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Jule-Aline
20.07.2021, 09:18
Das mit schwanger und Dienste ist schon schwierig. Vor allem wenn noch ein BV dazu kommt.
Aber deshalb auf Kinder verzichten…..

Citrafleet
20.07.2021, 14:36
Ist ja interessant, wie sich das hier von chronischer Krankheit zu Schwangerschaft und Kindern gewandelt hat. Da gibt es schon gewisse Parallelen anscheinden :-))

Ganz ehrlich: es gibt veraltete Kriterien die man ausblenden sollte, da man mit ihnen nicht nur veraltete Strukturen aufrecht erhält, sondern auch ziemlich daneben liegen kanm.

Das finde ich teilweise aber auch. Zumindest im PJ hab ich es so erlebt, dass die Dienstpläne ohnehin schon auf Naht genäht waren, und dass (gerade während Corona) auch einfach mal Leute ausfallen, egal aus welchen Gründen, ist doch irgendwie abzusehen. Wenn dann in solch einer Situation gewisse Klinikkonzerne noch mehr Stellen abbauen, ist es doch eigentlich nicht die Aufgabe der Belegschaft, möglichst "unkaputtbare" Mitarbeiter zu finden, sondern das System müsste sich mal ändern...

Mometasonfuroat
20.07.2021, 14:50
Ich bin selber eine Frau und wurde ja auch eingestellt, ich habe weibliche Kolleginnen, also komplett männlich ist das nicht.

Ich bin einfach ganz ehrlich und ich glaube kaum einer in der Medizin kann sich davon frei sprechen. Wir sind ein kleines Team, die dienstbelastung ist hoch, wenn auch nur einer ausfällt ist sie fast nicht zu ertragen.

Frauen die schon mehrere Kinder haben, wo kein Kinderwunsch anzunehmen ist, sind auch nicht unbedingt die Top Kandidatinnen. Viel Kindkrank, konkurrieren um das frei in den Schulferien, wo es schon genug Eltern gibt, so dass sowieso nicht jeder frei haben kann der gerne würde um Familienurlaub zu haben. Sind nicht soo flexibel bzgl der 24h Dienste wegen der Kinderbetreuung.

Wenn jemand aus dem Team schwanger wird, Kinder kriegt, dann ist das so und jeder weiß dass das kommt und das auch Väter Elternzeit nehmen und ob den Schulferien frei haben wollen etc.

Aber ganz ehrlich - wer vor die Wahl gestellt wird bei zwei Bewerbern, die beide ähnlich sympathisch sind und ähnlich qualifiziert - wer entscheidet sich da für den Kandidaten, der weniger flexibel ist, wo mit mehr Ausfällen und höherer Belastung für einen selber zu rechnen ist? Würde da wirklich einer von euch mehr Dienste, mehr Arbeit, mehr einspringen, geringere Chancen, dass man selber das frei in den Schulferien/Kitaferien bekommt in Kauf nehmen ? Wie gesagt, gleiche Qualifikationen, gleiche Sympathien vorausgesetzt? Unsere letzten Einstellungen waren sowieso ehemaliger PJler und ehemaliger Kollege von derer Kollegin, also jemand der schon bekannt gewesen ist. Man weiß halt wenig über Bewerber. Die sprechen mit dem Chef und den OÄ, die hospitieren einen Tag oder auf Wunsch länger und laufen mit uns mit. Da hat man halt wenig Kriterien nach denen man entscheiden kann.

