Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Offtopic aus dem Corona-Thread
Kackbratze
01.12.2020, 05:04
Alles Experten hier.
Deswegen kommen wir ja gut durch die Krise.
Autolyse
01.12.2020, 08:54
Alles Experten hier.
Deswegen kommen wir ja gut durch die Krise.
Das schafft aber an anderer Stelle Probleme. Jetzt, da 80 Millionen Bundestrainer als Virologen arbeiten, muss Jogi den Mist alleine machen und dann kommt da ein 0:6 bei raus...
Christoph_A
01.12.2020, 09:15
Naja, aber man kann ja auch nicht den Nestbeschmutzer mit der Fliege alleine Corona managen lassen, dann doch lieber Nivea Jogi und L´Oreal Bomber Bierhoff weiterwurschteln lassen.
Autolyse
01.12.2020, 10:04
Willst Du der Pandemie wirklich so viel Macht über unseren Alltag geben, dass Du ihr den Fußball unterordnest? Das ist genauso unverhältnismäßig wie den Lappen abzugeben, nur weil man mit 55 durch die 30er Zone gefahren ist.
Christoph_A
01.12.2020, 10:15
Du mußt da pragmatisch denken, die EM nächstes Jahr ist eh weg, bis zur Heim EM 24 haben wir a) Corona gekickt und b) dann noch genug Zeit, um im Schwarmverfahren der 80mio Bundestrainer die "Mannschaft" wieder titelreif zu pushen!
Autolyse
01.12.2020, 11:15
Ja, aber was die 80 Millionen Bundestrainer da wieder an Erfahrung verlieren, gerade wenn sie jetzt auch noch zu Impfstoffexperten umschulen. Da müssen wir frühzeitig intervenieren, sonst wird das 2024 nichts und die Blamage nochmals in der Vorrunde auszuscheiden wollen wir uns auch nicht geben, oder?
Christoph_A
01.12.2020, 12:04
Wäre eher unglücklich, das stimmt, aber mit Granaten wie dem Rüdiger, Schulz und Ginter durchaus immer drin!
Hast Recht, da müssen wir alle 80 Mio frühzeitig anschieben, so ab Herbst nächsten jahres, spätestens!
Ich zumindest bin definitiv kein Experte was Corona angeht - und noch weniger in Bezug auf Fußball. Und beidem würde ich mein Leben nicht unterordnen wollen. Zumindest nicht in relevantem Ausmaß.
Ist aber auf jeden Fall interessant wie sich das "Opium des Volks" ändern kann. Was aber bleibt ist dass sich daraus immer eine Riesen-Industrie ableiten lässt. In unserem System geht das gar nicht anders.
https://www.tagesschau.de/inland/bundestag-corona-praemie-101.html
Bis zu 600 Euro Corona-Prämie für Bundestagsmitarbeiter
"Natürlich habe das Arbeiten im Homeoffice zusätzliche Härten mit sich gebracht..."
Das war auch längst überfällig.
Ich hatte heute eine der anstrengensten Nächte überhaupt, insgesamt etwa 7 Stunden Vollschutz und schei$$ schlechte Patienten. Da schlägst Du dann die Augen auf und liest erstmal sowas.
Beachte auch wie immer nur von Pflegebonus die Rede ist. Explizit ausgeschlossen sind natürlich das faule und zu reiche Ärztepack.
Beachte auch wie immer nur von Pflegebonus die Rede ist. Explizit ausgeschlossen sind natürlich das faule und zu reiche Ärztepack.
Jetzt mal unter uns: Was machst du mit deinem ganzen Geld? Mangelt es dir wirklich am Geld? Ich finde dieses Gejammer über Geld wirklich unerträglich.
Und trotzdem finde ich nicht sinnvoll den Bundestagsmitarbeitern einen Bonus zu zahlen.
Jetzt mal unter uns: Was machst du mit deinem ganzen Geld? Mangelt es dir wirklich am Geld? Ich finde dieses Gejammer über Geld wirklich unerträglich.
Und trotzdem finde ich nicht sinnvoll den Bundestagsmitarbeitern einen Bonus zu zahlen.
Es geht hier doch nicht ums Geld, sondern um die fehlende Anerkennung. Das spiegelt sich in so vielen Bereichen wider. Bettensperrung wegen Pflegemangel? Yo klar. Nur ein Arzt für ne komplette Station? Soll sich nicht so anstellen.
Gefühlt geht es in der aktuellen Wahrnehmung auch wieder nur um die Pflege, die ja so unter der Arbeitsbelastung und der Infektionsgefahr leidet. Die sind natürlich unbestritten sehr gefährdet und auch viel näher und v.a. länger am Patienten wie wir. Aber deshalb haben Ärzte doch genauso zu viel Arbeit und eine Infektionsgefahr. Und dann reden wir noch garnicht von den Putzkräften, den MT(R)As etc, die auch Coronapatienten bzw den Sekreten ausgesetzt sind und die nie in den Medien auftauchen.
