Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausländische Ärzte - erleben diese Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus?
GelbeKlamotten
30.06.2021, 12:25
Die Idee der völligen Vorurteilsfreiheit ist an sich schön, und ja auch wünschenswert, gerade in liberalen Ländern. Und doch widerstrebt diese der menschlichen Natur; man findet nun mal nicht alles gleichermaßen „gut“ und wird es nicht schaffen, diesen Umstand zu überspielen.
Neulich las ich in einer Gruppe von den Sorgen einer Mama, die wieder schwanger ist und mit ihrem Mann und Freund Stress hatte - ich warf ein dass das Problem in dieser polygamen Konstellation läge, die schon ohne Kinder schwierig werden kann aber für Familie eben erst recht. Ich wurde ziemlich angegangen, wenn ich nichts konstruktives beizutragen hätte, vom „Polygamie-bashing“ abzusehen.
Nun denn, derartige Beispiele gibts auf allen möglichen Ebenen. Und eine Veränderung der Haltung kann bestenfalls über mehrere Generationen erfolgen, ich halte es für völlig utopisch, von den Menschen einen so spontanen Wandel zu erwarten, dass sie auf einmal allem neuen, fremden, andersartigen total aufgeschlossen und wohlwollend begegnen.
Interessent ist, dass du das Problem meinst erkannt zu haben, es aber offenbar nur auf andere beziehst und nicht merkst, dass Intoleranz und Vorurteile in dem Fall rein von dir ausgingen. Stattdessen bist du der Meinung, andere müssten sich "über mehrere Generationen hinweg ändern" bis sie endlich deiner Meinung sind. Ehrlich gesagt ist dein Post an Absurdität kaum zu überbieten.
Oder aber es war ein sehr selbstkritischer Post und du wolltest gezielt auf die Absurdität deiner eigenen Denk- und Handlungsweisen hinweisen?
Christoph_A
30.06.2021, 12:26
Eine Studie, in der Myanmar mit seiner Militärjunta an 9. Stelle bzgl. Freundlichkeit steht, bedarf wohl eher keiner genaueren Beachtung....
Und ja, die Integrationsschuld liegt beim zu Integrierenden, überall auf der Welt
GelbeKlamotten
30.06.2021, 12:48
Eine Studie, in der Myanmar mit seiner Militärjunta an 9. Stelle bzgl. Freundlichkeit steht, bedarf wohl eher keiner genaueren Beachtung....
Und ja, die Integrationsschuld liegt beim zu Integrierenden, überall auf der Welt
Vor allem hat Freundlichkeit bzw. wie einfach es ist, Freunde zu finden, nichts mit Rassismus zu tun.
In Deutschland ist es durchaus schwieriger, Freundschaften zu knüpfen als in vielen anderen Ländern auf der Welt, da habe ich nicht den geringsten Zweifel. Das ist aber einfach ein Merkmal der deutschen Kultur und gilt für Freundschaften zwischen Deutschen und Deutschen mindestens gleichermaßen wie für Freundschaften zwischen Deutschen und Ausländern. Und ja, das ist natürlich ein Problem bei der Integration von Ausländern, aber eben kein rassistisches, sondern ein kulturelles.
Wenn man die Größe des Freundeskreises von deutschen, spanischen und italienischen Menschen, die jeweils in ihrer Heimat leben, vergleicht, welcher ist wohl im Schnitt am kleinsten? Ich will das gar nicht negativ werten, so ist nunmal unsere Kultur. Aber daraus kann man nun wirklich keine Rassismusvorwürfe generieren.
Kackbratze
30.06.2021, 13:04
Wie war das noch? Liegt nur an den Leuten selbst, wenn die sich nicht integrieren und sozialen Kontakte knüpfen können?
Ja. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Mit Mimimi ist man nirgendwo erfolgreich, bei Inkompetenz wird man in jedem Land rasiert.
RussianAngel
30.06.2021, 13:19
Ja. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Mit Mimimi ist man nirgendwo erfolgreich, bei Inkompetenz wird man in jedem Land rasiert.