Holla die Waldfee, ich nahm an solche Vorurteile sterben aus, aber anscheinend scheint auch noch in unseren Generationen der ein oder andere stehen geblieben zu sein.
Ich möchte ja niemanden erschrecken oder vor neuen Tatsachen stellen, aber oh wunder Männer fallen bei dem sogenannten Eltern-Dasein ebenso aus. Und wer es nicht glaubt-----sogar in Elternzeit ;)
Bestes Exemplar ist: MEIN MANN. Der bekommt sogar meine zusätzlichen Kinderfrei-Tage bei Krankheit rübergeschoben, zum Ärger seines Chefs. Mittlerweile entscheide ich auch bei Neu-Einstellungen mit und mein Eindruck bisher ist, dass sowohl Männlein wie Weiblein gleich viel ausfallen, mit Tendenz zu geringerer Arbeitsleistung sogar auf seiten des männlichen Geschlechts, dass ist allerdings lediglich ein subjektiver Eindruck, der keineswegs objektiv auf alle übergestülpt werden kann. Insgesamt bin ich bisher mit jungen Bewerberinnen und auch Müttern sogar am besten gefahren, was den Teamgeist, Arbeitsleistung und gemeinsame Wellenlänge angeht.

ehem-user-02-08-2021-1033
20.07.2021, 15:45
Holla die Waldfee, ich nahm an solche Vorurteile sterben aus, aber anscheinend scheint auch noch in unseren Generationen der ein oder andere stehen geblieben zu sein.
Ich möchte ja niemanden erschrecken oder vor neuen Tatsachen stellen, aber oh wunder Männer fallen bei dem sogenannten Eltern-Dasein ebenso aus. Und wer es nicht glaubt-----sogar in Elternzeit ;)
Bestes Exemplar ist: MEIN MANN. Der bekommt sogar meine zusätzlichen Kinderfrei-Tage bei Krankheit rübergeschoben, zum Ärger seines Chefs. Mittlerweile entscheide ich auch bei Neu-Einstellungen mit und mein Eindruck bisher ist, dass sowohl Männlein wie Weiblein gleich viel ausfallen, mit Tendenz zu geringerer Arbeitsleistung sogar auf seiten des männlichen Geschlechts, dass ist allerdings lediglich ein subjektiver Eindruck, der keineswegs objektiv auf alle übergestülpt werden kann. Insgesamt bin ich bisher mit jungen Bewerberinnen und auch Müttern sogar am besten gefahren, was den Teamgeist, Arbeitsleistung und gemeinsame Wellenlänge angeht.

Das ist gut, dass dein Mann dann die 3 Monate Mutterschutz, also 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Entbindung übernommen hat.
Ih solltet eure männlichen Bewerber im Vorstellungsgespräch auch diesbezüglich auf Herz und Nieren prüfen. Nicht, dass ihr da einen Sexisten überseht... Unverstellbar...den Mutterschutz einfach den Frauen aufhalsen...
Unsere Gesellschaft strotzt vor Vorurteilen.

Laelya
20.07.2021, 16:31
Hier haben unsere Männer (kinderlos) und kinderlose Frauen die höchsten Ausfall zahlen. Wir Mütter/Väter den geringsten Krankenstand. Ein Grund warum unser Chef viel lieber junge Mütter einstellt ;-) seiner Aussage nach können die sich viel besser organisieren. Schulferien ist klar eine Zerreißprobe, klappt aber dennoch immer irgendwie.

Cingulum123
20.07.2021, 18:24
So hat dann scheinbar jeder eigene Erfahrungen.

Mit „Holla die Waldfee“ und ähnlich empörten Ausrufen (wahrscheinlich von Müttern, die sich irgendwo angegriffen fühlen?) ist eine weitere Diskussion dann glaube ich auch müßig geworden.

GelbeKlamotten
20.07.2021, 18:26
Sorry, aber das ist doch lächerlich. Frauen nehmen auch heute noch regelmäßig viel länger Elternzeit als Männer. Oft sind dadurch Stellen über Jahre blockiert. Das kommt bei Männern so gut wie nicht vor. Wir haben 3 WBA Kolleginnen in der Abteilung die schon an der 10-Jahres-Marke kratzen, weil sie aufgrund der ganzen Fehlteiten wegen Schwangerschaften und Elternzeiten kaum da waren. Und wenn sie da sind dann mit reduzierter Stelle und häufigeren Ausfällen.

