Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Päd-Stelle in Sicht
Sophinkel
22.05.2024, 15:17
Hallo ihr Lieben,
ich habe vor ca. einem Jahr mein Examen gemacht, bin dann etwas verreist etc. und habe im Oktober 23 angefangen eine Stelle in der Pädiatrie zu suchen, leider bisher ohne nachhaltigen Erfolg.
Kurz zu mir: Ich habe in einer Stadt studiert, die mir nicht so gefallen hat, sehr klein, sehr bescheiden. Ich selbst stamme aus einer Großstadt und bin in dieser auch sehr verwurzelt. Das Leben in der Kleinstadt hat mir nicht gepasst. Ich habe eigentlich immer gute Noten gehabt, (Examensdurchschnitt am Ende 1,66) war aber durch Corona sehr demotiviert, wusste nicht was ich mal werden sollte etc., habe deshalb auch keine Diss angefangen. Zum Schluss habe ich Päd in der Uni kennengelernt und fand es so toll, dass ich dann Wahltertial dort gemacht habe und nun sehr gerne Kinderärztin werden möchte. Tatsächlich kommt für mich auch erstmal nicht so wirklich was anderes in Frage: Innere fand ich tlw. sehr abschreckend, da gefällt mir nur Onko und das kann man auch in der Päd haben. KJP/ Kinderchirurgie kann ich mir überbrückend auch nicht vorstellen: KJP wirkt auf mich als ein gänzlich anderer Fachbereich, wo nur wenige Skills der somatischen Medizin gefragt und KiChi: naja ich möchte nicht an Kindern rumschnippeln. Anäshtesie: Ich habe in dem Bereich auch mal eine Famu gemacht und die langen OP-Zeiten fand ich auch nicht so toll. Generell ist die Arbeitsweise bei Narkosen im OP nichts für mich. Ich weiß Anästhesie ist nicht nur OP, aber auch nicht wenig OP.
Ich würde sehr gerne in meiner Heimatstadt bleiben, eben weil ich hier sehr verwurzelt bin, ich habe zwar auch an anderen Orten gelebt, aber nirgends hat es mir so gut gefallen und ich wollte eigentlich immer wieder weg. Nun ist die Stellensituation für PÄd aber auch für andere beliebtere Fächer extrem schlecht. Das Umland ist gering besiedelt, deshalb gibt es auch in pendelbarer Umgebung keine vakanten Stellen. Auch die nächste Größstadt (ca. 1,5h Entfernung) ist sehr beliebt und hat eine ähnliche Stellensituation. Ich selbst war in der Unistadt sehr unglücklich. Nun habe ich es in anderen Großstädten versucht mich zu bewerben, leider ohne Erfolg. Ich würde auch gerne an einer Uni arbeiten, ohne Promotion schwer möglich. Ich hatte auch überlegt die DIss nachzuholen. Mein Problem war da die örtliche Beschränkung, da die Diss ja häufig nicht nach einem Jahr fertig ist und ich in der Heimat keine Stelle bekomme. Ich hatte deshalb gedacht, dass ich mir erst eine Stelle suche und dann über diese Stelle die DIss schreibe. Ich weiß, das wird furchtbar hart etc, aber es scheint für mich die einzige Möglichkeit wenigstens nach 2 Jahren wieder in meine Heimatstadt zu kommen. Ich würde auch gerne an die Uni weil ich gerne Kinderonko machen möchte. (Ob dauerhaft weiß ich nicht, hätte es aber sehr gerne in meiner Weiterbildung für 6-12 Monate). Alles was ich versucht habe scheint auswegslos. Beinahe hätte ich in meiner Heimatstadt durch pures Glück eine Stelle im städtischen Klinikum erhalten, aber nur beinahe. Ich bekomme sonst nur stellen in Käffern, die ich auch nicht erpendeln kann. Leider weiß ich nicht, ob ich mental die Kraft aufbringe in ein Kaff zu ziehen, da ich ja schon in der kleinen Unstadt sehr gelitten habe und ich weitere ungewisse Jahre irgendwo, wo ich nicht sein will schwer in Kauf nehmen kann. Da es ja nie sicher ist eine Stelle in zuhause zu bekommen? Habt ihr Tipps? Ich weiß, ich habe schonmal geschrieben, aber irgendwie gibt es keine Lösung für mein Problem. Ich will nur nicht sinnlos so viele Jahre studiert haben. Liebe Grüße
Ja, du hast echt eine Menge unvorstellbarer und unlösbarer Probleme. Das wird vermutlich alles nichts. Einfach hoffnungslos.
