Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BU-Versicherung



Seiten : 1 2 3 [4]

daCapo
21.02.2021, 14:04
Nee es kommt keine Bürgerversicherung. Ich sehe das vollkommen anders als du. Glaubst du die pkv hätte null Einfluss, selbst auf SPD, Grüne?
Nebenbei gehe ich davon aus, dass die neue Regierung irgendwas mit CDU, FDP und afd sein wird. Und wenn doch SPD oder Grüne dabei sein sollten, fällt burgerversicherung sofort unter den Tisch. Das wird niemals kommen, die Beiträge werden immer hoch bleiben in Deutschland.


Achso. nee ich zahle in Deutschland ins Versorgungswerk. Zu deiner Beruhigung.
Nee ich prasse nicht. Das Geld selbst angelegt.

tarumo
21.02.2021, 14:40
Nee es kommt keine Bürgerversicherung. Ich sehe das vollkommen anders als du. Glaubst du die pkv hätte null Einfluss, selbst auf SPD, Grüne?

Die Atomindustrie hatte auch mal ganz doll Einfluß, als ich klein war. Irgendwann dann nicht mehr...Das Geschäftsmodell der PKV ist (politisch gewollt) seit Jahren schrumpfend und wenn es im Gegenzug die Option auf eine wesentlich lukrativere Zusatzversicherung als Geschäftsmodell gibt, dann werden die einknicken, so schnell kannst Du nicht schauen...
Aus dem Gedächnis- die Anbieter einer privaten Krankenvollversicherung haben sich in den letzten 30 Jahren anzahlmäßig fast halbiert...



Nebenbei gehe ich davon aus, dass die neue Regierung irgendwas mit CDU, FDP und afd sein wird. Und wenn doch SPD oder Grüne dabei sein sollten, fällt burgerversicherung sofort unter den Tisch.


Ich muß zugeben, daß mir noch nie jemand untergekommen ist, der die AfD 2021 auf Bundesebene in der Regierung sieht. Grüne sind nach wie vor stark, werden also in der einen oder anderen Form dabeisein. Das Abschneiden der AfD wird überhaupt interessant, die verkorkste Impfkampagne wäre ja eine Steilvorlage für jegliche Opposition. Ist aber schwer so zu argumentieren, wenn man sich zuvor auf die Coronaleugnerschiene begeben hat. Und wie gesagt, Lindner wohnt günstig bei Spahn, wird also auch nicht zuviel Zähne zeigen.


die Beiträge werden immer hoch bleiben in Deutschland.

Eine Bürgerversicherung würde die Lage auch nur ganz kurz entspannen, nämlich bis die PKV-Rücklagen aufgebraucht sind (also etwa 3-4 Jahre Bundeszuschussäquivalent), dann geht es weiter wie zuvor mit der Einschränkung, daß auch die vormaligen 10% PKV-Versicherten zu den 18 jährlichen Arztbesuchen der GKV-Mitglieder aufschließen würden und auch sonst deren Kosten verursachen, und die Beiträge beliebig hoch festgesetzt werden können, weil eine Wechselmöglichkeit entfällt.




Nee ich prasse nicht. Das Geld selbst angelegt.

Also doch Altersvorsorge betrieben? Egal wie man es nennt. Warum bestreitest Du das dann?

Anne1970
21.02.2021, 15:22
Was hat das nun alles mit BU-Versicherung ( Thema dieses Threads) zu tun???

Anne1970
21.02.2021, 15:23
Liebe alle
Es ist ein leidiges Thema aber ich würde gerne mal die ein oder andere Meinung zum Thema BU-Versicherung haben. Ich bin 30, 2.WBJ nicht-operativ. Wurde, wie vielleicht viele andere, im Studium von einem Berater der Deutschen Ärztefinanz zu einem Kombi-Produkt aus BU und privater Rente überredet. Kurz nach Berufsstart vor einem Jahr hab ich nochmal selbstständig recherchiert und bin zu dem Bild gekommen, das ist eher Mist, gekündigt.
Aber: BU sollte man ja schon haben, was also tun?

Zwischendurch habe ich mehrere Berater angefragt und auch mehrere Makler (die also Honorar nehmen, dafür keine Provision, dadurch scheinbar unabhängiger sind, aber sind sie das wirklich?) kontaktiert, stiftung warentest gelesen, finanztip videos geschaut... und nun?

