Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dauerhaft über 70 Stunden pro Woche..Wieviel habt Ihr?
Das ist aber doch kein Alleinstellungsmerkmal von Krankenhäusern. Krankheit, Kündigung, Schwangerschaften, Elternzeit und Co. können auch jeden anderen Arbeitgeber treffen. Und vielleicht kann eine Behörde mal ein paar Tage dicht machen aber mir fällt jetzt spontan keine Firma ein, die mal spontan zumachen kann weil einem die Mitarbeiter ausgehen. Und wenn doch, geht das mit enormen finanziellen Verlusten einher. Von dem Standpunkt aus ist ein Krankenhaus genauso schlecht oder gut planbar wie jeder andere Arbeitgeber auch. Das rechtfertig noch lange keinen absurden Arbeitsbedingungen jenseits jeder Arbeitszeitgesetze.
Endoplasmatisches Reticulum
24.09.2022, 09:32
"The Show must go on" ist ein Argument, dass kein Arzt internalisieren sollte, solange im selben Krankenhaus bei Mangelbesetzung der Pflege Betten gesperrt werden. So muss man als Teilhaber der Unternehmung denken, aber nicht als Arbeitsmuli am unteren Ende der Nahrungskette. Der Tag, ab dem das Krankenhaus mich an seinem Jahresüberschuss beteiligt, ist der Tag, an dem ich anfange, dieses Mantra zu leben. Keine Sekunde früher.
Krankheit ist im Stellenschlüssel zu berücksichtigen.
Die noch nie aufgeschriebenen Überstunden sind in der kalkulatorischen Soll-Leistung versumpft. Da kriegt man die so schnell nicht wieder heraus. Vor allem nicht als AiW, der sich eigentlich nur selbst am Schopf packen kann.
Deshalb gibt es auch nie Lob oder Dankbarkeit: Mit 4 Überstunden am Tag das Pensum von zwei Vollstellen abzuarbeiten ist längst in der Planung mit erfasst und wegoptimiert. Dann sind die Leute zu Recht frustriert, dass sie 180 % geben, aber ständig so getan wird, als würden sie damit gerade einmal den Erwartungshorizont erfüllen. Das Ding ist bloß - genau so ist es.
Mr. Pink online
24.09.2022, 10:38
Hier wird absichtlich mit Extremen argumentiert. Der Durchschnitts-Mediziner macht definitiv keine 4 Überstunden pro Tag, sondern der Regelfall sind eher mal ne halbe Stunde hier und dort, teilweise und tageweise auch mehr. Weil die Übergabe länger dauert oder weil sich tatsächlich ein "Notfall" ergibt. Das ist im TVÄ so eingepreist.
Damit sich arbeitszeitgesetz-widrige Bedingungen ergeben braucht es aber schon deutlich mehr. Und dann kann und muss man sich auch wehren. Wer das nicht tut und sich am Ende beschwert hat was nicht verstanden.
Hier wird absichtlich mit Extremen argumentiert. Der Durchschnitts-Mediziner macht definitiv keine 4 Überstunden pro Tag, sondern der Regelfall sind eher mal ne halbe Stunde hier und dort, teilweise und tageweise auch mehr. Weil die Übergabe länger dauert oder weil sich tatsächlich ein "Notfall" ergibt. Das ist im TVÄ so eingepreist.
Damit sich arbeitszeitgesetz-widrige Bedingungen ergeben braucht es aber schon deutlich mehr. Und dann kann und muss man sich auch wehren. Wer das nicht tut und sich am Ende beschwert hat was nicht verstanden.
Halte ich für absolute Untertreibung. Der Marburger Bund macht ja regelmäßig Umfragen bzgl. Überstunden und Arbeitszeit. Das sind definitiv nicht mal eine halbe Stunde hier und da.
Endoplasmatisches Reticulum
24.09.2022, 10:57
Das Problem ist, dass der Erwartungshorizont stillschweigend immer weiter nach oben steigt, wenn man unter den Pressarien der Gewinnmaximierung arbeitet und dabei konsequent Mehrarbeit erbringt, die sich z.B. durch Unterschlagung oder Unterdokumentation deutlich unterhalb ihres realen Wertes in der Buchführung niederschlägt.
