PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abwanderung ins Ausland oder nichtärztliche Tätigkeit wirklich relevant?



Seiten : 1 2 3 [4] 5 6

daCapo
19.08.2020, 09:14
@JohnSilver: Der Ton geht garnicht, das ist hier keine Militärakademie. Hier posten Anfänger "Anfängerfragen" im Forum und werden direkt beleidigt in oben zu lesender Manier. Hier werden die bestehenden Strukturen mit allen Mitteln verteidigt. Kritikfähigkeit: Fehlanzeige! Und wenn, dann wird mit unflätigen Beleidigungen darauf reagiert. Mit Studien zum Kolon-CA, die Allgemeinwissen sind (eine unbehandelte Krebserkrankung schreitet fort) die Qualität des Gesundheitswesen beschreiben, ist fragwürdig. Die Meinung von anderen Leuten sollte man nicht als Müll bezeichnen. Ihr habt kein Interesse an Veränderung und seid nicht diskussionsfähig, außer es handelt sich um eure eigene Meinung.

@ChristophBayern: Ja wer will denn im Krankenhaus Dienste schieben und von morgens 7 bis abends 8 arbeiten und sich auch noch so einen launigen Ton gefallen lassen wie von dir und auch noch weniger verdienen? Du bestimmt selber nicht. Der Rest mal wieder nur Beleidigungen. Du hast hier auch im Thread sämtliche anderen Leute beleidigst: Machst du das auch mit Kollegen und Mitarbeitern so? Sind so deine Umgangsformen? Bezeichnend!





Ich wusste nie wieso deutsche Ärzte in Kliniken so unglück sind bis ich dann selber hier angefangen habe. Der Umgangston mit Kollegen und Patienten, vor allem aber die Kollegen aus dem eigenen TEAM. Die nicht existierende Weiterbildung, der "Service - Job", die fehlende OÄ Unterstützung. Es kommt einem vor, dass keiner richtig Bock hat zu arbeiten oder Menschen zu helfen.

Wenn man mit so Leuten wie hier arbeiten muss, kein Wunder: hier haben wir ein paar Prachtexemplare als Beispiel im Thread!





Zurück zur eigentlichen Frage:
Meine Frage: Sind von den Leuten in eurem Umfeld wirklich so viele Ärzte ins Ausland oder in patientenferne Bereiche gegangen? Und wenn ja, verdienen die da so viel mehr oder sind so viel glücklicher?



Um es nochmol kurz zu beantworten:
Ins Ausland sind einige gegangen, viele haben ein patientenfernes Fach bzw. Fach mit ganz guten Arbeitsbedingungen genommen. Aber nach abgeschlossenen Studium etwas ganz anderes gemacht? Davon habe ich niemand im Umfeld. Alle Bekannten, die ins Ausland gegangen sind, sind dort geblieben.

Christoph_A
19.08.2020, 09:23
@DaCapo: Dein Bayernbashing ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten, wenn du außer der Reduktion eines Foristen auf das Herkunftsbundesland nichts beitragen kannst, laß es einfach bleiben. Es zwingt Dich niemand, in oder mit Bayern zu arbeiten, wir hier überleben auch ohne Dich sehr gut. Hat dir mal ein Bayer die Freundin ausgespannt, oder woher kommt dieser latente Haß?
Ansonsten das gleiche Spiel wie immer: Unterstellungen, die ich nie gesagt habe in Kombination mit Beleidigungen, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Eigentlich eine Beleidigung für jedes Kindergartenkind, wenn ich jetzt von kindergartenniveau schreiben würde......

Thomas24
19.08.2020, 09:28
Ja besonders gut läuft das nicht, daher muss es verbessert werden, aber nicht abgeschafft, wie du forderst. Daher werden wir nie zusammenfinden. Was willst du denn? FDP Ideen? Ein Gesundheitswesen in den USA, alles über Private Kassen zu Horrerpreisen, die sich nicht alle leisten können?


Ja besonders gut läuft das nicht, daher muss es verbessert werden, aber nicht abgeschafft, wie du forderst. Daher werden wir nie zusammenfinden. Was willst du denn? FDP Ideen? Ein Gesundheitswesen in den USA, alles über Private Kassen zu Horrerpreisen, die sich nicht alle leisten können?

