Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufliche Alternativen?
Interdisziplinär geht wenn mehr als eine Fachrichtung Dienst hat. Mein Post bezog sich drauf dass du der Meinung bist dass man z.B. einen Strahlentherapie-Hintergrund gar nicht brauch .
Wo Habe Ich das geschrieben?
Es ging um die Vordergrunddienste, die in manchen Klinken an Internisten abgegeben werden. Hast Du dann missverstanden.
Man sollte das auch um 03:00 nachts mit dem Strahlentherapeut besprechen können. Cortison und Antikoagulation kann jeder sofort geben.
Auch die Chemogabe bei sclc und Lymphom (
Histologie vor Therapiebeginn!) sind ein effektives Mittel und haben ihren Stellwert.
Das Gerät wird nicht um 03:00 morgens angeworfen mit MTA und Physiker... selbst in den größten Unikliniken seitens der Leitung dort entschieden. Am nächsten Morgen dann zeitnah je nach klinischen Bild.
Am geschicktesten scheint es mir, auf eine breiter aufgestellte Alternative umzusatteln die mehr Optionen offen lässt, sofern eine davon irgendwann in eine Sackgasse führen sollte. Strahlentherapie scheint mir sehr speziell zu sein, für mich wäre das nichts. Attraktiver schiene mir wenn dann Allgemeinmedizin, das lässt viele Möglichkeiten offen. Oder gleich was Richtung Pharma, Geschäftsführung oder Clinical Trial Management. Da ist mir nur nicht ganz klar wie man da reinkommt. Angeblich über Trainee-Stellen, nur habe ich so was noch nie ausgeschrieben gesehen.
Bonnerin
25.05.2021, 15:54
Wenn sowas einen wirklich interessiert, dann hilft Google weiter, wenn man einfach mal die Kombi aus "beliebige Pharmafirma" und "Karriere" sucht. Gibt schöne Ergebnisse, z.B. hier: https://www.janssenmedicalcloud.de/karriere?utm_campaign=google_jobs_apply&utm_source=google_jobs_apply&utm_medium=organic
Oder gleich was Richtung Pharma, Geschäftsführung oder Clinical Trial Management. Da ist mir nur nicht ganz klar wie man da reinkommt. Angeblich über Trainee-Stellen, nur habe ich so was noch nie ausgeschrieben gesehen.
Ja bei Pharma Firmen kann man sich immer bewerben oder bei einer Unternehmerberatung. Versuchen kann man das immer. Schon probiert?
Danke an Alle für ihre themenbezogenen Beiträge. Es waren schon ein paar hilfreiche Vorschläge dabei.
konkret möchte ich nochmal in die Runde fragen, ob hier ein FA oder Weiterbildungsassistent für öffentliches Gesundheitswesen ist, der ein bisschen was über seinen Beruf erzählen möchte.
Weiterhin nochmal die Frage an die vlt. anwesenden radiologischen Kollegen, ob jemand Erfahrung als Honorararzt bzw. Teleradiologe hat.
Danke für den Link!
Ich habe es übrigens noch nicht probiert, weil ich noch kein FA bin - was wohl erwartet wird sofern man aus der Medizin kommt. Auch ungünstig ist es, dass ich bisher nur in der Chirurgie, nicht aber in der Onkologie war. Überlege mir sowieso ein bis zwei Jahre Innere zu machen, das braucht man für ganz viele alternative Karriereoptionen. - selbst wenn man einen weniger stressigen FA machen wollte.
Mometasonfuroat
27.05.2021, 09:49
Ich hatte es in einem anderen Thread bereits geschrieben, ich kann derzeit als Alternative von Pharma nur abraten. Es war damals mal attraktiv, allerdings haben viele Firmen seit ca. zwei-drei Jahren massive Sparmaßnahmen-Programme und stellen zunehmend fachfremd ein. Etwas was früher eher nur Medizinern vorbehalten war wie z.B. Medical Affairs etc. befinden sich nun Biologen, Chemiker, Apotheker auf den Positionen. Natürlich leidet darunter die Qualität, gleichzeitig sinken dadurch aber auch die Löhne und mit spätestens Mitte 40/Anfang 50 wird man mit der nächsten Umstrukturierung ausrangiert. Der Umgang wird zunehmend härter und weniger wertschätzend, weshalb ich nach einigen Jahren die Reißleine gezogen habe und in die Patientenversorgung zurück bin.
