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Moni Ka
13.02.2021, 08:38
Bestimmt ist das Thema hier mal diskutiert wurde. Letztes Jahr bei Unglück hatte ich leider das ungebrochen Kind verloren. In paar Monate werde ich 33 Jahre alt und befinde mich aktuell im 1WBJ. Klar möchte ich eine Familie aber wenn ich sehe bei uns in der Abteilung (Frau a 50% Stelle, Kind ist krank, Frau b 70% und die sind schon im 3 oder 5 WBJ) erschrecke mich einbischen.

Ich würde meine Ausbildung nicht durch Familie belasten aber besonderes an den Mammies unter uns wie organisiert ihr zwischen Beruf und Familie?

Familienplanung zu schieben ist nicht ideal, da man nur einfach älter wird aber im 1 WBJ möchte man auch gerne weiter sich entwickeln und was lernen.

Ich habe leider keine Familie hier und bin alleine und mein Partner geht auch arbeiten

Markian
13.02.2021, 13:49
Wo ist das Problem? Es gibt eine Kita, es gibt die Möglichkeit die Arbeitszeit zu reduzieren. Es gibt die Möglichkeit deinen Mann einzuspannen. Wenn du wirklich Kinder willst findet sich ein Weg.

Espressa
13.02.2021, 14:02
Du hast die Frage eigentlich schon beantwortet; wenn man aufgrund des Alters nicht länger warten möchte, dann muss man direkt starten.
Natürlich kannst du auch etwas warten, es ist auch nicht ausgeschlossen mit Ende 30 noch Kinder zu kriegen, allerdings würde ich es darauf nur ankommen lassen, wenn es für dich eine akzeptable Option wäre, doch keine (leiblichen) Kinder mehr zu bekommen, falls es dann doch nicht mehr klappt.

Ein Spagat ist es immer, zwischen Kind und Beruf, auch später noch. Aber machbar!

mbs
05.03.2021, 21:38
Wie gut das klappt hängt sicher auch davon ab ob man zu zweit ist, wie viel der andere übernimmt oder ob man alleinerziehend zurechtkommen muss. Dass alleinerziehend und Vollzeitjob klappt kann ich mir fast nicht vorstellen. Man bräuchte eine 24h Kinderbetreuung die auch noch bezahlbar ist. Und das schon nach drei Monaten, spätestens einem Jahr. Im schlimmsten Fall muss man das was man machen will aufgeben, in ein andes Fach, Teilzeit oder was auch immer wechseln.

Oder gibt es hier Alleinerziehende mit Vollzeitjob, unter Umständen sogar in einem der stressigeren, großen Fachrichtungen? Und wenn ja wie kriegt ihr das hin? Kann man es überhaupt hinkriegen? Und wenn ja wie?

Denke da auch viel drüber nach.

GelbeKlamotten
05.03.2021, 21:48
Kann man es überhaupt hinkriegen? Und wenn ja wie?

Gibt es schon, und zwar unter genau einer Voraussetzung: Die eigenen Eltern kümmern sich hauptsächlich um das Kind. Oder nennt man das dann nicht mehr alleinerziehend?

Habe als Studentin in einer Famulatur an einer Uniklinik in der Inneren jedenfalls mal eine Ärztin kennen gelernt, die mit ihrem Kind bei ihren Eltern gewohnt hat. Sie hat morgens vor der Arbeit ihr Kind in den Kindergarten gebracht, am frühen Abend ist sie kurz nach Hause gefahren um das Kind ins Bett zu bringen. Dann ist sie meistens wieder zur Arbeit gefahren um ihre Briefe fertigzumachen usw.

Die Wege, wie man sich sein eigenes Leben freiwillig zur Hölle machen kann, sind eben vielfältig.

daCapo
05.03.2021, 23:17
Das hatten wir noch nicht diskutiert?

Wie die Vorredner sagten: Es finden sich Wege (Kita, Eltern, Partner, Tagesmutter, nur der Partner verdient, Elternzeit, halbtags arbeiten)

anignu
06.03.2021, 12:31
Oder gibt es hier Alleinerziehende mit Vollzeitjob, unter Umständen sogar in einem der stressigeren, großen Fachrichtungen? Und wenn ja wie kriegt ihr das hin? Kann man es überhaupt hinkriegen? Und wenn ja wie?
Ich bin nicht alleinerziehend, hab aber solche Kollegen (genauer Kolleginnen). In der Chirurgie.

Die kriegen das ganz unterschiedlich auf die Reihe: Kombinationen aus Vollzeitschule/-kindergarten + Au pair, Vollzeitschule + eigene Eltern, Vollzeitschule + bezahlte "Leih-Oma" (also bezahlte Betreuung) usw.
Es ist sicherlich nicht easy-going aber es geht.
Manche machen aber auch, wie schon erwähnt, Teilzeit.