Naja, warum meint jede Sekretärin in Deutschland, jede PP und auch jeder andere Assistenzarzt besser eine Beurteilung über die Kollegen abzuliefern als der Chefarzt? Und die ist selbstverständlich immer negativ-toxisch...Ellenbogenmentalität ist natürlich wichtig, aber ohne Teamarbeit geht keine Klinik...
Selbst die Diskussion wird hier ins Lächerliche gezogen, man macht apokalyptische Aussagen wie: es wird ehe nichts, dein Leben ist vorbei, wenn Du nicht konform bist...
https://www.youtube.com/watch?v=2MgOLpH3u04
Leute, die Welt ist nicht nur Deutschland, es gibt viele Wege besonders für Ärzte...Die Leute müssen lernen, dass andere Meinungen nicht gleich inkompetent, verrückt, absurd oder einfach blöööd sind...und vor allem aufzuhören, alle Gedanken auszusprechen, das ist wirklich sehr elementares Verhalten in vielen anderen Kulturen...Man kann nicht jedem alles sagen, das kommt einfach nicht gut an...
Meine Meinung, die jetzt natürlich jetzt gebascht wird: Deutsche Ärzte müssen über ausländische Kollegen dankbar sein: diese kommen ausgebildet, kosten Deutschland keine Steuern und übernehmen wichtige Funktionen für die Krankenhäuser/Gesellschaft...Sonst müssten die Deutsche Ärzte ca. doppelt so viel arbeiten...Dass die Bandbreite an Fertigkeiten (sprachlich, fachlich, geschicklich) etc. enorm ist, sollte eigentlich selbstverständlich sein, oder?
cartablanca
30.06.2021, 13:38
Ja. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Mit Mimimi ist man nirgendwo erfolgreich, bei Inkompetenz wird man in jedem Land rasiert.
Was hat jetzt soziale Kontakte knüpfen mit Kompetenz zu tun?
Meine Meinung, die jetzt natürlich jetzt gebascht wird: Deutsche Ärzte müssen über ausländische Kollegen dankbar sein: diese kommen ausgebildet, kosten Deutschland keine Steuern und übernehmen wichtige Funktionen für die Krankenhäuser/Gesellschaft...Sonst müssten die Deutsche Ärzte ca. doppelt so viel arbeiten...Dass die Bandbreite an Fertigkeiten (sprachlich, fachlich, geschicklich) etc. enorm ist, sollte eigentlich selbstverständlich sein, oder?
Sehe ich anderes: Das führt eher dazu, dass sich die Arbeitsbedingungen an deutschen Krankenhäusern nicht verbessern.
Sehe ich anderes: Das führt eher dazu, dass sich die Arbeitsbedingungen an deutschen Krankenhäusern nicht verbessern.
Sehe ich auch so: Die deutschen Ärzte stimmen nämlich längst mit den Füßen ab. Ändern tut sich aber nichts, weil genug Arbeitskräfte aus dem Ausland zur Verfügung stehen. Am problematischsten sind dabei meiner Erfahrung nach die oft ungenügenden Sprachkenntnisse. Ein Arzt muss den Patienten verstehen - egal, ob es sich um einen syrischen Arzt in Deutschland oder einen deutschen Arzt in der Schweiz handelt ;)
Espressa
30.06.2021, 15:14
Interessent ist, dass du das Problem meinst erkannt zu haben, es aber offenbar nur auf andere beziehst und nicht merkst, dass Intoleranz und Vorurteile in dem Fall rein von dir ausgingen. Stattdessen bist du der Meinung, andere müssten sich "über mehrere Generationen hinweg ändern" bis sie endlich deiner Meinung sind. Ehrlich gesagt ist dein Post an Absurdität kaum zu überbieten.
Oder aber es war ein sehr selbstkritischer Post und du wolltest gezielt auf die Absurdität deiner eigenen Denk- und Handlungsweisen hinweisen?
War ja klar dass ein Beispiel das irgendwo Sex involviert dich anlockt.