Sinnerfassendes Lesen 101 bitteschön.
Wo habe ich die Abschaffung des Systems gefordert und wo die Einführung eines Gesundheitssystems US amerikanischer Prägung?

Ich habe lediglich gesagt a) Ein Großteil der Probleme und systemimmanenten Ineffizienzen (wie beispielsweise parallel existierende Bereiche von Über- Fehl- und Unterversorgung und zwar in der gleichen Region) kommt durch staatliche Intervention zustande und Planungs- und Steuerungsmechanismen zustande, die naturgemäß immer 'behind the curve' sind. Wie sollte es auch anders sein? Dein Vorschlag, die bestehenden Probleme durch noch mehr staatliche Intervention beheben zu wollen... da sehe ich den Benefit nicht, um es mal vorsichtig auszudrücken. Nochmal: staatliche Akteuere als Verwalter knapper Ressourcen haben einfach keinen guten Track Record.

b) Das derzeitige, rein Umlagebasierte Verfahren ist nicht nachhaltig aufrecht zu erhalten. Es geht einfach nicht. Bereits jetzt muss ca. 1 Drittel des gesamten Bruttosozialprodukts in die Sozialen Sicherungssysteme gesteckt werden.
Wenn die Geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1957 und 1969 pro Frau 1,4 Kinder geboren haben, aber mind. 2,1 Kinder erforderlich sind, allein um die Bevölkerungsgröße konstant zu halten, dann ist das Delta irgendwann einmal zu groß.

Dein Einwand: ne, ne, ne Deutschlands Bevölkerung wächst doch, also sitzen wir nicht auf einer demographischen Zeitbombe (ja, tatsächlich wächst die Bevölkerung derzeit. Aber wird das Argument dadurch invalidiert? Die Finanzierungslücke kann nur durch Immigration geschlossen werden, wenn Immigranten im Durchschnitt ebenso viele Beiträge einzahlen, wie die bisherige Bevölkerung- ist aber einfach nicht der Fall. Die Daten liegen offen einsehbar vor). Tatsächlich nimmt die Zahl der Einwohner zu, die Zahl der Beitragszahler aber kontinuierlich weiter ab. Ich hingegen sage nur: 'Demography is Destiny' - und es sieht nicht gut aus.

Deine bisherige Replik: kann alles nicht sein, das sind alles nur Strohmänner der Besitzstandswahrenden...
Und ich frage mich, ob deine vorgetragenen Einlassungen das Ergebnis eines rationalen, zahlengetriebenen Prozesses sind.

John Silver
19.08.2020, 09:40
@JohnSilver: Der Ton geht garnicht, das ist hier keine Militärakademie. Hier posten Anfänger "Anfängerfragen" im Forum und werden direkt beleidigt in oben zu lesender Manier. Hier werden die bestehenden Strukturen mit allen Mitteln verteidigt. Kritikfähigkeit: Fehlanzeige! Und wenn, dann wird mit unflätigen Beleidigungen darauf reagiert. Mit irgendwelchen Studien zum Kolon-CA die Qualität des Gesundheitswesen beschreiben, ist fragwürdig. Die Meinung von anderen Leuten sollte man nicht als Müll bezeichnen. Ihr habt kein Interesse an Veränderung und seid nicht diskussionsfähig, außer es handelt sich um eure eigene Meinung.

Wenn man mit so Leuten wie hier arbeiten muss, kein Wunder: hier haben wir ein paar Prachtexemplare als Beispiel im Thread!

Wenn man ein Anfänger ist und sich nicht besonders gut auskennt, dann sollte man es tunlichst vermeiden, gleich mit einer Meinung wie mit einer Tür ins Haus zu fallen. Man sollte besser Fragen stellen, zuhören und sich selbst informieren. Ich weiß, an einer Uniklinik muss man immer den großen Macker markieren, auch wenn man nicht viel Ahnung hat, sonst wird man von anderen Heißluftgebläsen ausgestochen; das ist aber ein Spezifikum der Uni und muss nicht überall gelten. Du hast offensichtlich recht wenig Ahnung, aber weißt schon ganz doll sicher, wo die Ursachen der Probleme liegen und wie man sie anzugehen hat. Das wirkt auf Leute, die schon etwas länger dabei sind und sicher mehr Ein- und Überblick haben, recht lächerlich. Ich hab hier auch einen Assistenzarzt, der keine Ahnung hat, aber mir bei OPs schon Ratschläge gibt.

