Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sammlung angefochtener Fragen
Ich denke es ist definitiv sinnvoll mal eine Art Liste zu haben mit Fragen die alle angefochten werden, sodass man aus manchen Forendiskussionen herleiten kann, dass die Fragen letztlich diskutiert worden sind, aber leider nicht angefochten.
So können wir sicherstellen, dass wirklich alle Fragen, die missverständlich oder irreführend waren möglicherweise rausgenommen werden. Wäre immerhin schade, wenn es daran scheitert. Die letzten Jahre hat das Anfechten ja bei dem einen oder andere die Note überraschenderweise verbessert oder das Bestehen möglich gemacht.
Ich werde mich im Laufe des Tages hinsetzen und selber nochmal reinlesen, um zu schauen welche Fragen ich persönlich anfechten möchte und diese dann in diesen Thread schreiben.
Am besten gibt man die Frage an, welche man angefochten hat und optimalerweise die kurze Begründung.
https://www.medi-learn.de/ml.php?h=1ae71a7728b6f79bb46b35ad5ff6c554
Hier auch nochmal die Verlinkung wie man wohl eine Frage anfechten kann als Beispiel.
https://www.medi-learn.de/ml.php?h=1ae71a7728b6f79bb46b35ad5ff6c554
Hier auch nochmal die Verlinkung wie man wohl eine Frage anfechten kann als Beispiel.
Link funktioniert bei mir nicht.
Okay, hier meine bisherige Liste ( leider literatur-arm, wer was hat mir bitte senden oder selber einreichen) :
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 16
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Laut Angabe hat die 23-jährige Frau eine sekundäre Dysmenorrhö, welche Hinweis auf Myome, Endomtetriose, Zysten sein kann und damit eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann. Der Partner habe keine Vorerkrankungen oder Vor-OPs. Es wird gefragt , welche Untersuchung zur Abklärung der ungewollten Kinderlosigkeit "im weiteren Verlauf" indiziert sein kann. Warum ist es nicht die Hysteroskopie?
Begründung:
die Textangabe "im weiteren Verlauf" beinhaltet eine Diagnostik zB nach vaginalem Ultraschall. es gibt keinen Hinweis auf Unfruchtbarkeit des Partners, wohl aber Symptome der Partnerin, welche auf Unfruchtbarkeit hinweisen und dringend untersucht werden müssen, zB mit C) einer Hysteroskopie. Die Prävalenz von männlicher gestörter Spermiogenese/ Spermientransport ist nicht so hoch, dass man bei fehlenden Angaben im Aufgabentext dies primär abklären muss bevor nicht die weiblichen Ursachen ausgeschlossen sind, da diese eben die Symptome verursachen und somit viel wahrscheinlicher sind.
Literatur:
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 89
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Inwiefern ist "Oberarm rechts in 2 Ebenen" richtiger als "Oberarm rechts mit Ellenbogen a.p. und seitlich" ? Letzteres beinhaltet auch 2 Ebenen ( p.a. und seitlich) und ist umfassender in der Darstellung , da das multiple Myelom ja auch am Ellenbogengelenk Schaden verursacht haben könnte. Generell sind alle Antwortmöglichkeiten unzureichend, da die Beurteilung der Schulter so nicht möglich ist!
Begründung:
Schmerz im rechten Oberarm Ausstrahlung Ellenbogen / Schulter erfordert eine Bildgebung, die auch Ellenbogen und Schulter mit abbildet Antwort C) beinhaltet Anwort B) . Ist aber noch umfangreicher.
Literatur:
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 75
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Nachdem per nativem CT bereits das hyperdense media sign als Zeichen eines ischämischen Schlaganfalls festgestellt wurde, erübrigt sich weitere Diagnostik und es MUSS schnellstmöglich therapeutisch interveniert werden. Die einzige sinnvolle Therapie ist die Katheterangiografie DSA genannt wodurch Gefäßverengungen eröffnet werden können. Nur Antwort B) ist eine therapeutische Intervention möglich. Diagnostik ist abgeschlossen, Zeit drängt da Hirngewebe irreversibel geschädigt wird.