Auch ist es so dass die Klinikzeit mit den entsprechenden Diensten sicherlich organisationstechnisch ein anderes Kaliber ist als eine Niederlassung oder ein Angestelltendasein in einer Praxis. Da gibt es teilweise mehr Möglichkeiten bzgl. Flexibilität. Eben genau dieses "Briefe abends schreiben" oder ähnliches. Krankenhäuser sind da oft sehr unflexibel.

Die Wege, wie man sich sein eigenes Leben freiwillig zur Hölle machen kann, sind eben vielfältig.
Es soll sogar Leute geben die das glücklich macht auch wenns stressig ist.

Ich hab da aber Verständnis dafür wenn das jemand als "Hölle" bezeichnet. Man muss andere Lebensentwürfe schlecht machen, sonst würde man sich ja eingestehen müssen wie traurig der eigene Lebensentwurf ist.
Was mich in dem Zusammenhang dann immer doch froh macht: die Leute die selbstgefällig und überheblich von ihrem eigenen kinderlosen Lebensentwurf schwärmen sind evolutionstechnisch gesehen ein Auslaufmodell. Sie entfernen sich damit selbst aus der zukünftigen Gesellschaft während der Lebensentwurf einer Familie (in welcher Variante auch immer) weitergegeben wird. Evolution rulez ;-)

daCapo
06.03.2021, 12:36
Es soll sogar Leute geben die das glücklich macht auch wenns stressig ist.

Ich hab da aber Verständnis dafür wenn das jemand als "Hölle" bezeichnet. Man muss andere Lebensentwürfe schlecht machen, sonst würde man sich ja eingestehen müssen wie traurig der eigene Lebensentwurf ist.
Was mich in dem Zusammenhang dann immer doch froh macht: die Leute die selbstgefällig und überheblich von ihrem eigenen kinderlosen Lebensentwurf schwärmen sind evolutionstechnisch gesehen ein Auslaufmodell. Sie entfernen sich damit selbst aus der zukünftigen Gesellschaft während der Lebensentwurf einer Familie (in welcher Variante auch immer) weitergegeben wird. Evolution rulez ;-)

Nicht ein Beitrag ohne Leute zu beleidigen von Velbe Klamotten, manche können anscheinend nicht ohne .. Bezeichnend

nie
06.03.2021, 15:31
Ich hab da aber Verständnis dafür wenn das jemand als "Hölle" bezeichnet. Man muss andere Lebensentwürfe schlecht machen, sonst würde man sich ja eingestehen müssen wie traurig der eigene Lebensentwurf ist.
Was mich in dem Zusammenhang dann immer doch froh macht: die Leute die selbstgefällig und überheblich von ihrem eigenen kinderlosen Lebensentwurf schwärmen sind evolutionstechnisch gesehen ein Auslaufmodell. Sie entfernen sich damit selbst aus der zukünftigen Gesellschaft während der Lebensentwurf einer Familie (in welcher Variante auch immer) weitergegeben wird. Evolution rulez ;-)

Ist auch nichts anderes als der Reflex von Leuten mit Kindern, gewollt Kinderlosen zu unsteten, dass sie sich nicht eingestehen wollen, dass ihr Leben ohne Familie traurig und wertlos ist und sie sich ihre Kinderlosigkeit nur schön reden indem sie Familie abwerten.... :-nix

Lebensentwürfe sind nunmal unterschiedlich und es gibt eben auch Leute, die auf etwas, was man selbst für unverzichtbar hält, kein Bock haben.

Feuerblick
06.03.2021, 15:37
Ist auch nichts anderes als der Reflex von Leuten mit Kindern, gewollt Kinderlosen zu unsteten, dass sie sich nicht eingestehen wollen, dass ihr Leben ohne Familie traurig und wertlos ist und sie sich ihre Kinderlosigkeit nur schön reden indem sie Familie abwerten.... :-nix

Lebensentwürfe sind nunmal unterschiedlich und es gibt eben auch Leute, die auf etwas, was man selbst für unverzichtbar hält, kein Bock haben.
Danke! Ich habe noch überlegt, wie ich es ausdrücken soll.
Leben und leben lassen! :-)

Chriman
06.03.2021, 15:51
Ich habe leider keine Familie hier und bin alleine und mein Partner geht auch arbeiten

Was sagt denn dein Partner dazu?!

McDübel
06.03.2021, 15:51
Ist auch nichts anderes als der Reflex von Leuten mit Kindern, gewollt Kinderlosen zu unsteten, dass sie sich nicht eingestehen wollen, dass ihr Leben ohne Familie traurig und wertlos ist und sie sich ihre Kinderlosigkeit nur schön reden indem sie Familie abwerten.... :-nix

Lebensentwürfe sind nunmal unterschiedlich und es gibt eben auch Leute, die auf etwas, was man selbst für unverzichtbar hält, kein Bock haben.