Auch ist die Arbeit kein easy 9-5 Job sondern dank Vertrauensarbeitszeit und diversen Dienstreisen teils höher von der Wochenarbeitszeit als in der Klinik wo ich aktuell tätig bin.
cartablanca
27.05.2021, 18:41
Ich hab bei uns im Haus schon radiologische Honorarärzte erlebt. Meld dich doch mal bei drei verschiedenen Agenturen mit Lebenslauf und schau was man dir anbietet.
Das mit dem Aussortiert werden in der Industrie ist sicher ein guter Punkt den man bedenken sollte - wobei man hier mit Berufserfahrung auch wertvoller wäre als am Anfang, und man wenigstens die Möglichkeit hätte mit seinen Gehaltsvorstellungen runterzugehen um seinen Job behalten zu können. In Kliniken gelten feste Tarifverträge aus denen man auch freiwillig scheinbar nicht rauskann - was dazu führt dass man bei Helios und Co auch ausgesondert wird wenn man zu lange dabei war und somit zu teuer wird.
Ich will übrigens durchaus beruflich einiges an Engagement aufbringen und mich weiterentwickeln - nur nicht zu den Konditionen in der Klinik. Das einzig Positive zur Zeit sind das Team, die Kollegen - das war es dann aber auch schon. Der Rest ist einfach nur zum Davonlaufen teilweise.
Nach mehreren Jahren Chirurgie sollte ich halt den FA noch komplettieren - alles andere würde im Lebenslauf wahrscheinlich blöd aussehen. Auch wenn man außerhalb der Klinik mit einem FA für Viszeralchirurgie wohl wenig bis nichts anfangen kann, der denkbar entbehrlich wäre. Ein FA für Allgemeinmedizin würde ja auch nicht mehr soo lange dauern, und wäre sicher viel wertvoller für alternative Berufsfelder. Oder wie schätzt ihr die Lage ein? Kann es unter gewissen Umständen Sinn machen auch nach so langer Zeit einen anderen FA anzustreben, auch wenn das nochmal mit Zeitverlust verbunden sein sollte? Wie sinnvoll ist es einen FA für VCH zu machen wenn man weiß dass man nicht in dem Fach, nichtmal in der Klinik, bleiben will?
Nefazodon
27.05.2021, 21:36
Das mit dem Aussortiert werden in der Industrie ist sicher ein guter Punkt den man bedenken sollte - wobei man hier mit Berufserfahrung auch wertvoller wäre als am Anfang, und man wenigstens die Möglichkeit hätte mit seinen Gehaltsvorstellungen runterzugehen um seinen Job behalten zu können. In Kliniken gelten feste Tarifverträge aus denen man auch freiwillig scheinbar nicht rauskann - was dazu führt dass man bei Helios und Co auch ausgesondert wird wenn man zu lange dabei war und somit zu teuer wird.
Ich will übrigens durchaus beruflich einiges an Engagement aufbringen und mich weiterentwickeln - nur nicht zu den Konditionen in der Klinik. Das einzig Positive zur Zeit sind das Team, die Kollegen - das war es dann aber auch schon. Der Rest ist einfach nur zum Davonlaufen teilweise.
Nach mehreren Jahren Chirurgie sollte ich halt den FA noch komplettieren - alles andere würde im Lebenslauf wahrscheinlich blöd aussehen. Auch wenn man außerhalb der Klinik mit einem FA für Viszeralchirurgie wohl wenig bis nichts anfangen kann, der denkbar entbehrlich wäre. Ein FA für Allgemeinmedizin würde ja auch nicht mehr soo lange dauern, und wäre sicher viel wertvoller für alternative Berufsfelder. Oder wie schätzt ihr die Lage ein? Kann es unter gewissen Umständen Sinn machen auch nach so langer Zeit einen anderen FA anzustreben, auch wenn das nochmal mit Zeitverlust verbunden sein sollte? Wie sinnvoll ist es einen FA für VCH zu machen wenn man weiß dass man nicht in dem Fach, nichtmal in der Klinik, bleiben will?
Naja, mbs, mit einem abgeschlossenen Facharzt eröffnen sich sicherlich mehr Perspektiven als ohne, ich denke da z.B. an den MDK.
Ob jetzt der Facharzt Viszeralchirurgie mehr Sinn macht, oder der Facharzt Allgemeinmedizin lässt sich so pauschal meiner Meinung nach nicht sagen. Das hängt zum einen von den eigenen Neigungen ab und zum anderen, wie lange Du noch für den Facharzt Viszeralchirurgie brauchen würdest, und wie lange für einen alternativen Facharzt Allgemeinmedizin.