Begründung:
die Katheterangiografie bietet die Möglichkeit, direkt minimal-invasiv therapeutisch eingreifen zu können. So können symptomatische Gefäßverschlüsse wieder eröffnet werden ohne dass dafür der Kopf chirurgisch eröffnet werden muss. Eine wesentliche Rolle spielt die Katheterangiografie bei der Behandlung des Schlaganfalls. Wenn sich als Ursache für den Schlaganfall computertomographisch ein Gefäßverschluss nachweisen lässt, wird der Patient schnellstmöglich in die Angiographie gebracht. da die CT-Angio per definitionem eine rein diagnostische Anwendung ist, die Diagnostik aber bereits abgeschlossen ist und der Zeitdruck drängt ( time = brain !) ist eine rein diagnostische Anwendung nicht ausreichend, sondern es muss(!) eine digitale Subtraktionsangiografie erfolgen, welche eine höhere Bildqualität liefert UND therapeutisch intervenieren kann
Literatur:
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 45
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Inwiefern ist die Verblindung der Patienten gegenüber der Studienmedikation nicht maßgeblich für das Ergebnis der Endpunkte des Therapieansprechens und im Vergleich untereinander ? Ohne Verblindung der Patienten ggü der Medikation ist eine Vergleich der Endpunkt Ergebnisse weitgehend sinnlos , da NICHT verblindet . Der Verblindung kommt somit die größte Bedeutung zu , da ohne sie ein Vergleich des Therapieansprechens weitgehend sinnlos ist.
Begründung:
Wenn die Patienten ggü der Studienmedikation nicht verblindet sind ist jeglicher Vergleich bzgl. der Ergebnisse der Endpunkte sinnlos ! Die Daten werden damit völlig entwertet, wenn keine Verblindung stattgefunden hat. Verblindung ist das absolute Fundament jeglicher klinisch-interventioneller Forschung!
Literatur:
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 2, 3
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Laut Falltext wurde bereits eine Blutkultur VOR Gabe einer rationalen Antiobiose abgenommen. Um die Verdachtsdiagnose Katheterinfektion zu sichern ist es zwingend erforderlich eine mikrobiologische Untersuchung der Katheterspitze durchzuführen. Dies ist in D) erfüllt. 1. wird durch die bereits begonnene Antibiotikagabe der Diagnosewert der Blutkultur ( zentral und peripher ) eingeschränkt 2. wird immer noch keine Katheterinfektion damit nachgewiesen! Diese wird NUR durch ein mikrobiologisches Präparat von der Katheterspitze bewiesen.
Begründung:
Ich zitiere aus der Leitlinie Sepsis 2020: "Die Daten bezüglich des Nutzens der als „Differential Time to Positivity“ (DTP) bekannten Untersuchungsmethode sind inkonsistent, was die Wahrscheinlichkeit betrifft, dass der vaskuläre Zugang den Infektionsherd darstellt" Die Bebrütung einer Blutkultur nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. In Anbetracht der klinischen Verschlechterung ist jeder Zeitverlust letal! Das mikroskopische Grampräparat ist 1) SCHNELL verfügbar 2) therapeutisch relevant ( Antiobiotikaanpassung je nach Grampräparat!) . nur eine mikrobiologische Untersuchung der Katheterspitze ist BEWEISEND. Da der Patient Symptome einer hämatogenen Streuung der Katheterinfektion zeigt, sollten Blutkulturen entnommen und untersucht werden. Jedoch gelingt insb. unter laufender Antibiotikatherapie trotz bestehender Sepsis häufig kein Keimnachweis aus Blutkulturen. Somit sind zusätzliche Untersuchungen notwendig, um den die Infektion verursachenden Keim zu identifizieren, nämlich ein Grampräparat der Katheterspitze mithilfe dessen man eindeutig einen Erreger nachweisen und zuordnen kann. zB Staph. epidermidis grampositiv. Aus dem Ergebnis der Untersuchung des Gram-Präparats lassen sich häufig bereits erste Schlüsse auf die Ätiologie der Erkrankung des Patienten ziehen. Zudem kann eine Anpassung der Antibiotikatherapie vorgenommen werden, insbesondere bei Befunden, die in der empirischen Therapie nicht unbedingt berücksichtigt werden (z. B. grampositive Stäbchen bei Listerieninfektion ) - Unterscheidung zwischen Kontamination und relevantem Erreger: Falsch-positive Blutkulturen machen 30–50 % aller positiven Blutkulturen aus und können zu nicht gerechtfertigten Antibiotikatherapien mit möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) für den individuellen Patienten führen und verursachen unnötige Kosten
Literatur:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/079-001l_S3_Sepsis-Praevention-Diagnose-Therapie-Nachsorge_2020-03_01.pdf
Wer zu diesen Kommentaren Literatur findet kann diese gerne entweder mir senden oder selber einreichen!
Alles klar, danke für deinen Beitrag!
Der Thread heißt sonst auch "Fragen anfechten: 'How to' und Beispielargumentationen"
Ich poste dann wie bereits erwähnt später die Fragen, welche mich gestört haben sobald ich Zeit und entsprechende Quellen finde.
benjamin.lippmann
14.10.2022, 11:22
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 72
Darstellung:
In der Fallbeschreibug wird eine Extrauteringravidität (EUG) bei einer 36-jährigen adipösen Patientin (BMI 33) beschrieben. Die Vitalparameter weisen auf ein manifestes hämorrhagisches Schockgeschehen hin. Laut vorläufigem Ergebnis soll als therapeutische Maßnahme primär eine Laparoskopie vorgenommen werden. Meiner Meinung nach ist unter den oben genannten Umständen jedoch eine Laparotomie vorzuziehen.