Die Pflege ist cleverer als wir, die hat das gerafft. Wenn da dauerhaft ein Drittel des Teams im Status gekündigtus schwebt, werden Betten gesperrt. Und wenn die Einzelbesetzung im Dienst katastrophal ist, wird nur noch Funktionspflege betrieben und die Doku fällt vom Tisch. Erlösrelevanz? Patientengefährdung? Denen doch egal. Und genau das erzeugt den Druck im Management, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, neue Leute an Land zu ziehen und das Bestandspersonal zu halten. Glaubst du, die Pflege hätte Bettensperrungen als Standard gegenüber einer zähneknirschenden Geschäftsführung etabliert bekommen, wenn auch bei 40 Patienten pro Pflegekraft im Tagdienst noch alles tutti liefe, weil Leute 2 Stunden nach Schichtende ausgestempelt am Stations-PC säßen und die PKMS-Dokumentation nachtragen würden? Weil „das Krankenhaus kann ja nicht schließen“ und „Überstunden sind im Tariflohn eingepreist“?
Hier wird absichtlich mit Extremen argumentiert. Der Durchschnitts-Mediziner macht definitiv keine 4 Überstunden pro Tag, sondern der Regelfall sind eher mal ne halbe Stunde hier und dort, teilweise und tageweise auch mehr. Weil die Übergabe länger dauert oder weil sich tatsächlich ein "Notfall" ergibt. Das ist im TVÄ so eingepreist.
Damit sich arbeitszeitgesetz-widrige Bedingungen ergeben braucht es aber schon deutlich mehr. Und dann kann und muss man sich auch wehren. Wer das nicht tut und sich am Ende beschwert hat was nicht verstanden.
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Mediziner im Schnitt hier und da mal eine halbe Stunde länger arbeiten und Arbeitszeitgesetz-widrige Bedingungen eine Ausnahme sind. Hast du dich in den letzten Jahren in deutschen Klinik umgeschaut?
Choranaptyxis
24.09.2022, 12:30
Hier wird absichtlich mit Extremen argumentiert. Der Durchschnitts-Mediziner macht definitiv keine 4 Überstunden pro Tag, sondern der Regelfall sind eher mal ne halbe Stunde hier und dort, teilweise und tageweise auch mehr. Weil die Übergabe länger dauert oder weil sich tatsächlich ein "Notfall" ergibt. Das ist im TVÄ so eingepreist.
Damit sich arbeitszeitgesetz-widrige Bedingungen ergeben braucht es aber schon deutlich mehr. Und dann kann und muss man sich auch wehren. Wer das nicht tut und sich am Ende beschwert hat was nicht verstanden.
Dann kenne ich die falschen Leute, da sind auch eher 1-2h die Regel, manche auch mehr. Und da sind die nicht mit eingepreist, weil man eh schon mit Überstunden im Dienstplan steht.
cartablanca
24.09.2022, 15:28
Das kann ich so nicht unterschreiben. Es ist sehr wohl planbar - aber dafür muss man halt im Drei-Schichtsystem arbeiten. Und das wird widerum von den meisten abgelehnt
Wir haben 3 Schichtsystem und Überstunden noch und nöcher.
Glaubst du, die Pflege hätte Bettensperrungen als Standard gegenüber einer zähneknirschenden Geschäftsführung etabliert bekommen, wenn auch bei 40 Patienten pro Pflegekraft im Tagdienst noch alles tutti liefe, weil Leute 2 Stunden nach Schichtende ausgestempelt am Stations-PC säßen und die PKMS-Dokumentation nachtragen würden? Weil „das Krankenhaus kann ja nicht schließen“ und „Überstunden sind im Tariflohn eingepreist“?