Da kann man noch so viel von Gleichberechtigung und „Mütter sind ja viel seltener krank“ fantasieren. Eine junge Frau mit ausstehendem Kinderwunsch wird über die Weiterbildungszeit im Schnitt wahrscheinlich mindestens um Faktor 10 mehr Fehlzeiten haben als Männer. Das gilt natürlich nicht für jede einzelne Frau, aber im Schnitt ist es selbstverständlich so.

mbs
20.07.2021, 20:09
Kann ich nur bestätigen, auch wenn es politisch inkorrekt ist die Wahrheit zu sagen. Wenn sie da sind dann ist das Engagement mindestens so hoch - teilweise sogar höher - wie das vom Rest, aber das kann den Rest eben auch nicht kompensieren. Kindskrank, Sonderurlaub wegen geschlossener Krippe, Teilzeit, muss früher gehen, kann erst später kommen - wenn das bei allen so wäre würde der Laden nicht mehr funktionieren.

Was ich mich nur frage ist warum manche unter diesen Umständen Fächer wählen wo man zur Klinik praktisch keine Alternative hat. In der Konstellation wird man sicher nicht operativ gepusht und schnell auf eine OA-Stelle befördert werden - was im Klartext bedeutet, dass man in viel Drecksarbeit und vielen Vordergrunddiensten hängen bleibt - nicht gerade familienfreundlich. Und karrieretechnisch auch unbefriedigend.

Unter Umständen ist es sogar weniger "schlimm" chronisch krank zu sein - ehrlicherweise sind das fast alle Oberärzte Mitte spätestens ab fünfzig sofern sie davor ihr Leben lang in der Klinik geschuftet haben. Vor allem in Läden wie diesem hier. Was manche in der Hinsicht mit sich machen lassen und antun ist teilweise echt fast nicht zu glauben.

ehem-user-02-08-2021-1033
20.07.2021, 20:15
Unter Umständen ist es sogar weniger "schlimm" chronisch krank zu sein - ehrlicherweise sind das fast alle Oberärzte Mitte spätestens ab fünfzig sofern sie davor ihr Leben lang in der Klinik geschuftet haben. Vor allem in Läden wie diesem hier. Was manche in der Hinsicht mit sich machen lassen und antun ist teilweise echt fast nicht zu glauben.

Und last but not least:
Den Quotenalkoholiker in den operativen Fächern...
oder den Kollegen, der dank BSV bis oben voll ist mit Opiaten...

Irre, was in der Medizin manchmal möglich ist.

mbs
20.07.2021, 20:44
Alle sind gleich, aber manche gleicher - bei manchen wird fast alles toleriert, bei anderen fast nichts. Ob das an der Person liegt oder dem "Problem" ist schwer zu sagen - wahrscheinlich beidem. Unter Umständen spielt es auch eine Rolle wann genau die "Einschränkung" apparent wird - jemand der sich schon unverzichtbar gemacht hat und etabliert ist wird mehr verziehen bekommen als der Berufsanfänger.

Wobei so richtig unersetzbar ja eigentlich keiner ist...auch wenn das manche vielleicht von sich meinen oder gerne so hätten - und sich deshalb für die Abteilung kaputt machen.

Mometasonfuroat
20.07.2021, 23:38
Das ist gut, dass dein Mann dann die 3 Monate Mutterschutz, also 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Entbindung übernommen hat.
Ih solltet eure männlichen Bewerber im Vorstellungsgespräch auch diesbezüglich auf Herz und Nieren prüfen. Nicht, dass ihr da einen Sexisten überseht... Unverstellbar...den Mutterschutz einfach den Frauen aufhalsen...
Unsere Gesellschaft strotzt vor Vorurteilen.

Die 3 Monate Mutterschutz nicht, aber stell dir vor ganze 9 Monate Elternzeit:-)) und das nicht nur einmal sondern sogar ganze zweimal. Wie konnte er es wagen...und noch etwas unvorstellbares, er hat sogar die Kitaeingewöhnung übernommen, da die Kinder hier viel entspannter waren, anstatt bei Mama am Rockzipfel zu kleben bei der Übergabe.