Begründung:
Ausweislich der Vitalparameter und des Hb-Wertes befindet sich die Patientin in einem manifesten Schock mit aktiver Blutung. Zur schnellen Blutstillung und besseren Übersicht bei aktiver Blutung ist hier ein offenes Vorgehen zu präferieren. Aus anästhesiologischer Sicht ist die Anlage eines Pneumoperitoneums bei hämodynamischer Instabilität - insbesondere bei vorliegender Adipositas - ebenfalls kritisch zu sehen und könnte die kardiopulmonale Situation weiter verschlechtern.
Literatur:
Kainer et al.: Facharztwissen Geburtsmedizin. Elsevier GmbH, 10. Auflage, Seite 530 Goerke et al.: Klinikleitfaden Gynäkologie, Geburtshilfe. Elsevier GmbH, 4. Auflage, Seite 186
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 107
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Die vermutlich richtige Antwort B ist für das genannte Fallbeispiel nicht zutreffend.
Begründung:
Als Notarzt im Einsatz im häuslichen Umfeld stehen einem weder Abnahmesets für Blutkulturen noch antimikrobielle Wirkstoffe zur Verfügung. Ich selbst fahre RTW und Intensivmobil und weiß, dass es auf den Fahrzeugen, zumindestens in Hamburg nicht regelhaft vorgehalten wird. Deswegen ist aus meiner Sicht Antwort B nicht richtig in Zusammenhang mit Notarzt und häuslichem Umfeld. Das "wenn möglich" im Antworttext bezieht sich für mich nur auf die Abnahme der Blutkulturen und nicht auf den "Beginn einer empirischen antimikrobiellen Therapie", da die Sachverhalte mit einem Komma getrennt und nicht mit einem "und" verbunden sind. Wäre die Situation im Schrockraum passiert, wäre das ein passendes Setting für diese Antwort gewesen.
Literatur:
DIN EN 75079 (Bestückung NEF), DIN EN 1789 (Bestückung RTW und NAW) und DIN 13050 (Bestückung ITW).
Jurodiwy
14.10.2022, 11:51
Ich habe A, 2, 22 formal angefochten.
Ich glaube diese Frage können wir echt gut anfechten. Wäre schön, wenn jemand noch seine Begründung abschickt.
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 72
[B[...]
das ist Tag 2 und nicht 1 !
A, 2, 72
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 3, 89
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Laut Antwort B ist die perniziöse Anämie, die Folge, die am wenigsten zu beachten ist bei einem endständigen Ileostoma. Dies erscheint mir nicht korrekt. Es wäre aus meiner Sicht eher Antwort D: Entstehung eines Dünndarmkarzinoms im Stomabereich
Begründung:
Die perniziöse Anämie stellt eine besondere Form des Vitamin B12-Mangels dar. Die unten genannte Quelle sagt, dass ein "Mangel an Intrinsic-Faktor bei Z. n. Magenresektion oder atrophischer Korpusgastritis (S.371) mit Autoantikörperbildung gegen Parietalzellen und Intrinsic- Faktor = perniziöse Anämie" ist. Somit kann die perniziöse Anämie im speziellen nicht bei einer Resektion des terminalen Ileums auftreten. Die Entstehung eines Karzinoms im Stomabereich könnte am ehesten durch Ulzerationen und Entzündungen entstehen. Dies sind häufie Komplikationen. Da sieh aber gut sichtbar sind, werden diese Komplikationen in der Regel schnell behandelt und es kommt nicht zu einer Entartung. Dies belegt die unten genannte Studie zu häufigen Komplikationen.
Literatur:
Checkliste Innere Medizin (Hahn; Georg Thieme Verlag, 2018): Kapitel 34.3 Hämatologische Erkrankungen - Megaloblästare Anämie: Ursachen/Epidemiologie - Vitamin B12-Mangel Ambe PC, Kurz NR, Nitschke C, Odeh SF, Möslein G, Zirngibl H: Intestinal ostomy—classification, indications, ostomy care and complication management. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 182–7. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0182
benjamin.lippmann
14.10.2022, 12:09
Oh stimmt, hatte aber beim Formular richtig
Tag 1, A23
Angefochten wegen mehrerer korrekter Lösungen (B,E)
Kurze Recherche ergab folgende Papers, in denen sowohl die grundsätzliche Eignung von Botox für Crampi als auch die Wirksamkeit von Botox bei Spastik an ALS-Patienten belegt wird:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9029067/ - Botox bei Crampi generell
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6669765/ - Botox bei Spastik an ALS-Patienten
Wer mehr dazu weiß´/findet, gerne ebenfalls anfechten, das zweite Paper ist inhaltlich nur so 85% wasserdicht.
