Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soll ein Famulatur so sein, oder habe ich einfach wieder pesch?



Seiten : 1 [2] 3

Tramaldol
10.02.2024, 16:31
Ich halte BEs und Viggos Legen für extrem wichtig. Die Enttäuschung kommt eher davon, dass ich meine Vorstellungen von einem Famulatur auf dieser Station vorher an die Personalern offen kommuniziert hatte, sie mir dies so gar bestätigt haben,

Nee Blutentnahmen und Viggos sind nicht so wichtig. Das kann man schnell lernen und es ist eine sehr einfache Tätigkeit.

Personalabteilungen und irgendwelche leitenden Ärzte sind eh mit Vorsicht zu genießen. Die Versprechen dir Gott und die Welt damit du kommst und am Ende halten sie mit Glück 10%. Wenn es nicht schriftlich irgendwo steht, ist es vollkommen wertlos. Willkommen im deutschen Gesundheitswesen.

davo
10.02.2024, 16:55
Bitte nicht schon wieder einen Thread mit deiner Rundumkritik entgleisen lassen!

xyl15
10.02.2024, 19:52
Ich frag mal umgekehrt: ich kriege am Montag eine Famulantin- was in unserer Klinik (orthopädische Reha) sehr selten ist.
Was würdet ihr euch als Famulanten wünschen, was wollte ihr lernen/machen?

denkstdu
11.02.2024, 05:17
Ich hatte mir damals in meiner Orthofamulatur gewünscht dass ich ordentlich Gelenke untersuchen lerne.Das habe ich auch nach meinen ersten 14d wo ich nur im OP stand bei Hüften gesagt und siehe da ich durfte auch was anderes sehen.Manchmal hilft auch einfach als kleiner Wurm den Mund aufmachen.

docdean
11.02.2024, 07:56
Meine eigene Famulantenzeit ist schon eine Weile her, aber wenn ich heute auf der anderen Seite stehe, versuche ich immer, sie von Anfang an an die Hand zu nehmen, damit sie sich eingebunden und betreut fühlen und nicht verloren rumstehen. Ich weiß noch, dass ich damals überhaupt keinen Plan hatte, wie der Krankenhausalltag überhaupt läuft und was man sich angucken könnte, deswegen kommuniziere ich mit den Studenten regelmäßig, ob sie hier und da mitkommen wollen oder was sie für Erwartungen haben. Man kann natürlich auch sagen, dass es deren Pflicht ist, sich aktiv einzubringen, aber ich find es für alle angenehmer, ihnen entgegenzukommen und sie da abzuholen, wo sie stehen

davo
11.02.2024, 08:02
Genau - die Erklärung all dieser Abläufe ist IMHO sehr wichtig. Was ist bei der Aufnahme besonders wichtig zu erheben? Auf welche Dinge achtet man bei welchem Patienten bei der Visite und warum? Warum wird bei diesem Patienten jene Untersuchung durchgeführt? Warum wird bei jenem Patienten die Medikation so oder so geändert - oder noch nicht geändert? Warum wird jener Patient entlassen? Usw. Meist ist man als Famulant völlig verloren und sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht.

abcd
11.02.2024, 09:44
T

Die beste Famulatur meines Lebens war in Bad Neustadt an der Saale. Dort gibt es ein Programm namens "Kardiovaskuläres Praktikum", da kann ich nur empfehlen sich einfach mal durchzulesen was die so bieten. So viele Praktika und Vorlesungen, so viele engagierte Oberärzte und Chefärzte, so viele Sachen die man lernen durfte. Das war Wahnsinn. Kann ich für Leute die sich für Gefäßchirurgie interessieren uneingeschränkt empfehlen!

ist ja lustig, das habe ich auch damals gemacht - war toll. Herzklappe am Schweinherz ....
Ich glaube, das gefällt auch nicht gefäßchirurgisch Interessierten.

Bonnerin
11.02.2024, 09:44
Schließe mich an. Gerade, wenn es die erste Famulatur ist, fehlt - ganz natürlich - oft sowohl das Fachwissen als auch die organisatorischen Hintergründe.

Auf der HNO (war meine erste Klinik-Famu, nach 2 Semestern Klinik) gab es nicht so viele Blutabnahmen etc. Dafür hat man mich sehr gut in die Neuaufnahmen und Entlassungen eingebunden, hat mir strukturierte Befunderhebung und Dokumentation beigebracht. Die OPs wurden morgens besprochen und man wurde ermutigt, mitzugehen. Das wird es in der Reha sicher nicht geben, aber dafür vermutlich Untersuchungen etc.