Muss auch ne Megastimmung und kollegiales Miteinander bei einigen hier vorherrschen, wenn dort Frauen oder gar Eltern als weniger Wert im Arbeitsalltag betrachtet werden. Aber jedem das seine.

ProximaCentauri
21.07.2021, 01:50
Könnte man die Schwangerschaftsthemen irgendwo weg von den chronisch krank-Themen diskutieren? Ist halt irgendwo nicht das Gleiche, und hat mit den Ursprungsfragen des TS auch nicht viel zu tun.

Feuerblick
21.07.2021, 07:01
Oh ja, bitte zurück zum eigentlichen Thema! Schwangerschaft ist meines Wissens keine chronische Krankheit.

Danke!
Gruß
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

ehem-user-02-08-2021-1033
21.07.2021, 08:08
Alle sind gleich, aber manche gleicher - bei manchen wird fast alles toleriert, bei anderen fast nichts. Ob das an der Person liegt oder dem "Problem" ist schwer zu sagen - wahrscheinlich beidem. Unter Umständen spielt es auch eine Rolle wann genau die "Einschränkung" apparent wird - jemand der sich schon unverzichtbar gemacht hat und etabliert ist wird mehr verziehen bekommen als der Berufsanfänger.

Wobei so richtig unersetzbar ja eigentlich keiner ist...auch wenn das manche vielleicht von sich meinen oder gerne so hätten - und sich deshalb für die Abteilung kaputt machen.

Das meinte ich gar nicht abschätzig. Ich finde es krass, wie wir uns teilweise mit und durch die Arbeit kaputt machen.

Ich habe auch schon 1 Kollegen erlebt, der sich noch bei multiple metastasiertem Ca und sichtbaren Chemo-Folgen in die Arbeit geschleppt hat.
Das hatte mich sehr,sehr an unserem Beruf zweifeln lassen. Klar, kann man sagen, vielleicht hängt man daran und wünscht sich Normalität.
Aber meine Befürchtung ist, dass wir als Ärzte schon teilweise ein überirdisches Pflichtbewusstsein haben.
(Und im Gedenken an den lieben Kollegen. Es ist wirklich nicht böse von mir gemeint. Es hat mich nur tief beeindruckt. Mich am unsere Endlichkeit erinnert und mir wirklich Angst gemacht).

Jule-Aline
21.07.2021, 10:43
Also, um beim Thema zu bleiben: Man kann schauen wie es im Bewerbungsgespräch und eventueller Hospitation läuft.Dann kann die Erkrankung etc.angesprochen werden.
Wenn du einigermaßen pünktlich gehen kannst, kann man ja Abendtermine vereinbaren.

mbs
22.07.2021, 21:25
Ihr habt Recht, es sind zwei unterschiedliche Dinge.

Bestenfalls mit denselben Folgen - nämlich dass man eben ausfällt. Die Kollegen merken ja nur, dass man weg ist. Und nicht jeden wird es interessieren weswegen man weg ist oder sonst irgendwelche Einschränkungen hat was die Arbeitszeiten angeht.

Nefazodon
22.07.2021, 22:03
Ihr habt Recht, es sind zwei unterschiedliche Dinge.

Bestenfalls mit denselben Folgen - nämlich dass man eben ausfällt. Die Kollegen merken ja nur, dass man weg ist. Und nicht jeden wird es interessieren weswegen man weg ist oder sonst irgendwelche Einschränkungen hat was die Arbeitszeiten angeht.

Hab nur ich einen komischen Beigeschmack im Mund, wenn diese Sachen gleichgesetzt werden?
Ich finde nicht, dass eine Schwangerschaft, die prinzipiell Grund zu Freude sein sollte, mit einer chronischen Erkrankung gleichgesetzt werden sollte, die immer einen persönlichen Kampf bedeutet, mal mehr, mal weniger.
Finde das unethisch.

@mbs: Selbst wenn diese Dinge aus Sicht des Arbeitgebers vergleichbar sein sollten, ging es hier doch um die Probleme einer Kollegin mit einer chronischen Erkrankung und wie sie damit umgeht. Ich finde das Thema Schwangerschaft ist da ganz schön offtopic.