--> Gefühlt schlägt mir jeder Berater eine andere Versicherung vor (auch wenn er nicht direkt ein Vertreter einer Versicherung ist) und redet die anderen schlecht
--> ich schrecke davor zurück, jetzt auf einmal einem Honorarmakler 1000+ EUR zu geben für eine "unabhängige" Beratung

Was sich so etwas herauskristallisiert hat ist: die alte Leipziger scheint so die "Mutter" aller BUs zu sein. Seriös, liquide, aber auch günstig? Ja, alle sagen immer bei BU-Versicherungen ist Qualität wichtiger als Beitrag, aber den Beitrag zahle ich ja wahrscheinlich die nächsten 35 Jahre jeden Monat!
Gäbe schon auch Alternativen, wie etwa die Canada Life. Günstiger, und bezüglich der Qualität sehe ich nicht direkt Nachteile...

Wie habt ihr das für Euch gelöst?
Gibt’s noch relevante Antworten zu dieser Anfrage? ( erster Post vom TE)

tarumo
21.02.2021, 15:42
Gibt’s noch relevante Antworten zu dieser Anfrage? ( erster Post vom TE)

Ich wiederhole mich: BU auf jeden Fall, sachgerecht kalkuliert und formuliert, (Verzicht auf abstrakte Verweisung) usw. Später anpassen, z.B. nach FA!

Zweitens geht es auch ohne Provision (mein Posting)

Drittens kann man sich auch jederzeit in der Verbraucherzentrale beraten lassen (kostet 30 EUR statt 1000) und die verkaufen auch garantiert nichts. Hatte ich auch in verschiedenen Postings geäußert.

Die Prämien sind individuell kalkuliert und somit muß der TE schon selbst vergleichen.

Von den hier Postenden (mich eingeschlossen) kann hoffentlich keiner (?) berichten, wie gut oder wie schlecht eine Schadensregulierung so abläuft. Aber selbst in einem Massenmarkt wie Kfz-Versicherung, wo jeder im Schnitt 1,1 davon abgeschlossen hat und alle acht Jahre einen Schaden, gehen die Meinungen stark auseinander.

Eine reine BU ist übrigens auch von der Steuer absetzbar, so daß man unterm Strich nicht soviel zahlen muß wie ausgewiesen.

Der Thread wäre übrigens deutlich kürzer ausgefallen, wenn nicht so Nonsensbehauptungen, wie ein 43% BU-Risiko schon für einen Zwanzigjährigen, wäre mathematisch vernachlässigbar, aufgestellt würden

daCapo
21.02.2021, 17:34
Oder wenn die ganzen Beleidigungen weggefallen wären.

Locutus001
22.02.2021, 08:19
Gibt’s noch relevante Antworten zu dieser Anfrage? ( erster Post vom TE)

Also ich möchte einmal folgende Links teilen:

https://www.praktischarzt.de/arzt/berufsunfaehigkeitsversicherung-aerzte/

https://www.aerzteblatt.de/archiv/89152/Berufsunfaehigkeitsversicherung-Berufsstaendisch-und-privat

Und dann ist es eben eine persönliche Philosophie und persönliches Sicherheitsempfinden.

Man kann da schlecht sagen, dass es pauschal gut oder schlecht ist.
Ich bin froh, dass ich eine BU abgeschlossen habe. Klar geht mir hierdurch theoretisch Geld verloren und das Kombipaket mit Rente wird vermutlich nie genutzt. Das ist ja aber auch mein innigster Wunsch, dass ich NICHT berufsunfähig werde! Und ich denke so ist es mit jeder Versicherung. Man möchte ja nicht, dass etwas passiert. Ähnlich wie beim Ehevertrag mit Gütertrennung, möchte man nicht, dass man sich gleich wieder scheidet, aber man hat die grundliegenden Probleme im Falle "dass" abgefedert. Eine perfekte Lösung gibt es nunmal nicht.

Wenn ich die Rente dann hoffentlich möglichst lange erlebe, dann bekomme ich noch ein paar Euro aus diesem Versicherungspaket jeden Monat dazu, das reicht doch schon um mit den Enkeln mal ein Eis essen zu gehen, prima.
(Ich glaube man kann sich auch eine Summe x auszahlen lassen auf einmal... dann kann man einmal schön Urlaub machen oder es halt anders anlegen).