Und dann auch die Befunde besprechen, soweit es geht: Laborwerte, Röntgenbilder, Sono...damit verbundene Therapieänderungen etc.

Ja, der Depp für BE und Viggos sein ist leider normal. Aber letztlich macht man ja häufig Famulatur in einem Fach, weil man das tägliche Arbeitsleben kennenlernen will. Genau das sollte man eben auch zeigen. Spätestens im Innere-PJ sind viele ja der Meinung, dass die einzige Tätigkeit, die man als Student bekommt Leute stechen ist...das ist schade.

Berry-Alan
11.02.2024, 10:27
Ich frag mal umgekehrt: ich kriege am Montag eine Famulantin- was in unserer Klinik (orthopädische Reha) sehr selten ist.
Was würdet ihr euch als Famulanten wünschen, was wollte ihr lernen/machen?

Ich gebe dir gerne meine Sicht als ein Famulant, der wie oben beschrieben nicht zufrieden mit seinem Famu ist:

1) Ich finde einen festen Ansprechspartner oder zumindestens einen festen Arbeitsplan wichtig. Jeden Morgen zur Chefarztsekretärin laufen und fragen, was man machen kann oder sich an die sowieso schon überlasteten Assistenzärzte ranzuhängen, die nichts mit einem anzufangen wissen, ist ätzend. Es gibt viele, die sagen, man müsse sich als Famulant selbst aktiv einbringen, aber wie soll ich das bewerkstelligen, wenn ich nichtmal weiß, wie überhaupt die Abläufe sind und was es genau zu tun gibt? Also bitte, gibt den Famulanten etwas Halt und Orientierung. Man hat sowieso das Gefühl, eine Belastung für die Station und den Ärzten zu sein.

2) Die Meisten, die einen Famu in den weniger "üblichen" Gebieten oder Stationen machen, möchten entweder das Gebiet als ein pot. zukünftiges Berufsfeld erkunden oder paar spezifische Basics zu dem Fach lernen. Ich kam z.B. mit der Erwartung, dass ich mehr über die Anamnese- und Untersuchungstechiken lerne. Oder dass ich die Docs auf ihrer Visite begleite und vielleicht kurz (und meine damit wirklich kurz) einige der Fälle mit ihnen bespreche.

Während des Semesters hat man sowieso kein Leben, da man jede Menge sinnlose Praktika und Seminare mit Anwesenheitspflicht überstehen muss, die eher den Charakter von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen haben (Grüße gehen u.a. raus an die jeweils einwöchigen Praktika in Geschichte/Ethik, Biometrie, Wirtschaft und Gesundheit und alle anderen Lebenszeiträuber, die nächstes Semester auf mich warten 😅). Während meine BWLer oder Lehramt-Freunde die VL-freie Zeit zum jobben, reisen oder einfach zum Chillen nutzen, müssen wir Vollzeit und ohne irgendeine Art der Aufwandsentschädigung Famus ableisten. Und da wünschen wir uns einfach, dass es sich lohnt und wir am Ende des Famus das Gefühl haben, etwas Sinnvolles und für die Zukunft Förderliches gelernt zu haben. 30 Tage nur Blut abnehmen und von jedem 5. Pat Anschiess bekommen, warum man die Vene nicht so gut wie die eine Schwester getroffen hat, ist keine sinnvolle Tätigkeit, für die ich 4mal auf meine Semesterferien verzichten müsste. Man kann die Famulanten ja für 3-4 Tage als reine Blutentnahmekräfte einsetzen, damit sie das lernen (oder dezidiert über die gesamte Famuzeit, während man aber auch andere Sachen sehen und tun darf). Die restliche Zeit möchte ich aber mehr von den ärztlichen Arbeitsweisen lernen. Das ist ja an sich das hypothetische Ziel eines Famulaturs. Aber wenn ich "nur" mit der Pflege rumhänge und BEs erledige, ist es doch nur ne Wiederauflage des unnötigen Pflegepraktikums aus der Vorklinik, von dem noch mind 6/10 eine PTBS entwickelt haben 😄.

Tramaldol
11.02.2024, 10:28
Also ich fand das schon sehr befremdlich in der Uniklinik, dass Studenten (egal ob Famulatur, PJ, Blockpraktikum) zuständig für alle Zugänge und Blutabnahmen waren. Klar so spart man auf extrem unprofessioneller Ebene Personal bzw. entlastet die Assis. Mit den Blutentnahmen und Viggos hat man in Deutschland mal wieder eine Option zum Ausnutzen und Missbrauch von Praktikten gefunden unter dem Deckmantel "ja Blutentnahmen und Viggos sind eine rein "ärztliche Tätigkeit" und das muss man ja unbedingt sofort können".

