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Melina93
11.12.2020, 10:10
Wenn man eine mündliche Zusage, nach längerer Zeit aber immer noch nichts schriftliches hat sollte man dann neue Bewerbungen schreiben? Ist es plausibel, dass das eben so lange dauert weil die Geschäftsführung das noch genehmigen muss? Wie würdet ihr das handhaben wenn ihr unbedingt wechseln wolltet? Es handelt sich dabei übrigens um einen privaten Klinikkonzern der bundesweit agiert, kein einzelnes Krankenhaus...

Das kommt ganz darauf an, was dir kommuniziert wurde. Oft sagen sie ja ungefähr wann man mit einer Benachrichtigung rechnen kann. Und ja, es kann dann auch recht lange dauern.
Ich hatte meine mündliche Zusage per Telefon und dann hat es recht lange gedauert bis die Personalverwaltung das auf die Reihe bekommen hat (die taugen bei uns generell nicht viel).



Dieses " Die Chefs kennen sich und reden miteinander" mag zwar stimmen, aber welche Chefs unterhalten sich denn im Detail über etwaige Bewerber? Geschweige denn, dass da regelmässig Namen fallen. Glaub ich nicht, zumindest nicht auf regelmässiger Basis.

Arrhythmie
11.12.2020, 14:30
... und dann auch wohl eher nicht über irgendwelche austauschbaren Assistenten. Bei Oberarzt oder Chefstellen ist es was anderes...

daCapo
12.12.2020, 09:47
Das kommt ganz darauf an, was dir kommuniziert wurde. Oft sagen sie ja ungefähr wann man mit einer Benachrichtigung rechnen kann. Und ja, es kann dann auch recht lange dauern.
Ich hatte meine mündliche Zusage per Telefon und dann hat es recht lange gedauert bis die Personalverwaltung das auf die Reihe bekommen hat (die taugen bei uns generell nicht viel).

Dieses " Die Chefs kennen sich und reden miteinander" mag zwar stimmen, aber welche Chefs unterhalten sich denn im Detail über etwaige Bewerber? Geschweige denn, dass da regelmässig Namen fallen. Glaub ich nicht, zumindest nicht auf regelmässiger Basis.

a) Das war bei mir auch, mündliche Zusage kam bei Abschluss des Vorstellungsgespräch, auch vor dem Hintergrund, dass die Stelle besetzt werden soll/Personalmangel. Die Verwaltung hat dann sehr lange gebraucht.

b) Manche Chefs verstehen sich untereinander auch garnicht. Es kommt aber vor, dass man miteinander telefoniert, wenn man früher miteinander gearbeitet hat UND sich ganz gut verstanden hat.


... und dann auch wohl eher nicht über irgendwelche austauschbaren Assistenten. Bei Oberarzt oder Chefstellen ist es was anderes...

Kann man so sagen. Da fällt es mehr ins Gewicht. Über Ärzte in Weiterbildung wird jedoch auch geredet. Die Fluktuation ist bei den Ärzten in Weiterbildung deutlich höher meiner Erfahrung nach.

Arrhythmie
12.12.2020, 12:33
a) Über Ärzte in Weiterbildung wird jedoch auch geredet. Die Fluktuation ist bei den Ärzten in Weiterbildung deutlich höher meiner Erfahrung nach.

Jo, mag sein, aber doch nicht wenn sie noch vor Stellenantritt wieder kündigen. (Weil sie sich umentschieden haben...) Das kommt ja schon immer mal wieder vor. Was soll man da großartig über denjenigen reden? Der nächste steht vermutlich in der Pipeline. Also verschwendete Lebenszeit.

davo
12.12.2020, 12:37
In Ausnahmefällen kann ich mir das schon vorstellen. Z.B. wenn jemand, der unterschrieben hat, dann drei Tage vor Dienstantritt absagt. Aber bei einer Absage bei mündlicher Zusage mit "normalem" zeitlichen Vorlauf halte ich das für äußerst unwahrscheinlich.

Und ich kann es mir natürlich auch im positiven Sinne vorstellen, v.a. in einem kleineren Fach, wenn es sich um einen fortgeschrittenen Assistenzarzt handelt, der jemand ist, den man gerne selbst als Facharzt/Oberarzt behalten würde, oder den man Kollegen anderswo für eine solche Position empfehlen würde.

Arrhythmie
12.12.2020, 12:48
In Ausnahmefällen kann ich mir das schon vorstellen. Z.B. wenn jemand, der unterschrieben hat, dann drei Tage vor Dienstantritt absagt. Aber bei einer Absage bei mündlicher Zusage mit "normalem" zeitlichen Vorlauf halte ich das für äußerst unwahrscheinlich.


