Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gleichzeitige Notfälle
Cingulum123
19.12.2021, 14:05
Nach dem Facharzt lassen sich ja auch durchaus Nischen finden, in denen man sich wohl fühlen kann. Würde ich heute noch einmal am Anfang stehen, würde ich mich aber wohl doch für etwas Patientenfernes entscheiden. Interesse hin oder her.
Die Dienste sind zermürbend und der Umgang mit uns von Seiten der Verwaltung geringschätzend. Die Strukturen der Notfallversorgung auch zum Teil abenteuerlich. Irgendwann ist man einfach müde.
Deine Befürchtungen sind IMHO höchst hypothetisch.
Und wurden eigentlich schon in diesem Thread hier ausführlich diskutiert:
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?102929-%DCberfordert-mit-zeitgleichen-Notf%E4llen
ehem-user-23-12-2021-1346
19.12.2021, 14:13
Nach dem Facharzt lassen sich ja auch durchaus Nischen finden, in denen man sich wohl fühlen kann. Würde ich heute noch einmal am Anfang stehen, würde ich mich aber wohl doch für etwas Patientenfernes entscheiden. Interesse hin oder her.
Die Dienste sind zermürbend und der Umgang mit uns von Seiten der Verwaltung geringschätzend. Die Strukturen der Notfallversorgung auch zum Teil abenteuerlich. Irgendwann ist man einfach müde.
Man kann doch einen Teil der FA-Ausbildung ambulant machen? Ich meine, wenn man 2-3 Jahre in der Klinik war.
Man kann doch einen Teil der FA-Ausbildung ambulant machen? Ich meine, wenn man 2-3 Jahre in der Klinik war.
Kommt auf die Fachrichtung (und früher auch auf das Bundesland, bin in den aktuellen Weiterbildungsordnungen nicht so drin) an. Ist aber selbst bei den Fachrichtungen, bei denen es laut Weiterbildungsordnung grundsätzlich möglich wäre, manchmal ein Problem, weil man bestimmte Weiterbildungsinhalte eben nur in der Klinik bekommen kann und 2-3 Jahre unter Umständen nicht dafür reichen, dass man sie in der Zeit bekommt. Darauf fußt ja das gesamte System: Die Weiterbildungs-Assistenten so lang wie möglich in Abhängigkeit zu halten.
Man kann ja auch nicht ständig den Hintergrund anrufen
Doch kann man. Wer seine Leute nicht vernünftig einarbeitet und die Anfänger an die Front schickt, muss damit leben, dass sie ihn ständig anrufen.
Unabhängig davon zerdenkst du alles zu sehr und wie andere schon sagten, merkt man, dass du wenig Ahnung vom klinischen Alltag hast. In den meistens Fällen ist es weit aus weniger dramatisch als du es dir vorstellst und es gibt nur wenige Situationen in denen innerhalb von Sekunden Entscheidungen getroffen werden müssen. Selbst bei den meisten Notfällen hat man eine Minute zum nachdenken, nachlesen und andere um Rat zu fragen.
Und man wächst mit seinen Aufgaben. Dinge, die mir vor 6 Monaten noch Bauchschmerzen gemacht habe, kann ich mittlerweile gut lösen. Dinge, die mir in meinen ersten Diensten Angst gemacht haben, sind im 3. WBJ überhaupt kein Drama mehr. Ich habe mir vor meinen ersten Diensten vor Angst fast in die Hosen gemacht und jedes Mal
Stress bekommen wenn das Telefon klingelte , jetzt freue ich mich, dass ich nach 18 Monaten ZNA, IMC und ITS bald wieder „nur“ Hausdienst machen muss und die meisten Probleme irgendwo zwischen „hat Übelkeit“ und „kann nicht schlafen“ rangieren.
