerin.

daCapo
28.06.2020, 15:07
Ich kenne mehrere Abteilungen, wo überproportional viele Assistenzärztinnen sich an die männlichen Oberärzte ranmachen und ihre sexuellen Vorzüge ausnutzen. :D
(...)
Vitamin B


Das gibt es auch in anderen Branchen mehr oder weniger, überall auf der Welt, nix besonderes. Möglicherweise weniger im Institut für theoretische Physik...aber wer weiß.



Es hat von den deutschen Assistenzärzten fast niemand relevante (!) Connections. (Wenn der Vater 300km entfernt Chefarzt an einer Kreisklitsche ist, bringt einem das im Arbeitsalltag nichts. Oder glaubst du ernsthaft, dass Papa dann anruft, wenn der Sohnemann angebrüllt wurde? :-))) Mies behandelt werden auch viele deutsche Assistenzärzte.

Statt über die bösen Preußen zu schimpfen, ist es IMHO sinnvoller, sich einfach eine gute Abteilung zu suchen.

A) Meist sind die Personen mit Chefarzt als Vater sehr gut angepasst/glatt, so dass es garnicht erst zu Problemen kommt. 300 km ist schon etwas weit weg, aber CA in Nachbarstädtchen, dann kennt man sich.
B) Ach dem bösen militaristischen Preußen darf man Schuld an den Verbrechen in der jüngsten Vergangenheit geben und noch heute bestehenden Strukturen. Klar wechselt man, wenn die Ausbildung schlecht ist und die Arbeitsbedingungen untragbar. Jedoch stellt sich die Frage, warum der Weiterbilder einfach weitermachen darf. Dann gibt es viele schlechte Stellen und einige gute.

cartablanca
28.06.2020, 21:14
Summa sumarum: Wenn Du das Gefühl hast, es bilden sich grosse Dynamiken, insbesondere von dem Chefarzt und den Oberärzten gegen Dich, nichts wie weg!!! Sie finden bestimmt ein anderes Opfer, aber ich musste leider durch solche unverschämte Vorgesetzte massive Gesundheitseinbüsse erleiden und wenn schon meine Gesundheit auf dem Spiel steht, ist bei mir Schluss...

Wenn man sich unwohl fühlt, sollte man möglichst schnell wechseln. Mir tun die Ausländer leid, die durch bestimmte Umstände häufig nicht in der Lage dazu sind. Dass es in deutschen Krankenhäusern extrem viel Mobbing gibt, habe ich selbst schon häufiger erlebt und es ist durch verschiedene Studien bewiesen. Außerdem gibt es im Ärzteblatt immer wieder Artikel dazu. Dass man Schwierigkeiten hat sich dagegen zu wehren, wenn man die Sprache noch nicht gut beherrscht, kann ich mir vorstellen. Das Leben ist zu kurz, um den Großteil der Zeit bei der Arbeit mit schlechter Laune zu verbringen.

GelbeKlamotten
28.06.2020, 23:07
Ich habe nie gesagt alle, aber eindeutig häufiger als Leute aus dem Ausland, oder hast Du niemandem in Deinem Jahrgang mit Ärzte als Eltern? Dadurch dass bei Einstellung in Deutschland eine unerhörte Willkür herrscht (es gibt so gut wie keine Kontrolle), kann jeder durch Vitamin B eingestellt werden. Es heisst natürlich nicht, dass die anderen arbeitslos bleiben, aber eben es gibt keine Kriterien.

Also ich finde nicht, dass das ein relevanter Punkt ist. Bestimmt gibt es da Einzelfälle, aber die allermeisten deutschen Assistenzärzte bekommen keine Vorteile durch Connections. Ich wüsste zumindest keinen in meiner (relativ großen) Abteilung.





Ich kenne mehrere Abteilungen, wo überproportional viele Assistenzärztinnen sich an die männlichen Oberärzte ranmachen und ihre sexuellen Vorzüge ausnutzen.

Das stimmt, aber das ist doch jetzt wieder ein völlig anderes Thema und hat nichts mit der Herkunft zu tun. Es hat mehr etwas damit zu tun, wie geübt man als Frau darin ist.

Wenn man davon als Assistenzärztin wirklich profitieren will, dann muss man schon im Studium anfangen, herauszufinden, wie man es anstellt, wie weit man gehen kann und wo man grenzen ziehen sollte.

Wenn man direkt mit dem erstbesten Oberarzt ins Bett geht, dann geht das ganze schnell nach hinten los und man schafft nur unangenehme Situationen statt einen persönlichen Nutzen.

In einer Famulatur riskiert man weniger und kann eine ebene tiefer bei den Assistenzärzten ansetzen. Das ist in der Regel einfacher. Dann kann man ein bisschen ausprobieren. Was passiert wenn ich mit Assistenzarzt A schlafe und am nächsten Tag offen mit Assistenzarzt B flirte? wie viel bewirkt vielleicht schon eine einfache Umarmung? wie erkenne ich, wer scharf auf mich ist, obwohl er es nicht offen zeigt, etc.