So und jetzt zu dem "theoretisch" verliert man Geld. So wie Immobilien im Schnitt die bessere Anlage sind als Aktien, ist eine BU mit Rententaschengeld besser als Aktien. Warum? Das stimmt doch gar nicht!!! LÜGEN!!!
Weil man gezwungen ist diesen Betrag jeden Monat abzuzwacken. Punkt. Kein Wenn und Aber.
Wer eine eiserne Spardisziplin hat, da sieht das natürlich anders aus.

So, jetzt bekommt man von seinem Versorgungswerk als Arzt ja zum Glück schon eine BU! Also ist das private Absichern etwas doppelt gemoppelt. Das hilft vielleicht nochmal zu sagen "nein, ich schließe keine BU ab!"

Wenn man ein hohes finanzielles Risiko eingeht, lohnt es sich ggf. eine hohe BU abzuschließen, weil im Falle eines Ausfalls sonst alles komplett zusammenfällt. Das ist ganz abhängig vom Einzelfall. Ein Freund von mir hat eine große Praxiskette gegründet mit mehreren Millionen Jahresumsatz und entsprechend mehreren Millionen Schulden, die er auch hat aufnehmen müssen. Wenn der von heute auf morgen ausfällt, dann hängt da auch noch eine Familie mit dran... und ein Haus.. und und und.
Er hat also laufende Kosten die er in jedem Fall abdecken muss. Wenn nichts passiert hat er Geld verloren. Stimmt. Wenn doch etwas passiert (und wir alle wissen, dass kann schnell und ohne Vorwahrnung gehen), dann ist der Schaden größer, als wenn nichts passiert und er Geld verloren hätte. Risiko-/Nutzen-Analyse. Die muss jeder für sich selbst machen.

Viele Kollegen von mir haben keine, weil sie es auch für Quatsch halten, zumal man ja schon eine berufsgenossenschaftliche BU hat als Arzt.

Ich kenne aber auch genügend Fälle aus dem näheren und weiteren Bekanntenkreis, wo jemand plötzlich MS mit schlechtem Verlauf bekommen hat, Brustkrebs und dann 1-2 Jahre noch gelebt hat (schlechter Verlauf), Verkehrsunfall... etc.
Die meisten davon keine Ärzte allerdings. Wenn mir so etwas passieren würde, dann säße meine Frau finanziell von Heute auf Morgen ganz anders da. Und die Kinder auch. Und man kann nicht abschätzen, welche Zusatzkosten durch die Krankheit/den Schaden, welcher der Berufsunfähigkeit zugrunde liegt noch anfallen. Auch Pflegezusatzversicherungen decken hier nur Teile ab. Also im schlimmsten Fall ist man geistig noch irgendwie da, kann aber nicht mehr arbeiten und benötigt zusätzlich Hilfe im Alltag. Aber hey, ich habe ja in den letzten 5-10 Jahren jeden Monat 150 Euro gespart, von den 1800 x 5 = 9000 bzw. x10 = 18000 Euro kann das ja jetzt die nächsten 30 Jahre bezahlt werden.
Zumal mit einem Arztgehalt - wenn man nicht einen ausschweifenden Lebensstil pflegt - kann man auch ohne weiteres jeden Monat 500(-1000) Euro zusätzlich sparen. Also das Sparen fällt ja nicht weg, wenn man es denn möchte. Aber es soll auch Leute geben, die sich zu Tode gespart haben...

Also @OP, das ist eine extrem individuelle Entscheidung, die auch stark von den Lebensumständen und den Ansprüchen im Falle eines Ausfalls abhängt. Ich persönlich möchte im Fall, dass mir etwas passiert so abgesichert sein, dass meine Frau und Kinder da eine kleine Absicherung im Rücken haben, die das wenigstens etwas abfedern.
Und wenn ich eines Tages mit 150+ Jahren auf meinem Totenbett liege, dann werde ich nicht klagen "warum nur bin ich nicht früher berufsunfähig geworden oder ein Pflegefall, damit ich meine Versicherungen nutzen konnte???!!! Das schöne Geld, es war ein Fehler! Ich hätte es in GameStop-Aktien und Bitcoin investieren sollen!!!"

medisacb
23.02.2021, 10:19
hier nochmal TE ;-)

Habe mich letztendlich für den Abschluss bei einer BU entschlossen. Mithilfe eines Maklers (den ich auch recherchiert hatte) und auf Provision. Gibt schon einige Dinge, die ich selbst mangels Beschäftigung mit dem Thema nicht gewusst und nicht beachtet hätte (klar, das geht anderen anders und gut, wenn das jemand ganz alleine macht) und ja, ich musste aufpassen, immer noch im Blick zu haben, dass eine BU nicht das allerwahrscheinlichste ist und ich den Beitrag die nächsten 30+ Jahre zahle... also kein Premium-All-inclusive-super-Paket will sondern einen akzeptablen Beitrag.
Altersvorsorge läuft natürlich auch, aber das habe seit der Lektion mit dem Kombi-Produkt jetzt ganz klar getrennt und mache das komplett unabhängig auf Aktien/ETF/Immobilien-Basis. Danke für die lebhafte Diskussion!