Cingulum123
19.12.2021, 14:26
Kommt aufs Fach drauf an, bei rein konservativen Fächern mag das manchmal durchaus möglich sein. In vielen Fächern geht es in der Theorie, aber in der Praxis eigentlich nicht, wenn man einen gewissen Anspruch ans eigene Arbeiten hat. Auch in den kleinen chirurgischen Fächern hat man den OP Katalog in der Regel nicht nach 2-3 Jahren voll, sondern erst nach 5 oder später. Und das in den Praxen ist je nach Fach ein ganz anderes, oft schmaleres Spektrum, als in der Klinik. Man sieht und lernt dann kaum noch was.
ehem-user-23-12-2021-1346
19.12.2021, 14:29
Unabhängig davon zerdenkst du alles zu sehr
Das ist richtig. Ich tue das, weil ich im Gegensatz zu den meisten AÄ deutlich älter bin. Das ist körperlich schon eine andere Herausforderung, die ich zu Studienbeginn als nicht so dramatisch gesehen habe
Was heißt denn deutlich älter? Und warum sollte ein fortgeschrittenes Alter im Bezug auf Entscheidungen treffen und Versorgung von Notfällen ein Nachteil sein? Du bist doch keine 70 Jahre… Oberärzte sind ja auch keine 25 mehr und dennoch in der Lage, ihre Job zu machen.
Ich bin auch schon über 30 (und war es auch schon vor Berufsbeginn) und habe Oberärzte, die jünger sind als ich. Und Assistentenkollegen, die noch Kinder waren als ich Abitur gemacht habe. Aber ich mache trotzdem einen guten Job und bin nicht schlechter als die jüngeren Kollegen.
Man kann sich auch selbst schlecht reden bevor man einen Tag gearbeitet hat.
Und man wächst mit seinen Aufgaben. Dinge, die mir vor 6 Monaten noch Bauchschmerzen gemacht habe, kann ich mittlerweile gut lösen. Dinge, die mir in meinen ersten Diensten Angst gemacht haben, sind im 3. WBJ überhaupt kein Drama mehr. Ich habe mir vor meinen ersten Diensten vor Angst fast in die Hosen gemacht und jedes Mal
Stress bekommen wenn das Telefon klingelte , jetzt freue ich mich, dass ich nach 18 Monaten ZNA, IMC und ITS bald wieder „nur“ Hausdienst machen muss und die meisten Probleme irgendwo zwischen „hat Übelkeit“ und „kann nicht schlafen“ rangieren.
Ich glaube das ist fachübergreifend so. Die ersten Anwesenheitsdienste in der Radiologie waren auch schlimm. Die sind bei uns zwar erst recht spät (frühestens 1 Jahr, meistens eher 2 Jahre) und man hatte echt Angst das jetzt irgendwas krasses kommt von dem man keine Ahnung hat oder einen total zerstörter SR-Patient etc.
Mittlerweile (letztes WBJ) ist es eher so, dass man die schweren SR nicht will, weil man dann 30min lang irgendwelche komischen Mittelgesichtsfrakturen beschreiben muss. Aber egal was da kommt, man wurschtelt sich schon durch. Und zur Not kann man immer noch den Hintergrund anrufen. Das einzige was mir weiterhin ein bisschen Bauchschmerzen macht sind schwere Kinderschockräume, aber das geht glaube ich allen Beteiligten genauso und ist mehr emotional als fachlich bedingt.
ehem-user-23-12-2021-1346
19.12.2021, 14:58
Was heißt denn deutlich älter? Und warum sollte ein fortgeschrittenes Alter im Bezug auf Entscheidungen treffen und Versorgung von Notfällen ein Nachteil sein? Du bist doch keine 70 Jahre… Oberärzte sind ja auch keine 25 mehr und dennoch in der Lage, ihre Job zu machen.
Ich bin auch schon über 30 (und war es auch schon vor Berufsbeginn) und habe Oberärzte, die jünger sind als ich. Und Assistentenkollegen, die noch Kinder waren als ich Abitur gemacht habe. Aber ich mache trotzdem einen guten Job und bin nicht schlechter als die jüngeren Kollegen.
Man kann sich auch selbst schlecht reden bevor man einen Tag gearbeitet hat.