Viele Fehler sollten einem in einer festen Stelle, wo man über längere Zeit bleiben möchte, einfach nicht passieren und man sollte da oft lieber nicht zu weit gehen.

Wenn man dieses Spiel beherrscht ist es im Prinzip einfach ein Soft Skill wie andere auch. Man hat es sich erarbeitet und kann damit als Frau einige Nachteile ausgleichen, die man sonst im Alltag oft erfährt.

Von daher finde ich es weder verwerflich, noch ungewöhnlich, dass Assistenzärztinnen so etwas machen.

ehem-user-21-08-2020-1502
29.06.2020, 01:00
Wenn man direkt mit dem erstbesten Oberarzt ins Bett geht, dann geht das ganze schnell nach hinten los und man schafft nur unangenehme Situationen statt einen persönlichen Nutzen.

In einer Famulatur riskiert man weniger und kann eine ebene tiefer bei den Assistenzärzten ansetzen. Das ist in der Regel einfacher. Dann kann man ein bisschen ausprobieren. Was passiert wenn ich mit Assistenzarzt A schlafe und am nächsten Tag offen mit Assistenzarzt B flirte? wie viel bewirkt vielleicht schon eine einfache Umarmung? wie erkenne ich, wer scharf auf mich ist, obwohl er es nicht offen zeigt, etc.


Nicht böse gemeint, aber meinst du das jetzt im Ernst oder ist das Ironie?

CrashStudios
29.06.2020, 12:15
Ich kann darin überhaupt keine Ironie erkennen. Das ist harte Realität. Du kannst froh sein, dass GelbeKlamotten völlig unverblümt davon spricht. Peinlicher wäre es ja wenn Frau das abstreitet, weil "man ja nicht so eine ist", aber gleichzeitig bei der erstbesten Gelegenheit auf der ersten Weihnachtsfeier mit dem Oberarzt schläft.

ნინი
29.06.2020, 12:16
Das stimmt, aber das ist doch jetzt wieder ein völlig anderes Thema und hat nichts mit der Herkunft zu tun. Es hat mehr etwas damit zu tun, wie geübt man als Frau darin ist.

Wenn man davon als Assistenzärztin wirklich profitieren will, dann muss man schon im Studium anfangen, herauszufinden, wie man es anstellt, wie weit man gehen kann und wo man grenzen ziehen sollte.

Wenn man direkt mit dem erstbesten Oberarzt ins Bett geht, dann geht das ganze schnell nach hinten los und man schafft nur unangenehme Situationen statt einen persönlichen Nutzen.

In einer Famulatur riskiert man weniger und kann eine ebene tiefer bei den Assistenzärzten ansetzen. Das ist in der Regel einfacher. Dann kann man ein bisschen ausprobieren. Was passiert wenn ich mit Assistenzarzt A schlafe und am nächsten Tag offen mit Assistenzarzt B flirte? wie viel bewirkt vielleicht schon eine einfache Umarmung? wie erkenne ich, wer scharf auf mich ist, obwohl er es nicht offen zeigt, etc.

Viele Fehler sollten einem in einer festen Stelle, wo man über längere Zeit bleiben möchte, einfach nicht passieren und man sollte da oft lieber nicht zu weit gehen.

Wenn man dieses Spiel beherrscht ist es im Prinzip einfach ein Soft Skill wie andere auch. Man hat es sich erarbeitet und kann damit als Frau einige Nachteile ausgleichen, die man sonst im Alltag oft erfährt.

Von daher finde ich es weder verwerflich, noch ungewöhnlich, dass Assistenzärztinnen so etwas machen.[/QUOTE]

Wie schäbig!
Klar, wenn man den Ruf einer "Stationsmatraze" haben will, kann man sowas schon machen. Wie soll so jemand Respekt und Wertschätzung von der Pflege oder den Kollegen erwarten? Ich persönlich halte nichts von Kolleginnen/Kollegen die Beine breit und den A* hinhalten am Besten können.

CrashStudios
29.06.2020, 12:27
Wer redet denn von "Stationsmatraze"? Wenn ich als Frau mit dem nerdigen, leicht adipösen, Assistenzarzt flirte, damit er mir meine Entlassungsbriefe diktiert, weil er sich von diesem einem Flirt mehr erhofft, dann ist das völlig in Ordnung. Wenn mein Oberarzt geschieden ist und nebenbei gut aussieht, dann lasse ich mir gerne die gemeinsame Urlaubsreise bezahlen. Als Dank, werde ich dafür im OP sogar öfters eingeteilt und bekomm meinen Katalog schneller voll.