PS: Meinst du, Kinderchirurgen "schnippeln an Kindern rum"?
Sophinkel
22.05.2024, 16:22
Ich denke natürlich nicht, dass Kinderchirurgen ungehindert an Kindern "herumschnippeln". Aber, es ist ja doch ein chirurgisches Fach und es geht ja darum, invasiv im OP mit dem Skalpell zu arbeiten. Sicherlich nicht nur, aber auch. Ich meinte damit, dass es meiner Meinung nach nicht sinnvoll ist, in einem chirurgischen Fach zu arbeiten, wenn man nicht chirurgisch tätig sein vllt und dafür auch keine/ wenig Begabung hat :)
Sophinkel
22.05.2024, 16:26
Ich denke natürlich nicht, dass Kinderchirurgen ungehindert an Kindern "herumschnippeln". Aber, es ist ja doch ein chirurgisches Fach und es geht ja darum, invasiv im OP mit dem Skalpell zu arbeiten. Sicherlich nicht nur, aber auch. Ich meinte damit, dass es meiner Meinung nach nicht sinnvoll ist, in einem chirurgischen Fach zu arbeiten, wenn man nicht chirurgisch tätig sein vllt und dafür auch keine/ wenig Begabung hat
Aus meiner eigenen (auch sehr aktuellen) Erfahrung kann ich sagen: Die Stellensituation in der Päd ist gerade sehr gut! Klar gibt es Kliniken, die sehr beliebt sind und dementsprechend viele Bewerber haben, aber Pädiatrie ist nicht mehr das sehr beliebte Fach wie noch vor ein paar Jahren. Eine gewissen örtliche Flexibilität ist durchaus nicht schlecht. Und zum Thema Kinderonko: hat mir auch gut gefallen, nur brauchst du das eigentlich zum Anfang deiner Weiterbildung eher weniger - du kannst auch zum Ende der Ausbildung noch mal an eine Uniklinik wechseln, alles möglich.
Bonnerin
22.05.2024, 16:58
Ich sehe 2 Optionen:
1. an ein "unbeliebtes" Krankenhaus - egal wo - gehen und da Päd machen. Eventuell versuchen, während der Weiterbildung heimatnäher zu wechseln, sonst nach dem FA. Vielleicht dann auch in eine Klinik. Ist bei Päd der ambulante Sektor erlaubt? Vielleicht wäre das ne Option fürs 5. WBJ.
2. Anderes Fach - Innere - beginnen, was vielleicht heimatnah geht, und dann eben versuchen mit Berufserfahrung in die Päd zu wechseln. Nordrhein erkennt z.B. 12 Monate "Weiterbildung in anderen Gebieten" (also literally alles) an. Innere macht aber sicher am meisten Sinn.
Sophinkel
22.05.2024, 17:13
Ich sehe 2 Optionen:
1. an ein "unbeliebtes" Krankenhaus - egal wo - gehen und da Päd machen. Eventuell versuchen, während der Weiterbildung heimatnäher zu wechseln, sonst nach dem FA. Vielleicht dann auch in eine Klinik. Ist bei Päd der ambulante Sektor erlaubt? Vielleicht wäre das ne Option fürs 5. WBJ.
2. Anderes Fach - Innere - beginnen, was vielleicht heimatnah geht, und dann eben versuchen mit Berufserfahrung in die Päd zu wechseln. Nordrhein erkennt z.B. 12 Monate "Weiterbildung in anderen Gebieten" (also literally alles) an. Innere macht aber sicher am meisten Sinn.