Ich bin Ende 30 aber mit dem klinischen Studienabschnitt fertig. Gehirn und koerperliche Belastung werden nicht besser. Habe mir das Studium finanziell leisten könne und würde es auch wieder so machen. Allerdings grüble ich schon viel. Ich bin als Erwachsener von ADS (ohne Hyperaktivitat) betroffen. Das wird auch medikamentös behandelt. Bisher konnte ich dieses Handicap gut kompensieren. In der Klinik habe ich oft gemerkt wie überfordert Ärzte sind, die nicht davon betroffen sind
Ich möchte dazu noch Rehakliniken vorschlagen, die zu Unrecht den Ruf haben, dort würde keine "richtige" Medizin gemacht. Klar OP oder Interventionen nicht, aber man kann für verschiedene Fachgebiete zumindest einen Teil der WB absolvieren, und ich finde das sogar ganz sinnvoll.
Dienst gibts natürlich auch, und zwar tatsächlich allein im Haus, aber mit dem Vorteil, dass man die wirklichen Notfälle nicht selbst behandeln muss und kann, sondern nur sofort erkennen, Basismaßnahmen einleiten und den RTW rufen.
ehem-user-23-12-2021-1346
19.12.2021, 19:37
Ich möchte dazu noch Rehakliniken vorschlagen,
Reha finde ich auch interessant. Habe auch kein Problem mit viel Papierkram, Anträgen etc.Ich kann mir als Neuling einfach schwer vorstellen, dass ein unerfahrener AA als Ressource für zig Patienten ausreicht. Aber andere schaffen es ja auch irgendwie und vielleicht überschätze ich das Risiko auch einfach
Xyl, Guter Rat. Am Besten Neuro-Reha Phase B :) Breites Spektrum an Patienen mit Z.n. allem, was einem im Leben so passieren kann. Alle Aufnahmen und Entlassungen geplant, keine ZNA, vielleicht eine Weaning-Station mit tracheotomierten Patienten.
Je nach Klinik durchaus mit 2-2,5 Jahren WB-Ermächtigung Innere oder Neuro, sodass man recht passabel lernen kann, eine Station voller kranker Menschen zu versorgen, ohne Samstags drei Uhr nachts alkoholisierte Patienten mit neuem Pickel sehen zu müssen.
Hatte eine Kollegin, die mit 40+ fertig studiert hat, und über Reha-Kliniken ihren FA Allgemeinmedizin zusammengesammelt hat.
Und Papierkrieg ist z.B. in der akuten Inneren echt nicht weniger.
Ist halt die Frage was man für einen Anspruch an sich hat. Ein toller Hausarzt wird man eher nicht ohne jemals mit der Akutmedizin in Kontakt gekommen zu sein. Aber man muss sich sicher nicht volle 5 Jahre das Elend geben.
ehem-user-23-12-2021-1346
19.12.2021, 20:40
Ist halt die Frage was man für einen Anspruch an sich hat. Ein toller Hausarzt wird man eher nicht ohne jemals mit der Akutmedizin in Kontakt gekommen zu sein. Aber man muss sich sicher nicht volle 5 Jahre das Elend geben.
Ich will natürlich einen Teil in der Akutmedizin machen.Auch mehrere Jahre Den FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin kann ich mir aber eher vorstellen als Allgemeinmedizin. 6 Jahre Akut Innere wäre eher nichts für mich. Trotzdem will ich natürlich gut werden, aber eine gute Klinik für Innere zu finden scheint sehr schwierig, wenn man hier die Beiträge liest.
Ich bin auch nach dem Studium eher zufällig in der Ortho-Reha gelandet, und hatte gar nicht eine genaue Vorstellung davon was Rehamedizin eigentlich umfasst. Und jetzt nach 2 Jahren kann ich sagen: es ist genau das was ich machen möchte! Dabei interessieren mich zwar weniger die normalen AHB Hüft- Knie-TEPS, sondern ich spezialisieren mich eher auf Heilverfahren, chronische Schmerzpatienten, habe die Ausbildung für Medizinisch-berufliche Reha gemacht und strebe dann auch die spezielle Schmerztherapie an.