Wer sich als Frau ernsthaft darüber aufregt, ist wohl nicht mit dem nötigen Aussehen gesegnet oder weiß es nicht für sich zu nutzen.

hebdo
29.06.2020, 12:45
Das war's dann wohl mit der Emanzipation. #Meetoo

Es sollte wieder mehr auf die äußeren Werte geachtet werden. Anstelle von Fortbildungen sollten andere Methoden der Selbstoptimierung gefördert werden. Wer sitzt schon gerne bei Vorträgen...

Absolute Arrhythmie
29.06.2020, 12:49
Ich freu mich lieber, dass ich das als attraktive Frau nicht nötig habe.

denkstdu
29.06.2020, 12:50
@ AA dem stimme ich dir voll und ganz zu

ნინი
29.06.2020, 12:51
Wer redet denn von "Stationsmatraze"? Wenn ich als Frau mit dem nerdigen, leicht adipösen, Assistenzarzt flirte, damit er mir meine Entlassungsbriefe diktiert, weil er sich von diesem einem Flirt mehr erhofft, dann ist das völlig in Ordnung. Wenn mein Oberarzt geschieden ist und nebenbei gut aussieht, dann lasse ich mir gerne die gemeinsame Urlaubsreise bezahlen. Als Dank, werde ich dafür im OP sogar öfters eingeteilt und bekomm meinen Katalog schneller voll.

Wer sich als Frau ernsthaft darüber aufregt, ist wohl nicht mit dem nötigen Aussehen gesegnet oder weiß es nicht für sich zu nutzen.

Leider wirft ein solches Verhalten schlechtes Licht auf uns junge Ärztinnen, weil dann manche ältere männliche Kollegen denken die könnten alles erlauben und fühlen sich dadurch herausgefördert.

hebdo
29.06.2020, 12:52
Jetzt sehe ich meine Kolleginnen auch in einem ganz anderen Licht. Es ist auf einmal alles so klar. Werde gleich mal meine Kollegin fragen, ob ich ihr Sonografie oder sonst etwas beibringen soll.

ehem-user-05-04-2023-1001
29.06.2020, 13:09
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hebdo
29.06.2020, 13:40
Ganz armselig, wenn Mann nur innere Werte hat und die dann zu seinem eigenen Nutzen einsetzt.

Meine Kollegin hat übrigens "Ja" gesagt und gelächelt. Jetzt weiß ich, wieso in unserem Sonoraum Stroh liegt

GelbeKlamotten
29.06.2020, 14:35
Noch armseliger sind doch die Ärzte die den Frauen nach dem vögeln wirklich noch die Briefe diktieren oder sonst irgendwelche Vorzüge gewähren.

Vornehmen für die Zukunft: einfach lang machen und danach fallen lassen! Da lernen die Mädels dann langfristig auch was draus..


Diesen Lerneffekt hatte ich wie gesagt schon im Studium. Weniger, dass ich danach fallen gelassen wurde sondern vielmehr, dass danach zu große Verwerfungen und zu viel Eifersucht entstanden sind.

Jetzt kommt das wahrscheinlich wieder so rüber als würde ich sofort mit jedem ins bett gehen. Das ist absolut nicht der Fall. Auch früher nicht. Ich schlafe nur mit jemandem, wenn ich Lust darauf habe, ein möglicher weiterer Nutzen war dabei immer eher sekundär.

Und ganz ehrlich: auch der sekundäre Nutzen von Sex mit einem „Vorgesetzten“ war meistens gering. Ich habe sogar mal eine Famulatur früher beenden müssen, weil die Situation sich durch soetwas wirklich unangenehm entwickelt hatte. Ich könnte aus dieser Zeit Geschichten erzählen, teils von verheirateten Kollegen, die sind kaum zu glauben. Das gehört hier aber nicht hin.

Inzwischen weiß ich: Man erreicht mehr, wenn man subtiler vorgeht. Hier und da ein kleiner Flirt, mal ein Kompliment ins Ohr flüstern, wenn die Umstände es ermöglichen mal „aus versehen“ beim Umziehen die Tür offen stehen lassen, wenn man weiß dass gleich ein bestimmter Kollege vorbeiläuft. Solche Sachen.

Und wie gesagt, das muss man nicht mal hinterrücks machen. Ich habe auch schon mal einem erfahreneren Kollegen offen gesagt, dass ich nur mit ihm spiele. Trotzdem ist er bei meinen ersten Nachtdiensten freiwillig mitgekommen und war die ganze nacht da und hat mir geholfen. Wir haben zwar ab und zu zusammen im Dienstzimmer im Bett gelegen, hatten aber keinen sex.

So kann man sich wesentlich mehr Vorteile generieren. Heute ist der Funktionsoberarzt an einer anderen Klinik. Er war mir solange er da war aber immer noch sehr wohlgesonnen. Ich glaube wenn ich mit ihm geschlafen hätte, hätte es sich vielleicht ganz anders entwickelt.