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rafiki
09.07.2023, 09:12
Das kannst du heute nicht mehr voraussetzen. :-blush

Evil
09.07.2023, 10:06
Eine offensichtliche Karikatur als solche einordnen zu können, setze ich in einem Akademikerforum voraus ...
Das bedeutet nicht, daß man sich grob abwertend äußern darf mit der Begründung "Ihr wisst schon wie es gemeint ist".
Denn das ist der Freifahrtschein für Hetze und Beleidigung, auf dem die AfD fährt, und mit denen möchtest Du sicherlich nicht in einen Topf geworfen werden, oder? ;-)

Also, Ironie ist ok, offene Verachtung und Zynismus nicht. Selbst Satire darf sich an so etwas wie Höflichkeit und Umgangsformen halten
:-meinung

Endoplasmatisches Reticulum
09.07.2023, 11:03
Wer bei einem dermaßen harmlosen Post, der offensichtlich immer noch nicht inhaltlich erfasst wurde, mit Hetze, Beleidigung und offener Verachtung um die Ecke kommt, sollte vielleicht erst einmal über die eigene Sensibilität sinnieren.

Ich erkläre es euch gerne noch einmal kleinschrittig. Kernpunkt ist, dass Politiker aktuell sowohl die Qualifikation als auch die gesamtgesellschaftlichen Folgen einer solch kurzsichtigen Lückenfüllerpolitik ausblenden. Wer inländische Fehlentwicklungen damit bekämpfen will, vorrangig numerisch auf Aufstockung aus Drittländern zu setzen, der sieht in der Immigration ja eben gerade keinen Prozess zur Gewinnung von Fachkräften, sondern bloße Zahlen. Dass diese Denke fiskalischer Blödsinn (https://www.economist.com/img/b/400/436/90/sites/default/files/images/print-edition/20211218_EUC232.png) ist, wenn man vor dem Kollaps umlagefinanzierter Systeme auf Grund von Bevölkerungsschwund steht, ist hinlänglich bekannt. Der "Fleischimport" war ein Vorwurf an die Politik, ihr Einwanderungskonzept als genau solchen zu betreiben. Ihr schleudert mir Godwin's Law vor die Füße, weil ich der Politik etwas vorgeworfen habe, was ihr mir als (unmögliche) Meinung unterstellt, weil ihr meinen Beitrag nicht verstanden habt.

Relaxometrie
09.07.2023, 11:12
weil ich der Politik etwas vorgeworfen habe, was ihr mir als (unmögliche) Meinung unterstellt, weil ihr meinen Beitrag nicht verstanden habt.
Ich habe Deinen Post durchaus verstanden und teile Deine Meinung inhaltlich.
Das Wort "Fleischimport" ist trotzdem völlig beknackt, weil es die Menschen, die im guten Glauben, dass sie in Deutschland gewollt und sinnvoll sind, absolut verachtet.

Endoplasmatisches Reticulum
09.07.2023, 11:19
Natürlich ist es das. Das ist ja gerade der Punkt.

WiWi18
09.07.2023, 12:57
Möchte anlässlich dieser Diskussion auf zwei Petitionen aufmerksam machen:

Eine große Petition auf Change.org, die bereits über 560.000 Unterschriften vorweisen kann, zu den am schnellsten wachsenden Petitionen in der Geschichte dieser Plattform gehört und sogar schon eine Antwort von Herrn Lindner erwirkt hat:

https://www.change.org/p/nein-zur-elterngeld-k%C3%BCrzung

Die zweite Petition richtet sich direkt an den deutschen Bundestag. Sie zu unterschreiben ist deutlich nerviger - man muss sich registrieren, und bei mir uns sämtlichen Bekannten funktionierte das Senden des Bestätigungslinks erst beim zweiten Versuch. Sie ist aber eigentlich wichtiger als die erste Petition, denn nur sie kann erzwingen, dass der deutsche Bundestag sich mit der Thematik beschäftigen muss. Darum sollte auch diese Petition unbedingt unterschrieben werden.

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2023/_07/_03/Petition_153198.html

Denkt daran: In dem Moment, wo das Elterngeld bezogen wird, liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen nicht mehr bei 150.000€, sondern, bei Gleichverdienern, bei der Hälfte. Insbesondere Ärztepaaren dürfte die relativ gleiche Verteilung der Einkommen eher die Regel sein. Und schon Assistenzarzt-Paare dürften die neue Einkommensgrenze schon regelmäßig reißen.