Besser ist es wenn Famulanten einfach einen Einblick in das Fach erhalten, was auf einen zukommt, wenn man dort Weiterbildung macht und 40 Jahre arbeitet. Ein ganz klassisches Praktikum.
Das heißt Anamnese, Aufnahmen, Untersuchungen, Visite, OP-Assistenz. Meiner Ansicht nach muss das auch nicht jeden Tag bis 17 Uhr gehen. Die Leute kommen für 0€/h.

Tramaldol
11.02.2024, 10:58
Ich finde einen festen Ansprechspartner oder zumindestens einen festen Arbeitsplan wichtig. Jeden Morgen zur Chefarztsekretärin laufen und fragen, was man machen kann oder sich an die sowieso schon überlasteten Assistenzärzte ranzuhängen, die nichts mit einem anzufangen wissen, ist ätzend. Es gibt viele, die sagen, man müsse sich als Famulant selbst aktiv einbringen, aber wie soll ich das bewerkstelligen, wenn ich nichtmal weiß, wie überhaupt die Abläufe sind und was es genau zu tun gibt? Also bitte, gibt den Famulanten etwas Halt und Orientierung. Man hat sowieso das Gefühl, eine Belastung für die Station und den Ärzten zu sein.


Also wenn es so abläuft, haben sie offensichtlich kein Interesse. Lass dich im OP eintragen, da sieht man die wichtigen Sachen in einem chirurgischen Fach. Vllt "erbarmt" sich jemand dann noch deiner. Im OP lernt man sich besser kennen, wenn man lange zusammen in so einem kleinen Raum ist. Ansonsten die Zeit vollmachen und gehen. Mit der Pflege rumhängen würde ich nicht.
Du könnte man auch mit der Leitung der Abteilung besprechen, natürlich in einem diplomatischen Ton. Sprich du würdest gerne mehr sehen, lernen und auch mithelfen und momentan würde das suboptimal laufen.



Die Meisten, die einen Famu in den weniger "üblichen" Gebieten oder Stationen machen, möchten entweder das Gebiet als ein pot. zukünftiges Berufsfeld erkunden oder paar spezifische Basics zu dem Fach lernen. Ich kam z.B. mit der Erwartung, dass ich mehr über die Anamnese- und Untersuchungstechiken lerne. Oder dass ich die Docs auf ihrer Visite begleite und vielleicht kurz (und meine damit wirklich kurz) einige der Fälle mit ihnen bespreche.


Wenn du nicht mal Visite mitmachst, läuft definitiv etwas schief. Frag doch einfach mal.




Während des Semesters hat man sowieso kein Leben, da man jede Menge sinnlose Praktika und Seminare mit Anwesenheitspflicht überstehen muss, die eher den Charakter von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen haben (Grüße gehen u.a. raus an die jeweils einwöchigen Praktika in Geschichte/Ethik, Biometrie, Wirtschaft und Gesundheit und alle anderen Lebenszeiträuber, die nächstes Semester auf mich warten ��). Während meine BWLer oder Lehramt-Freunde die VL-freie Zeit zum jobben, reisen oder einfach zum Chillen nutzen, müssen wir Vollzeit und ohne irgendeine Art der Aufwandsentschädigung Famus ableisten. Und da wünschen wir uns einfach, dass es sich lohnt und wir am Ende des Famus das Gefühl haben, etwas Sinnvolles und für die Zukunft Förderliches gelernt zu haben. 30 Tage nur Blut abnehmen und von jedem 5. Pat Anschiess bekommen, warum man die Vene nicht so gut wie die eine Schwester getroffen hat, ist keine sinnvolle Tätigkeit, für die ich 4mal auf meine Semesterferien verzichten müsste. Man kann die Famulanten ja für 3-4 Tage als reine Blutentnahmekräfte einsetzen, damit sie das lernen (oder dezidiert über die gesamte Famuzeit, während man aber auch andere Sachen sehen und tun darf). Die restliche Zeit möchte ich aber mehr von den ärztlichen Arbeitsweisen lernen. Das ist ja an sich das hypothetische Ziel eines Famulaturs. Aber wenn ich "nur" mit der Pflege rumhänge und BEs erledige, ist es doch nur ne Wiederauflage des unnötigen Pflegepraktikums aus der Vorklinik, von dem noch mind 6/10 eine PTBS entwickelt haben ��.