Aber den Bundestagsmitarbeitern einen Bonus zahlen, weil Home-Office ja so anstrengend ist. Ist klar.
Heute Abend kam übrigens auch bei uns ne Mail, dass man sich jetzt (verbindlich) für den Impfstoff anmelden kann. Da geht dann eine Sammelbestellung raus.
GelbeKlamotten
03.12.2020, 19:18
Jetzt mal unter uns: Was machst du mit deinem ganzen Geld? Mangelt es dir wirklich am Geld? Ich finde dieses Gejammer über Geld wirklich unerträglich.
Und trotzdem finde ich nicht sinnvoll den Bundestagsmitarbeitern einen Bonus zu zahlen.
Mit dem „ganzen Geld“? Nach Miete und Nebenkosten, ordentlichem Essen und Trinken, Versicherungen, Sportverein und halbwegs angemessener Altersvorsorge ist vom Assistenzarztgrundgehalt bereits nichts mehr übrig. Wenn dann auch noch eine teure gesundheitliche Belastung dazukommt oder ein Kind, dann wirds schon eng. All das (außer der Altersvorsorge, die braucht man dann ja auch nicht) bekommt man auch als nicht berufstätiger Empfänger von Sozialleistungen.
Wie man da nicht wissen kann wohin mit dem Geld ist mir rätselhaft.
Ein Bundestagsabgeordneter bekommt übrigens als Grundgehalt etwa das doppelte wie ein Assistenzarzt, wird zudem bei den Sozialabgaben bevorzugt und hat offensichtlich meistens noch Zeit, monatlich mehrere 1000 Euro an Nebeneinkünften zu generieren.
Ist mir echt unerklärlich und traurig, dass gerade Ärztinnen sich offensichtlich dank ihrere „ich hab ja alles was ich brauche“ Einstellung so ausbeuten lassen.
Jetzt mal unter uns: Was machst du mit deinem ganzen Geld? Mangelt es dir wirklich am Geld? Ich finde dieses Gejammer über Geld wirklich unerträglich.
Es geht mir nicht um die 500€ sondern um die Anerkennung, dass wir Ärzte auch verdammt viel Mehrarbeit durch Corona haben und die ohne zu klagen leisten. Und zwar allermeistens im 24h-Dienst und nicht in 9h oder meinetwegen 12h...
GelbeKlamotten
03.12.2020, 19:56
Mir gehts um die 500 euro.
Hoppla-Daisy
03.12.2020, 20:03
Mit dem „ganzen Geld“? Nach Miete und Nebenkosten, ordentlichem Essen und Trinken, Versicherungen, Sportverein und halbwegs angemessener Altersvorsorge ist vom Assistenzarztgrundgehalt bereits nichts mehr übrig. Wenn dann auch noch eine teure gesundheitliche Belastung dazukommt oder ein Kind, dann wirds schon eng. All das (außer der Altersvorsorge, die braucht man dann ja auch nicht) bekommt man auch als nicht berufstätiger Empfänger von Sozialleistungen.
Wie man da nicht wissen kann wohin mit dem Geld ist mir rätselhaft.
Ein Bundestagsabgeordneter bekommt übrigens als Grundgehalt etwa das doppelte wie ein Assistenzarzt, wird zudem bei den Sozialabgaben bevorzugt und hat offensichtlich meistens noch Zeit, monatlich mehrere 1000 Euro an Nebeneinkünften zu generieren.
Ist mir echt unerklärlich und traurig, dass gerade Ärztinnen sich offensichtlich dank ihrere „ich hab ja alles was ich brauche“ Einstellung so ausbeuten lassen.
Komisch, ich komme derzeit sogar mit nur Krankengeld über die Runden. Und ich hab noch mein Kind bei mir wohnen. WAS genau willst du uns also nun sagen? Dass man mit nur Grundgehalt nicht klar kommt? Sorry, aber das ist echt mal Jammern auf ganz hohem Niveau, das du hier betreibst.
Im Übrigen geht es um die BundestagsMITARBEITER, nicht um die Abgeordneten.
Der erwähnte Coronabonus ist übrigens steuerfrei.
Nachdem vorletzte Woche das bay. Sozialministerium mit solchen Zahlungen angefangen hat (hatte ich verlinkt) wird sich das ganze über die gesamte Ministerialbürokratie ausbreiten.