Diese Änderung darf nicht kommen, sie wäre eine katastrophe für die Gleichstellung, für die soziale Gerechtigkeit im Land (sooziale Gerichtigkeit ist keine Einbahnstraße - Leistung würde noch früher und vor allem für Familien noch härter "bestraft") für die Geburtenrate in Akademikerhaushalten und damit insgesamt für den Standort Deutschland.

Reflex
09.07.2023, 14:18
Change.org ist einen fröhlich zu Werbe Zwecken Daten sammelnde Plattform, deren Petitionen keinerlei Relevanz haben. Dagegen muss der Bundestag sich mit den an sie gerichteten ePetitionen auseinandersetzen. Und Lindners Reaktion war nur das übliche opportunistische: „Bin ich nicht für zuständig, soll sie doch woanders sparen.“

Aber was ich viel niedlicher finde: es gibt in Deutschland eh keine soziale Gleichberechtigung. Ansonsten würde es keine berufsständischen Versorgungswerke geben, wo sich bereits die besser verdienenden Berufsgruppen aus der Solidargemeinschaft herausnehmen. Und mal so am Rande seit Einführung des Elterngeldes 2007 gab es auch keinen signifikanten Anstieg der Geburtenrate. Und warum das zu versteuernde Einkommen von Ärzten nur bei der Hälfte liegt, würde ich gerne mal an reellen Zahlen demonstriert bekommen. Denn das kann ich inhaltlich nicht nachvollziehen…

denkstdu
09.07.2023, 14:28
Ich finde es generell schon so verrückt, dass man wenn man normal in der 4:4 Steuerklasse war, noch schnell wenn man weiß dass man schwanger ist die Steuerklasse ändert und innerlicht hofft, dass das Kind ja nicht zu früh auf die Welt kommt, damit man mehr Elterngeld rausholen kann.

Endoplasmatisches Reticulum
09.07.2023, 14:55
......

WiWi18
09.07.2023, 15:13
Change.org ist einen fröhlich zu Werbe Zwecken Daten sammelnde Plattform, deren Petitionen keinerlei Relevanz haben. Dagegen muss der Bundestag sich mit den an sie gerichteten ePetitionen auseinandersetzen. Und Lindners Reaktion war nur das übliche opportunistische: „Bin ich nicht für zuständig, soll sie doch woanders sparen.“

Aus diesem Grund auch der Hinweis auf die zweite, wichtigere Petition, die aktuell noch weit unter dem Quorum liegt - wahrscheinlich, weil die meisten denken, es reiche, einmal zu unterschreiben.



Aber was ich viel niedlicher finde: es gibt in Deutschland eh keine soziale Gleichberechtigung.

Stimmt, es relativ kleiner Teil - nämlich die obere, arbeitende Mittelschicht - trägt die Hauptabgabenlast, die dann nach unten und nach oben (durch die Subventionspolitik) umverteilt wird. Die wirklich Reichen - die, die es nicht nötig haben, zu arbeiten - beteiligen sich unterproportioal, und auch wenn man ohne Vermögen gar nicht arbeiten möchte, lebt man in Deutschland nicht oder kaum schlechter als jemand, der sich im Niedriglohnbereich jeden Tag zur Arbeit schleppt. Aber wir schweifen ab.



Ansonsten würde es keine berufsständischen Versorgungswerke geben, wo sich bereits die besser verdienenden Berufsgruppen aus der Solidargemeinschaft herausnehmen.

Wenn man die Beamten auch einzahlen lässt, ok. Davon mal ganz abgesehen, dass längst nicht alle "Besserverdiener" in Versorgungswerke einzahlen dürfen. Aber auch das ist OT.




Und mal so am Rande seit Einführung des Elterngeldes 2007 gab es auch keinen signifikanten Anstieg der Geburtenrate.

Es gab aber auch wenigstens keinen weiteren Abfall.



