Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WTF nach Elternzeit?!
Feuerblick
05.10.2023, 07:56
Na, dann passt doch alles. Erste Beiträge, die konkret auf kostenpflichtige Leistungen verweisen, werden hier immer sehr kritisch gesehen, weil das meistens nur Spam ist. ;-)
jadefee92
05.10.2023, 09:28
Leider habe ich die Zugangsdaten von meinem ursprünglichen Account vergessen und ich habe mich anscheinend initial auch mit einer meiner selten genutzten Adressen angemeldet, so dass ich einfach nicht nehr reinkomme. Ich habe mich extra für die Kollegin neu angemeldet (hab auch nicht gecheckt dass der erste Post wegen angeblicher Werbung gelöscht wurde) weil ich als Mami weiß wie sehr das Herz blutet, sein Kind in Stress zu sehen. Es gibt Hilfe zur Eingewöhnung (ich hatte jemanden vorgeschlagen, der mir von anderen Ärzte-Mamis empfohlen wurde). Tut mir leid wenn das als Werbung angesehen wird. Ich wollte konstruktive Hilfe geben. Ansonsten: bleib dir selbe treu, Mami. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig.
Ich danke euch für eure Rückmeldungen! Das mit den 3 Jahren stimmt potenziell, allerdings ist die Rechtslage so, dass man an das gebunden ist, was man in der Schwangerschaft für die ersten beiden Jahre beantragt.
Wir haben jetzt folgenden Fahrplan: mein Mann versucht nochmal die Eingewöhnung und ich fange die ersten beiden Wochen an, hab schon so viel wie möglich in diese 2 Wochen getauscht, sollte mein Mann nach einer Woche absehen, dass es schwieriger wird oder auch kein gutes Gefühl haben, brechen wir ab, ich kündige eh zu Ende Dezember und bitte dann ggf. um einen Aufhebungsvertrag. Ich möchte nirgends arbeiten, wo nichts flexibel möglich ist, ich aber dauerhaft flexibel bleiben soll.
Und im Ernst, überall Fachkräftemangel, aber dann denken, die folgende Generation Ärzte müsste alles mitmachen, passt auch nicht zusammen.
jadefee92
05.10.2023, 09:30
Ich würde auch gern hören, wenn du vorgeschlagen hast undtiefeinatmen!
undtiefeinatmen
05.10.2023, 11:57
Hab dir eine Nachricht geschrieben.
Stuntman Mike
05.10.2023, 15:28
Wir haben jetzt folgenden Fahrplan: mein Mann versucht nochmal die Eingewöhnung und ich fange die ersten beiden Wochen an, hab schon so viel wie möglich in diese 2 Wochen getauscht, sollte mein Mann nach einer Woche absehen, dass es schwieriger wird oder auch kein gutes Gefühl haben, brechen wir ab, ich kündige eh zu Ende Dezember und bitte dann ggf. um einen Aufhebungsvertrag.
Klingt doch nach einem guten Plan. Bei unseren Kindern zumindest war es am Anfang einfacher, wenn ich sie gebracht habe, anstatt meiner Frau. Auf die Kündigung würde ich mich an deiner Stelle jetzt aber noch nicht 100% festlegen. Vielleicht spielt sich ja alles noch ein…
Auf jeden Fall viel Erfolg!
Thomas24
05.10.2023, 17:35
Und im Ernst, überall Fachkräftemangel, aber dann denken, die folgende Generation Ärzte müsste alles mitmachen, passt auch nicht zusammen.
Warum denn gleich so melodramatisch? Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben ein Recht auf ihre eigenen Vorstellungen und Prioritäten. Entweder man findet eine gemeinsame Schnittmenge mit einem Modus operandi, mit dem alle leben können- oder eben nicht, das ist doch auch ok. Was nicht zusammenpasst, muss nicht passend gemacht werden.
Autolyse
05.10.2023, 17:43
Warum denn gleich so melodramatisch?