Matzexc1
23.02.2021, 10:56
hier nochmal TE ;-)

Habe mich letztendlich für den Abschluss bei einer BU entschlossen. Mithilfe eines Maklers (den ich auch recherchiert hatte) und auf Provision. Gibt schon einige Dinge, die ich selbst mangels Beschäftigung mit dem Thema nicht gewusst und nicht beachtet hätte (klar, das geht anderen anders und gut, wenn das jemand ganz alleine macht) und ja, ich musste aufpassen, immer noch im Blick zu haben, dass eine BU nicht das allerwahrscheinlichste ist und ich den Beitrag die nächsten 30+ Jahre zahle... also kein Premium-All-inclusive-super-Paket will sondern einen akzeptablen Beitrag.
Altersvorsorge läuft natürlich auch, aber das habe seit der Lektion mit dem Kombi-Produkt jetzt ganz klar getrennt und mache das komplett unabhängig auf Aktien/ETF/Immobilien-Basis. Danke für die lebhafte Diskussion!

*gefaelltmir*

amazonja
03.03.2021, 14:51
hier nochmal TE ;-)

Habe mich letztendlich für den Abschluss bei einer BU entschlossen. Mithilfe eines Maklers (den ich auch recherchiert hatte) und auf Provision. Gibt schon einige Dinge, die ich selbst mangels Beschäftigung mit dem Thema nicht gewusst und nicht beachtet hätte (klar, das geht anderen anders und gut, wenn das jemand ganz alleine macht) und ja, ich musste aufpassen, immer noch im Blick zu haben, dass eine BU nicht das allerwahrscheinlichste ist und ich den Beitrag die nächsten 30+ Jahre zahle... also kein Premium-All-inclusive-super-Paket will sondern einen akzeptablen Beitrag.
Altersvorsorge läuft natürlich auch, aber das habe seit der Lektion mit dem Kombi-Produkt jetzt ganz klar getrennt und mache das komplett unabhängig auf Aktien/ETF/Immobilien-Basis. Danke für die lebhafte Diskussion!


Darf man fragen, wo du die BU nun abgeschlossen hast?

Ich habe das Problem dass ich bereits seit 6 Jahren eine BU habe bei der LV1871 und mir nun ein DÄF Berater diese abschwatzen will. Natürlich zugunsten eines Produkts der DÄV. Meine BU geht nur bis 65 (damals Rentenalter 65... Bis ich so alt bin, haben wir bestimmt die Rente ab 72) und hat zwar den Verzicht auf abstrakte Verweisung,aber konkrete Verweisung geht wohl. Zudem pochte der Makler auf den Punkt der Umorganisation, was bei der LV1871 wohl durchaus verlangt werden kann. (Beispiel: Ich - irgendwann eventuell Allgemeinarztpraxis-Inhaber- werde BU und könnte in die "Verwaltung" meiner Praxis versetzt werden, muss Rollstuhlrampen o.ä. einbauen, auf Videosprechstunde umstellen etc... und die BU zahlt nicht).
Kann mir da jemand mehr sagen?
Sicherlich gibt es nicht die perfekte BU. Und wenn ich mit 68 BU werde und dann NICHT auch anders vorgesorgt hätte.... dann hätte ich ja irgendwie auch ein Problem... oder wie seht ihr das?

Matzexc1
03.03.2021, 15:38
Hallo,
das Vergnügen mit der DÄF hatte ich auch. Ich empfehle dir über einen Versicherungsmakler oder Honorarberater eine Prüfung des Vertrages machen zu lassen. Ich würde auch die Argumente der DÄF deiner Versicherung zur Klärung zuschicken.