Und warum das zu versteuernde Einkommen von Ärzten nur bei der Hälfte liegt, würde ich gerne mal an reellen Zahlen demonstriert bekommen. Denn das kann ich inhaltlich nicht nachvollziehen…

Nicht nur von Ärzten, sondern von allen "gleichverdienenden" Ehepaaren, sobald einer der beiden Eltern zuhause bleibt wegen des Kindes. Dann verdient man nämlich vor Steuern keine 150k mehr, sondern 75k, und das ist schon nicht mehr so dick. Drastischer wird es noch, wenn es ein Einkommensgefälle gibt, und eine Zeit lang der Besserverdiener zuhause bleibt. Bei einer 100:50-Verteilung wird es dann schon unangenehm. Der Schlechterverdiener wird also seltener zuhause bleiben. Und wegen Gender Pay Gap und Altersunterschied wird das in aller Regel die Frau sein. Deswegen wäre diese Herabsetzung der Elterngeld-Grenze eine Katastrophe für die Gleichstellung.

Teevee
13.07.2023, 13:23
Push

Kleine Erinnerung und Werbung für die Bundestags-ePetition :)
(Siehe oben)

Bald ist die 50k Marke erreicht

TaraTamm
15.07.2023, 06:58
Ihr kommt kommt mit zwei Assistenzarztgehältern auf über 180 000€ Brutto zusammen? Denn das ist ja schlussendlich ungefähr die reele Einkommensgrenze des zuversteuernden Einkommens nach Abzug aller Freibeträge etc. und damit gehört man aber unweigerlich zu den reichsten 5% der Bevölkerung (auch wenn der durchschnittliche Arzt sich vermutlich nicht dazugehörig fühlt) Und um die popeligen 22000€ pro Jahr bekommen zu können, würde ich garantiert aktuell nicht auf Gehalt verzichten. Denn das würde sich weder für meinen Mann noch für mich finanziell lohnen, weil wir mehr Verlust machen würden… Schlussendlich ist Elterngeld eine Lohnersatzleistung und wenn ich eh schon viel verdiene, ist das in der Regel kein wirklicher Ersatz, weil mein Lebensstandard oft weit darüber liegt, was der „Ersatz“ dann gar nicht leisten kann. Das würde mich aber eh nicht daran hindern, ob ich noch weitere Kinder bekommen möchte oder nicht. Denn das ist eine persönliche Lebenstilentscheidung.


Kann natürlich sein, dass ihr so viel verdient, dass es sich nicht lohnt wegen des Elterngeldes weniger zu arbeiten. Für das durchschnittliche Ärztepaar wäre das aber schon der Fall. Nehmen wir mal zwei fortgeschrittene Assistenzärzte oder junge Fachärzte an, was wahrscheinlich eines der häufigsten Szenarien bei Geburt des ersten Kindes ist.

Sie verdient 120k, er 100k (oder umgekehrt). Das zu versteuernde Einkommen müsste um rund 40k sinken, damit die beiden Elterngeld bekommen würden. Beide machen jetzt jeweils 2 Monate unbezahlten Urlaub, die Einkommen sinken dadurch auf brutto 83k und 100k. Jetzt noch 3k steuerlich absetzbar spenden oder ins Versorgungswerk einzahlen, dann bekommen sie Elterngeld. Brutto haben sie 40k weniger Gehalt, netto etwa 20k weniger. Dafür bekommen sie jetzt netto insgesamt wenn sie die Elternzeit voll nutzen rund 25k Elterngeld.

Mit 2 Monaten unbezahltem Urlaub pro Person stehen sie damit finanziell besser da als wenn sie voll gearbeitet hätten. Bestimmt gibt es Kollegen, die aus Liebe zu ihrer Arbeit trotzdem lieber durcharbeiten. Ich würde definitiv nicht dazugehören.

Die Abschaffung ist komplett kontraproduktiv. Alternativ zu 2 Monaten Sabattical könnten auch beide für ein Jahr auf 80% reduzieren ohne wesentliche finanzielle Einbußen. Ich kann aus Erfahrung sagen: wer mal in Teilzeit gearbeitet hat, dem fällt es oft schwer, wieder auf Vollzeit aufzustocken. Aber macht ja nichts - wir haben ja genug Ärzte…

Tramaldol
15.07.2023, 08:38
Deutschland tut halt alles was es kann um hochqualifizierte am Kinder kriegen zu hindern bzw. sie zum Auswandern zu bewegen. FA machen, weg hier.

Das Gras wirkt immer grüner auf der anderen Seite des Teichs.
Ich hatte mir jetzt Australien und Schweiz ausgesucht und dagegen votiert.