SevenSeals
14.10.2022, 12:43
Heftnummer: B, 1, 60
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Bei der Frage nach der Therapie von ALS sollte sowohl Botulinumtoxin Injektion bei Crampi als auch die Therapie der Hypersalivation mit Amitriptylin als richtige Antworten gewertet werden
Begründung:
"Zur Effektivität von Amitriptylin zur Speichelflussminderung liegen nur sehr vereinzelte Berichte vor75-77 . Die Vermutung liegt nahe, dass Amitriptylin als trizyklisches Antidepressivum aufgrund seiner Affinität zu muskarinergen Acetylcholinrezeptoren78 in der Praxis häufig zu diesem Zweck verordnet wird. Die anticholinerge Affinität von Amitriptylin ist jedoch geringer als die von Ipratropium-Bromid, Scopolamin, Atropin und Trihexyphenidyl79 ." Quelle: AWMF Sk2-Leitlinie Hypersalivation, aktuelle Version (2018-11)
"Die Spastik ist bei Patient*innen, die vornehmlich unter einer Läsion des ersten Motoneurons leiden, ein therapeutisches Problem, insbesondere bei Patient*innen mit primärer Lateralsklerose. Neben Kontrakturen führt die Spastik insbesondere zu nächtlichen muskuloskelettalen Schmerzen und schmerzhaften Muskelspasmen insbesondere im Bereich der Oberschenkeladduktoren. Für Delta-9- Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol (THC/CBD: 50:50)-Spray konnte sowohl eine Abnahme der Spastik als auch der schmerzhaften Spasmen gezeigt werden (Riva et al., 2019). Über eine digitale Versorgungsplattform erhobene Daten an ALS-Patient*innen mit Spastik zeigten eine hohe Therapiezufriedenheit mit THC/CBD (Meyer et al., 2019). Vergleichende Untersuchungen mit anderen Antispastika wie Tizanidin oder Lioresal liegen nicht vor. Bei fokaler Spastik und Therapieresistenz kann Botulinumtoxin A versucht werden (Marvulli et al., 2019)." Quelle: AWMF Leitlinie Motoneuronerkrankungen
Laut der Formulierung wäre eine intramuskuläre Botulinum-Toxin Injektion nicht die erste Wahl bei der Behandlung bei ALS, sondern nur eine Option die man in Erwägung ziehen kann bei Therapieresistenz. Allerdings steht in der Antwort auch nur, dass Botulinum-Toxin eine Option sein kann, nicht dass es die geeignetste Maßnahme ist. Demnach würde ich sagen, dass der Anspruch "ist eine Option" erfüllt ist und beide Antworten annehmbare Aussagen sind zur Therapie der ALS.
Literatur:
Quelle: AWMF Sk2-Leitlinie Hypersalivation, aktuelle Version (2018-11) Quelle: AWMF Sk1-Leitlinie Motoneuronerkrankungen
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 2, 39
Art der Kommentierung: Formal
Darstellung:
Die vorgegebene Antwort "Funktionseinschränkung in der Aufhebung der Anspreizung des Daumens" ist nicht korrekt. Es müsste "Funktionseinschränkung in der Anspreizung des Daumens" heißen.
Begründung:
Die Formulierung der Frage ist leider in ihrer aktuellen Form m.M.n. nicht korrekt. Der Wortlaut ist wie folgt: "Aufgrund der [...] Atrophie der Muskulatur ist folgende Funktion am ehesten eingeschränkt:" Der Fragetext fragt explizit nach einer Einschränkung der Funktion. Die Funktionen folgen im Antworttext, z.B. nicht als "Streckung der Kleinfinger", sondern als "Aufhebung der Streckung der Kleinfinger". Damit ergibt sich eine doppelte Verneinung. Die Funktion "Aufhebung der Streckung" ist am ehesten eingeschränkt, was gleichbedeutend ist mit einer nicht aufhebbaren Streckung. Die Frage ist eindeutig missverständlich formuliert und hätte nicht "Folgende Funktion ist eingeschränkt" heißen dürfen, sondern hätte "Eine Funktionseinschränkung äußert sich am ehesten wie folgt" oder dergleichen heißen müssen. Wie aus der vorangehenden Frage hervorgeht, ist mit einem Funktionsausfall des M. adductor pollicis zu rechnen. Die vorgegebene Antwort "Funktionseinschränkung in der Aufhebung der Anspreizung des Daumens" ist nicht korrekt. So ist die Frage in sich widersprüchlich und nicht zu beantworten.
Literatur:
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 2, 50
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
In den Antworten ist keine zutreffende Antwort für ein präganglionäles Horner Syndrom anwählbar.