Der Ton, den Du bemängelst, ist die direkte Folge Deiner Inkompetenz, gepaart mit Deiner Unfähigkeit, Gegenargumente und zu hören, und Deiner Vorliebe dafür, Opponenten zu beleidigen (ja, Du benutzt das Wort „Profiteure“, meinst aber letztlich „geldgierige Arschlöcher, die das eigene Reichtum auf Kosten der Patienten aufbauen“). Wie man in den Wald hineinruft...

daCapo
19.08.2020, 09:49
Nochmal: staatliche Akteuere als Verwalter knapper Ressourcen haben einfach keinen guten Track Record.



Ja das habe ich auch mal in den 2000er Jahren gedacht, und dann habe ich im Gesundheitswesen gearbeitet mit dem Pseudo-Wettbewerbs System mit PKV/GKV, DRG. Man könnte auch nur private Krankenversicherungen zulassen, aber die müssten, dann jeden Patienten nehmen. Wollen die chronisch kranke Leute, die viel kosten und wenig bringen? Eher nicht.
Privatisierung ist kein Allheilmittel, sondern kann lebensgefährlich sein. Siehe z.B. Privatisierung der Bahn in GB. Gerade bei absoluten Grundbedürfnissen wie Gesundheit, Wasser, Transport, Bildung halte ich eine komplette Privatisierung für komplett falsch, auch wegen zahlreicher negativer Beispiele. Wenn staatliche Strukturen in der Grundversorgung ineffizient sind, müssen sie effizient gemacht werden und nicht ersetzt durch private Strukturen.

Da wir eine hier andere Ansichten haben bzw. Herangehensweisen (früher habe ich auch in der Privatisierung ein Allheilmittel gesehen), werden wir nie zusammenfinden.


Du hast offensichtlich recht wenig Ahnung, aber weißt schon ganz doll sicher, wo die Ursachen der Probleme liegen und wie man sie anzugehen hat. Das wirkt auf Leute, die schon etwas länger dabei sind und sicher mehr Ein- und Überblick haben, recht lächerlich. Ich hab hier auch einen Assistenzarzt, der keine Ahnung hat, aber mir bei OPs schon Ratschläge gibt.

Der Ton, den Du bemängelst, ist die direkte Folge Deiner Inkompetenz, gepaart mit Deiner Unfähigkeit, Gegenargumente und zu hören, und Deiner Vorliebe dafür, Opponenten zu beleidigen (ja, Du benutzt das Wort „Profiteure“, meinst aber letztlich „geldgierige Arschlöcher, die das eigene Reichtum auf Kosten der Patienten aufbauen“). Wie man in den Wald hineinruft...

a) Schon wieder nur Beleidigungen und der falsche Ton. Hier ist nicht der OP Saal, wo mit Besteck geworfen wird und alle einfach beleidigt werden, schon wenn sie durch die Tür treten. Achso, von jmd. der die Qualität des Gesundheitswesen an einer nicht genannten schwedischen Studie misst.
b) Eure "Gegenargumente" sind Scheinargumente wie z.B. ja die PKV macht eine Quersubvention der GKV, daher darf sie existieren und Patienten mit chronischen Krankheiten-->bitte in die GKV, die werden da ja quersubventioniert. Darauf falle ich nicht rein. Eure Argumente wiederholen sich auch in diesem Thread, aber werden durch dauernde Wiederholung nicht besser.
c) Ja ich benutze das Wort Profiteure und es stimmt ja auch, selber zugegeben. Was du da hineininterpretierst und dazu sagst, ist deine eigene Sache. Dein Ton ist und bleibt der falsche.
d) Störst du dich daran, dass hier so offenkundig die Qualität der Ärztekammern diskutiert wird? Darf man das nicht sagen, dass die WB keiner Qualitätskontrolle unterliegt? Darf man es nicht sagen, dass die ÄK fragwürdige Leute akkreditiert?