Das stimmt. Das Studium ist vollkommen verschult. Jedes Fach meint es wäre besonders wichtig und müsste besonders lange Praktika mit Anwesenheitspflicht haben. Das Studium könnte man auf 4 Jahre verkürzen, wenn es denn den Willen gäbe. PJ in seiner jetzigen Form müsste reformiert werden mit Denkanstößen wie im FY1 in GB oder Unterassistent in der Schweiz. Dann gibts mehr Verantwortung und auch etwas mehr Geld.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mach die Famulaturen und PJ im Ausland! Da hat man die besten Erfahrungen und die werden dir bei einer Bezahlung von 0€/h zu 100% keine Unterschrift verwehren.
Im Nachhinein hatten die Leute da die besten Erfahreungen. Sei es Famulatur beim Hausarzt in Südfrankreich oder Großbritannien, Orthopädie in Spanien, Innere auf den kanarischen Inseln oder Malta...egal.
Mit irgendwelchen Viggos/BE oder Verbandswechsel um 17 Uhr wird man da zumindest nicht belästigt bei einer Bezahlung von 0€/h.
Und irgendwelchen Quatscherzählungen, wie man lernt da nix, würde ich nicht auf dem Leim gehen. Das ist genau dieselbe Medizin wie hier, nur anders organisiert. In der Regel freundlicheres Personal.

Gerade in Großbritannien machen Hausärzte viel mehr als in Deutschland. Die deutsche Allgemeinmedizinausbildung wird auch dort wegen fehlender Gleichwertigkeit zu Recht nicht anerkannt.

Und ansonsten gibt es die Mund-zu-Mund Propaganda und einschlägige Websites mit Bewertungen von Kliniken in deiner Nähe für PJ&Famulatur, so dass man nicht so schlechte Erfahrungen bekommt wie du jetzt.

Berry-Alan
11.02.2024, 11:07
Also wenn es so abläuft, haben sie offensichtlich kein Interesse. Lass dich im OP eintragen, da sieht man die wichtigen Sachen in einem chirurgischen Fach. Vllt "erbarmt" sich jemand dann noch deiner. Im OP lernt man sich besser kennen, wenn man lange zusammen in so einem kleinen Raum ist. Ansonsten die Zeit vollmachen und gehen. Mit der Pflege rumhängen würde ich nicht.
Du könnte man auch mit der Leitung der Abteilung besprechen, natürlich in einem diplomatischen Ton. Sprich du würdest gerne mehr sehen, lernen und auch mithelfen und momentan würde das suboptimal laufen.



Wenn du nicht mal Visite mitmachst, läuft definitiv etwas schief. Frag doch einfach mal.



Das stimmt. Das Studium ist vollkommen verschult. Jedes Fach meint es wäre besonders wichtig und müsste besonders lange Praktika mit Anwesenheitspflicht haben. Das Studium könnte man auf 4 Jahre verkürzen, wenn es denn den Willen gäbe. PJ in seiner jetzigen Form müsste reformiert werden mit Denkanstößen wie im FY1 in GB oder Unterassistent in der Schweiz. Dann gibts mehr Verantwortung und auch etwas mehr Geld.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mach die Famulaturen und PJ im Ausland! Da hat man die besten Erfahrungen und die werden dir bei einer Bezahlung von 0€/h zu 100% keine Unterschrift verwehren.
Im Nachhinein hatten die Leute da die besten Erfahreungen. Sei es Famulatur beim Hausarzt in Südfrankreich oder Großbritannien, Orthopädie in Spanien, Innere auf den kanarischen Inseln oder Malta...egal.
Mit irgendwelchen Viggos/BE oder Verbandswechsel um 17 Uhr wird man da zumindest nicht belästigt bei einer Bezahlung von 0€/h.
Und irgendwelchen Quatscherzählungen, wie man lernt da nix, würde ich nicht auf dem Leim gehen. Das ist genau dieselbe Medizin wie hier, nur anders organisiert. In der Regel freundlicheres Personal.

Gerade in Großbritannien machen Hausärzte viel mehr als in Deutschland. Die deutsche Allgemeinmedizinausbildung wird auch dort wegen fehlender Gleichwertigkeit zu Recht nicht anerkannt.

Und ansonsten gibt es die Mund-zu-Mund Propaganda und einschlägige Websites mit Bewertungen von Kliniken in deiner Nähe für PJ&Famulatur, so dass man nicht so schlechte Erfahrungen bekommt wie du jetzt.