Ja, gut... Dann ärgert sich der Chef mal `ne Woche und dann hat er es nach 3 Wochen vergessen und nach 4 Wochen 3 andere Leute eingestellt.
Vielleicht nicht in der Herzchirurgie, das mag sein... Aber Innere, Chirurgie, Anästhesie usw.... das interessiert doch da vermutlich niemanden so wirklich länger als 10 Minuten. Oder von mir aus auch 3 Wochen.

Aber als ob ein Assistent der absagt jetzt das Gesprächsthema von Chefs wäre oder die sich extra die Mühe machen sich gegenseitig wegen sowas anzurufen.
Wiegesagt bei OA/Chefs, also leitenden Posten, da vielleicht eher.

Markian
13.12.2020, 17:00
Ich hatte noch ein Vorstellungsgespräch an einem anderen Haus. Das war aber Mist. Anscheinend jeden Tag bis ca. 18 Uhr Arbeitszeit. Nach 6 Wochen Dienste. Chef hat dann angekündigt, er schaut dann mal nach 4 Monaten ob er mich behalten will oder nicht. Ne vielen Dank.

Ja das mit dem Unterschreiben ist so eine Sache, aber ich kann ja dann auch sagen, dass ich mit den Bedingungen im Arbeitsvertrag nicht einverstanden bin. Dann müsste ich ja auch rechtlich auf der sicheren Seite sein. Mittlerweile hat sich auch noch ein anderes Haus gemeldet, bei dem ich mich schon vor ewiger Zeit beworben habe. Mal schauen.

medicinentia
14.12.2020, 11:57
Ich hatte noch ein Vorstellungsgespräch an einem anderen Haus. Das war aber Mist. Anscheinend jeden Tag bis ca. 18 Uhr Arbeitszeit. Nach 6 Wochen Dienste. Chef hat dann angekündigt, er schaut dann mal nach 4 Monaten ob er mich behalten will oder nicht. Ne vielen Dank.

Ja das mit dem Unterschreiben ist so eine Sache, aber ich kann ja dann auch sagen, dass ich mit den Bedingungen im Arbeitsvertrag nicht einverstanden bin. Dann müsste ich ja auch rechtlich auf der sicheren Seite sein. Mittlerweile hat sich auch noch ein anderes Haus gemeldet, bei dem ich mich schon vor ewiger Zeit beworben habe. Mal schauen.


Unfassbar 18 Uhr , nach 4 Monate schauen etc

Wer fängt da freiwillig an , ist den Leuten noch zu helfen ?

Mometasonfuroat
14.12.2020, 12:23
Unfassbar 18 Uhr , nach 4 Monate schauen etc

Wer fängt da freiwillig an , ist den Leuten noch zu helfen ?

Das frage ich mich auch, ich kann mich bei solchen Aussagen auch nicht zurückhalten und mir Kommentare verkneifen wie "Danke und tschüß" habe auch schon auf dem Absatz kehrt gemacht. Solche Vorgesetzte gehören nicht mehr in die heutige Zeit und bin auch bereit sie das spüren zu lassen.
Das hat schon was von Sklavenarbeit....

hebdo
14.12.2020, 12:41
Ich hatte noch ein Vorstellungsgespräch an einem anderen Haus. Das war aber Mist. Anscheinend jeden Tag bis ca. 18 Uhr Arbeitszeit. Nach 6 Wochen Dienste. Chef hat dann angekündigt, er schaut dann mal nach 4 Monaten ob er mich behalten will oder nicht. Ne vielen Dank.

Ja das mit dem Unterschreiben ist so eine Sache, aber ich kann ja dann auch sagen, dass ich mit den Bedingungen im Arbeitsvertrag nicht einverstanden bin. Dann müsste ich ja auch rechtlich auf der sicheren Seite sein. Mittlerweile hat sich auch noch ein anderes Haus gemeldet, bei dem ich mich schon vor ewiger Zeit beworben habe. Mal schauen.

Die Antwort hätte lauten müssen:"Und ich schaue es mir genau 4 Wochen an, bevor ich mir überlege zu kündigen."

Evil
14.12.2020, 16:43
Die Antwort hätte lauten müssen:"Und ich schaue es mir genau 4 Wochen an, bevor ich mir überlege zu kündigen."
Da reichen doch 2 Minuten, um sich zu überlegen, daß man da gar nicht erst anfangen möchte.

Thomas24
14.12.2020, 16:52
Ich hatte noch ein Vorstellungsgespräch an einem anderen Haus. Das war aber Mist. Anscheinend jeden Tag bis ca. 18 Uhr Arbeitszeit. Nach 6 Wochen Dienste. Chef hat dann angekündigt, er schaut dann mal nach 4 Monaten ob er mich behalten will oder nicht. Ne vielen Dank.