@DaCapo
Ansonsten das gleiche Spiel wie immer: Unterstellungen, die ich nie gesagt habe in Kombination mit Beleidigungen, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Eigentlich eine Beleidigung für jedes Kindergartenkind, wenn ich jetzt von kindergartenniveau schreiben würde......

Lies mal deine Beiträge!

Thomas24
19.08.2020, 09:59
Ja das habe ich auch mal in den 2000er Jahren gedacht, und dann habe ich im Gesundheitswesen gearbeitet mit dem Pseudo-Wettbewerbs System mit PKV/GKV, DRG. Man könnte auch nur private Krankenversicherungen zulassen, aber die müssten, dann jeden Patienten nehmen. Wollen die chronisch kranke Leute, die viel kosten und wenig bringen? Eher nicht.
Privatisierung ist kein Allheilmittel, sondern kann lebensgefährlich sein. Siehe z.B. Privatisierung der Bahn in GB. Gerade bei absoluten Grundbedürfnissen wie Gesundheit, Wasser, Transport, Bildung halte ich eine komplette Privatisierung für komplett falsch, auch wegen zahlreicher negativer Beispiele. Wenn staatliche Strukturen in der Grundversorgung ineffizient sind, müssen sie effizient gemacht werden und nicht ersetzt durch private Strukturen.

Da wir eine hier andere Ansichten haben bzw. Herangehensweisen (früher habe ich auch in der Privatisierung ein Allheilmittel gesehen), werden wir nie zusammenfinden.

Sorry, nochmal: sinnerfassendes Lesen bitte und nicht einfach etwas hineininterpretieren, was da nicht so steht.
Nirgendwo wurde Privatisierung für alle Lebensbereiche als Allheilmittel von mir befürwortet. Den Themenkomplex, ob 'es eine staatliche Daseinsfürsorge für kritische Infrastruktur geben sollte, oder ob alles rein privat organisiert werden sollte', spreche ich noch nicht mal mit einer Silbe an - geschweige denn, dass alle Bürger in eine private Krankenversicherung ohne Kontrahierungszwang getrieben werden sollten.

Ich stelle lediglich folgendes fest: so wie es bislang läuft, mit einem parallel existierenden System zwischen am Reissbrett entworfener Planwirtschaft, das mit zum Teil Marktwirtschaftlichen Elementen garniert wird (ohne gleichzeitig eine freie Preisfindung oder Wettbewerb über Qualität stattfinden zu lassen) ist suboptimal. Die Idee, das System aber weiter zu verbessern, indem man noch mehr staatliche Planungselemente einfliessen lässt (es wurde ja bereits von einem anderen Teilnehmer vorgeschlagen, dass der Staat die Verteilung der Ärzteschaft vorzunehmen habe- klar, mitten ins Wolfserwartungsland ohne Schule wird sich die junge Familie sicher gerne zwangsweise hinversetzen lassen... nicht), finde ich hingegen geradezu absurd.

Thomas24
19.08.2020, 10:06
Ich weiß, an einer Uniklinik muss man immer den großen Macker markieren, auch wenn man nicht viel Ahnung hat, sonst wird man von anderen Heißluftgebläsen ausgestochen; das ist aber ein Spezifikum der Uni und muss nicht überall gelten.

Na, da unterscheiden sich meine Erfahrungen aus der Uni Zeit aber ganz deutlich... die deutliche Mehrzahl hat nicht so getickt. Das einzige Heißluftgebläse, dass ich mitbekommen habe, ist jetzt Ordinarius an eine Tier 2 Uniklinik. Der Kollege war aber generell etwas speziell :D

Christoph_A
19.08.2020, 10:57
@daCapo:

Aua, jetzt hast Du es mir argumentativ aber richtig gegeben. Hast Du lange an der Antwort gesessen oder ging das eher flüssig von der Hand?
Ansonsten stehe ich zu meinen Beiträgen 100%, Du produzierst außer heißer Luft, pseudo Gleichmachereigeschwurbel mit Salonsozialistensystemkritik und am Thema vorbeigehenden Bayernbashingversuchen eigentlich nix produktives. Aber, wenns Dich glücklich macht, mir kanns ja egal sein.