Nicht ausgestempelt, aber bei uns sitzt die Pflege regelmäßig nach Schichtende am PC und dokumentiert. Und ich Stempel wenn ich komme und wenn ich gehe. In unserer Abteilung haben eigentlich alle Ärzte dreistellige Überstunden. Ich sehe nicht, dass sich mehr um die Pflege gekümmert wird. Mehr gemeckert wird in der Pflege allerdings schon. Die arbeiten aber auch schon länger als die Ärzte im Krankenhaus und "müssen" auch noch länger dort arbeiten.
Im Gegensatz zu den Ärzten stempelt bei uns die Pflege auch nicht. Ich habe selten mehr als eine Pflegekraft auf Station. Und die lässt sicher nicht pünktlich zum Feierabend alles fallen und geht nach Hause :-nix das Gras scheint auf der anderen Seite immer grüner aber zumindest mit unserer Pflege möchte ich für kein Geld der Welt tauschen.
Mr. Pink online
26.09.2022, 06:52
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Mediziner im Schnitt hier und da mal eine halbe Stunde länger arbeiten und Arbeitszeitgesetz-widrige Bedingungen eine Ausnahme sind. Hast du dich in den letzten Jahren in deutschen Klinik umgeschaut?Gut möglich, dass ich mehr Kliniken gesehen habe als du. Und dabei ist mir vor allem eines klar geworden: wie viele Überstunden anfallen und wie damit umgegangen wird, wird maßgeblich durch das Verhalten der Ärzteschaft bestimmt. Meine erste Stelle habe ich gekündigt weil dort jeder nur gejammert hat, aber gleichzeitig nach offiziellem Dienstschluss und ohne Anordnung noch Stunden da saß und Briefe gemacht hat. Selbstverständlich ohne Dokumentation, denn die OÄ wollten keine Überstunden sehen. Bei der nächsten Stelle hatte ich dann endlich Kollegen, die noch etwas Stolz im Leib hatten und die haben die OÄ vor die Wahl gestellt: entweder bessere Besetzung oder die Patienten liegen länger. Überstunden kamen als Alternative nicht in Frage. Auf einmal gabs Honorarkräfte...
Ich habe mich inzwischen für eine Stelle entschieden, wo ich meine Weiterbildung in 100% Schichtdienst beenden konnte, weil dort macht man einfach deutlich weniger ungeplante Überstunden. Bei schlechter Besetzung kommt es zu geplanten Überstunden, die im Team verteilt aber auch kompensiert werden können.
Es hilft nichts, hier im Forum zu jammern. Man muss sich als Ärzte in einer Abteilung geschlossen auf die Beine stellen und für seine Interessen einstehen. Überhaupt keine Überstunden wird nicht gehen, aber es lässt sich sehr vieles verbessern. Das mindeste ist, dass Überstunden dokumentiert und entsprechend ausgezahlt werden.
Bei den Umfragen beim Marburger Bund macht jeder den Mund auf. Vor dem Chef in der eigenen Abteilung würde dann auf einmal niemand mehr die Überstunden zugeben. Uns Ärzten würde mehr Rückgrat gut zu Gesicht stehen.
Seit ich das über engere Freund*innen aus meinem Semester mitbekomme, verstehe ich schon, weshalb man sich nicht auf die Beine stellt. Im Krankenhaus entsteht so ne merkwürdige Dynamik, dass auch eigentlich normale Menschen sich schleichend verändern und komische Dinge machen, wie z. B. zum Briefeschreiben am WE ins Krankenhaus zu gehen. Niemand hat so angefangen zu arbeiten, das entwickelt sich mit der Zeit. Man macht ständig Kompromisse mit sich selbst aus und die Bilanz fällt im Verlauf meist dahingehend aus, dass man manches an Scheiße zulässt und aushält, anstatt zum Baueropfer zu werden. Unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren ist das für mich in den meisten Fällen nachvollziehbar. Ich glaube, das ist etwas, was passiert, wenn alle nur für sich selbst entscheiden. Wenn sich übergeordnet was ändern soll, seh ich die Verantwortung eben auch zu nem großen Teil bei übergeordneten Stellen, z. B. den Vorgesetzten oder der Gewerkschaft.