Australien ist schon ne Nummer. Gehalt besser, Landschaft reizvoll, aber dafür ist das Land weit weg von hier. Kosten des alltäglichen Lebens sind teurer. Man muss ein Anerkennungsjahr+Gleichwertigkeitsprüfung machen (machbar, aber Aufwand). Eine Anästhesistin ist erst letzt zurück nach DE aus AUS, weil bei einer (behandelbaren/Heilbaren) Krebserkrankung nach 10 Tagen das australische Krankenhaus auf die Gehaltsfortzahlung verzichtet. Für schwere Krankheiten muss man aus eigener Tasche vorsorgen (keine Fortzahlung 6 Wochen im Krankheitsfall, kein Krankengeld usw.).

Schweiz wäre eine Option, allerdings ist mein Gehalt hier einfach besser Brutto. Nun kriegt man in der Schweiz bekanntlich mehr Netto vom Brutto, hat aber dafür die höheren Lebenshaltungskosten. Wäre mein Gehalt hier niedriger würde ich tatsächlich überlegen.

Nochmal zum Thema: Die Kinderlosigkeit in Deutschland hat viele Gründe, ist nix neues. Dieser Grund stellt sich meiner Ansicht nach sehr weit hinten an, warum man keine Kinder bekommt.

Tramaldol
15.07.2023, 08:42
Aber macht ja nichts - wir haben ja genug Ärzte…

Es gibt in Deutschland soviele Ärzte wie noch nie. Veraltete Strukturen/Verteilung/Arbeitsbedingungen/Attraktivität sind das Problem.

TaraTamm
15.07.2023, 09:43
Es gibt in Deutschland soviele Ärzte wie noch nie. Veraltete Strukturen/Verteilung/Arbeitsbedingungen/Attraktivität sind das Problem.

Das mag sein, geht aber am Thema vorbei. Fakt ist, dass in vielen Fachbereichen haufenweise Stellen unbesetzt sind und das Problem wird sich nicht über Nacht von selbst lösen. Wenn man jetzt starke Anreize für Ärzte schafft, in Teilzeit zu gehen oder unbezahlten Urlaub zu nehmen, dann ist das nunmal kontraproduktiv.

Und wenn man genau für die Gehaltsklasse, in der die meisten Ärzte sich bewegen, mehr und mehr Sozialleistungen abschafft, dann setzt man natürlich auch mehr Anreize zum Auswandern. Für mich war immer ein Grund in Deutschland zu bleiben, dass die Bedingungen für Familien/Mütter hier vergleichsweise gut sind. Schafft man das nun nach und nach ab (Ehegattensplitting ist ja schon der nächste Punkt auf der linksgrünen Agenda), dann ist es für meinen Mann und mich irgendwann einfach tatsächlich nicht mehr attraktiv hier zu bleiben.

Bleibt die Hoffnung, dass möglichst vielen Kollegen bei den aktuellen Entwicklungen klar wird, dass es massivst schädlich für uns und für das Gesundheitswesen in Deutschland ist, SPD oder Grüne zu wählen.

FirebirdUSA
15.07.2023, 11:39
Ehegattensplitting ist ja schon der nächste Punkt auf der linksgrünen Agenda

Wobei es das nur in D gibt, kontraproduktiv für die Erwerbstätigkeit der Frauen ist und die EU D deshalb schon mehrfach gerügt hat... ich profitiere auch sehr davon und fände es persönlich extrem blöd wenn es abgeschafft wird. Gesellschaftspolitisch ist es aber definitiv sinnvoll...

TaraTamm
15.07.2023, 13:26
Wobei es das nur in D gibt, kontraproduktiv für die Erwerbstätigkeit der Frauen ist und die EU D deshalb schon mehrfach gerügt hat... ich profitiere auch sehr davon und fände es persönlich extrem blöd wenn es abgeschafft wird. Gesellschaftspolitisch ist es aber definitiv sinnvoll...

Finde ich nicht unbedingt. Wenn das Geld eh komplett gemeinschaftlich betrachtet wird, dann ist es für die Motivation zum Arbeiten egal wie sich die Gesamtsteuerlast auf die Partner aufteilt.