Danke schon mal für deine Antworten. Ja mir ist auch klar, dass es darauf hinaus laufen muss. Ich glaube bei mir ist es auch so eine "innere Weigerung", dass ich das bisher nicht akzeptieren wollte. Ich war mit 19/20 Jahren bereit irgendwo zu leben, wo ich es nicht wollte ich finde es aber mittlerweile mit Mitte/Ende 20 schwierig. Studium/Arbeit sind vieles aber nicht alles. Eigentlich würde ich auch gerne mein privates Glück mit Partner, Freunden und Familie in meiner Heimat genießen. Ich denke, ich kann abstriche machen, aber das persönliche Glück bleibt natürlich auf der Strecke und am Ende ist es hart, dass man Studium + FA immer an Orten absolvieren muss, wo man nicht hinwill. Dabei muss es ja auch nicht mein Heimatort sein, aber wenigstens ein anderer schöner/wohnbarer Ort in der Nähe. Das ist leider bei in meiner Situation nicht möglich. Aber das kann natürlich niemand für mich ändern. Die Jobsituation ist sogar in meiner Stadt+ Umland für Innere schlecht: Die beliebten, "humaneren" Stellen sind auch hart umkämpft. Die unbeliebten nicht, dabei weiß ich aus Famus +PJ wie wirklich belastand schwierig die unbeliebten Innere-Stellen sind. Auch Pädiatrie ist hart, aber durch eine knochenmühle zu gehen, für ein Fach, das ich nicht machen möchte, ich glaube das halte ich nicht durch.
Sophinkel
22.05.2024, 17:17
Aus meiner eigenen (auch sehr aktuellen) Erfahrung kann ich sagen: Die Stellensituation in der Päd ist gerade sehr gut! Klar gibt es Kliniken, die sehr beliebt sind und dementsprechend viele Bewerber haben, aber Pädiatrie ist nicht mehr das sehr beliebte Fach wie noch vor ein paar Jahren. Eine gewissen örtliche Flexibilität ist durchaus nicht schlecht. Und zum Thema Kinderonko: hat mir auch gut gefallen, nur brauchst du das eigentlich zum Anfang deiner Weiterbildung eher weniger - du kannst auch zum Ende der Ausbildung noch mal an eine Uniklinik wechseln, alles möglich.
Ja ich merke auch, dass an unbeliebten Orten durchaus gesucht wird. Wie gesagt, für mich ist es irgendwie schwer zu akzeptieren, in der Pampa fernab zu wohnen. Also am Ende eine Pampa, die noch schlimmer als meine Unistadt ist, wo am heimfahren am Wochenende wegen Diensten etc. nicht so leicht geht wie als Studentin. Meine Sorge ist eben, dass ich es auch nach 1-2 Jahren nicht schaffe zu wechseln, eben weil die Jobsituation an meinem derzeitigen Wohnort so schlecht ist, und am Ende alles umsonst war oder ich es einfach "wieder" aushalten muss.
Feuerblick
22.05.2024, 17:42
Einen Tod wirst du sterben müssen. Entweder Pädiatrie oder Heimatstadt. Einzusehen, dass man nicht immer alles gleichzeitig haben kann, gehört zum Erwachsenwerden einfach dazu. Du musst nur entscheiden, was dir wichtiger ist: Pädiatrie anderswo (mit der Option während der WB eine Stelle in deiner Heimatstadt zu finden - mit Erfahrung ist man attraktiver) oder Heimatstadt und ein anderes Fach. Zwischen „Pampa“ und Großstadt gibt es viele Facetten. Und man ist nirgendwo auf Dauer festgekettet.
Kinderchirurgie ist doch voll gut: Wundversorgung, Bildbefundung, mal den Darm sehen und nicht nur das Bild davon.
Selbst wenn man auf Handwerk keine Lust hat, wird man auch in der Ambulanz ggf was sehen.
Und wenn man sagt, man kommt eh nicht in den OP am Anfang - umso besser, lernt man Stationsarbeit und klinische Einschätzung usw.
Du solltest eindeutig in der Kinderchirurgie anfangen falls du keine Stelle in der Päd bekommst ... Habe mehrere Freundinnen, die diesen Weg gegangen sind und einen Vorteil hatten.
Jukka666
22.05.2024, 18:33
Also, ich kann nur sagen, Meinungen und Einstellungen können sich auch diesbezüglich sehr ändern:
Ich bin in einer der größten deutschen Städte aufgewachsen, und konnte mir auch nie vorstellen, von dort weg zu ziehen. Ich habe den Großteil meiner Weiterbildung auch an einer Uniklinik dort absolviert, und bin dann gegen Ende der Weiterbildung in die sog “Pampa“ gezogen, praktisch aufs Dorf.