Mich begeistert besonders der Gesamtblick mit EInbezug der psycho-sozialen biografischen Situation und die Möglichkeit, mehr in Richtung Prävention und Lebensstil bewirken zu können.
Wenn du noch bestimmte konkrete Fragen hast: gerne auch per pn.
ehem-user-23-12-2021-1346
19.12.2021, 21:05
Das hört sich sehr interessant an. Ich habe meine erste Famulatur auch an einer Reha-Klinik gemacht, da dort mehr Zeit war die Stationsabläufe kennenzulernen. Blut abnehmen und Viggo konnte ich da in ruhigerer Atmosphäre lernen und es war wirklich ein gutes arbeiten in einem tollen Team. In der Inneren eines großen Krankenhauses habe ich dann genau das Gegenteil erlebt: Absolutes Chaos, nichts gelernt, Ärzte überlastet ohne Ende, mehrere Kündigungen von Seiten der Ärzte, täglich Überlastungsanzeigen und Notfallsituationen, die nur durch sehr viel Glück halbwegs gut ausgegangen sind. Deshalb auch dieser post hier War da wirklich kurz davor mein Studium abzubrechen, weil ich das Arbeiten da einfach furchtbar fand. Uniklinik war deutlich besser, aber die beneide ich auch nicht um ihren Job. Operative Fachrichtungen sind raus, da fehlt mir das Talent
Mein persönliches Problem mit Reha ist das Gefühl dass das eher eine Einbahnstraße ist. Also von der Akutmedizin zur Reha. Das aber auch nur, das ist mir bewusst, weil ich Vorurteile hab und zu wenig Ahnung von Reha.
Von der Akutmedizin weiß ich dass man sich verabschieden kann Richtung Reha, Industrie, ÖGD etc. Dass jemand von Reha wechselt in die Akutmedizin, also operative Ortho, Chirurgie, Innere etc. (in der Klinik mein ich vor allem), das kenn ich halt nicht. Daher gebe ich auch zu dass ich da mangels Wissen gewisse Vorurteile hab.
Ansonsten:
Es passieren ja schon viele Fehler, weil in Notfallsituationen falsche Entscheidungen getroffen wurden. Habe ich selbst mehrfach erlebt
Korrekt. Das sind aber Fehler aufgrund falscher Entscheidungen. Nicht zu verwechseln mit konstruierten Szenarien bei denen man zu viele Patienten gleichzeitig hat und nicht versorgen kann.
Das beruhigt mich. Bin halt klinisch nicht so erfahren. Es müssen aber auch die RICHTIGEN Entscheidungen getroffen werden. Das sehe ich schon als großes Anfängerproblem
Korrekt. Aber auch Erfahrene können falsche Entscheidungen treffen. Also wie gesagt: Schlechte Versorgung wegen massivem Auftreten von Notfällen ist selten, aufgrund von Fehlentscheidungen ist häufiger.
Ich würde es aber FehlEINSCHÄTZUNGEN nennen. Nicht Fehlentscheidungen. Es geht ja darum wie man einen Patienten einschätzt und es dabei Krankheitsbilder gibt sehr gerne unterschätzt werden. Da denke ich zum Beispiel an die akute Mesenterialischämie. Patient hat akute Bauchschmerzen, kommt mit dem Notarzt und dann geht es dem Patienten wieder gut, das Labor ist unauffällig und auch ansonsten eigentlich alles andere auch. Der Patient wird in der Nacht aufgenommen usw... jeder kennt solche Fälle. Ich würd das nicht als Fehlentscheidung sehen sondern als Fehleinschätzung.
