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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Päd-Stelle in Sicht



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Acheron
23.05.2024, 05:25
Ich kann das sehr gut verstehen. Wenn man ein Großstadtmensch ist, möchte man einfach nicht aufs Land ziehen, egal wie schön die Natur, nett die Menschen etc sind. Das hilft einem dann einfach nicht weiter, genauso wie man einem Dorfmenschen auch das Großstadtleben nicht schmackhaft machen kann, wenn man ihm sagt, dass er ja in den Park gehen kann oder am Wochenende in die Natur fahren könne.

Andere Frage: Könntest du dir das Ruhrgebiet vorstellen? Zwar nicht die schönsten Städte, aber mehrere Großstädte >500tsd Einwohner und in aller Regel deutlich entspanntere Stellensituation als in anderen Ballungszentren. Wenn du dann auch noch bereit bist mit dem Auto 30-40 Minuten in umliegende Städte am Rand des Ruhrgebietes zu pendeln, hast du nochmal mehr Kliniken zur Auswahl, dann findest du mit Sicherheit etwas, dort suchen auf die Pädiater, gibt dort viele Stellenausschreibungen und teils einen ausgeprägten Mangel an qualifizierten Bewerbern. So könntest du erstmal Erfahrung sammeln und dann ggf. immer noch in die Heimat zurückziehen mit etwas Berufserfahrung.

JAK1
23.05.2024, 05:55
Ich sehe das echt anders. Das ist doch kein ernsthaftes Problem, weil es ja nicht auf Dauer ist? Auch ein Großstadtmensch kann mal ein Jahr in einer Kleinstadt aushalten. Es wird hier so getan als sei dies DIE Lebensentscheidung. Mach ein Jahr Päd in der Kleinstadt, dann bist du attraktiv für deine Heimatstadt.

Feuerblick
23.05.2024, 07:01
Zumal es in Deutschland definitiv mehr als DIE EINE Großstadt gibt. Ich bin auch Dorfmensch und hätte mir doch Großstadt angetan für meinen Traumjob. Hatte mich auch entsprechend überall beworben. Dass es dann anders kam, war lediglich der Stellensituation geschuldet. Ist halt so. :-nix

-pixel
23.05.2024, 07:27
Wenn es wirklich Päd sein soll, solltest du schon etwas örtlich flexibel sein.. schau dir verschiedene Kliniken an, auch etwas kleinere Häuser sind für den Anfang nicht schlecht.. ich kann dir von meiner Erfahrung sagen, dass du dir nach 2 Jahren wirklich die Stelle aussuchen kannst (ich hatte Zusagen auch in seeeehr beliebten Großstädten).. und wer weiß, vllt findest du raus, dass die Uni-Klinik-Päd bei dir in der Großstadt bei der Hospitation doch nicht so gut gefällt.. allerdings frage ich mich schon, wo und wie du dich beworben hast, wenn du nur Absagen bekommst..

Zilia
23.05.2024, 07:40
Ich war mit Mitte 30 mit dem Studium fertig und da ist es definitiv schwerer, einfach mal woanders hinzugehen, um da ne Stelle anzufangen. Aber mit Mitte 20? Verstehe ich nicht. Vielleicht mal mit dem “wirklichen Leben” befassen.

Moonchen
23.05.2024, 08:15
Bei mir sah es damals ähnlich aus wie bei dir - wollte unbedingt Päd machen und auch unbedingt in einer Großstadt bleiben. Hatte keine Stelle bekommen und dann in eine Stadt (80000 Einwohner) gewechselt. War im Nachhinein genau das Richtige - Weiterbildung war super gewesen und wenn du erstmal nen Fuß in der Pädiatrie hast findest du in 2-3 Jahren auch woanders eine Stelle. Von daher würde ich auf jeden Fall auch in kleineren Städten suchen. Du musst jetzt ja auch nicht auf das platte Land rausziehen sondern könntest ja durchaus auch von einer größeren Stadt pendeln.

Endoplasmatisches Reticulum
23.05.2024, 10:37
Ach Mensch, das Forum wieder. Da hat ein Mensch andere Vorstellungen vom eigenen Leben als man selbst, die etwas mit der Realität clashen, und es kommt wenig mehr als schroffes "Was für ein Gejammer, Schneeflöckchen", "Kann gar nicht sein, dass man keine Stelle findet, muss an dir liegen" und "Also iiiich habe genau das gemacht, was du absolut nicht willst, und das war richtig so". Hmm, schwierig, ob man damit jemandem hilft ...