daCapo
19.08.2020, 11:33
Ich stelle lediglich folgendes fest: so wie es bislang läuft, mit einem parallel existierenden System zwischen am Reissbrett entworfener Planwirtschaft, das mit zum Teil Marktwirtschaftlichen Elementen garniert wird (ohne gleichzeitig eine freie Preisfindung oder Wettbewerb über Qualität stattfinden zu lassen) ist suboptimal. Die Idee, das System aber weiter zu verbessern, indem man noch mehr staatliche Planungselemente einfliessen lässt (es wurde ja bereits von einem anderen Teilnehmer vorgeschlagen, dass der Staat die Verteilung der Ärzteschaft vorzunehmen habe- klar, mitten ins Wolfserwartungsland ohne Schule wird sich die junge Familie sicher gerne zwangsweise hinversetzen lassen... nicht), finde ich hingegen geradezu absurd.

Wie bereits gesagt werden wir nicht zusammenfinden. Ich glaube, dass eher mit staatlichen Mitteln eine gute Versorgung zu einem vernünftigen Preis erreicht werden kann (Also normal hohe Beiträge, das interessiert hier soweit ich sehe niemanden, könnten auch bei 1500 liegen oder?). Dass Leute zwangsversetzt werden in unbeliebte Gegenden ist dabei absichtlich von dir erfunden, damit es abschreckend wirkt.


Du bevorzugst ein privates Konstrukt: Wie soll das denn gehen? In einer Stadt operieren 4 Kliniken Öso-Ca, Gehirntumore, Prostata-Ca mit jeweils niedrigen Fallzahlen. Die Resultate bei niedrigen Fallzahlen kennen wir alle: Schlecht. Der Patient (natürlich kein Experte auf dem Gebiet) sucht sich dann die Klinik aus mit dem schönsten Wartebereich und der netten Empfangsdame aus. Gleichzeitig müssen 4 Stellen Equipment und "Expertise" für diese Behandlungen vorgehalten werden, damit "Wettbewerb" vorhanden ist-->das ist für mich kein Wettbewerb, sondern Verschwendung.


Wenn man ein Anfänger ist und sich nicht besonders gut auskennt, dann sollte man es tunlichst vermeiden, gleich mit einer Meinung wie mit einer Tür ins Haus zu fallen. Man sollte besser Fragen stellen, zuhören und sich selbst informieren. (...)
Der Ton, den Du bemängelst, ist die direkte Folge Deiner Inkompetenz, gepaart mit Deiner Unfähigkeit, Gegenargumente und zu hören, und Deiner Vorliebe dafür, Opponenten zu beleidigen (...) Wie man in den Wald hineinruft...

Das ist mir auch klar, dass man als Anfänger nicht in der Besprechung irgendwelche Leitlinien stur aufzählt in denen es einen Hauch anders steht als gemacht, weil man noch nicht weiß, warum man vllt etwas davon abweicht. Und wenn man sich nicht auskennt, sollte man in einer Besprechung, wie du sagst: Fragen und zuhören. Da hast du Recht!

Aber
a) Das ist hier keine Klinikbesprechung oder Frühbesprechung oder ein OP-Saal, hier geht es um Diskussionen-->Daher heißt es auch Forum.
b) Du sagst du hast viel Erfahrung und bist lange dabei. Ist alles schön und gut. Aber Eminenzbasierte Herangehensweisen mit dem Stil: Das war schon immer so, wird auch immer so bleiben, das hat man Chef immer so gemacht in den 70er Jahren, überzeugen nicht jeden. Man kann sich das Weltbild auch nicht zurechtrücken indem man Leute an der Uniklinik als "Gebläse" bezeichnet. Die "Gebläse" (besser wichtige Leute dort, oder die, die meinen es zu sein) in der Uniklinik sind 100% für die Beibehaltung der jetzigen Strukturen, keine Sorge.
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/25427-aerzte-hierarchie-alter-vor-kompetenz
c) Wir haben hier offensichtlich unterschiedliche Meinungen. Das muss man nicht akzeptieren, kann es aber zumindest tolerieren. Der Ton ist unangebracht, auch in anderen Threads. Das geht garnicht. Auf jeder Baustelle geht es zivilisierter zu.