Begründung:
In der Frage ist nach der Ursache eines präganglionären Horner Syndroms gefragt. Als Quellen verweise ich auf jene Unterlagen, die ich primär zur Prüfungsvorbereitung genutzt habe. Dabei handelt es sich um die Lernplattform Amboss, Kapitel "Horner Syndrom" und "Checkliste Augenheilkunde, Checkliste der aktuellen Medizin von A. Und R. O. W. Burk, in der 6. Auflage, herausgegeben vom Thieme Verlag, S. 250 ff.". Hier wird das Horner Syndrom anhand der Anatomie in ein zentrales Horner Syndrom, präganglionäles Horner Syndrom und postganglionäres Horner Syndrom unterteilt. Das zentrale Syndrom wird durch eine Schädigung des 1. Neurons zwischen der posterolateralen Hypothalamusregion bis zum Centrum ciliospinale verursacht. Das präganglionäre Syndrom durch eine Schädigung des 2. Neurons zwischen Centrum ciliospinale und dem Ggl. cervicale superius. Das postganglionäre Syndrom durch eine Schädigung des 3. Neurons zwischen Ggl. cervicale superius und den Nn. ciliares longi. Diese Unterscheidung und Einteilung ist anatomisch wichtig, da an der Verschaltung 3 Neurone beteiligt sind. "Präganglionäres Horner Syndrom" ist ein bereits fest definierter Begriff und es muss davon ausgegangen werden, dass nach einer Affektion des 2. Neurons gefragt wird, wie es im Lehrbuch zu finden ist. Die Antwortmöglichkeiten stellen allesamt Schädigungen des 3. oder 1. Neurons dar. Das 1. Neuron soll als "prä-präganglionär" die richtige Antwort darstellen, erfüllt aber als "zentrales Horner Syndrom" mit Schädigung des 1. nicht die Voraussetzung eines präganglionären Horner Syndroms im anatomischen Verlauf wie oben geschildert.
Literatur:
"Checkliste Augenheilkunde, Checkliste der aktuellen Medizin von A. Und R. O. W. Burk, in der 6. Auflage, herausgegeben vom Thieme Verlag, S. 250 ff."
Schneekamelie
14.10.2022, 13:44
Ich habe bisher angefochten:
1. Tag A 104
Frage nach Auslöser für Schwerhörigkeit bei Neugeborenen
Laut IMPP ist Zytomegalie richtig, aber auch Toxoplasmose kann dies auslösen.
Seite 10:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/049-010k_S2k_Periphere_Hörstörungen_im_Kindesalter_201 3-09_abgelaufen.pdf
2. Tag A 74 formal
11 jähriger mit Fraktur. Konnte anhand des Bildes wirklich nicht zweifelsfrei erkennen ob das Periost intakt war oder nicht.
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 2, 72
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Laut Fallbericht befindet sich die Patientin mit der Verdachtsdiagnose einer Extrauteringravidität in einem hämodynamisch instabilen Zustand. Bei der Frage nach dem weiteren Management wird "Laparoskopie" laut vorläufigen Lösungen als richtig gewertet, wohingegen die Laparotomie als Falschantwort gesehen wird. Entsprechend der gynäkologischen Fachliteratur ist der offen chirurgische Zugangsweg bei hämodynamischer Instabilität allerdings als mindestens gleichwertig zum laparoskopischen Zugang zu sehen. (siehe Begründung mit Belegen). Hierdurch ist die Frage nicht eindeutig lösbar.
Begründung:
Facharztwissen Gynäkologie Elsevier 2021 Seite 521 Kapitel 15.2 „akuter Blutverlust“ „..sollte eine Blutungsquelle im Bereich des weiblichen Genitals vermutet werden, so richtet sich der passende operative Zugangsweg (Laparoskopie vs. Laparotomie) nach der vermuteten Blutungsstärke und der Erfahrung des Operateurs“ Bei den gegebenen Vitalwerten (Hypotonie mit einem MAP von 60mmHg (<65mmHg), Tachykardie und einer ausgeprägten akut transfusionspflichtigen Anämie von 6,8g/dl) ist von einer manifesten Kreislaufinstabilität und einer hohen Blutungsstärke auszugehen. In diesem Falle ist die Laparotomie der Laparoskopie vorzuziehen. Auch weitere Quellen stützen diese Aussage: „Ectopic Pregnancy“ Lancet 2005 doi: 10.1016/S0140-6736(05)67103-6 Seite 586 Table 2 „Laparotomy—If haemodynamically unstable or laparoscopy considered too difficult“ „Diagnosis and management of ectopic pregnancy“ BMJ Sexual & Reproductive Health 2011 doi: 10.1136/jfprhc-2011-0073 Seite 235 „Laparotomy should be reserved for patients who present with rupture and are in a state of hypovolaemic shock and compromise“
Literatur:
Facharztwissen Gynäkologie Elsevier 2021 Seite 521 Kapitel 15.2 „akuter Blutverlust“ „Ectopic Pregnancy“ Lancet 2005 doi: 10.1016/S0140-6736(05)67103-6 Seite 586 Table 2 „Diagnosis and management of ectopic pregnancy“ BMJ Sexual & Reproductive Health 2011 doi: 10.1136/jfprhc-2011-0073 Seite 235
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 1, 34
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Im Falltext wird eine CRP-Serumkonzentration von 85g/L genannt, dies entspricht 85000mg/L. Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um einen Einheitenfehler handelt, wenn nicht würde ein solch massivst erhöhtes CRP sehr deutlich gegen einen Gichtanfall als Auslöser der Beschwerden sprechen.