Sehe ich auch so. Bei so manchem Individuum mit Kind(ern) bekommt man den Eindruck, dass sie sich als wertvollere Menschen betrachten, wertvoller für die Gesellschaft und überhaupt... naja, wers brauch :-nix

Evil
06.03.2021, 15:52
Es stimmt auch nicht. Diese Mutante, die Gefallen am kinderlosen Dasein findet, tritt immer wieder neu auf, ob das wohl so eine Art Spießer-Escape ist? ;-)

McLaren422
06.03.2021, 15:53
Ist auch nichts anderes als der Reflex von Leuten mit Kindern, gewollt Kinderlosen zu unsteten, dass sie sich nicht eingestehen wollen, dass ihr Leben ohne Familie traurig und wertlos ist und sie sich ihre Kinderlosigkeit nur schön reden indem sie Familie abwerten.... :-nix

Lebensentwürfe sind nunmal unterschiedlich und es gibt eben auch Leute, die auf etwas, was man selbst für unverzichtbar hält, kein Bock haben.

sehr gut geschrieben. Für mich wäre das Szenario, das GK von ihrer Studienkollegin geschildert hat, auch die Hölle... Aber für jemand anders mags ja das Gegenteil sein.
Pauschale Anfeindungen gegen Kinderlose sind genauso daneben wie die gegen Leute mit Kindern.

Muriel
06.03.2021, 16:18
Man kann sogar bewusst und ohne Reue Familie haben und dennoch so manche Szenarien "Arbeiten mit Kind" als Hölle empfinden ;-) Praxis, freie Einteilung meiner Stunden auf mittlerweile drei Tage verteilt sind das, was ich psychisch gesund und gut gebacken bekomme mit drei Kindern. Vollzeit, ständiges Daraufangewiesensein, dass andere Menschen (anderes Elter ausgenommen) die eigenen Kinder betreuen müssen, wenn die normalen Kindergarten-/Schul-/OGS-Zeiten vorbei sind, sind auch nicht mein Lebensentwurf und ich würde das tatsächlich auch als Hölle bezeichnen. Belastbarkeit und Wünsche sind nun mal individuell. Und während ich mit Schrecken auf Kolleginnen schaue, die VZ arbeiten und dann ohne minimale Pause zur KiTa hetzen und mit den Kindern noch nach Feierabend in volle Supermärkte müssen, empfinden nicht wenige das als völlig ok und gut machbar. Wahrscheinlich belächeln diese mich, weil ich nicht so belastbar bin, zumindest nicht auf Dauer. Aber das ist ja das Tolle: Man darf eigene Entscheidungen treffen :-top

epeline
06.03.2021, 18:34
Vielleicht hat sich diese Kollegin diese "Hölle" auch einfach gar nicht ausgesucht sondern auch mal gedacht, mit glücklicher Familie dazustehen. Vielleicht wurde sie sitzen gelassen, will schnell den FA machen um dann in die Niederlassung zu kommen oder was auch immer.

Diese abfälligen Bemerkungen über das Leben anderer kotzen mich an

daCapo
06.03.2021, 19:23
Diese abfälligen Bemerkungen über das Leben anderer kotzen mich an

Etwas harsch formuliert, aber so ist es.
Mehrfach wurde dieses Thema ("Beleidigungen") hier angesprochen.

mbs
06.03.2021, 20:34
Ich wage mal zu behaupten dass gar nichtmal jeder wirklich einen Lebensentwurf hat. Ich habe zum Beispiel keinen. Will vieles aber kriege gefühlt zu wenig auf die Reihe. Bewusste Entscheidungen sind das aber nicht.

Colourful
06.03.2021, 20:42
Vielleicht hat sich diese Kollegin diese "Hölle" auch einfach gar nicht ausgesucht sondern auch mal gedacht, mit glücklicher Familie dazustehen. Vielleicht wurde sie sitzen gelassen, will schnell den FA machen um dann in die Niederlassung zu kommen oder was auch immer.

Diese abfälligen Bemerkungen über das Leben anderer kotzen mich an

Mich auch. Es ist übrigens auch ein Unterschied finanziell allein verantwortlich zu sein, da will man vielleicht auch mehr arbeiten, weil man eben die Verantwortung allein trägt. Ich habe alleinerziehend auch aus finanziellen Gründen mehr Dienste gemacht, das *muss* ich jetzt nicht mehr.

mbs
06.03.2021, 20:48
Du hast es hinbekommen alleinerziehend einen Vollzeitjob und viele Dienste zu machen? Respekt...die Angst davor dass das nicht gehen könnte hat mich immer etwas abgeschreckt. Glaubst du das geht in jedem Fach, und wenn ja was sind dafür die Voraussetzungen? Was hast du gemacht wenn du Dienst hattest? Eine private Betreuung zu organisieren dürfte ja sehr sehr teuer sein.