Evil
19.08.2020, 11:37
Leute, es bringt nichts, außer papageienhaft dieselben nicht stichhaltigen Argumente zu wiederholen und bei initial sachlicher, im Verlauf zugegebenermaßen aufgrund bornierter Ignoranz zunehmend barscher Kritik sich gebetsmühlenartig über den Umgangston zu beschwerden, kommt von DaCapo nix, deswegen ist für mich hier fine. Seine/Ihre Beiträge sprechen für sich selber, darauf braucht man gar nicht mehr zu antworten.

Und wenn der Schatzinselpirat und ich uns mal einig sind, das will schon was heissen :-D Wahrscheinlich werden wir wirklich alt ;-)

hebdo
19.08.2020, 16:39
Hört auf, so einen Müll zu schwafeln, dann wird auch der Ton anders.

@daCapo:
Wenn ich Deine Ansichten nicht teile, dann nicht deswegen, weil ich keine Reformen will, sondern weil Du halbgaren Quark erzählst, weil Du bei weitem nicht den Durchblick hast, den Du zu haben glaubst. Fakten aus dem Zusammenhang zu reißen, um damit lediglich das eigene Weltbild zu „untermauern“ hat mit einer Diskussion wenig zu tun.

@Lady Aloja:
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man eigene Aussagen nicht so formulieren, als sei man schon Experte und jahrelang dabei. Wir sprechen Dir nicht das Recht ab, Eindrücke zu haben, aber sehr wohl die Fähigkeit, aus einigen wenigen Eindrücken schon das große Bild zusammensetzen zu können.


@ DaCapo: Lustig, wie du jetzt auch schon alle kliniken in Muc kennst und weißt, wer "Drecksstellen" hat und keinen findet und wer nicht.
Was die KH und Intensivbetten betrifft, wenn alles so super ist, warum haben dann die Niederlande eine so viel höher Coronasterblichkeit, ist doch genug Kapazität für alle da.
Polikliniken und nur mehr an KH angestellte Fachärzte, come on, glaubste doch selber nicht daß das funktioniert.
Gegen Dein Heißluftgefasel ist ein Bauföhn eine Klimaanlage. Und beschwer Dich nicht immer bei allen über den ton, wenn Du selber einfach nur aggressiv rumblaffst.


Wenn man ein Anfänger ist und sich nicht besonders gut auskennt, dann sollte man es tunlichst vermeiden, gleich mit einer Meinung wie mit einer Tür ins Haus zu fallen. Man sollte besser Fragen stellen, zuhören und sich selbst informieren. Ich weiß, an einer Uniklinik muss man immer den großen Macker markieren, auch wenn man nicht viel Ahnung hat, sonst wird man von anderen Heißluftgebläsen ausgestochen; das ist aber ein Spezifikum der Uni und muss nicht überall gelten. Du hast offensichtlich recht wenig Ahnung, aber weißt schon ganz doll sicher, wo die Ursachen der Probleme liegen und wie man sie anzugehen hat. Das wirkt auf Leute, die schon etwas länger dabei sind und sicher mehr Ein- und Überblick haben, recht lächerlich. Ich hab hier auch einen Assistenzarzt, der keine Ahnung hat, aber mir bei OPs schon Ratschläge gibt.

Der Ton, den Du bemängelst, ist die direkte Folge Deiner Inkompetenz, gepaart mit Deiner Unfähigkeit, Gegenargumente und zu hören, und Deiner Vorliebe dafür, Opponenten zu beleidigen (ja, Du benutzt das Wort „Profiteure“, meinst aber letztlich „geldgierige Arschlöcher, die das eigene Reichtum auf Kosten der Patienten aufbauen“). Wie man in den Wald hineinruft...

Ich muss schon sagen, dass das und deine anderen Beiträge ein typisches Beispiel für den generellen Tonfall in diesem Forum ist. Viel Aggression, Selbstüberschätzung und Profilierungsgehabe. Es sei dir verziehen, du bist auch nur Opfer deiner (beruflichen) Sozialisierung...

Und die meisten Heißluftgebläse habe ich an Nicht-Unis gesehen...