Es soll Menschen geben, die eine hohe Bindung an einen Ort haben. Völlig egal, warum. Da steht es doch niemandem zu, das zu verurteilen, nur weil sie selbst mit Mitte 20 #travellife gefeiert haben und in ihren Tinder-Bios stolze Listen von Städten aufgeführt haben, in denen sie innerhalb weniger Jahre gewohnt haben. Um es mal überspitzt zu formulieren. Mediziner leben da ein wenig in einer Blase. Ich habe mal Umfagen gesehen, dass so etwa 2/3 der Arbeitnehmer einen Umzug für einen Job kategorisch ausschließen. Also ganz ab vom Schuss ist man auch als junger Mensch nicht, wenn der Gedanke an einen Fernwegzug keine Vorfreude aufs Neue auslöst, sondern üble Magenverstiffung.

Dabei muss man aber schon auch sagen, Sophinkel, man kann dir kaum helfen. Gerade in kleineren Fächern, die es nicht an jedem zweiten Haus gibt, kann es tatsächlich schnell mal vorkommen, dass man selbst im Umkreis von vielleicht 100 km oder so nichts findet. Stellensuche ist als Berufseinsteiger wirklich Glück. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dann oft schneller springen können als andere, wenn etwas frei wird, weil der Besetzungsdruck eher die Stelle füllt als die Individualität des Bewerbers. Ständiges Nachhaken bringt auch eher wenig Erfolg. Dann passiert nämlich in Chefarztköpfen dasselbe, was man hier im Forum oft beobachten kann - hat zwischenzeitlich auch woanders nichts gefunden, dann muss es am Bewerber liegen, Red Flag, nein danke. Wenn dir der Wohnort wichtig ist, was ich verstehe, wirst du auf Glück hoffen oder einen Umweg gehen müssen. Andere Alternativen sehe ich nicht. Was aber stimmt, ist, dass es mit etwas Berufserfahrung deutlich einfacher wird. Da reichen teilweise schon 6-12 Monate in einem anderen Fach, dass man das Gefühl hat, man bewirbt sich in einer anderen Welt auf Stellen.

Sophinkel
23.05.2024, 14:01
Ach Mensch, das Forum wieder. Da hat ein Mensch andere Vorstellungen vom eigenen Leben als man selbst, die etwas mit der Realität clashen, und es kommt wenig mehr als schroffes "Was für ein Gejammer, Schneeflöckchen", "Kann gar nicht sein, dass man keine Stelle findet, muss an dir liegen" und "Also iiiich habe genau das gemacht, was du absolut nicht willst, und das war richtig so". Hmm, schwierig, ob man damit jemandem hilft ...

Es soll Menschen geben, die eine hohe Bindung an einen Ort haben. Völlig egal, warum. Da steht es doch niemandem zu, das zu verurteilen, nur weil sie selbst mit Mitte 20 #travellife gefeiert haben und in ihren Tinder-Bios stolze Listen von Städten aufgeführt haben, in denen sie innerhalb weniger Jahre gewohnt haben. Um es mal überspitzt zu formulieren. Mediziner leben da ein wenig in einer Blase. Ich habe mal Umfagen gesehen, dass so etwa 2/3 der Arbeitnehmer einen Umzug für einen Job kategorisch ausschließen. Also ganz ab vom Schuss ist man auch als junger Mensch nicht, wenn der Gedanke an einen Fernwegzug keine Vorfreude aufs Neue auslöst, sondern üble Magenverstiffung.