Der Neuabschluss einer BU könnte dem DÄFler einiges an Provisionen einbringen(bis 2800€ bei Rürup BU), lass dich auch auf keinen Fall auf einen Vertragswechsel ein nur weil ein Strukturvertrieblr das vorschlägt. Meine BU bei der AL wollte ein DÄFler unbedingt wieder in eine Rürup BU der Ärzteversicherung umstellen.

Du musst dir auch klar machen das es aufgrund deines aktuellen Alters oder Gesundheitszustandes ein Neuvertrag auch Nachteile haben kann.

amazonja
03.03.2021, 16:03
Hallo,
das Vergnügen mit der DÄF hatte ich auch. Ich empfehle dir über einen Versicherungsmakler oder Honorarberater eine Prüfung des Vertrages machen zu lassen. Ich würde auch die Argumente der DÄF deiner Versicherung zur Klärung zuschicken.

Der Neuabschluss einer BU könnte dem DÄFler einiges an Provisionen einbringen(bis 2800€ bei Rürup BU), lass dich auch auf keinen Fall auf einen Vertragswechsel ein nur weil ein Strukturvertrieblr das vorschlägt. Meine BU bei der AL wollte ein DÄFler unbedingt wieder in eine Rürup BU der Ärzteversicherung umstellen.

Du musst dir auch klar machen das es aufgrund deines aktuellen Alters oder Gesundheitszustandes ein Neuvertrag auch Nachteile haben kann.

Danke für deine Antwort. Laut meiner jetzigen BU kann das Schluss-Alter von 65 nicht mehr angepasst werden. Aber wenn ich jetzt eine neue BU bis 67 abschließe, dann kommt in ein paar Jahren sicherlich eine erneute Erhöhung des Rentenalters und ich stehe vor dem gleichen Problem. Ganz unabhängig davon schätze ich mich selbst nicht so ein, dass ich mit 67 noch arbeiten will...Nach ausführlicher Vertragsprüfung habe ich folgendes herausfinden können:

- Dynamik von 5% (Start bei 1500, max 2500)
- Verzicht auf abstrakte Verweisung
- auf Umorganisstion bei Selbstständigkeit wird verzichtet, wenn man Einbuße > 20% hat (Facharzt einstellen für die eigene Tätigkeit, die man nicht mehr ausführen kann, würde ja schon reichen, um das zu überschreiten)

Also an sich klingt das für mich als Laien erstmal ok. Ich frage mich halt nur was mit diesem "Loch" nach 65 passiert.

medisacb
03.03.2021, 19:34
für meine konkrete Lösung bzgl BU gerne PN, wobei die best geeignetste BU natürlich sehr individuell ist.

Wie gesagt, aus den von den Kollegen schon genannten Gründen wurde mir auch von der DÄF abgeraten. Daneben zahlt man da ganz schön viel an Verwaltungsgebühren, bevor man (bei der Rente) beginnt, anzusparen. Im Nachhinein moralisch gar nicht so toll finde ich, dass die DÄF (Deutsche Ärzte Finanz) ja häufig als die beste, "standesgemäße" Beratung für Studierende und Ärzte dargestellt wird, nicht zuletzt durch den Medi Learn club (!), sich auch oft so darstellt, als könne sie mit breitem Überblick über den ganzen Markt alles anbieten. Letztendlich ist es allerdings eher eine gar nicht so unabhängige Vertriebs(!)-gesellschaft der DÄV (Deutschen Ärzteversicherung).

Endalter (65 vs. 67): klar, ist eine Ansichtssache, die meisten (auch etwa stiftung warentest) raten dazu, möglichst lange zu nehmen (aktuell also 67). Verlängern bei vorhandenem Vertrag ist meines Wissens meistens nicht möglich. Aber: da sollte man auch das Gesamtbild betrachten: wie wahrscheinlich ist eine BU wirklich? Immerhin bekommt man ja auch "etwas" vom Versorgungswerk, Vielleicht hat man dann auch schon andere Investitionen in der Hinterhand (z.B. Miete)

GelbeKlamotten
03.03.2021, 21:13
Sicherlich gibt es nicht die perfekte BU. Und wenn ich mit 68 BU werde und dann NICHT auch anders vorgesorgt hätte.... dann hätte ich ja irgendwie auch ein Problem... oder wie seht ihr das?

Das Problem am frühen Endalter ist natürlich nicht, mit 68 noch BU zu werden. Um diesen Fall abzusichern brauchst du keine BUV, auch nicht bei Altersrenteneintrittsalter 72. Wenn du bis dahin arbeitsfähig warst und es nicht geschafft hast, so viel zu sparen, dass du 4 Jahre bis zur Rente überbrücken kannst, dann musst du schon extrem viel falsch gemacht haben.