War die Umgangssprache unter den Assistenten vielleicht arabisch, rumänisch oder bulgarisch, zur Anmanese geht sicherheitshalber eine Schwester zum übersetzen mit - und es hat sich seit Monaten kein Muttersprachler mehr beworben? :-keks

escitalopram
14.12.2020, 19:50
War die Umgangssprache unter den Assistenten vielleicht arabisch, rumänisch oder bulgarisch, zur Anmanese geht sicherheitshalber eine Schwester zum übersetzen mit - und es hat sich seit Monaten kein Muttersprachler mehr beworben? :-keks

Bin weder Araber noch Bulgare oder Rumäne, aber im Studium hatten wir paar Kollegen aus Bulgarien und ich hatte den Eindruck, dass sie alle sehr fleißig waren. Rumänische Ärzte kenne ich auch ein paar (teilweise auch in DE studiert) und ihre Deutschkenntnisse waren alles andere als schlecht. Warum werden gerade EU-Bürger in einen Topf geworfen? Und eine Schwester zum Übersetzen, ist klar.

urinbeutel
14.12.2020, 19:54
Naja er hat sich ja nicht auf den Fleiß bezogen. Thomas ist glaube ich im tiefen Sachsen und da nimmt man was man findet. Deutschkentnnisse und Approbation optional

escitalopram
14.12.2020, 19:55
Ach, Sachsen... Das erklärt einiges. :-oopss

Thomas24
14.12.2020, 20:09
Bin weder Araber noch Bulgare oder Rumäne, aber im Studium hatten wir paar Kollegen aus Bulgarien und ich hatte den Eindruck, dass sie alle sehr fleißig waren. Rumänische Ärzte kenne ich auch ein paar (teilweise auch in DE studiert) und ihre Deutschkenntnisse waren alles andere als schlecht. Warum werden gerade EU-Bürger in einen Topf geworfen? Und eine Schwester zum Übersetzen, ist klar.

Nope, bin im sog. Ländle. Und beziehe mich ausdrücklich nicht auf Kollegen, die Bildungsinländer sind. System, Sprache, Gepflogenheiten, Mentalität etc. daher von der Pike auf her kennen. Aber wenn man sich mal die Zustände in der ein oder anderen Fachrichtung unterhalb der FA Ebene ansieht (besonders unrühmliches Beispiel: Herz/ Thoraxchirurgie), weiß was ich meine.

mbs
14.12.2020, 23:14
Ich glaube momentan ist es auch ein Problem, dass coronabedingt sehr viel geregelt werden muss und das wohl vor allem in den großen Klinikkonzernen Priorität gegenüber anderen Dingen - auch Personalfragen und Neueinstellungen - hat. Ob das in kleineren oder einzelnen Kliniken schneller geht ist schwer zu sagen, aber vermutlich haben die auch gerade mit den immer wieder sich neu stellenden, pandemiebedingten Fragestellungen zu kämpfen.

Kann es sein, dass coronabedingt zur Zeit einfach ein verdammt schlechter Zeitpunkt ist um einen neuen Job anzufangen?

tarumo
15.12.2020, 04:13
im tiefen Sachsen (...) Deutschkentnnisse optional

stimmt, in Saggsn sind Deutschkenntnisse auch selten anzutreffen *duggwegg*

Christoph_A
15.12.2020, 08:12
@ escitalopram: Verstehe diese Aufgeregtheit bzgl. des Posts von Thomas24 nicht, zumal er 100% Recht hat, was Dir wohl deutschlandweit 1000e Kollegen bestätigen können. Es geht hier nicht um die Kollegen, die bereits hier studiert haben, sondern die, die als "Füllmaterial" für Kliniken überall aus Osteuropa importiert werden und rudimentäre Deutsch- wie Medizinkenntnisse haben. Das führt insbesondere im Hintergrund zu lustigen Anrufen, wo man sich wirklich frägt, in was für einer Sprache das andere Ende der Leitung mit einem kommuniziert. Nicht jede Kritik an einem Ausländer ist automatisch rassistisch, zumal es dem Kollegen hier ja auch nicht um die Personen per se, sondern die Einstellungspraxis der entsprechenden Abteilungen geht. und gerade die Herzchirurgie mit ihrem schon chronischen Mangel an vernünftig deutschsprachlichen Kollegen (warum wohl, bei Arbeitsbedingungen idem zum preußischen Militärkrankenhaus aus dem Jahr 1900???) zeichnet sich durch solche "Stareinkäufe" aus.

Rahmspinat
15.12.2020, 08:15
Wäre nicht das erste Mal, dass er absichtlich etwas "falsch versteht", um unnötige Aussagen zu tätigen.