Was soll ich sagen? Ich möchte hier nie wieder weg. Mittlerweile habe ich ein Haus gekauft und genieße das Leben sehr. Man kann sich auf dem Land extrem gut verwirklichen, die Lebensqualität ist höher, die Leute sind auch sehr viel dankbarer, wenn man qualifiziert ist als in einer anonymen Großstadt, wo man Mühe hat, sich selbst bei ordentlicher Quali abzuheben.
Abgesehen von vielen, vielen anderen Vorteilen, nicht direkt in einer Großstadt zu wohnen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
Fakt ist aber, dass man auch auf dem Land und dem Umland sehr viel lernen kann und dort wahre Weiterbildungsperlen auf einen warten KÖNNEN, wenn man Glück hat.
Sophinkel
22.05.2024, 18:41
Du solltest eindeutig in der Kinderchirurgie anfangen falls du keine Stelle in der Päd bekommst ... Habe mehrere Freundinnen, die diesen Weg gegangen sind und einen Vorteil hatten.
Klingt interessant! Ich kann mir halt nur nicht vorstellen "richtig" chirurgisch tätig zu sein. Also wirklich das Messer anzusetzen. Wundversorgung, Assistenz im OP, Verbände, vllt kleine Wunden nähen-kein Problem. Aber mehr nicht- ich denke das haben die Kinder nicht verdient:-) Ich frage mich halt, wie ich das im Bewerbungsgespräch verkaufen soll? Also natürlich kann ich nicht sagen ich möchte keine chrirugin werde
xenopus laevis
22.05.2024, 18:41
Lieber in der "Pampa" leben als eine miese WB-Stelle in Kauf zunehmen. Wechseln mit Berufserfahrung ist wirklich einfach. :-nix
Sophinkel
22.05.2024, 18:45
Also, ich kann nur sagen, Meinungen und Einstellungen können sich auch diesbezüglich sehr ändern:
Ich bin in einer der größten deutschen Städte aufgewachsen, und konnte mir auch nie vorstellen, von dort weg zu ziehen. Ich habe den Großteil meiner Weiterbildung auch an einer Uniklinik dort absolviert, und bin dann gegen Ende der Weiterbildung in die sog “Pampa“ gezogen, praktisch aufs Dorf.
Was soll ich sagen? Ich möchte hier nie wieder weg. Mittlerweile habe ich ein Haus gekauft und genieße das Leben sehr. Man kann sich auf dem Land extrem gut verwirklichen, die Lebensqualität ist höher, die Leute sind auch sehr viel dankbarer, wenn man qualifiziert ist als in einer anonymen Großstadt, wo man Mühe hat, sich selbst bei ordentlicher Quali abzuheben.
Abgesehen von vielen, vielen anderen Vorteilen, nicht direkt in einer Großstadt zu wohnen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
Fakt ist aber, dass man auch auf dem Land und dem Umland sehr viel lernen kann und dort wahre Weiterbildungsperlen auf einen warten KÖNNEN, wenn man Glück hat.
Also tatsächlich hatte ich in meiner Kindheit das beste aus beiden Welten (ich weiß, dass das sehr privilegiert ist): Haus am Stadtrand im Grünen, recht ländlich mit einigermaßen guter ÖPNV-Anbindung in die Stadt. Ich wohne tatsächlich in einer sehr grünen Großstadt, also keiner Betonwüste. Das macht sie auch so attraktiv. Ich kenne also ein bisschen beide Welten, aber bisher habe ich keinen Bedarf nach einem beschaulicheren Landleben. Klar, kann sich alles ändern mit zunehmendem Alter und Kindern.
FuchsiBuchsi
22.05.2024, 19:34
Eindeutig pro Stelle in der Heimat.
Mit (nicht-päd.) Berufserfahrung hast du dann viel schneller den Fuß in der Tür als du dir vorstellen kannst.
Probleme eines privilegierten Menschen. Das klingt für mich nach Dekadenz. Bei mir kommt sogar Jammern an. Ich habe sogar einen Notendurchschnitt von 1,66 - wie unfair das alles ist.