John Silver
19.08.2020, 17:01
Mir wurde verziehen!! Halleluja!

ehem-user-21-08-2020-1502
19.08.2020, 17:21
Hier wird jede/r egal wie weit er ist, seine Meinung offen kundtun dürfen. Solange nicht gegen die Forenregeln verstossen wird. Es wäre schlimm, wenn man sich erst nach jahrelanger Tätigkeit in verschiedenen Kliniken eine Meinung bilden und diese auch äußern dürfte. Vieles was hier geschrieben wurde, bezieht sich auf Themen der Gesundheitspolitik bzw. das Gesundheitssystem. Und ja, da kann man auch als Anfänger eine Meinung zu haben. Warum von den älteren Herren hier stereotyp die meisten jüngeren als dumm und keine Ahnung tituliert werden, zeigt welchen Geistes Kind diese Herren sind. Dann dürften ja auch Fachschaften, die BVMD und Studierende die sich in Non-Profit-Organisationen stark für adere machen, ihre Meinung bzgl. der Arbeit in den Kliniken und dem Gesundheitssystem nicht äußern. Als Studierende sind sie ja anscheinend nicht erfahren genug, sich eine Meinung zu bilden.
Es gibt übrigens genug gestandene Mediziner, die Themen wie Bürgerversicherung voll unterstützen. Haben die auch keine Ahnung?

MissGarfield83
19.08.2020, 17:27
Eine Meinung darf hier jeder äußern, muss aber damit rechnen wenn man Schwachsinn postuliert, dass andere auch dazu ihre Meinung äußern dürfen. Meinungsfreiheit ist nicht die Freiheit unwidersprochen jeden Mist herauszuposaunen ...



Es gibt übrigens genug gestandene Mediziner, die Themen wie Bürgerversicherung voll unterstützen. Haben die auch keine Ahnung?

Springst du auch von der Brücke, wenn es andere tun?

ehem-user-21-08-2020-1502
19.08.2020, 17:42
Springst du auch von der Brücke, wenn es andere tun?

Natürlich nicht, ich bin noch nichtmal für die Bürgerversicherung. Und ich mache nicht grundsätzlich etwas, nur weil es andere machen. Sonst würden hier ja auch nicht solche Diskussionen entstehen. Ich bilde mir selbst eine Meinung. Und ich verlange von Niemandem, dass er sie teilen muss

MissGarfield83
19.08.2020, 17:49
Warum reagierst du dann pikiert, wenn dir auf viel Meinung durchaus Gegenmeinung entgegenschlägt, die von dir verlangt deine Meinung zu belegen ?

ehem-user-21-08-2020-1502
19.08.2020, 17:57
Warum reagierst du dann pikiert, wenn dir auf viel Meinung durchaus Gegenmeinung entgegenschlägt, die von dir verlangt deine Meinung zu belegen ?

Weil der Ton hier in diesem Forum und speziell in diesem Thread schon leicht aggressiv ist. Und ich habe an keiner Stelle behauptet, dass die erfahrenen Kliniker keine Ahnung haben. Das würde ich auch nicht machen. Es macht aber jeder andere Erfahrungen. Ich müsste wissen, was ich belegen soll. Mache ich gerne. Das Meiste basiert aber auf persönlichen Erfahrungen

Matzexc1
19.08.2020, 18:24
Ich finde das die Diskussionskultur hier teilweise doch gelitten hat, sehe das aber eher als gesamtgesellschaftliche Entwicklung.
Diskussionen werden in der Schule nicht geführt und an der Uni auch nur relativ wenig. Meist erzählen einem irgendwelche Leute was man zu meinen hat.

Dahingehend das es mehr Leute gibt die den Grundsatz haben den anderen mit Argumenten so lange zu bombadieren bis dieser klein beigibt und auch in einem Verlust der Fähigkeit derselben die Argumente der anderen zu akzeptieren und damit zu verstehen, dass Fakten, Erfahrungen und Moralvorstellungen die eigene Meinung prägen. Das ist meiner Meinung nach ungeachtet des Alters oder Geschlechts der Fall.
Das unsere Arbeit auch an den Nerven zehrt und das gesellschaftliche Ansehen unserer Profession eine gewisse Überheblichkeit auslöst kommt nur noch oben drauf.