Das ist aber nicht so schlimm, wie in der Praxis die falsche Entscheidung treffen. Man kann ja auch nicht ständig den Hintergrund anrufen
??? In der Praxis bist du allein. Was glaubst du passiert beim Hausarzt wenn der 100 Patienten mit Kopfschmerzen sieht? Dann haben ein bis zwei davon vielleicht einen Hirntumor und wieder einer eine Hirnblutung. Die falsche Entscheidung beim Hausarzt kann mindestens genauso fatal sein wie in der Klinik, der Hausarzt wiederum hat viel weniger diagnostische Möglichkeiten und sieht viel mehr unspektakuläre Verläufe. In der Klinik gibt es spätestens am nächsten Tag ein ganzes Team das sich den gleichen Patienten anschaut und im Übrigen ist sowieso der Chef für alles verantwortlich. Aber beim Hausarzt die wirklich krassen Fälle rauszufischen ist seltener und schwieriger. Insofern: Respekt vor der Arbeit der Hausärzte.
Und doch, du kannst ständig den Hintergrund anrufen. Ich war mal in einer Klinik in der gab es keinen reinen Gefäßchirurgie-Assistenten im Vordergrund und es gab quasi keinen einzigen Hintergrunddienst in dem in nicht angerufen wurde! Was doch denen egal. Insofern, das geht. Auf der anderen Seite muss man sagen: wenn du ständig wegen den gleichen Fragen anrufst wird man dich trotzdem lynchen und fragen ob du dir die Sachen vielleicht irgendwann mal aufschreiben kannst...
Die Klage- und Anzeige-Freudigkeit gegen Ärzte ist in Deutschland zum Glück immer noch relativ niedrig. Nur sehr wenige Fehler kommen tatsächlich vor Gericht. Man hat als Arzt eben das Los dafür gekauft, dass es grundsätzlich passieren *kann*.
Aus meinen 10+ Jahren Erfahrung kann ich sagen: Klagen/Gutachtenverfahren kommen super selten vor und alle bisherigen Verfahren dieser Art waren totaler Mist. Dinge in denen medizinisch alles richtig gelaufen ist aber die Leute Geld schinden wollten. Teilweise haben sie es auch geschafft, einer hat einen niedrigen vierstelligen Betrag als Vergleich bekommen. Aber es war trotzdem eigentlich nur ein totaler Schmarrn. Statt dass sie Leute mal geklagt hätten bei denen wirklich Mist passiert ist...
ehem-user-23-12-2021-1346
20.12.2021, 08:39
??? In der Praxis bist du allein. Was glaubst du passiert beim Hausarzt wenn der 100 Patienten mit Kopfschmerzen sieht? .
Ich habe es etwas missverständlich geschrieben. Ich meinte nicht die Arztpraxis, sondern die Praxis als Pendant zur Theorie ;)
Es wird zwar selten so heiß gegessen, wie der TE kocht aber das erscheint mir doch eher unrealistisch. Zeig mir mal eine Notaufnahme, in der rund um die Uhr jemand mit der ZB Klinische Akut- und Notfallmedizine anwesend ist. Im Hintergrund ok (und selbst da wird es das eher nur an großen Häusern geben) aber im Vordergrund? Nie im Leben. Da wird in den meisten Fällen zumindest nachts der Hausdienst die ZNA mitbetreuen.
Gibt es, selber gesehen - zugegeben große Uniklinik/ Maximalversorger, aber die FA-Präsenz (Anästhesie, Innere, Chirurgie, Notfallmedizin) war eine tatsächlich echte Präsenz mit Anwesenheit im Haus. Wenn das Polytrauma mit innerer Blutung ohne Vorwarnzeit in der Notaufnahme stand, dann hatte der chirg. FA den Bauch auf und die Blutung tamponiert, bevor der OA-Hintergrund auch nur im Haus war...
Wenn ein Haus versucht die Notfallversorgung durch einen WBA im 1. Jahr und einen irgendwann eintreffenden Rufdienst (dem der Arbeitgeber ja mittlerweile nicht mehr vorschreiben darf, wann er da sein muss) sicherzustellen, dann ist das meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß - dafür gibt's den KV-Dienst (oder sollte es geben?) ergänzt um große Zentren/ Maximalversorger.
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