Deshalb noch andere: auch wenn klar ist dass Fleisch- und Fischkonsum die Welt zerstört, wird es eher Generationen dauern, bis dieser zurückgeschraubt wird. Auch wenn ein Recht auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert ist und der Großteil der Eltern diese befürwortet, schafft es nur die Minderheit diese auch umzusetzen.
Sprich auch wenn man beschließen wollte, zu allen gleichermaßen aufgeschlossen sein zu wollen, wird es der allergrößte Teil der Menschen nicht umsetzen können. Daran ist nichts absurd. Absurd ist eher, dass jeder wie auch immer andersartige oder eben „neue Wege einschlagende“ verwundert ist darüber, dass die Mehrheit damit Mühe hat. Es ist einfach menschlich und wie auch zahlreiche Beispiele die hier genannt wurden zeigen, überall auf der Welt so.
RussianAngel
30.06.2021, 16:34
Interessante Argumentation...Klar ist das menschlich, ebenfalls Diabetes und Schlaganfälle sind auch menschlich, aber wir bekämpfen die :P man darf schon mal sagen, dass man bestimmte Sachen verbessern kann...
Das mit den Arbeitsbedingungen ist ein wichtiger Punkt...Allerdings wären die meines Erachtens ohne ausländische "Medical men" ( Pflege, Ärzte, Sozialdienst, private reiche Russen) noch schlimmer...
Wahrscheinlich gab es vor der Wende weniger ausländische Ärzte, oder? Waren da die Bedingungen besser?
GelbeKlamotten
30.06.2021, 17:08
War ja klar dass ein Beispiel das irgendwo Sex involviert dich anlockt.
Deshalb noch andere: auch wenn klar ist dass Fleisch- und Fischkonsum die Welt zerstört, wird es eher Generationen dauern, bis dieser zurückgeschraubt wird. Auch wenn ein Recht auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert ist und der Großteil der Eltern diese befürwortet, schafft es nur die Minderheit diese auch umzusetzen.
Sprich auch wenn man beschließen wollte, zu allen gleichermaßen aufgeschlossen sein zu wollen, wird es der allergrößte Teil der Menschen nicht umsetzen können. Daran ist nichts absurd. Absurd ist eher, dass jeder wie auch immer andersartige oder eben „neue Wege einschlagende“ verwundert ist darüber, dass die Mehrheit damit Mühe hat. Es ist einfach menschlich und wie auch zahlreiche Beispiele die hier genannt wurden zeigen, überall auf der Welt so.
Ich finde es weiterhin am heftigsten, dass du der Überzeugung bist, anderen deine Vorstellung von Sexualität aufzwingen zu dürfen oder gar zu müssen und denkst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese deine einzig richtige Einstellung teilen. Aber abgesehen davon sind auch deine weiteren Beispiele und Ausführungen vor allem ein Zeichen von absoluter Egozentrik.
Genauso wenig wie es einen globalen Konsens darüber gibt, wie erwachsene Menschen einvernehmlich ihre Sexualität gestalten sollten, gibt es auch weder einen wissenschaftlichen, noch einen gesellschaftlichen Konsens, dass wir aufhören sollten Fleisch zu essen. Oder z.B. darüber, dass wir aufhören müssen, Hunde als Haustiere zu halten. Für letzteres würde man wahrscheinlich nicht mal bei den Grünen auf besonders viel Zustimmung stoßen, obwohl ein vegetarisch lebender Hundehalter eine um ein Vielfacheres schlechtere CO2-Bilanz hat als ein Nicht-Hundehalter, der dreimal die Woche Rumpsteak isst. Aber Hunde sind halt so süß und putzig und Fleisch essen ist viel böser, das ist eben so. Deswegen sind auch die Chinesen ganz besonders böse, weil sie Hundefleisch essen. Merkst du was?