Bei Gütertrennung: Wenn Partner A mehr verdient und Partner B mit dem geringen Verdienst steuerlich stärker belastet wird, dann ist es meiner Meinung nach selbstverständlich, dass man das untereinander ausgleicht, sodass der geringer verdienende Partner allermindestens einen Ausgleich seiner steuerlichen Schlechterstellung erhält.

FirebirdUSA
15.07.2023, 15:42
Du hast aber dann mehr Geld wenn der weniger Verdienende mehr arbeitet. Insofern denke ich schon das es zu umdenken führen könnte. Im Moment fördert es "klassische" Familienstruktur (was man gut oder schlecht finden kann).

Es ist aber völlig egal so lange es nicht ausreichend, zuverlässig verfügbare Kitaplätze gibt...

Tramaldol
15.07.2023, 19:08
Das mag sein, geht aber am Thema vorbei. Fakt ist, dass in vielen Fachbereichen haufenweise Stellen unbesetzt sind und das Problem wird sich nicht über Nacht von selbst lösen. (...)
Bleibt die Hoffnung, dass möglichst vielen Kollegen bei den aktuellen Entwicklungen klar wird, dass es massivst schädlich für uns und für das Gesundheitswesen in Deutschland ist, SPD oder Grüne zu wählen.

Man sollte die strukturellen Probleme lösen. Nicht für jede Blutabnahme und Zugang ein Arzt, mehr spezialisierte Pflege usw. Bei allem Respekt für die Merkel-CDU-Regierungszeit. Da hat vor allem Verwaltung und Stillstand geherrscht, auch im Gesundheitsbereich. Barr, Rösler, Spahn...nix getan. Die Probleme gab's schon damals. Insbesondere der fehlende Digitalisierung, Pflegekräftemangel und die Strukturprobleme im stationären Bereich waren absehbar. War das sozusagen konservatives Handeln im Sinne von "Bewahren von Traditionen" im Gesundheitsbereich.

Naja für die 180 - 250k Ehepaar ärgerts halt mehr oder weniger. Aber kein Grund keine Kinder zu bekommen und auch das Hungertuch muss man nicht nagen. Man könnte ja mal bei dem FDP Finanzministerium fragen, ob nicht doch mehr Geld da ist.

Es wurde jetzt auch der Pflegebeitrag für Singles deutlich erhöht....wo ist der Aufschrei?

TaraTamm
15.07.2023, 21:01
Man sollte die strukturellen Probleme lösen. Nicht für jede Blutabnahme und Zugang ein Arzt, mehr spezialisierte Pflege usw. Bei allem Respekt für die Merkel-CDU-Regierungszeit. Da hat vor allem Verwaltung und Stillstand geherrscht, auch im Gesundheitsbereich. Barr, Rösler, Spahn...nix getan. Die Probleme gab's schon damals. Insbesondere der fehlende Digitalisierung, Pflegekräftemangel und die Strukturprobleme im stationären Bereich waren absehbar. War das sozusagen konservatives Handeln im Sinne von "Bewahren von Traditionen" im Gesundheitsbereich.

Naja für die 180 - 250k Ehepaar ärgerts halt mehr oder weniger. Aber kein Grund keine Kinder zu bekommen und auch das Hungertuch muss man nicht nagen. Man könnte ja mal bei dem FDP Finanzministerium fragen, ob nicht doch mehr Geld da ist.

Es wurde jetzt auch der Pflegebeitrag für Singles deutlich erhöht....wo ist der Aufschrei?

„Man muss nicht am Hungertuch nagen“ ist auch kein sinnvoller Maßstab für einen Arzt. Und „die strukturellen Probleme lösen“ klingt zwar toll, aber wir wissen beide, dass das nicht auf die Schnelle passieren wird. Zumindest sollte man mit dem bewussten Vertreiben weiterer Ärzte durch Maßnahmen wie die aktuellen vielleicht abwarten bis man zumindest mal begonnen hat mit dem Lösen dieser strukturellen Probleme.

Verstehe nicht so recht, wieso man mit so fadenscheinigen Argumenten gegen die Interessen des eigenen Berufsstandes argumentiert. Aber einige leiden offenbar gerne.

Die Erhöhung des Pflegebeitrags summiert sich selbst über das gesamte Arbeitsleben nicht auf einen auch nur annähernd zum Elterngeld vergleichbaren Betrag