Ich möchte hier mal meine Eindrücke der Diskutanden einwerfen:

daCapo: sehr in den Bereich pro-staatlich ausgerichtet. Sehr emotionale Diskussionskultur und du scheinst die meisten als geldgierige geier zu sehen. Argumente die dir nicht passen lehnst du sofort ab, ich finde auch das du aus deiner privaten Meinung heraus viel in die posts anderer hineininterpretierst.

Persönliche Frage:
Du würdest also einer Zwangsversetzung in einen unterversorgten Bereich(fachlich/regional) zustimmen wenn sich dadurch die Qualität verbessert? Auch bei einer Verschlechterung deiner finanziellen Situation, verbunden mit Veränderungen in der Lebensplanung?

Ich habe bisher noch keinen Hinweis darauf das die staatlichen Eingriffe der letzten 20 Jahre positiv auf die häufige Situation eingewirkt haben. Könntest du bitte in einem Post stichhaltig und argumentativ darlegen wieso du mehr Staatlichkeit für sinnvoll hältst und vor allem was sie bisher positiv eingebracht hat?

Dame Ajola: du hast das Gefühl das deine Meinung und die der jüngeren Teilnehmer weniger geachtet wird weil ihr jünger seid.
Du wechselst von der argumentativen auf die persönliche, emotionale Ebene weil du dich und deine Generation als angegriffen betrachtest. Du hast völlig recht damit das hier jeder seine Meinung äußern kann, die Tonlage ist allerdings häufig ein Problem.


John Silver: wie gehst du mit dem Assistenzarzt um der dir bei OP's Ratschläge gibt? Ich habe das Gefühl das du schon sehr viele Ideen und Meinungen gehört hast und diese für dich häufig suboptimal waren, was sich vielleicht auch manchmal in deinen Antworten/Tonfall niederschlägt.

Christoph-A: du setzt teilweise Kenntnisse voraus die bei einigen nicht vorhanden sind. Gesperrte Gebiete? Kannte ich bis vorhin auch nicht. Du hast wie Silver wahrscheinlich schon häufig Argumente gehört die du als suboptimal angesehen hast

Thomas24: sehr argumentativ im wirtschaftlichen Bereich. Problem ist dabei nur das Wirtschaft gerade bei Jüngeren weniger relevant ist, aber darüber haben wir uns ja schon an anderer Stelle ausgelassen.

cartablanca
19.08.2020, 19:00
Ich glaube je mehr Restriktionen kommen, desto mehr werden wir das Phänomen erleben, dass man bei den Psychotherapeuten antrifft. Ein großer Teil dieser arbeitet in Privatpraxen. Bei den Ärzten gibts das NOCH nur in bestimmten Nischenfächern.

ehem-user-21-08-2020-1502
19.08.2020, 19:34
Dame Ajola: du hast das Gefühl das deine Meinung und die der jüngeren Teilnehmer weniger geachtet wird weil ihr jünger seid.
Du wechselst von der argumentativen auf die persönliche, emotionale Ebene weil du dich und deine Generation als angegriffen betrachtest. Du hast völlig recht damit das hier jeder seine Meinung äußern kann, die Tonlage ist allerdings häufig ein Problem.


Das ist gut zusammengefasst. Es gibt Dinge, die einfach Ansichtssache sind. Ein Beispiel: Ich bin der Meinung, dass die Bewertungen einzelner Abteilungen im PJ-Ranking durchaus einen realistischen Einblick in die Arbeitskultur der betroffenen Abteilung geben.Und ich habe auch meine Meinung zu der Anzahl der Dienste im Monat. Und ob 7 Dienste viel oder wenig, bzw. zu viel oder zu wenig sind ist in meinen Augen ebenfalls Ansichtssache. Genau wie die Rolle des Staates in der Gesundheitsversorgung für die einen als wichtig, für die anderen als unwichtig angesehen wird. Sehr oft habe ich aber gelesen, dass ich "viel Meinung" hätte. Das gebe ich zu, ja, habe ich. Hatte ich auch schon in der Schule und hatte deshalb nie Probleme. Wenn sich hier viele so sehr angegriffen fühlen, entschuldige ich mich.