Du darfst gerne den Standpunkt vertreten, dass wir Aufhören müssen Fleisch zu essen. Das ist absolut legitim. Aber als eigentlich relativ gebildeter und zumindest minimal weltoffener Mensch solltest du verstehen, dass das nur DEIN persönlicher Standpunkt ist. Der orientiert sich natürlicherweise vorwiegend an den Werten, die in deiner Peer Group vermittelt werden. Jemand anders lebt vielleicht in einem vollkommen anderen Umfeld und hat auch vollkommen andere Wertvorstellungen. Und die haben per se erstmal genau die gleiche Berechtigung wie deine.
Daher wirst du leider akzeptieren müssen, dass du und deine Standpunkte zu Sexualität, Umweltschutz, Erziehung und anderem nicht das ultimative globale Zentrum der Weisheit sind, auf das alle anderen Menschen sich langsam zubewegen, weil sie zu doof für schnelle Veränderungen sind. Andere Menschen haben ganz einfach andere Ansichten, die per se nicht weniger berechtigt sind als deine.
Deswegen fängst du dir glücklicherweise auch völlig zurecht eine bissige Gegenreaktion ein, wenn du anderen, fremden Leuten vorschreiben willst, wie sie ihre Beziehungen zu gestalten haben, damit sie deinen persönlichen Idealen entsprechen.
Du philosophierst darüber, zu beschließen zu allen gleichermaßen aufgeschlossen sein und machst andere dafür verantwortlich, dass das nicht in absehbarer zeit klappen kann. Gleichzeitig erklärst du jemandem, der in allseitigem Einverständnis polygam lebt ohne ihn überhaupt zu kennen, dass das falsch ist und erklärst großspurig, dass doch bitte alle früher oder später einsehen sollen, dass man vorwiegend vegetarisch essen sollte. Erkennst du wirklich nicht selbst die Hybris??
Hab die beiden Artikel zu dem Thema gefunden
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Realeinkommen-von-Aerzten-um-ein-Drittel-gesunken-358024.html
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-realloehne-sind-seit-1990-um-bis-zu-50-prozent-gesunken-a-670474.html
Ich finde es weiterhin am heftigsten, dass du der Überzeugung bist, anderen deine Vorstellung von Sexualität aufzwingen zu dürfen oder gar zu müssen und denkst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese deine einzig richtige Einstellung teilen. Aber abgesehen davon sind auch deine weiteren Beispiele und Ausführungen vor allem ein Zeichen von absoluter Egozentrik.
Genauso wenig wie es einen globalen Konsens darüber gibt, wie erwachsene Menschen einvernehmlich ihre Sexualität gestalten sollten, gibt es auch weder einen wissenschaftlichen, noch einen gesellschaftlichen Konsens, dass wir aufhören sollten Fleisch zu essen. Oder z.B. darüber, dass wir aufhören müssen, Hunde als Haustiere zu halten. Für letzteres würde man wahrscheinlich nicht mal bei den Grünen auf besonders viel Zustimmung stoßen, obwohl ein vegetarisch lebender Hundehalter eine um ein Vielfacheres schlechtere CO2-Bilanz hat als ein Nicht-Hundehalter, der dreimal die Woche Rumpsteak isst. Aber Hunde sind halt so süß und putzig und Fleisch essen ist viel böser, das ist eben so. Deswegen sind auch die Chinesen ganz besonders böse, weil sie Hundefleisch essen. Merkst du was?
Du darfst gerne den Standpunkt vertreten, dass wir Aufhören müssen Fleisch zu essen. Das ist absolut legitim. Aber als eigentlich relativ gebildeter und zumindest minimal weltoffener Mensch solltest du verstehen, dass das nur DEIN persönlicher Standpunkt ist. Der orientiert sich natürlicherweise vorwiegend an den Werten, die in deiner Peer Group vermittelt werden. Jemand anders lebt vielleicht in einem vollkommen anderen Umfeld und hat auch vollkommen andere Wertvorstellungen. Und die haben per se erstmal genau die gleiche Berechtigung wie deine.
Daher wirst du leider akzeptieren müssen, dass du und deine Standpunkte zu Sexualität, Umweltschutz, Erziehung und anderem nicht das ultimative globale Zentrum der Weisheit sind, auf das alle anderen Menschen sich langsam zubewegen, weil sie zu doof für schnelle Veränderungen sind. Andere Menschen haben ganz einfach andere Ansichten, die per se nicht weniger berechtigt sind als deine.