Dabei muss man aber schon auch sagen, Sophinkel, man kann dir kaum helfen. Gerade in kleineren Fächern, die es nicht an jedem zweiten Haus gibt, kann es tatsächlich schnell mal vorkommen, dass man selbst im Umkreis von vielleicht 100 km oder so nichts findet. Stellensuche ist als Berufseinsteiger wirklich Glück. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dann oft schneller springen können als andere, wenn etwas frei wird, weil der Besetzungsdruck eher die Stelle füllt als die Individualität des Bewerbers. Ständiges Nachhaken bringt auch eher wenig Erfolg. Dann passiert nämlich in Chefarztköpfen dasselbe, was man hier im Forum oft beobachten kann - hat zwischenzeitlich auch woanders nichts gefunden, dann muss es am Bewerber liegen, Red Flag, nein danke. Wenn dir der Wohnort wichtig ist, was ich verstehe, wirst du auf Glück hoffen oder einen Umweg gehen müssen. Andere Alternativen sehe ich nicht. Was aber stimmt, ist, dass es mit etwas Berufserfahrung deutlich einfacher wird. Da reichen teilweise schon 6-12 Monate in einem anderen Fach, dass man das Gefühl hat, man bewirbt sich in einer anderen Welt auf Stellen.

Hey, danke für deinen humanen Beitrag! Ich finde auch, dass da Medizinern, aber auch sicherlich anderen Branchen was örtliche Flexibilität angeht, viel abverlangt wird im Vergleich zu anderen Berufsgruppen. Freunde von mir haben in völlig anderen Bereichen studiert oder eine Ausbildung absolviert und haben hier etwas gefunden, auch solche, denen man am Anfang ihres Studium gesagt hatte, dass sie mit diesem Studium keinen Job finden werden, da zu "brotlos". Es fängt ja schon damit an, dass man dankbar sein kann, irgendwo in Deutschland einen Medizin-Studienplatz zu erhalten. Und ich bin auch dankbar, dass ich unkompliziert nach dem Abi einen Studienplatz erhalten habe nur finde ich, dass einem 6 Jahre lang eine örtliche Flexibilität abverlangt wird für das Studium, Platztausch hat bei mir nicht geklappt, und dass das dann leider so weiter geht für die FA musste ich erstmal verdauen. Nach der ganzen Zeit fragt man sich halt, ob es immer weiter so geht, immer neue Orte, immer hoffen auf Glück, dass sich doch etwas ergibt. Naja deshalb habe ich jetzt sehr lange gewartet und dabei natürlich aktiv beworben mit der Hoffnung, dass sich was ergibt, was für mich ok war erstmal. Und ich wurde auch zu Gesprächen eingeladen habe auch Jobangebote bekommen (leider aber immer welche wo man bei Hospitation und längerem Nachfragen gemerkt hat, dass es tatsächlich viele Probleme in der EInrichtung gibt, es waren wirklich bedingungen, die mir auch im weiteren Verlauf einen Jobwechsel erschwert hätten.) Ich bin jetzt bereit, wegzuziehen und kann nach einem Jahr bilanz ziehen, ob es päd das wirklich wert ist oder nicht, es hilft ja leider nichts, auch wenn es sehr frustierend ist.

Relaxometrie
23.05.2024, 21:37
Herzlich Willkommen im echten Leben, Sophinkel. Mit Deinem ausufernden Cinderella-Schneeflöckchen-Gejammere machst Du Dir das Leben selbst schwer. Chill mal Deine Base.

h3nni
24.05.2024, 06:39
Wo bin ich denn hier gelandet, dass wir (subjektiv) verzweifelte Kollegen am Anfang des Berufslebens so runtermachen, ihnen Märchengeschichten unterstellen und dann unempathisch mitteilen, sie sollen sich nicht so aufregen?

Ich finde die Sorgen an sich nachvollziehbar, auch, dass man sich eigentlich nicht von einer Frist zur nächsten hangeln will (wobei das ehrlich gesagt für viele, auch außerhalb der Medizin, die Realität ist) und irgendwie ankommen will. Ich habe das Forum eigentlich so kennengelernt, dass man versucht, sich zu helfen und Sophinkel scheint kein absolut hoffnungsloser Fall zu sein in meinen Augen.

Wie wärs, wenn alle mal ihre bases chillen würden?

Erlkönigin
24.05.2024, 08:15
Ich empfinde viele Antworten hier auch nicht als adäquaten zwischenmenschlichen Umgang mit jemandem, der einen nichts getan hat. Ob das der Empathie Burnout im Gesundheitswesen ist?
Klar sind das irgendwie first world problems, aber das räumt die Threaderstellerin ja auch ein... Und die meisten Probleme sind halt first world problems. Reagiert ihr auch so, wenn jemand von euren Freunden Liebeskummer hat oder anderweitig unglücklich, aber trotzdem nicht essentiell in seiner Existenz bedroht ist? Echt ziemlich bizarr.