Begründung:
„Role of C-Reactive Protein at Sites of Inflammation and Infection“ frontiers in immunology 2018 doi: 10.3389/fimmu.2018.00754 „The highest concentrations of CRP are found in serum, with some bacterial infections increasing levels up to 1,000-fold“ „Canakinumab for acute gouty arthritis in patients with limited treatment options: results from two randomised, multicentre, active-controlled, double-blind trials and their initial extensions“ Annals of the Rheumatic Diseases 2012 doi: 10.1136/annrheumdis-2011-200908 Bei einer randomisiert doppelblinden Studie, welche 456 Patienten mit akuter Gichtarthritis bezüglich der Therapie mittels verschiedener Pharmaka verglichen hat, wurde hingegen während eines akuten Gichtanfalls ein CRP von im Median 12.3 mg/l gemessen. somit würde ein um den Faktor viele Tausend erhöhtes CRP eindeutig für ein infektiologisches Geschehen und gegen einen akuten Gichtanfall sprechen.
Literatur:
„Role of C-Reactive Protein at Sites of Inflammation and Infection“ frontiers in immunology 2018 doi: 10.3389/fimmu.2018.00754 „Canakinumab for acute gouty arthritis in patients with limited treatment options: results from two randomised, multicentre, active-controlled, double-blind trials and their initial extensions“ Annals of the Rheumatic Diseases 2012 doi: 10.1136/annrheumdis-2011-200908
Schneekamelie
14.10.2022, 13:45
Ich habe bisher angefochten:
1. Tag A 104 inhaltlich
Frage nach Auslöser für Schwerhörigkeit bei Neugeborenen
Laut IMPP ist Zytomegalie richtig, aber auch Toxoplasmose kann dies auslösen. Herpesviren werden auch gelistet.
Seite 10:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/049-010k_S2k_Periphere_Hörstörungen_im_Kindesalter_201 3-09_abgelaufen.pdf
2. Tag A 22 formal
Frage nach Aufhebung der Funktion bei N. Ulnaris Läsion. In der gesuchten Antwort wird das Wort Anspreizung verwendet. Was weder im Duden (allgemeiner Sprachgebrauch) noch Psychrembel (medizinisches Lexikon) erwähnt wird.
2. Tag A 28 inhaltlich
Frage nach korrektem Ausfüllen des Leichenschauscheins.
"Ist die Todesursache nicht zweifelsfrei einer natürlichen Todesart zuzuordnen, so ist dies entsprechend zu formulieren, z.B. „unbekannt“.
Mit der Formulierung der Kausalverläufe vom Grundleiden, über Folgezustände bis zur unmittelbaren Todesursache ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entscheidung des Arztes zur Qualifizierung der Todesart als natürlich, nichtnatürlich bzw. ungeklärt geschaffen." steht in der Leitlinie. Das widerspricht der Antwort des IMPP das nur bei Behandlungsfehler, der Fall als nicht natürlich eingestuft werde. Hier ist das frühe Eintreten von Leichenstarre und Flecken nach knapp einer Stunde aber auffällig.
Seite 9:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/054-002l_S1_Regeln-zur-Durchfuehrung-der-aerztlichen-Leichenschau_2018-02_01.pdf
2. Tag A 74 formal
11 jähriger mit Fraktur. Konnte anhand des Bildes wirklich nicht zweifelsfrei erkennen ob das Periost intakt war oder nicht.
3. Tag A 31 inhaltlich
Frage nach wahrscheinlichster Todesursache der Pat. Es gib keinen Hinweis auf Komplikationen der OP, wir wissen aber dass sie Chemotherapie erhielt, bei der mehrere Präparate kardiotoxisch wirken.
Ich würde gerne noch Tag 1 A 34 anfechten. Das ist der Gichtanfall. Hier wird der CRP Wert mit 85g/L angegeben. Üblich wäre ml/L. So wie vom IMPP angegeben wäre er exorbitant hoch. Was denkt ihr?