Deswegen fängst du dir glücklicherweise auch völlig zurecht eine bissige Gegenreaktion ein, wenn du anderen, fremden Leuten vorschreiben willst, wie sie ihre Beziehungen zu gestalten haben, damit sie deinen persönlichen Idealen entsprechen.
Du philosophierst darüber, zu beschließen zu allen gleichermaßen aufgeschlossen sein. Gleichzeitig erklärst du jemandem, der in allseitigem Einverständnis polygam lebt ohne ihn überhaupt zu kennen, dass das falsch ist und erklärst großspurig, dass doch bitte alle früher oder später einsehen sollen, dass man vorwiegend vegetarisch essen sollte. Erkennst du wirklich nicht selbst die Hybris??
Oh man, die nächste Folge GK erklärt die Welt. Was für ein pseudointellektuelles Geschwafel. Vom Kuchenbacken über Arschbacken zur Rettung der Welt. Ganz schön viel Heißluft. Schon allein dein erster Kommentar ohne überhaupt Näheres über den Inhalt des erwähnten Forumbeitrag zu wissen.
Könnt Ihr nicht wenigstens einmal ein kontroverses Thema ohne persönliche Angriffe zu diskutieren?
Zurück zur Sachebene bitte!
Espressa
30.06.2021, 19:11
GK hat mein Beispiel immer noch nicht kapiert; daher kurz dazu. Polygamie ist in unserem Kulturkreis nun mal nicht so gewöhnlich, und es wird eher dauern, bis man das flächendeckend als „normal“ empfinden wird. (Zumal die betreffende ihre geschilderten Probleme in einer monogamen Beziehung nicht hätte, aber egal.) Das hat gar nichts mit meinen wertevorstellungen zu tun, wegen mir könnte die Welt weiterhin so „verklemmt“ bleiben wie sie ist!
Es geht einfach grundsätzlich darum, dass der Mensch bekanntes, vertrautes, gewohntes meist bevorzugt, und man das Menschen auch zugestehen darf. Es ist eher verrückt zu erwarten dass es anders wäre. Die Keule wird aber von Angehörigen wie auch immer gearteter Minderheiten gern ausgepackt - dass die anderen es SOFORT total super und genau wie sie sehen sollen. Und ich hinterfrage ob es automatisch böser Rassismus (bzw Diskriminierung) ist, oder eben die Unfähigkeit der Mehrheit, plötzlich positiv auf Unbekanntes reagieren zu können.
PS: zu Fleisch und Fisch darfst du gern cowspiracy bzw. Seaspiracy anschauen, das hab ich mir auch nicht selbst ausgedacht.
Thomas24
30.06.2021, 19:37
Versteh ich das richtig? Also Massaker an Immigranten gelten jetzt auch nicht als Rassismus? Gehört alles zum Spektrum normalen menschlichen Verhaltens?
Genau. Das verstehst du (absichtlich?) nicht richtig:-slap.
Die Aussage war: selbst unter Menschengruppen, die einander ethnisch/sprachlich/kulturell/optisch/religiös sehr nahestehen oder sogar identisch sind, gibt es Ausgrenzung, Abwertung, Diskriminierung - im Extremfall sogar bis zu Massakern (wie in den Links).
Um es mal sehr platt auszudrücken: selbst unter Westdeutschen und Ostdeutschen gibt es 30 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch stellenweise Abwertung und Animositäten. Zwischen Stadt und Land etc. ganz analog zu deinem Beispiel Deutschland - Schweiz. Man darf Mentalitätsunterschiede, Unterschiede im Habitus, In- und Outgroup Mechanismen nicht unterschätzen. Nicht jegliche Form von Ablehnung und Ausgrenzung ist Ausdruck von plumpen Rassismus.
Man kann auch ein sehr anstrengendes Leben haben, wenn man Leuten und ihren Ansprüchen hinterher läuft, die nichts mit einem zu tun haben wollen bzw. Ansprüche haben, die man nicht erfüllen kann und dich nur aburteilen.