@ Eigentliches Thema
Ich bin auch für die Wunschfachrichtung umgezogen und es war/ist okay. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, aber mei.

Relaxometrie
24.05.2024, 08:46
Ach Mensch, das Forum wieder. Da hat ein Mensch andere Vorstellungen vom eigenen Leben als man selbst, die etwas mit der Realität clashen, und es kommt wenig mehr als schroffes "Was für ein Gejammer, Schneeflöckchen"

Dabei muss man aber schon auch sagen, Sophinkel, man kann dir kaum helfen.




Wo bin ich denn hier gelandet, dass wir (subjektiv) verzweifelte Kollegen am Anfang des Berufslebens so runtermachen, ihnen Märchengeschichten unterstellen und dann unempathisch mitteilen, sie sollen sich nicht so aufregen?




Ich empfinde viele Antworten hier auch nicht als adäquaten zwischenmenschlichen Umgang mit jemandem, der einen nichts getan hat.
@ Eigentliches Thema
Ich bin auch für die Wunschfachrichtung umgezogen und es war/ist okay. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, aber mei.



Das Eingangposting ging noch, aber Sophinkel hat gar nicht mehr aufgehört zu lamentieren und sich im Kreis zu drehen. Das ist halt nicht zielführend.
Interessanterweise sind diejenigen, die dem Forum eine nicht empathische Art attestieren, selbst im Leben ja offensichtlich die notwendigen Kompromisse eingegangen. Die Antworten haben -mal wieder, aber pathognomonisch für die deutsche Denkweise- sehr viel von "wasch mich, aber mach mich nicht nass". Ihr sagt doch selbst, dass man Sophinkel kaum helfen kann. Kritisiert aber diejenigen, die direkt schreiben, dass die Ansichten von Sophinkel nicht zielführend sind.

Trenn
24.05.2024, 09:35
OP ist mehr geholfen, wenn man sie "sanft" aber direkt mit der Realität konfrontiert, anstatt sie in ihre Traumvorstellungen zu validieren. Leider kriegt man in der Arbeitswelt nichts hinterher geschmissen, niemanden ist einem was schuldig. Man darf mit einem mittelmäßigen Abschluss (zweier Schnitt ist wahrscheinlich durch die Noteninflation auch nicht mehr so viel wert, zudem fehlende Promotion als möglicher Hinweis auf eine geringere Leistungsbereitschaft und Frustrationstoleranz) nicht zu viel erwarten. Besser hier die Augen öffnen, die eigene Einstellung überdenken als mit der ersten Stelle böse zu erwachen.

Espressa
24.05.2024, 09:41
Ich würde einem Umzug - vielleicht nur vorübergehend - eine Chance geben. Du bist jung und ohne Kinder, da ist es ein leichtes! Später mit Kindern machst du das nicht mehr. Jetzt ist der Moment für den Beruf mal etwas auszuschwärmen und an Wunschkliniken zu arbeiten.

Endoplasmatisches Reticulum
24.05.2024, 10:09
Es geht um das Wie, Relaxo. Die TE hat selbst erkannt, welche Möglichkeiten ihr bleiben. Meine Güte, sich zum Berufseinstieg zurückgelassen zu fühlen, ist nicht zielführend. Natürlich nicht. Das ist ein Zustand, eine Feststellung. Das hat keine Richtung. Darf man es nicht trotzdem zum Ausdruck bringen, ohne sofort in Grund und Boden gestänkert zu werden? Das Forum neigt mir in letzter Zeit etwas zu sehr zum agressiven Circlejerking. Ich schreibe hier auch nicht mehr so viel, weil oft nur noch Aussagen rausgepickt werden, um jemanden anzukacken. Dazu immer diese Meta-Pöbeleien nicht darüber, was gesagt wurde, sondern ob der bloße Umstand, dass es gesagt wurde, irgendwem nicht passt.

Und genau deshalb ändert sich meiner Meinung nach wenig in der Medizin. Denn wenn Leute mal ihr Herz ausschütten, wird es sofort, auch von Kollegen, seziert, aufgefressen, ausgespuckt, begraben, nochmal ausgebuddelt, draufgepinkelt und ein zweites mal verscharrt.