Ich habe mich desöfteren zur Wehr gesetzt (diplomatisch mit ner Prise von lustiger Ironie) und bekam jedesmal signalisiert, dass es dafür keine Zeit/Interesse/Kapazität existiert. Der Chefarzt meinte zu mir, dass man in seinem Heimatland als Famulus auch zuständig für die Pflege der Pats war und ich froh sein kann, nach den Viggos/BEs wieder nach Hausd zu können. Habe meine 15 Tage am Dienstag voll und werde schneller als der Wind weg sein.
Für meine nächsten Famus werde ich mehr auf die Mundpropaganda und die üblichen Rankingportale achten 😅

anignu
12.02.2024, 13:36
ist ja lustig, das habe ich auch damals gemacht - war toll. Herzklappe am Schweinherz ....
Ich glaube, das gefällt auch nicht gefäßchirurgisch Interessierten.
Ich wollt jetzt extra nicht reinschreiben dass das Einnähen einer mechanischen Aortenklappe in ein echtes Schweineherz dabei war. Weiß ja nicht ob die das weiterhin anbieten. Nicht dass man falsche Hoffnungen weckt. Auch dass ich damals meinen ersten ZVK gelegt und (manchmal) intubieren durfte usw... Ich schreib nur "war die beste Famulatur" und den Rest muss jeder selbst rausfinden ;-)

h3nni
13.02.2024, 15:35
Sei es Famulatur beim Hausarzt in Südfrankreich oder Großbritannien, (...)

Gerade in Großbritannien machen Hausärzte viel mehr als in Deutschland. Die deutsche Allgemeinmedizinausbildung wird auch dort wegen fehlender Gleichwertigkeit zu Recht nicht anerkannt.



da aber cave, ob das wirklich anerkannt wird. Ausland ist ja nicht deutsche Hausarzt-(oder Kinderarzt)-Versorgung.

FirebirdUSA
14.02.2024, 10:50
Also ich fand das schon sehr befremdlich in der Uniklinik, dass Studenten (egal ob Famulatur, PJ, Blockpraktikum) zuständig für alle Zugänge und Blutabnahmen waren.

Ist zwar schon eine Weile her, ich fand es damals aber gar nicht schlimm und sogar spannend endlich mal etwas "invasives" an einem Patienten machen zu dürfen. Wenn es das einzige geblieben wäre, wäre ich aber auch unzufrieden gewesen. Da ich aber auch immer eigene Aufnahmen hatte (die dann mit mir besprochen wurden), Visiten machen durfte, etc. war es für mich ein insgesamt passendes Paket und ich fand die Möglichkeit als "Student" zu üben auch sehr hilfreich. Später wird nämlich einfach erwartet, dass wenn es schwer geht man den Zugang rein bekommt...

Kackbratze
27.02.2024, 22:02
2 Sachen: die Famulatur ist so wie sie läuft für die Tonne. Bescheinigung abholen, Mund abputzen, woanders weitermachen. Habe ich mit meinen Praktika/Famulaturen auch so gehabt und gehandhabt. Ist nicht überall perfekt.
Die zweite Sache sind die Blutentnahmen, das war egal wo Standardaufgabe und hat mir, da ich in der Onko auch war, seeeehr viel geholfen. Sieht man immer erst viel später im Leben, ist aber schon schön, wenn man es kann und man damit dann als Arzt glänzen kann bei extrem schlechten Venenverhältnissen. Sorgt für eine bessere Arzt-Patienten-Chemie. Allerdings sollte es nicht die einzige Tätigkeit bei einem Praktikum jedweder Art sein.

dmtec
28.02.2024, 06:17
Niemand braucht Famulaturen. Du bist der letzte Honk, das ist leider so.
Minimaler Einsatz reicht. Spars dir fürs PJ.

Endoplasmatisches Reticulum
28.02.2024, 10:37
......

rafiki
28.02.2024, 11:09
Schwierige Einstellung. Famulaturen haben sehr wohl Sinn (ansonsten müssten sie in Hospitation umbenannt werden). Wenn man merkt, dass man dort nicht wirklich erwünscht ist, dann beenden. Der Notwendigkeit, BE zu lernen, stimme ich völlig zu. Außer, dass man später nicht der "Depp" ist, sondern der Arzt, der es kann - was den Pat. sehr freut. Und kann wirklich mehr sein, als Routinehandwerk - wenn man weiß, wie es zu nutzen ist.

Endoplasmatisches Reticulum
28.02.2024, 11:20
.........