Dann liegt das Problem ehrlicherweise an dir und deiner Wahrnehmung. Du bist der einzige Mensch, den du nachhaltig verändern kannst. Du kannst allein dein eigenes Verhalten gegenüber deiner Umwelt und deinen Mitmenschen beeinflussen. Wenn du im Allgemeinen deine Mitmenschen so behandelst, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest, hast du deine eigene Schuldigkeit getan. Im Gegenzug hast du zwar einen theoretischen und moralischen Anspruch darauf, dass sich deine Mitmenschen ihrerseits Dir gegenüber stets fair, respektvoll und anständig benehmen, aber das ist nunmal das echte Leben- und im echten Leben gibt es keine eindimensional guten und anständigen Menschen. Sondern nur Menschen, die mal einen mehr oder weniger guten Tag haben, sich mehr oder weniger anständig benehmen und mehr oder weniger ihrer eigenen Fehler bewusst sind :-nix.
Daher: dickes Fell zulegen und im übrigen einfach dein Leben leben. Und im übrigen gilt wie sonst auch im Leben "Wolves don´t lose sleep over the opinion of sheep". Deine Lebenszeit ist zu kurz, um ständig im "Mimimi, ich werde nicht fair behandelt/die Gesellschaft ist rassistisch/klassistisch/sexistisch/ableisitisch whatever" Modus zu bleiben. Überlass doch das Klagen, jammern, protestieren und das Virtue Signalling den SJW und Twitter Gesinnungskriegern von Woko- Haram, sowie ihren nützlichen Idioten und Medienberatern, die sich auf dem Rasen (für Sponsoren und Medien) demonstrativ hinknien, Stadien bunt anstrahlen etc.- (obwohl es Ihnen persönlich BLM, die Queer Rechte in Ungarn etc. mutmaßlich völlig egal sind).
Du solltest besseres zu tun haben- nämlich hart an deinen beruflichen und privaten Zielen arbeiten.
Man kann auch ein sehr anstrengendes Leben haben, wenn man Leuten und ihren Ansprüchen hinterher läuft, die nichts mit einem zu tun haben wollen bzw. Ansprüche haben, die man nicht erfüllen kann und dich nur aburteilen.
Dem stimme ich sowas von zu! Und komme zum gleichen Schluss wie Thomas24: die Leute außenrum werden sich nur wenig ändern, zumindest nicht auf absehbare Zeit. Also sollte man sich selbst ein Leben suchen in dem man glücklich wird.
Beispiel Toleranz (gegenüber was auch immer, Kultur, Religion, Sexualität etc.): wenn ich selbst tolerant bin dann ist es angenehm in einem Umfeld zu sein das auch tolerant ist. In einem Umfeld von Intoleranten macht es einfach keinen gesteigerten Spaß. Um genannte Beispiele aufzugreifen, wenn ich auf Polygamie stehe dann ist ein Leben in einer Kultur mit lauter Monogamisten einfach spaßbefreit. Im wahrsten Sinne des Wortes. Andersrum ähnlich: wenn ich intolerant bin und mit toleranten Leuten nix anfangen kann, dann macht so ein Umfeld keinen Spaß. Aber vor allem wir hier als Ärzte in diesem Forum haben ja ungefähr den maximalen Luxus das wir uns unser Umfeld aber sowas von raussuchen können... Man kann aufs Land, in die Stadt, in Bereiche dazwischen, in D bleiben, auswandern, nach Bayern, an die Nordsee, usw. usw... Uns geht es so hammermäßig gut, wir haben so viel mehr Möglichkeiten als andere Menschen. Also suchen wir uns doch das Umfeld raus in dem wir leben wollen!
Überhaupt sollte ich noch mal in Erinnerung rufen, dass der Thread begann, nachdem ich User Moni Ka geraten habe sich besser eine Abteilung mit mehr Ausländern zu suchen.