Ist doch egal, ob einzelne Punkte vielleicht etwas weinerlich wirken. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie ein Kollege Missstände auf der Arbeit lamentiert, und die exakt gleichen Reaktionen von allen Seiten erntet. Hier wird jungen Ärzten am laufenden Band vorgeworfen, kein Rückgrat zu haben und nicht für ihre Rechte einzustehen. Aber bei jedem anderen Thema fresst ihr sie bei lebendigem Leib, wenn sie Unmut, Enttäuschung oder Entfremdung vom System äußern. So trainiert man Leute dazu, die Schnauze zu halten, bis sie platzen. Das geht doch echt auch anders, ohne die Informationsebene groß zu verändern.

Kackbratze
24.05.2024, 10:35
Und genau deshalb ändert sich meiner Meinung nach wenig in der Medizin. Denn wenn Leute mal ihr Herz ausschütten, wird es sofort, auch von Kollegen, seziert, aufgefressen, ausgespuckt, begraben, nochmal ausgebuddelt, draufgepinkelt und ein zweites mal verscharrt.

Du hast die Sache mit dem Stuhlgang im linken Ventrikel vergessen.

Ansonsten muss ich der Gruppe der Vorredner zustimmen, dass man die Komfortzone verlassen muss an manchen Stellen im Leben.
Wie schon im Kalender geschrieben: "Das Leben kann Spuren von Müssen enthalten".

Entweder Pädiatrie, oder eben "was Anderes" heimatnah.


Und über den "Schnibbelkram" vom Anfang lasse ich mal Gras wachsen. Sowas sollte man in Bereichen mit Chirurgen in der Nähe etwas vorsichtiger formulieren.

Matzexc1
24.05.2024, 11:09
Ich würde einem Umzug - vielleicht nur vorübergehend - eine Chance geben. Du bist jung und ohne Kinder, da ist es ein leichtes! Später mit Kindern machst du das nicht mehr. Jetzt ist der Moment für den Beruf mal etwas auszuschwärmen und an Wunschkliniken zu arbeiten.

Ich kann noch hinzufügen, dass ich aus einem kleinen Ort stamme, in einer mittelgroßen Stadt studiert und auch in Großstädten schon gearbeitet und gelebt habe.
Man muss erstmal das Landleben ausprobiert haben und was etwaige Freizeit angeht: als Arzt/Ärztin hat man die erstmal nicht.
Vorteil vom Land ist auch das der Wohnungsmarkt häufig besser ist., die Weiterbildung in kleinen Häusern ist auch weniger speziell sondern erstmal breiter und Grundlagenorientierter( so mein Eindruck)

rafiki
24.05.2024, 11:58
@ER: Leider sehr undifferentierte Argumentation.

Man muss unterscheiden können, um welche Art von Problemen es geht. Sind es ungerechtfertigte Beschuldigungen durch z. B. Pflege, Erschöpfung durch übermäßige Arbeitsbelastung (natürlich auch relativ zu sehen in diesem Beruf) oder unverschuldete Querelen mit insuffizienten Behörden, Schicksalsschläge.

Oder sind es herbeigeredete äußere Schwierigkeiten, die phantasiert werden, um von offensichtlichen eigenen Insuffizienzen (unbewusst) abzulenken? Wenn ich jemanden habe, der in jungen Jahren einen sehr guten Abschluss in Medizin in der Tasche hat, dem alle Möglichkeiten der Welt offen stehen, der sich aber in einen Sumpf hineinwühlt, das man es nicht mit anschauen kann - da hilft leider nur Konfrontation, damit derjenige aufwacht und sein Leben in die Hand nimmt. Empathie mit Selbstdestruktivität ist immer fehl im Platze.

Endoplasmatisches Reticulum
24.05.2024, 12:05
Empathie mit Selbstdestruktivität ist immer fehl im Platze.
Pathologisierung völlig normaler Empfindungen und Frustrationen aber auch.

rafiki
24.05.2024, 12:11
Pathologisierung völlig normaler Empfindungen und Frustrationen aber auch.

Naja, Neurosen in jeglicher Couleur sind nun mal weit verbreitet, nach der common cold, die häufigste "Erkrankung".