Wird in ein paar Jahren bestimmt besser. (https://imgflip.com/i/81kb2u)
Endoplasmatisches Reticulum
05.10.2023, 19:36
Und im Ernst, überall Fachkräftemangel, aber dann denken, die folgende Generation Ärzte müsste alles mitmachen, passt auch nicht zusammen.
Ich bin ja einer der Letzten, der hier im Forum ein gutes Haar an typischen Krankenhausarbeitgebern lässt. Aber was genau hat denn der Arbeitgeber hier verlangt, "alles mitzumachen"? Dass der Arbeitnehmer zur Arbeit kommt. Ja was denn sonst!?
Wird in ein paar Jahren bestimmt besser. (https://imgflip.com/i/81kb2u)
Macht doch nichts. Dank Männerschuss bei den Oberärzten greift die Quote ja selbst dann noch, wenn das gesamte AiW-Team weiblich ist.
jadefee92
06.10.2023, 08:13
Ich bin ja einer der Letzten, der hier im Forum ein gutes Haar an typischen Krankenhausarbeitgebern lässt. Aber was genau hat denn der Arbeitgeber hier verlangt, "alles mitzumachen"? Dass der Arbeitnehmer zur Arbeit kommt. Ja was denn sonst!?
Macht doch nichts. Dank Männerschuss bei den Oberärzten greift die Quote ja selbst dann noch, wenn das gesamte AiW-Team weiblich ist.
Da du fragst was er genau verlangt, gebe ich dir gerne ein paar Beispiele.
-Urlaub schriftlich zusichern, dann aber einfach durchplanen und sagen, da man bei der betriebsratlichen Genehmigung in Elternzeit war, bestünde kein Anspruch auf genau diesen Urlaub
-andauernde Überplanung, kein Ausgleich, somit hab ich dann nochmal um 15 Prozent reduziert, damit es für mich machbar wird.
-schwanger regelmäßig durcharbeiten ohne Pause
-Keine Schmerzvisite in Teilzeit, somit auch nicht lernen mit Pumpen o.ä. umzugehen
-Keine Intensiv in Teilzeit
-Keine "Muttischichten"
-Keine festen freien Tage (dabei weiß ich von männlichen Kollegen, die feste freie Tage haben)
-Fortbildungsankündigungen regelhaft 2 Tage vorher "du kommst übrigens übermorgen zur Reafortbildung", was Betreuungsplanung schwierig macht, dann aber Unverständnis, wenn es nicht klappt aufgrund von eigenen Arzt/Amtsterminen
-Fortbildungen geben, aber Vorbereitung bitte unbezahlt von zu Hause aus, Vorlauf manchmal 1 Woche
-Einbestellung wenn nicht eingesprungen wird, dass man sich mal überlegen solle, ob man den Fokus nicht zu sehr auf sein Hobby statt auf den Beruf lege (danke, ich geh dann jetzt mal nach Hause zu meinem heulenden Hobby?)
Also insgesamt: ich darf arbeiten kommen, bitte aber keine Weiterbildung oder entgegenkommen fordern, wenn was gelernt werden darf dann aber außerhalb der Regelarbeitszeit, soll mich doch nicht auf schriftliche Urlaubsgenehmigung verlassen und darf 2 Tage vorher Betreuung umorganisieren, wurde zwischen den Kindern 1xpro Woche zum Einspringen angefragt aber wenn ich entgegenkommen brauche, ist es nicht möglich.
Ich hab nur ein paar Beispiele genannt, es gibt viel mehr, die ich in 5 Jahren Betriebszugehörigkeit, wenn davon auch 2Jahre Elternzeit waren, gesammelt habe.
Es ist halt insgesamt keine familienfreundliche Abteilung, Mütter kündigen bei uns regelhaft, viel läuft über Honorarkräfte und für mich war das Entgegenkommen jetzt halt der letzte Tropfen, weil ich gedacht hätte, dass ein Chef was tun müsste, um seine Kräfte zu halten, wenn er schon in einer Mangelsituation ist. Scheinbar gilt das für Ärzte so nicht.
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