Fakt dürfte aber sicherlich sein, dass Du dich mit einem FA Allgemeinmedizin deutlich einfacher niederlassen könntest...
ehem-user-02-08-2021-1033
28.05.2021, 07:08
Warum VCH? Mach doch ACH... Der ist kürzer und du hast schneller nen Facharzt. Und dann den FA Allgemeinmedizin. Getreu dem Motto: Was man hat, das hat man.
Edit: sehe gerade, dass der 6 Jahre dauert... Würde der verlängert oder hatte ich das Analog zum allgemeinen Internisten nur falsch abgespeichert?
Heerestorte
28.05.2021, 09:25
Warum VCH? Mach doch ACH... Der ist kürzer und du hast schneller nen Facharzt. Und dann den FA Allgemeinmedizin. Getreu dem Motto: Was man hat, das hat man.
Edit: sehe gerade, dass der 6 Jahre dauert... Würde der verlängert oder hatte ich das Analog zum allgemeinen Internisten nur falsch abgespeichert?
Meinst du noch den Facharzt für Chirurgie? FA ACH dauert schon ne ganze Weile 6 Jahre und dauert seit Juli 2020 noch länger, weil die Zahlen erhöht wurden und man, je nach Bundesland, nicht mal ein Fremdjahr anrechnen lassen kann.
Genau das ist der Punkt. Und man müsste erstmal ein Jahr in die UCH gehen, was je nach AG auch schwierig ist. Ganz abgesehen davon dass man in der Zeit normalerweise nicht auf die geforderten Eingriffe kommt.
Worüber ich zur Zeit auch viel nachdenke ist ein Quereinstieg in ein theoretisches Fach wie Pathologie. Oder was "halbtheoretisches" wie Radiologie oder eventuell sogar Psychiatrie. Eventuell auch was im rehabilitativen Bereich wie PRM. Einfach nicht mehr die klassische, somatische Kliniktätigkeit. Das klingt ziemlich planlos, und so bin ich zur Zeit auch drauf.
Kürzlich sind (was ich noch nicht erwähnt habe) gesundheitliche Probleme dazugekommen die mich fast zwingen was anderes zu machen, irgendwas das ich dauerhaft schaffe ohne komplett daran kaputt zu gehen. Wie das mit dem Job gehen soll den ich jetzt habe ist mir schleierhaft.
Das solltest du mit deinem Weiterbilder besprechen, wie dein Stand ist und wann du Prüfung machen kannst. Wir kennen deine Situation im Detail nicht.
Wenn das noch Jahre dauert kann man auch jetzt wechseln.
Grundsätzlich ist der Einstieg immer Allgemeinmedizin möglich und es gibt viele Quereinsteiger.. mehrere Kollegen von mir aus der Chirurgie mit oder ohne Facharzt sind dahingewechselt .
cartablanca
29.05.2021, 18:14
Mit Allgemeinchirurgie kann man nicht wirklich was anfangen.
Sim85 hast du deine PN deaktiviert- oder sind die ev. aufgrund der niedrigen Beiträge noch nicht aktiviert?
@Tigga: habe die PN-Funktion aktiviert, die ist wohl standardmäßig ausgeschaltet
Warum kann mit ACH nicht viel anfangen? Dachte das Wichtigste für den Wechsel in einen Alternativbereich sei es vor allem irgendeinen - ganz egal welchen - Facharzttitel zu haben.
Natürlich kann man mit ACH einiges anfangen. Die Niederlassung ist teils leichter weil man einfach offiziell den "Chirurgie-Bereich" abdeckt und das von der KV teils gefordert wird, den "alten Chirurgen" gibt es ja als Weiterbildung nimmer. Man kann als ACH auch in einem kleinen KH OA werden für alles, also VCH und UCH abdecken oder an größeren Häusern OA im Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie, wobei man bei letzterem dann halt den VCH nachmachen sollte. Oder man geht halt zum Beispiel zum MDK. Auch da ist von Vorteil wenn man weiß was eine Fraktur ist und eben nicht unbedingt plastischer, Herz- oder Gefäßchirurg. Ganz allgemein mal. Für spezielle Fragestellungen macht es wiederum Sinn spezialisiert zu sein.
Und wenn man weiter weg vom Krankenhaus will und allgemein ein "Facharzt" gefordert wird, warum dann nicht den ACH?
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