Die Glaskugel sagt mir, daß als nächstes die >150.000 Mitarbeiter der "sozialen und gerechten GKV" den Coronabonus für ihre seit März weitgehend im homeoffice ausgeübte, sozialschädliche und dank Coronadelle auch noch reduzierte Arbeit einen Coronabonus einstreichen werden.
Empörend finde ich auch, daß Bundestag und Ministerium auf die Schnelle noch 2500 vermutlich gut bezahlte Versorgungsposten zur "Entlastung" geschaffen haben, die auch im Gegensatz zu irgendwelchen "Pflegeoffensiven" umgehend (vermutlich mit Parteibuch-buddies und Politologieabsolventen) besetzt werden konnte. Personalmangel? Nicht doch...nicht bei uns...
https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Mehr-Personal-dicker-Bonus-Der-Bundestag-ist-grosszuegig-zu-sich-selbst-id58654366.html
In der Sowjetunion gab es wenigstens noch Orden für die Fußtruppen, während sich die Politeska die Taschen vollgestopft hat.
´schland in 2021: die einzige Berufsgruppe, die keinen Coronabonus bekommt, sind die Ärzt*innen LOL
Wenn ich mir aber mache Beiträge so durchlese, WOLLEN ES MANCHE GENAU SO.
Als BGM würde ich deswegen auch weiterhin keinen cent Coronabonus für Ärzt*innen aus zahlen, die Kosten für den eHBA ab 2025 auf 1000 EUR/Jahr festlegen (oder 2000? Haben doch eh genug Geld...und so eine Villa in Berlin ist teuer) und meine buddies vom MB anweisen, Minusstunden für nächtliche Vollarbeit und die dank Corona kassierten freien Wochenenden bis in alle Ewigkeit beizubehalten...
Ich finde es schwierig zu beurteilen wem wie viel Bonus zusteht. In manchen Fächern gab es durch Aussetzen der Elektivaufnahmen zeitweise ja wirklich weniger Arbeit. Auch wenn dafür manche andere, vor allem bürokratische, Aufgaben dazugekommen sind. Wenn man ganz korrekt wäre müsste man den Bonus dann ja auch je nach Fachrichtung unterschiedlich ausfallen lassen.
Feinbilder gegen andere Berufsgruppen zu schüren bringt in dem Zusammenhang aber auch nicht weiter.
Und klar, es gibt Jobs in denen man sein Geld leichter verdienen kann als mit einer Tätigkeit in der Klinik.
Es geht mir nicht um die 500€ sondern um die Anerkennung, dass wir Ärzte auch verdammt viel Mehrarbeit durch Corona haben und die ohne zu klagen leisten. Und zwar allermeistens im 24h-Dienst und nicht in 9h oder meinetwegen 12h...
Dann jammer halt nicht, dass du mehr Geld willst. Genau das hast du nämlich getan.
Komisch, ich komme derzeit sogar mit nur Krankengeld über die Runden. Und ich hab noch mein Kind bei mir wohnen.
Bißchen kurzfristiges Denken. "alles was ich zum Leben brauche" ist im übrigen fast die Definition von Hartz VI. Massive Verteuerung von Energie wurde schon vor Corona beschlossen. Dann noch "Coronasteuern" in noch unbestimmter Höhe, eine spätestens von der nächsten Bundesregierung betriebene Verteuerung der Mobilität, vom Anwohnerparkausweis bis zur Kfz-Steuer. Zusätzlich stetig steigende Mieten dank verkorkster Wohnungsbau- und Migrationspolitik, für Eigentümer vielleicht auch noch eine Zwangshypothek.
Wenn 2/3 des Nettogehaltes für die Miete draufgeht, die Mobilitätskosten fast unbezahlbar werden und dann auf leerstehende Häuser in Gemeinden verwiesen wird, die 30 oder 50km von einem Klinikarbeitsplatz entfernt sind- und der Nachwuchs vielleicht auch einen Führerschein plus Auto haben will- dann wird Geld auch für die vermeintliche Mittelschicht zum Thema. Nur ist es dann zu spät.
Ich gebe allerdings zu, daß es dann auf 500 EUR mehr oder weniger auch nicht ankommt.
Und daß einschlägige Kreise natürlich nicht über Geld jammern, sondern sich einfach so die Taschen vollmachen (s.o.) oder sich einfach knallhart mehr Geld erstreiken, anstatt in irgendwelchen Foren rumzujammern.
Ein Szenario, wo der Verdienst von den ortsüblichen Mieten (und damit auch den lokalen Arbeitsplätzen) entkoppelt wurde, kann man sich in San Francisco, London, München oder meinetwegen auch Sylt anschauen. Geht für viele nur noch mit pendeln...viel Spaß, wenn eine zukünftige Regierung genau DAS verteuern will (und auch eine KM-Pauschale ist schnell gestrichen)
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