Max Naumann
14.10.2022, 14:01
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 1, 6
Art der Kommentierung: Formal
Darstellung:
In der Frage soll die Number Needed to Harm (NNH) für "behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse DIE ZUM Therapieabbruch führten" berechnet werden. In der Tabelle auf S.6 finden sich jedoch nur die Angaben "Behandlungsbedingte unerwünschten Ereignisse" und "Behandlungsbedingten Ereignisse MIT Therapieabbruch". Es werden jedoch keine unerwünschten Ereignisse angegeben die explizit zum Therapieabbruch geführt haben. Die Frage ist daher nicht unmissverständlich beantwortbar.
Begründung:
Die Frage setzt einen Kausalzusammenhang von unerwünschtem Ereignis und anschließendem Therapieabbruch voraus. Die Tabelle auf S.6 beschreibt jedoch nur die Anzahl der unerwünschten Ereignisse, die aufgetreten sind und in korrelativem Zusammenhang mit einem Therapieabbruch stehen. Es werden keine unerwünschten Ereignisse genannt, die explizit zu einem Therapieabbruch geführt haben, also in kausalem Zusammenhang zu einander stehen. Der Therapieabbruch könnte also auch aufgrund einer anderen Ursache stattgefunden haben. So ist nicht eindeutig, welchen Wert man zur Berechnung der hier gesuchten NNH heranziehen sollte, Lösungen A und D sind somit möglich.
Literatur:-
Auflage, Tag, Heftnummer: B, 2, 73
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Die geschilderte Symptomatik der Patientin: Lumboischialgien im S1-Dermatom, Blasenentleerungsstörung, perianale Hypästhesie, aber explizit keine schlaffen Paresen der unteren Extremität. Aufgrund des Fehlens der schlaffen Paresen liegt hier ein Conus-medullaris-Syndrom und kein Cauda-equina-Syndrom vor. Die wahrscheinlichste Verdachtsdiagnose müsste daher eine Kompression des Conus medullaris aufgrund einer Bandscheibenprotrusion, also Antwort E sein.
Begründung:
Der Ausschluss schlaffer Paresen spricht definitionsgemäß für ein Conus-medullaris-Syndrom und schließt ein Cauda-equina-Syndrom aus.
Literatur:
1) Hacke, Werner - Neurologie [ 13. vollständig überarbeitete Auflage ], Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, 2010, DOI:10.1007/978-3-642-12382-5, S.71+72 2) https://next.amboss.com/de/article/ji0_rf?q=conus-medullaris-syndrom#Z1bf535eaa8d6fcdfbd464a511c1c0c78
1. Tag, Auflage B, Frage 21
Frage nach der Kompression von Nervernwurzeln.
Bei dieser Frage müssten eigentlich L3 und L4 richtig sein:
Patellarsehnenreflex: L3/L4 !
M. quadriceps femoris wird durch den N. femoralis innerviert => L2-L4
Hypästhesien am proximalen ventromedialen Unterschenkel: Sowohl L3 als auch L4 möglich (siehe Dermatome)
scias2810
14.10.2022, 14:30
2.Tag
Gruppe A; Frage 9
Darstellung: Die Frage bzw. der Wortlaut ist sein Formulierung missverständlich bzw. ungenau.
Begründung: Durch die Verwendung der Wortes "wird" (grammatische Form von werden) wird die Implikation vermittelt, dass der Patient in Zukunft definitiv an einer der genannt Störungen erkranken wird. Laut vorläufiger Musterlösung, soll hier Antwort A richtig sein. Die Entwicklung einer Depression ist aber von vielen Faktoren wie soziales Umfeld, Krankheitsgeschichte Vulnerabilität abhängig, und deswegen kann nicht definitiv vorhergesagt werden, dass der Patient an einer Depression erkranken wird, weswegen die Frage missverständilich ist. Stattdessen wäre es sinnvoller gewesen, nach dem Risiko zu fragen. Laut Quellen erleiden ca. 16 bis 33% der Schlaganfallpatienten eine Depression, somit besteht zwar ein erhöhtes Risiko, was aber nicht bedeutet, dass es definitiv zu einer Depression kommen muss, wie die Frage durch ihren Wortlaut aber vermittelt.
Quellen:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-011l_S3_Schlaganfall_2021-03.pdf - Seite 137
Referenz-Reihe Neurologie: Klinische Neurologie: Schlaganfall
DOI: 10.1055/b-0034-13018
1 Der akute Schlaganfall
1.14 Komplikationen nach akutem Schlaganfall
- Seite 87 -
https://www.duden.de/rechtschreibung/werden_planen_vermutlich
Werden - zur Bildung des Futurs; drückt Zukünftiges aus
Danke für eure Angaben ,
ich schubs den Thread mal hoch, damit man ihn auf Seite 1 finden kann.