Interessante Meinungsausprägung deinerseits! Du schiebst die Probleme die Moni Ka hat quasi ausschließlich auf den Rassismus anderer Leute und wenn sie in einem Umfeld mit Ausländern ist dann soll alles gut sein? Alles klar. Kann man machen. Hat den Vorteil dass die Schuldfrage geklärt ist und man sich selbst nicht ändern muss. Und wenn ich jetzt schreib, dass ich glaube dass manche Probleme die Moni Ka hat auch an ihr als Mensch und nicht an ihr als Ausländerin liegen...
cartablanca
30.06.2021, 21:30
Stimmt das Leben ist kurz. Man ist pro Tag 16 Stunden wach. Etwa 9 bis 10 verbringt man mit Arbeit und dem drumherum (je nachdem was man für einen Vertrag man unterschreibt). Das ist mehr als die Hälfte der Lebenszeit. Daher jammer ich auch nicht, sondern umgebe mich gezielt mit weniger feindseligen destruktiven Menschen und unterschreibe nur Verträge, die mir passen. Diesen Tipp gebe ich gerne weiter. Menschen kannst du nicht ändern, aber du kannst deine Umgebung ändern.
Ich muss zugeben, dass ich mir nicht alle Beiträge durchgelesen habe, bevor ich jetzt meine Antwort verfasse, also falls ich irgendwo etwas wiederhole, was jemand von Euch schon geschrieben hat, sorry.
Ich kann es nur aus meiner Sicht schildern. Ich wurde hier in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen. Deutschland ist neben anderen Ländern meine Heimat, weswegen ein "geh dann doch in ein anderes Land" (auch in eines meiner anderen Heimatländer) für mich nicht die einfachere Lösung ist.
Mir sind seit meiner Kindheit Situationen untergekommen, die ganz klar rassistisch und/oder fremdenfeindlich motiviert waren (zuletzt wieder während der Pandemie); andere kamen mir so vor, haben aber nach ein wenig Abstand und Reflektion meinerseits zumindest ein anderes Motiv, gänzlich frei von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, möglich gemacht. Bin ich bei bestimmten Äußerungen empfindlicher als Menschen, die keinen Migrationshintergrund haben oder nicht so aussehen? Auf jeden Fall! Jedoch plädiere ich trotz allem an alle, es sich nicht zu leicht zu machen, immer und sofort [ALLES] auf die Rassismus- oder Fremdenfeindlichkeitsschiene zu schieben. Wir alle sind vielschichtiger als das!
Integration: Natürlich sind diejenigen, die in ein anderes Land kommen in der Integrationsbringschuld. Aber das Land muss eine Integration auch zulassen wollen (wenn man sich z.B. den Umgang bis in die 80er mit den Gastarbeitern anschaut, darf man imho zumindest nachfragen, ob diese Bereitschaft, andere sich hier integrieren zu lassen, wirklich und ehrlich bestand).
Ich brauche und möchte nicht jeden Menschen als Freund oder Bekannten, ich bin auch nicht frei von Vorurteilen; ich glaube das ist menschlich, bin jedoch auch der Meinung, dass eine Offenheit, diese Vorurteile zu verwerfen nach anderer Erfahrung gesund ist.
Was ich von anderen Menschen egal welchen Hintergrund brauche, ist ein Grundrespekt so, wie ich sie auch behandel und dann die Beurteilung meiner Person (mein Auftreten, meine Leistung, meine Art usw). Mögen muss mich wie gesagt keiner, aber ein Grundrespekt darf und sollte man in jeden Lebenslagen (online, IRL) von dem Gegenüber erwarten. Da nehme ich niemanden aus, es gibt Einheimische, die extrem respektlos sind, genauso wie es Migranten gibt, die respektlos sind.
cartablanca
02.07.2021, 14:28
Ich glaube man sollte einerseits immer an sich arbeiten. Speziell was Sprachkentnisse betrifft. Aber auch nicht grenzenlos naiv sein. Ich bin inzwischen aufgrund zahlreicher Erfahrungen etwas vorsichtiger geworden. Es gibt schon eine Ungleichbehandlung.
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