Ein Problem kann es eigentlich nur dann werden, wenn du wesentlich früher und dauerhaft BU wirst, daher wenig ansparen konntest, du trotzdem aber so lange lebst. Dann ist es problematisch, wenn die BU-Rente mit 68 ausläuft und es noch 4 Jahre bis zur Altersrente dauert. Der Fall ist allerdings recht unwahrscheinlich.

Ich persönlich würde ein Endalter von 65 zur reinen Absicherung für ausreichend halten. Es kann aber sein, dass eine Police bis zum tatsächlichen Altersrenteneintrittsalter im Schnitt mehr 'Return on Investment' bringt. Wirst du spät berufsunfähig, was ja die wahrscheinlichere Variante ist, sagen wir ab 62 bis 67+, dann verlierst du bei einer BU-Rentenzahlung bis 65 statt 67 Jahren 40% deiner Auszahlungen. Das wird nicht existenzgefährdend sein, aber halt ärgerlich, wenn du jahrzehntelang einzahlst und dann läuft in der entscheidenden Zeit die BU-Rente früher aus.

Matzexc1
03.03.2021, 21:25
- Dynamik von 5% (Start bei 1500, max 2500)
- Verzicht auf abstrakte Verweisung
- auf Umorganisstion bei Selbstständigkeit wird verzichtet, wenn man Einbuße > 20% hat (Facharzt einstellen für die eigene Tätigkeit, die man nicht mehr ausführen kann, würde ja schon reichen, um das zu überschreiten)

Also an sich klingt das für mich als Laien erstmal ok. Ich frage mich halt nur was mit diesem "Loch" nach 65 passiert.

Gilt das für deinen aktuellen Vertrag oder das DÄF Angebot? Nebenbei die DÄF gehört zu 75% der Axa und das meiste im Angebot kommt von dort oder den Tochtergesellschaften, den Rest hält die Apobank https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_%C3%84rzte_Finanz

Bis dahin kannst du immer noch eine Umschulung machen, Geld anlegen und es vermehren, etc... geh jetzt nicht gleich davon aus das du gar nichts mehr machen kannst. Außerdem gibt es seitens des Versorgungswerks auch eine(nicht so tolle) BU Versicherung wenn man 5 Jahre eingezahlt hat.

Für 2 Jahre mehr BU Rente wären mir die Kosten eines Neuabschlusses zu hoch, für die Prüfung meiner Versicherungen(nach Ende der Geschäftsbeziehung zu einem anderen 3 Buchstaben Vertrieb) habe ich einem Honorarberater 500€ bezahlt, da wurde alles einmal geprüft.

amazonja
03.03.2021, 21:32
Gilt das für deinen aktuellen Vertrag oder das DÄF Angebot?


Gilt für meinen aktuellen Vertrag..

anignu
03.03.2021, 23:25
Und wenn ich mit 68 BU werde und dann NICHT auch anders vorgesorgt hätte.... dann hätte ich ja irgendwie auch ein Problem... oder wie seht ihr das?
Völlig richtig. Wenn du es innerhalb von sagen wir mal 35-40 Jahren und dabei Arzteinkommen nicht geschafft hast vorzusorgen dass du dann zwischen deinem geschätzten 68.-72. LJ noch nicht in Rente gehen kannst weil dir das Geld fehlt, dann hättest du ein Problem. Aber kein Problem das eine BU lösen kann. Dann hast du ein grundsätzliches Problem mit dem Umgang mit Geld, der Vorsorgeplanung fürs Alter im Allgemeinen etc...
Die BU ist umso wichtiger je jünger man ist, wenn einen ein dauerhafter Krankheitsfall einfach mal früh und lang aus der Bahn wirft.
Also an sich klingt das für mich als Laien erstmal ok. Ich frage mich halt nur was mit diesem "Loch" nach 65 passiert.
Wie gesagt: ich bin der Meinung dass man es als Arzt auf die Reihe bekommen sollte mit 65 Jahren seine Altersvorsorge dahingehend geregelt zu haben dass man in der Sekunde des Erreichens dieses Geburtstages auch aufhören könnte. Möglicherweise mit bissl Einschränkungen aber nie so dass man sich noch ernsthaft Sorgen machen müsste.