ProximaCentauri
23.07.2021, 01:36
Ja, es ist halt nicht das gleiche. Meine chronische Erkrankung ist nicht in 9 Monaten weg, ich werde immer irgendwelche Einschränkungen möglicherweise mitbringen, und die ergeben sich auch nicht aus einer persönlichen Entscheidung für/gegen Familie oder Kinder, sondern das ist einfach so, und ich finde es selbst am allermeisten Kacke.
Wir müssen auch davon wegkommen, dann den Kranken/Ausfallenden immer die "Schuld" zu geben - im Endeffekt ist das System halt Kacke, wenn man normalerweise vorkommende Krankheiten nicht irgendwo einberechnet. Die allermeisten Leute werden im Laufe ihres Lebens einmal ernsthaft krank oder werden chronisch krank. Da kanns nicht ernsthaft gewollt sein solche Leute einfach nirgendwo anstellen zu wollen - die Chance, dass man da selbst einmal dazu gehört ist einfach sehr hoch, und die Arbeitsbedingungen sollten halt an die Lebensrealität angepasst werden. Das liegt nicht in der persönlichen Verantwortung des Kranken.

GelbeKlamotten
23.07.2021, 15:32
Ja, es ist halt nicht das gleiche. Meine chronische Erkrankung ist nicht in 9 Monaten weg, ich werde immer irgendwelche Einschränkungen möglicherweise mitbringen, und die ergeben sich auch nicht aus einer persönlichen Entscheidung für/gegen Familie oder Kinder, sondern das ist einfach so, und ich finde es selbst am allermeisten Kacke.
Wir müssen auch davon wegkommen, dann den Kranken/Ausfallenden immer die "Schuld" zu geben - im Endeffekt ist das System halt Kacke, wenn man normalerweise vorkommende Krankheiten nicht irgendwo einberechnet. Die allermeisten Leute werden im Laufe ihres Lebens einmal ernsthaft krank oder werden chronisch krank. Da kanns nicht ernsthaft gewollt sein solche Leute einfach nirgendwo anstellen zu wollen - die Chance, dass man da selbst einmal dazu gehört ist einfach sehr hoch, und die Arbeitsbedingungen sollten halt an die Lebensrealität angepasst werden. Das liegt nicht in der persönlichen Verantwortung des Kranken.

Ich denke, darüber sind sich hier alle einig. Und jemandem die Schuld geben für seine chronische Erkrankung tut ja hier auch keiner (wobei ich das zB bei Folgeerkrankungen von langjähriger extremer Fettleibigkeit oder langjährigem Kettenrauchen schon schwierig finde, aber darum gehts ja hier nicht).

Die Realität ist aber eben leider, dass man doch oft eher aussortiert wird, wenn man seine Erkrankung zu früh oder zu sehr öffentlich macht. Sowohl im Beruf, als auch bei der Partnerwahl und anderen Dingen.

Man kann natürlich als selbst chronisch Kranker dafür kämpfen, dass sich das ändert. Aber zum eigenen Vorteil wird das meistens nicht sein. Da ist es eher besser seine Erkrankung zumindest anfangs unter dem Radar zu halten, sofern das möglich ist ohne dabei Schaden zu nehmen.

Kandra
23.07.2021, 18:12
Ich bin bisher immer gut damit gefahren, mit meinen Erkrankungen offen umzugehen. Gut, eine Sternotomie-Narbe lässt sich auch schwer verstecken ;) Arzttermine waren bisher auch nie ein Problem, v.a. wenn sie lange im Voraus bekannt waren. Und wenn man mal (länger) ausfällt, so what? In der Zeit in der man da ist, leistet man gute Arbeit.
Für die Tatsache, dass die Personalsituation auf Kante genäht ist, kann der Einzelne nichts und es gibt genug gesunde Kollegen die hin und wieder mal krank/"krank" sind. Ich bin nicht dafür da, die defizitäre Planung meines Arbeitgebers und des Gesundheitssystems allgemein auszugleichen.