Du musst dir halt auch mal die Hände schmutzig machen. Arbeite einfach mal in einem Fach (egal welches), wenn man Berufserfahrung hat, dann ist es so viel einfacher an gute Stellen zu kommen. Dafür muss man aber halt mal investieren und auch mal Scheiße fressen. Wenn du dazu nicht bereit bist, dann darfst du dich auch nicht beschweren. Das ist in allen beliebten Fächern so. Sieh es als Lebenserfahrung.
Sophinkel
22.05.2024, 20:42
Probleme eines privilegierten Menschen. Das klingt für mich nach Dekadenz. Bei mir kommt sogar Jammern an. Ich habe sogar einen Notendurchschnitt von 1,66 - wie unfair das alles ist.
Du musst dir halt auch mal die Hände schmutzig machen. Arbeite einfach mal in einem Fach (egal welches), wenn man Berufserfahrung hat, dann ist es so viel einfacher an gute Stellen zu kommen. Dafür muss man aber halt mal investieren und auch mal Scheiße fressen. Wenn du dazu nicht bereit bist, dann darfst du dich auch nicht beschweren. Das ist in allen beliebten Fächern so. Sieh es als Lebenserfahrung.
Ich verstehe total, dass mein Post nach "first-world-problems" schreit. Natürlich ist es auch.Bestimmt kann man einer schlechten Arbeit, die man nicht mag, an einem Ort wo man nicht wohnen etc. nachgehen, geht alles und man stirbt nicht davon. Ob das, das erfüllte Leben ist, ist eine andere Frage. Viele Dinge sind möglich, ohne, dass es einem dabei gut geht. Die Frage ist ja wann fängt das erfüllte Leben mit einem guten Job an? Mit dem Facharzt, mit der Niederlassung, vllt auch erst mit der Rente? Schwierige Fragen... Ich bin durchaus bereit "mir die Hände schmutzig zu machen", aber dann auch für etwas was mich interessiert und wo ich einen Sinn drin sehe. Ich kann ja jahrelang in einem Bereich arbeiten, der mich nicht interessiert, am ende muss ich ja trotzdem mein Ziel nicht erreichen, da das von verschiedenen Faktoren abhängt, ob man eine begehrte Stelle bekommt.
Feuerblick
22.05.2024, 21:53
Du gehst von vornherein davon aus, dass ein Leben in einer anderen Stadt oder Gegend nicht erfüllend ist. Warum? Nur, weil dir deine Studienstadt nicht gefallen hat? Findest du nicht, dass du für den Alter arg festgefahren bist? Wer weiß, was in fünf Jahren ist. Und wer weiß, ob Pädiatrie wirklich dein Ding ist. Willst du alles davon abhängig machen?
Sophinkel
22.05.2024, 22:11
Du gehst von vornherein davon aus, dass ein Leben in einer anderen Stadt oder Gegend nicht erfüllend ist. Warum? Nur, weil dir deine Studienstadt nicht gefallen hat? Findest du nicht, dass du für den Alter arg festgefahren bist? Wer weiß, was in fünf Jahren ist. Und wer weiß, ob Pädiatrie wirklich dein Ding ist. Willst du alles davon abhängig machen?
Ok also so ganz habe ich es nicht gemeint: Ich weiß, dass ich nicht der Mensch für die Kleinstadt oder ein dörfliches Leben bin. Ich bin tatsächlich dörflich, aber noch zur Großstadt zählend aufgewachsen und habe neben meiner kleinstädtischen Studienstadt auch an anderen Orten im In- und Ausland gelebt. Daher kann ich aus meinen Erfahrungen sagen, dass ich nicht für das Leben auf dem Land oder der Kleinstadt gemacht bin, es erfüllt mich nicht, ich habe es in unterschiedlichen Formaten an unterschiedlichen Orten erprobt. Ich kenne auch Menschen für die ist die Großstadt ein Graus: zu viele Mensch, zu viel Lärm, zu viele Sinneseindrücke und reizüberflutend. Und ja ich gehöre zum Gegenteil. Leider ist es in anderen beliebten größeren Städten (und wir reden hier nicht von Berlin, München, Hamburg, Köln etc.) auch nicht möglich eine Stelle zu erhalten, so dass nur kleinere Städte und ländliche Gegenden in Frage kommen. Dies lässt mich verzweifeln.
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