Meine Arbeitsbedingungen sind gut, weil ich ein gutes Verhältnis zu meinen Vorgesetzten habe und weil die Rückgrat haben. Es ist leicht für mich, mit meinen Vorgesetzten zu sprechen und Unterstützung von ihnen zu bekommen. Bei meinen Freund*innen ist es nicht so.
Loreleye
26.09.2022, 19:56
Ich kann jedem Mediziner sehr empfehlen, die Bücher von Prof. Alexander Ghanem "Anatomie der Zeit -Selbstmanagement für Ärzte" und von Dr. med. Carolin Bialon "Glücklich im Arztberuf " sehr empfehlen. Beide Bücher werden u.a. im empfehlenswerten Podcast "Klinisch relevant " vorgestellt.
Bonnerin
26.09.2022, 20:32
Prof. Alexander Ghanem
Asklepios-Klinik-Kraken-Mitarbeiter, aber gut, der weiß sicherlich, wie man alle antreibt um in der gleichen Zeit mehr Herzkatheter zu schieben.
und von Dr. med. Carolin Bialon "Glücklich im Arztberuf " sehr empfehlen. Beide Bücher werden u.a. im empfehlenswerten Podcast "Klinisch relevant " vorgestellt.
Habe die Dame mal gegoogelt - ihre Praxis findet sich recht weit oben bei der Suche:
Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren
A-Diplom in traditioneller chinesischer Medizin (TCM).
ausgebildet in medizinischer Hypnose.
Schwerpunkte:
Homöopathie
anthroposophische Medizin
Phytotherapie
Eigenbluttherapie
mikrobiologische Therapie (Darmsanierung)
biologische Krebstherapie
Misteltherapie
Ja, danke, aber nein danke. So eine "Kollegin" würde ich nicht finanziell unterstützen, wenn sie für das Buch nen Pulitzer bekommen hätte.
Nefazodon
26.09.2022, 21:18
@Loreleye: In wieviel Threads willst Du das noch posten? Kriegst Du Prozente?
@Bonnerin: Danke fürs recherchieren.....
(...)
Endoplasmatisches Reticulum
26.09.2022, 21:39
Wenn jemand in Diskussionen über die hundsmiserablen Arbeitsbedingungen für Ärzte an Krankenhäusern mit "Selbstmanagement" kommt, kriege ich allergischen Pockenausschlag.
Coxy-Baby
26.09.2022, 21:48
Kinners nun bleibt mal auf dem Teppich.
Ich bin Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren und dem A-Diplom in traditioneller chinesischer Medizin (TCM). Darüber hinaus bin ich ausgebildet in medizinischer Hypnose.
Seit 2020 Ausbildung zur Zusatzbezeichnung tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Die restlichen Angaben sind Themenschwerpunkte der Gemeinschaftspraxis. Und warum sollte so jemand kein Buch zum Thema schreiben können ?
Loreleye
26.09.2022, 22:21
Nein, ich kriege keine Prozente. Außerdem sind diese Bücher für die Verfasser nicht lukrativ und ich kenne sie nicht persönlich und wurde durch den Podcast darauf aufmerksam.Diese Bücher sind Herzenssache, nennenswerten Verdienst bekommen die Autoren dafür nicht. Die beiden sind gut recherchiert und geben eine andere Perspektive auf den Beruf und insgesamt das Leben. Ich hätte gerne sie zu Anfang meiner Karriere gelesen, um nicht die besten Jahre für die 70 Stunden Wochen mit vielen Diensten vergeudet zu haben.
Klar, ich nahm aus der Zeit viel Erfahrung mit und hatte viele gute Erlebnisse, alles in allem war es aber trotzdem nicht richtig. Zudem kann man im Podcast schon die Vorstellung bekommen, ob es einen interessieren würde.