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 2, 20
Art der Kommentierung: Inhaltlich
Darstellung:
Laut Falltext handelt es sich um ein 10-jähriges Mädchen mit seit etwa 3 Monaten regelmäßiger Menstruationsblutung und Brustwachstum seit dem 8. Lebensjahr. 1,48m Größe und 49kg Gewicht entsprechend 22,4BMI ( = kindliches Übergewicht ) 94. Perzentile der altersentsprechenden BMI Kurven. (Zwar nicht im Text angegeben, aber 1,48m Größe entsprechen auch > 90. Perzentile der altersentsprechenden Körperlänge) Je früher die Pubertät einsetzt umso früher setzt der pubertäre Körpergrößen-Wachstumsschub ein, welcher mit erhöhtem Körpergewicht einhergeht. Antwort B) stellt die These auf, dass das Körpergewicht von 49kg der Pubertätsentwicklung des Mädchen entspricht. Ist dem nicht so ? Entspricht das Körpergewicht nicht der Pubertätsentwicklung?
Begründung:
Wäre die Pubertät nicht so weit fortgeschritten wäre doch das Körpergewicht deutlich niedriger, da das Körperwachstum ( Längenwachstum und zB Brustwachstum ) nicht so stark vollzogen worden wäre. Im Gegensatz zu D) wird das Körpergewicht nicht allein durch die Pubertät erklärt, sondern lediglich , dass das Gewicht der (fortgeschrittenen) Pubertätsentwicklung "entspricht". Der Duden definiert "entsprechen" als "befriedigen" , "nahekommen" "erfüllen" "berücksichtigen". Aussage B) trifft zum Übergewicht gar keine Aussage. Können nur normalgewichtige Kinder ein ihrer Pubertätsentwicklung entsprechendes Gewicht aufweisen? Da Körpergewicht proportional zur Körpergröße ist, die Körpergröße aber durch die Pubertätsentwicklung bedingt ist folgt die Aussage B). Die 49kg Körpergewicht sind maßgeblich durch die 1,48m Körpergröße bedingt. Inwiefern das Übergewicht eine Rolle spielt lässt sich nur anteilig schätzen. Das Übergewicht bestand jedoch sicher schon vor Pubertätsbeginn. Der Hauptgrund für das hohe Gewicht ist jedoch die fortgeschrittene Pubertätsentwicklung. Wäre sie noch präpubertär wäre sie deutlich kleiner und somit leichter. B) schließt ein Übergewicht ja nicht aus. Auch ein übergewichtiges Mädchen kann ein ihrer Pubertätsentwicklung entsprechendes Gewicht aufweisen. B) ist hier nicht so eindeutig wie D). D) bezieht das Gewicht nur auf die Pubertät und schließt Übergewicht als Ursache aus. Denn im Gegensatz zu D) ( welche das Körpergewicht allein durch die Pubertät erklärt ) stellt B) lediglich fest , dass das Körpergewicht der Pubertätsentwicklung entspricht.
Literatur:
https://www.duden.de/synonyme/entsprechen
Auflage, Tag, Heftnummer: A, 2, 33
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Darstellung:
Gefragt wird nach einer Ursache des präganglionären Horner Syndroms. Die Definition von präganglionär ist die Strecke ab dem 2. Neuron im Rückenmark bis zum 3. Neuron im Ganglion cervicale superius. C) und E) sind postganglionär. ( postganglionär ist definiert als ab dem 3. Neuron ) A) , das Wallenberg Syndrom ist zentral. ( zentral ist definiert als ab dem 1. Neuron im Hypothalamus bis zum 2. Neuron Rückenmark ) B), Arteria carotis communis Dissektion liegt in direkter anatomischer Nähe zum sympathischen Grenzstreng und kann dadurch eine Schädigung präganglionär bewirken.
Begründung:
Präganglionäres Horner-Syndrom ist definiert als Strecke zwischen 2. Neuron im Rückenmark und dem 3. Neuron im Ganglion cervicale superius. Eine Schädigung zwischen dem 1. Neuron im Hypothalamus und dem 2. Neuron ( durch das Wallenberg Syndrom) wird nicht präganglionär sondern als zentral bezeichnet. Das Wallenberg Syndrom verursacht also ein zentrales Horner Syndrom. Die Schädigung des Wallenberg-Syndroms im Hirnstamm ist viel zu weit kranial und laut Definition zentral, gefragt war aber nach einem präganglionären Horner Syndrom. Laut Definition ist nur eine Antwort, nämlich B) (indirekt wahrscheinlich auch D) ) in der Lage eine präganglionäre Schädigung zu bewirken, da alle anderen Antworten entweder zentral oder postganglionär schädigen. Es ist explizit von der Arteria carotis communis die Rede, welche weiter kaudal liegt und genau die präganglionäre Strecke abdeckt. Eine Schädigung der Arteria carotis interna zB wäre postganglionär.
Literatur:
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