Loreleye
26.09.2022, 22:34
Es geht auch nicht darum durch Selbstmanagement die Strukturdefizite auszugleichen. Wenn es der gesamten Mannschaft schlecht geht, der Chef und die Verwaltung jedoch auf die Verbesserungsvorschläge nicht reagieren, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass alles sich von alleine ändert, dann lohnt es sich, neue Abteilung zu suchen
Loreleye
27.09.2022, 12:11
@Bonnerin und ER: In den Büchern geht es darum, dass man sein Leben ganzheitlich betrachtet. Es bringt nichts, sich verheizen zu lassen, wenn dabei Freude, eigene Gesundheit, Familie drunter leidet. Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick egoistisch klingen mag, sollen wir in der ersten Linie schauen, dass es uns gut geht und wir vor lauter Erwartungen von den anderen eigenes Leben und eigene Ziele nicht aus dem Auge verlieren.
Letztendlich ist es wie im Flugzeug, erst sich selber die Sauerstoffmaske aufsetzen und dann sich um die anderen kümmern. Und wir wollen doch auch im Fall der Fälle von einem ausgeschlafenen , zufriedenen, gut ausgebildeten Arzt behandelt werden, der seinen Beruf gerne ausübt und nicht während der Wartezeit auf Facharzt/Oberarzt oder was auch immer verheizt wird.
Ich weiss es nicht, inwiefern man von dem Namen und Träger der Klinik auf die Arbeitsbedingungen in den einzelnen Abteilungen schließen kann? Ich habe bisher sowohl in der Uniklinik, als auch bei den kirchlichen und kommunalen Trägern je nach Abteilung sehr gute und sehr schlechte Arbeitsbedingungen erlebt. Oft hing es damit zusammen, ob in der eigenen Abteilung der Chef des eigenen Wertes bewusst war und der Verwaltung Paroli geboten hat und einen guten/sehr guten Stellenschlüssel für eigene Abteilung ausgehandelt war und dabei auch gute Arbeitsabläufe und Arbeitsatmosphäre geschaffen/gefördert hat.
Solche Abteilungen erkennt man oft an geringer Mitarbeiterfluktuation und dass da auch Leute über 40, über 60 arbeiten und die Ärzte sogar in die Rente gehen! Und das oft auch unabhängig vom Fach, es kann genauso gut in der NCH oder Chirurgie oder mies in den kleinen Fächern zugehen.
Die Arbeit in der Klinik/Praxis unter guten Arbeitsbedingungen kann auch viel Freude bereiten, es ist spannend, aus einzelnen Bausteinen Diagnose zu stellen und Therapiekonzept zu erstellen, interdisziplinärer Austausch mit den Kollegen, man erweitert sein Horizont und lernt Menschen mit verschiedenen Hintergründen zu behandeln und kann oft den Patienten richtig helfen und erlebt dabei tiefe Zufriedenheit. Es geht aber nur gut, wenn andere Aspekte des Lebens, eigene Gesundheit, Familie auch die Aufmerksamkeit bekommen und man in der Abteilung beruflich und fachlich weiter kommt und Zeit für eigene Weiterbildung bleibt.
Klar, dafür muss man manchmal die Stelle/ die Stadt/ oder Fach wechseln. Aber letztendlich verbringt man auf der Arbeit die meiste Lebenszeit. Auch wenn man es rein wirtschaftlich betrachtet, hat Henry Ford schon vor über 100 Jahren festgestellt, dass die Reduktion des Arbeitstages auf 8 Stunden und Erholungsurlaub letztendlich zu besseren wirtschaftlichen Ergebnissen führt. Wenn ich eine Abteilung mit gutem Ruf und zufriedenen erfahrenen Mitarbeitern habe, werde ich auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse leifern. Wie Thomas24 es auch geschrieben hat, die Qualität wird sich durchsetzen. Zumindest geht es den "guten" Abteilungen, die ich seit über 10-15 Jahren kenne, weiterhin sehr gut und sie haben eine recht konstante Personalbesetzung. Anderseits in der "schlechten" Abteilung war ich mit 27 Jahren eine der ältesten und nach 2 Jahren kannte ich da fast niemanden mehr.
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